Bunge Global Aktie: Gewinn bricht ein
04.02.26 19:54
Börse Global
Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 sind da – und sie fallen enttäuschend aus. Während der Umsatz dank der Viterra-Integration um satte 75,5 Prozent auf 23,8 Milliarden Dollar zulegte, brach der Gewinn dramatisch ein. Unter dem Strich blieben nur noch 95 Millionen Dollar übrig – ein Absturz von 602 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von gerade einmal 0,49 Dollar, verglichen mit 4,36 Dollar vor einem Jahr.
Die Aktie reagierte prompt: Im vorbörslichen Handel am 4. Februar 2026 sackte der Titel um über fünf Prozent auf 111 Dollar ab. Anleger zeigen sich sichtlich enttäuscht von der Entwicklung des Agrarhändlers.
Bereinigte Zahlen kaschieren Schwäche nur teilweise
Bereinigt um Sondereffekte sieht das Bild etwas freundlicher aus, aber keineswegs rosig. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,99 Dollar – das sind immer noch 14 Cent weniger als die 2,13 Dollar aus dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 kam Bunge Global auf einen bereinigten Gewinn von 7,57 Dollar je Aktie, deutlich unter den 9,19 Dollar aus 2024.
Das operative Ergebnis (EBIT) entwickelte sich unterschiedlich: Im vierten Quartal kletterte es auf 756 Millionen Dollar nach 546 Millionen Dollar im Vorjahr. Besonders stark lief das Geschäft mit der Verarbeitung von Ölsaaten – hier verdreifachte sich das EBIT nahezu auf 209 Millionen Dollar. Doch auf Jahressicht blieb das bereinigte EBIT mit 2.034 Millionen Dollar nur minimal über dem Vorjahreswert von 2.017 Millionen Dollar.
Volumen steigt, Margen schrumpfen
Die Strategie von Bunge Global ist klar erkennbar: Wachstum durch Volumen. Die Verarbeitungsmengen stiegen in allen Segmenten deutlich an. Besonders drastisch fiel der Zuwachs im Getreidehandel aus – hier mehr als verdreifachten sich die Mengen auf 26,2 Millionen Tonnen. Verantwortlich dafür ist die Integration der im Vorjahr übernommenen Viterra-Aktivitäten.
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Doch das Volumenwachstum konnte den Margendruck nicht ausgleichen. Das Unternehmen kämpft mit einem ausgeglicheneren Verhältnis von Angebot und Nachfrage sowie Unsicherheiten bei Handels- und Biokraftstoffpolitik – beides drückt auf die Gewinnmargen.
Die Kapitalkostenrechnung zeigt das Dilemma: Die Rendite auf das investierte Kapital sank 2025 auf 6,9 Prozent und liegt damit nur noch knapp über den gewichteten Kapitalkosten von 6,7 Prozent. Zum Vergleich: In den Jahren 2021 und 2022 hatte dieser Spread noch deutlich höher gelegen.
Ausblick bleibt verhalten
Für 2026 stellt das Management einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 7,50 und 8,00 Dollar in Aussicht – praktisch eine Seitwärtsbewegung gegenüber 2025. Die Investitionen sollen mit 1,5 bis 1,7 Milliarden Dollar auf hohem Niveau bleiben, die Nettoverschuldung stieg deutlich an, ist laut Unternehmen aber durch gut handelbare Lagerbestände gedeckt.
Trotz aller Herausforderungen betont die Führung, dass Bunge Global heute diversifizierter und widerstandsfähiger aufgestellt sei als je zuvor. Die Aktionäre dürften sich dennoch fragen: Wann schlägt sich die neue Größe endlich in steigenden Gewinnen nieder?
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