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Do, 23. April 2026, 13:48 Uhr

Salesforce Inc

WKN: A0B87V / ISIN: US79466L3024

Salesforce: Google-Cloud-Integration ab April


23.04.26 06:15
Börse Global

Salesforce: Google-Cloud-Integration ab April

Salesforce und Google Cloud verbinden ihre KI-Systeme enger als je zuvor. Die am 22. April 2026 angekündigte Partnerschaft erlaubt es autonomen KI-Agenten, Aufgaben über beide Plattformen hinweg vollständig abzuwickeln — ein Schritt, der das Problem fragmentierter Unternehmensdaten direkt angeht.


Slack trifft Google Workspace

Kern der Zusammenarbeit ist die technische Brücke zwischen Googles Gemini-Enterprise-Modellen und Salesforces Agentforce-Engine. Nutzer können künftig aus Slack heraus auf Gmail, Drive und andere Google-Dienste zugreifen — ohne die Plattform zu wechseln. Hinzu kommt die sogenannte Zero-Copy-Integration mit Google Lakehouse: Salesforce-Agenten lesen Daten direkt aus der Google-Cloud-Umgebung, ohne sie vorher zu kopieren oder manuell zu übertragen. Neue Konnektoren für BigQuery und Apache Iceberg sollen Echtzeit-Governance über mehrere Datenquellen hinweg ermöglichen.


Salesforce als Schaltzentrale für fremde KI-Agenten

Das ist die eigentlich weitreichende Nachricht. Salesforce erweitert seine Agent-Fabric-Plattform zu einer zentralen Steuerungsebene für KI-Agenten verschiedener Anbieter — darunter Amazon Bedrock, Microsoft Foundry und OpenAI. Neue „Agent Scanner" entdecken und katalogisieren automatisch bestehende KI-Tools im Unternehmensnetzwerk. Das Ziel: Salesforce positioniert sich nicht mehr nur als CRM-Anbieter, sondern als Orchestrierungsschicht für eine heterogene KI-Landschaft.

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Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck

Die Aktie legte am Mittwoch rund 1,5 Prozent auf etwa 189,90 Dollar zu. In Euro gerechnet schloss das Papier bei 163,18 Euro — knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 160,98 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie allerdings rund 25 Prozent verloren. Hintergrund ist die Sorge vieler Investoren, dass KI-Agenten langfristig klassische Softwarelizenzen ersetzen und damit das sitzbasierte Erlösmodell unter Druck geraten könnte.


Institutionelle Anleger halten weiterhin mehr als 80 Prozent der ausstehenden Aktien. Analysten sehen im Wechsel zu nutzungsbasierter Abrechnung für Agentforce-Produkte einen möglichen Ausgleich für sinkende Abo-Einnahmen.


Quartalszahlen im Mai als nächster Test

Im Mai legt Salesforce seine nächsten Quartalsergebnisse vor. Der Konsens der Analysten erwartet ein Umsatzwachstum von rund 12,5 Prozent auf 9,83 Milliarden Dollar — das wäre das stärkste Quartalswachstum seit drei Jahren. Der Vorstand hat außerdem ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm über 25 Milliarden Dollar genehmigt und die Quartalsdividende auf 0,44 Dollar je Aktie angehoben. Beides soll Vertrauen in die langfristige Ertragskraft signalisieren — mitten in einem technologischen Umbau, dessen Ausgang noch offen ist.


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