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Do, 23. April 2026, 6:27 Uhr

Rio Tinto plc

WKN: 852147 / ISIN: GB0007188757

Rio Tinto: Titanium-Verkauf wegen Nahost gestoppt


22.04.26 23:00
Börse Global

Rio Tinto: Titanium-Verkauf wegen Nahost gestoppt

Rio Tinto liefert ein robustes erstes Quartal. Die Produktion läuft, die Jahresziele stehen. Im Hintergrund wachsen jedoch die geopolitischen Risiken. Der Nahostkonflikt stört nicht nur die Lieferketten, sondern blockiert nun auch einen milliardenschweren Verkauf.


Das Management warnt vor einer eingeschränkten Sicht auf das zweite Halbjahr. Die direkten operativen Folgen des Nahostkriegs hielten sich bisher in Grenzen. Steigende Dieselpreise treiben nun aber die Kosten in die Höhe. Der Bergbaukonzern verbraucht jährlich rund 1,6 Milliarden Liter Treibstoff. Bislang federn die schiere Größe und das globale Netzwerk diese Belastung ab.


Verkauf von Titan-Assets gestoppt

CEO Simon Trott treibt den Umbau des Konzerns voran. Rio Tinto will Randbereiche abstoßen und so rund zehn Milliarden US-Dollar einnehmen. Der geplante Verkauf des Titan-Geschäfts liegt nun auf Eis. Die Anlagen befinden sich primär in Südafrika und Madagaskar. Als logische Käufer gelten chinesische Konzerne. Das Problem: Geopolitische Spannungen machen einen Verkauf an diese Gruppen derzeit praktisch unmöglich.

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Besser läuft es beim Verkauf der Borat-Sparte. Hier zeigen Private-Equity-Firmen wie Apollo und Bain Capital sowie Chemiekonzerne Interesse. An der Börse ignorieren Investoren die Störfeuer weitgehend. Die Aktie notiert aktuell bei 105,22 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf knapp 52 Prozent.


Wetterkapriolen und tödliche Unfälle

Im operativen Geschäft zeigten sich Licht und Schatten. Eine starke Produktion in der Pilbara-Region trieb die Eisenerzverkäufe an. Die Bauxit-Förderung sank hingegen um elf Prozent auf 13,3 Millionen Tonnen. Starke Regenfälle und ein Zyklon in Australien bremsten den Abbau.


Überschattet wurde das Quartal von zwei tödlichen Unfällen in Simandou und Kennecott. Das Management stoppte daraufhin beide Betriebe. Im Kennecott-Untertagebau läuft seit dem 16. April ein stufenweiser Neustart. Parallel dazu macht die Energiewende-Pipeline Fortschritte. Die Lithium-Projekte Fenix 1B und Sal de Vida sind mechanisch fertiggestellt. Die erste Produktion ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.


Der Vorstand hält an seiner Prognose für Produktion und Kosten im laufenden Jahr fest. Am 6. Mai findet die Hauptversammlung statt. Dort wird sich das Management den Fragen der Aktionäre stellen müssen. Im Fokus stehen dann der stockende Konzernumbau und die steigenden Treibstoffkosten.


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