Prothena Corporation plc
WKN: A1KAVV / ISIN: IE00B91XRN20Prothena Aktie: Absturz mit Ansage
23.09.25 10:56
Börse Global
Was macht man, wenn die große Hoffnung des Unternehmens in der entscheidenden klinischen Studie scheitert? Bei Prothena war die Antwort radikal: Ein Schnitt durch fast zwei Drittel der Belegschaft und die komplette Neuausrichtung. Der Biotech-Konzern steckt mitten in einer tiefen Krise, die sich an der Börse unübersehbar niederschlägt.
Der große Rückschlag
Der Auslöser für die Talfahrt war eindeutig. Im Mai 2025 platzte die Hoffnung auf Birtamimab, den vielversprechenden Kandidaten für die Behandlung von AL-Amyloidose. Die entscheidende Phase-3-Studie AFFIRM-AL verfehlte ihr primäres Ziel, was zur sofortigen Einstellung des gesamten Programms führte. Diese Nachricht traf den Konzern ins Mark und zwang das Management im Juni zu drastischen Maßnahmen: Eine Reduzierung der Belegschaft um etwa 63%, um die Betriebskosten massiv zu senken und Ressourcen auf verbleibende Programme zu konzentrieren.
Neue Hoffnungsträger unter der Lupe
Doch Prothena gibt nicht auf. Ende August präsentierte das Unternehmen neue Daten zu PRX012, einem potenziellen monatlich subkutan zu verabreichenden Antikörper gegen Alzheimer. Die Ergebnisse aus der Phase-1-Studie ASCENT zeigen vielversprechende Reduktionen der Amyloid-Plaques, allerdings mit einem signifikanten Warnsignal: Die Rate der amyloid-bedingten Bildgebungsanomalien (ARIA-E) fiel höher aus als bei anderen zugelassenen Alzheimer-Therapien. Angesichts der hohen Entwicklungskosten sucht Prothena nun nach Partnern, um das Risiko für PRX012 zu teilen.
Wichtige Meilensteine erreichen dagegen die Partnerprogramme:
* Roche wird Prasinezumab gegen Parkinson in die Phase-3-Entwicklung bringen – ein bedeutender Schritt für einen potenziell erstklassigen Antikörper.
* Novo Nordisk plant für Coramitug gegen ATTR-Amyloidose ebenfalls die Phase-3, was Prothena bis zu 1,2 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen bringen könnte.
Finanzieller Druck bleibt hoch
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im zweiten Quartal 2025 verbuchte Prothena einen Nettoverlust von 125,8 Millionen Dollar, inklusive 32,6 Millionen Dollar an Restrukturierungskosten. Die liquiden Mittel schmolzen in den ersten sechs Monaten um fast 100 Millionen Dollar auf 372,3 Millionen Dollar zusammen. Die Führung rechnet für das Gesamtjahr 2025 mit einem Netto-Cash-Burn von 170 bis 178 Millionen Dollar.
Kann sich die Aktie von diesem Tiefschlag erholen? Die geplante Kapitalherabsetzung bis Jahresende zur möglichen Unterstützung eines Aktienrückkaufprogramms zeigt, dass das Management aktiv gegensteuern will. Doch ob die verbleibende Pipeline und die Partnerprogramme ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, bleibt die entscheidende Frage.
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