DAX: Bilanzsaison übernimmt!
19.04.26 17:25
Börse Global
Iranische Öffnung der Straße von Hormus, fallende Ölpreise, steigende Kurse — der DAX schloss die Woche mit einem Kurssprung ab und notiert nun deutlich oberhalb der 24.000-Punkte-Marke. Das dritte Wochenplus in Folge. Jetzt übernimmt die Berichtssaison das Steuer.
Am Freitag legte der Index um 2,27 Prozent zu und schloss bei 24.702 Punkten — damit liegt er knapp drei Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt und hat die wichtige gleitende Durchschnittslinie klar zurückerobert. Auf Wochensicht summiert sich das Plus auf 3,77 Prozent.
Hormus-Impuls und technisches Bild
Der entscheidende Impuls kam am Freitagnachmittag. Die vorläufige Öffnung der Straße von Hormus ließ die Ölpreise spürbar fallen — und trieb gleichzeitig Aktien, Anleihen und Bitcoin nach oben. Zuvor hatte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran den Ölpreis zeitweise auf über 110 Dollar pro Barrel getrieben und DAX-Schwergewichte aus dem Chemie- und Automobilsektor belastet.
Charttechnisch hat sich das Bild aufgehellt. Seit dem Mehrmonatstief Ende März zog der Index dynamisch an, steigende Verlaufstiefs schufen eine Aufwärtstrendstruktur. Die Kaufsignale der gleitenden Durchschnitte über 20, 50 und 200 Tage sind aktiv. Das nächste Hindernis wartet bei 24.892 Punkten — dem Tageshoch vom 2. März. Fällt diese Marke, wäre charttechnisch Luft nach oben.
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Was die kommende Woche entscheidet
Die Geopolitik tritt in den Hintergrund. Quartalszahlen übernehmen. In der Woche ab dem 21. April berichten DAX-Schwergewichte wie SAP, Deutsche Bank, Siemens und Mercedes-Benz.
SAP ist dabei der Schlüsseltermin. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 167 Milliarden Euro und einer DAX-Gewichtung von knapp 15 Prozent können die Zahlen am 23. April den Gesamtindex spürbar bewegen — nach oben wie nach unten.
Ferner rückt die EZB in den Blick. Die Notenbank hält den Einlagensatz bei 2,00 Prozent, erwartet für 2026 aber 2,6 Prozent Inflation bei nur 0,9 Prozent Wachstum. Die Märkte preisen inzwischen ein bis zwei Zinserhöhungen bis Jahresende ein — die Sitzung am 30. April könnte diese Erwartungen weiter schärfen.
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Saisonalität als Rückenwind
Historisch spielt die Jahreszeit dem DAX in die Karten: In den vergangenen zehn Jahren legte der Index im Zeitfenster von Mitte April bis Anfang Juni ausnahmslos zu, mit einer mittleren Rendite von rund sechs Prozent. Das Muster ist verlockend — ob es hält, entscheidet sich diesmal an den Unternehmensbilanzen und am Signal der EZB am 30. April.
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