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Sa, 25. April 2026, 23:48 Uhr

Aurubis AG

WKN: 676650 / ISIN: DE0006766504

Aurubis: US-Entscheidung verschoben auf Ende 2026


25.04.26 06:40
Börse Global

Aurubis: US-Entscheidung verschoben auf Ende 2026

Rekordkurse an der Börse, gewaltige Nachfrage durch den Ausbau von Datenzentren – bei Aurubis stehen die Zeichen auf Wachstum. Dennoch tritt Konzernchef Toralf Haag bei den US-Plänen vorerst auf die Bremse. Auf der World Copper Conference in Chile skizzierte er ein Marktumfeld zwischen geopolitischen Engpässen und protektionistischen Risiken.


US-Strategie auf dem Prüfstand

Die zweite Phase des neuen Recyclingwerks in Richmond, Georgia, soll bis Ende September ans Netz gehen. Eine Entscheidung über weitere Kapazitäten in Nordamerika fällt nun allerdings wesentlich später als geplant. Ursprünglich wollte das Management im Sommer Fakten schaffen. Jetzt wird der Konzern voraussichtlich erst Ende 2026 über eine Werkserweiterung oder eine primäre Kupferhütte entscheiden.


Ein Grund für die Zurückhaltung dürfte die politische Unsicherheit sein. Washington prüft derzeit gestaffelte Importzölle auf raffiniertes Kupfer. Haag bezeichnete mögliche Maßnahmen nach Section 232 als äußerst kontraproduktiv, da sie Investitionen langfristig verzögern könnten.


Parallel dazu stapeln sich an der US-Terminbörse Comex rund 532.000 Tonnen Kupfer. Händler hatten das Metall im Vorfeld möglicher Zölle massiv importiert. Laut Haag wird es Monate dauern, bis die lokale Nachfrage diese Bestände abbaut.

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Datenzentren stützen die globale Nachfrage

Auf internationaler Ebene verschieben sich derweil die Gewichte. Haag identifiziert den Bau von Datenzentren als massiven Treiber. Rund tausend geplante Anlagen weltweit benötigen nach seinen Schätzungen jeweils bis zu 30.000 Tonnen Kupfer.


Dieser Boom gleicht Schwächen in anderen Sektoren aus. Aurubis spürt die Flaute in der deutschen Automobilindustrie. Bau- und Energiebranche fangen den Rückgang jedoch weitgehend ab. Der Nahost-Konflikt sorgt für einen unerwarteten Nebeneffekt: Die Nachfrage nach Schwefelsäure steigt aufgrund von Lieferengpässen spürbar. Aurubis produziert an seinen Schmelzstandorten jährlich rund zwei Millionen Tonnen dieser Chemikalie.


Bulgarien-Ausbau und Kursrally

Während die US-Entscheidung ruht, rückt Europa in den Fokus. In der zweiten Jahreshälfte 2026 schließt Aurubis die Erweiterung seines Kupfer-Tankhauses in Bulgarien ab. Die Kapazität des Standorts steigt damit auf 340.000 Tonnen pro Jahr.

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Am Kapitalmarkt honorieren Investoren das operative Umfeld. Die Aurubis-Aktie legte seit Jahresbeginn um fast 50 Prozent zu. Am Freitag schloss das Papier bei 189,40 Euro und notiert damit nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch.


Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 hält der Vorstand an der Prognose fest. Das operative Vorsteuerergebnis soll zwischen 375 und 475 Millionen Euro liegen. Höhere Metallpreise stützen das Geschäft, während gesunkene Raffinierungsgebühren und Anlaufkosten für neue Anlagen das Ergebnis dämpfen.


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