Westwing -- Neuer Thread
| eröffnet am: | 11.08.21 13:31 von: | Cosha |
| neuester Beitrag: | 22.04.26 09:25 von: | Wechselrichter |
| Anzahl Beiträge: | 4131 | |
| Leser gesamt: | 1660470 | |
| davon Heute: | 544 | |
bewertet mit 16 Sternen |
||
|
|
||
02.10.21 08:26
#851
Versucher1
... sehr gute Aktion, das mit den Schildern! Und
der Sams- als Aktions-Tag ist ja noch frei ... das wird gut werden.
:-)
:-)
02.10.21 16:20
#852
Katjuscha
Clever und reich, also alles was Heibel da so
beschreibt, spricht für Westwing.
Bereits hohe Cashflows
Nicht von Chip-Mangel betroffen
Höhere Kosten kann man weitergeben
Ich finde zudem diese grundsätzliche Auffassung etwas komisch, wonach alle Wachstumsunternehmen bei steigenden Zinsen einen Risikoabschlag verdient. Heibel sagt doch klar dazu, vor dem Hintergrund der Cashflows, die erst später kommen. Wo besteht da jetzt der Zusammenhang zu den vielen Wachstumsunternehmen im Online-Bereich, die ja gerade wegen der hohen Margen und Cashflows so gefragt sind?
Dann soll man doch explizit dazu sagen, welche Tec-Unternehmen gemeint sind. Klar gibt es gerade in den USA hochbewertete Tecs, deren hohe Wachstunsraten in sehr hohen KUVs von 5-10 vorweggenommen wurden und die aktuell extrem investieren und daher kaum oder gar keine FreeCashflows erwirtschaften. Nur was hat das mit extrem günstigen Unternehmen mit hohen Cashflows wie Westwing sehr günstiger Marketingidee und wenig Capex zu tun?
Bereits hohe Cashflows
Nicht von Chip-Mangel betroffen
Höhere Kosten kann man weitergeben
Ich finde zudem diese grundsätzliche Auffassung etwas komisch, wonach alle Wachstumsunternehmen bei steigenden Zinsen einen Risikoabschlag verdient. Heibel sagt doch klar dazu, vor dem Hintergrund der Cashflows, die erst später kommen. Wo besteht da jetzt der Zusammenhang zu den vielen Wachstumsunternehmen im Online-Bereich, die ja gerade wegen der hohen Margen und Cashflows so gefragt sind?
Dann soll man doch explizit dazu sagen, welche Tec-Unternehmen gemeint sind. Klar gibt es gerade in den USA hochbewertete Tecs, deren hohe Wachstunsraten in sehr hohen KUVs von 5-10 vorweggenommen wurden und die aktuell extrem investieren und daher kaum oder gar keine FreeCashflows erwirtschaften. Nur was hat das mit extrem günstigen Unternehmen mit hohen Cashflows wie Westwing sehr günstiger Marketingidee und wenig Capex zu tun?
02.10.21 18:49
#853
clever und reich
Katjuscha Ehrlich gesagt verstehe ich diese
Aussage von Heibel ebenfalls nicht. Ich hatte daher gehofft, hier eine Erklärung zu bekommen. Leider passt Heibels Aussage zur aktuellen Entwicklung vieler Wachstumswerte, bezogen auf den Bewertungsabschlag. Heibel geht scheinbar davon aus, dass Wachstumswerte künftig höhere Kosten durch steigende Zinsen haben werden. Das hört man aktuell leider nicht nur von ihm so. Viele Wachstumswerte benötigen aber überhaupt keine Kredite, die haben selbst genug cash. Außerdem entwertet doch die Inflation ebenfalls Kredite und Kreditkosten, was dann wieder gut für Wachstumswerte wäre, wenn ich mich denn auf diese Argumentation einlasse. Wieso konzentrieren sich Heibel und Finanzpresse nur einseitig auf die eine Seite der Medaille. Heibel ist eigentlich kein Mitläufer, daher finde ich seine Aussage interessant.
03.10.21 08:15
#854
unbiassed
Dieses Thema
wird aus einer meist viel zu verstaubten Sicht diskutiert.
Dieser Fondsmanager bringt es auf den Punkt, Stichwort Qualtiy Growth
https://www.brn-ag.de/39366-Irmak-Digital-Leaders-Fund-DAX
Und er spricht auch über eigene Fehler im Hinblick auf die Einschätzung zu Zalando und dem damit verbundenen Thema e Commerce
Dieser Fondsmanager bringt es auf den Punkt, Stichwort Qualtiy Growth
https://www.brn-ag.de/39366-Irmak-Digital-Leaders-Fund-DAX
Und er spricht auch über eigene Fehler im Hinblick auf die Einschätzung zu Zalando und dem damit verbundenen Thema e Commerce
03.10.21 13:18
#855
clever und reich
@853
Guten Tag Herr ×××××××××,
"Gute Frage :-) Sie vergessen einen kleinen, aber wichtigen Punkt: 200 Euro im Jahr 2021 sind mehr wert, als 200 Euro im Jahr 2022. Wenn ich die Wahl habe, ein Abo heute für 200 Euro zu verkaufen, dann ist mir das lieber, als wenn ich die 200 Euro erst in einem Jahr erhalte.
Denn die 200 Euro, die ich heute erhalte, kann ich schon anlegen und erhalte bspw. Zinsen darauf. In den vergangenen Jahren des Nullzinsumfeldes war das nicht ganz so dramatisch, wenn man das Geld erst später erhalten hat. Doch wenn das Zinsniveau nun steigt, dann sind die 200 Euro von heute immer mehr wert. Oder anders herum: Bei 4% wären meine 200 Euro, die ich heute erhalte, in einem Jahr schon 208 Euro. Bei 6% sogar schon 212 Euro.
Wenn wir Unternehmen bewerten, dann rechnen wir rückwärts. Ein Unternehmen, das uns verspricht, im Jahr 2030 100 Mio. Euro Umsatz zu machen, heute aber noch nichts verdient, müssen wir mit einem Zeitwertabschlag versehen. Man nennt das, künftige Cashflows werden „abdiskontiert“. Und je höher das Zinsniveau, desto heftiger fällt dieser Abschlag aus.
Ein guter Ansatz, einen fairen Wert für ein Unternehmen auszurechnen, ist, die in der Zukunft erwarteten Cashflows auf den heutigen Tag abzudiskontieren. Je stärker ein Unternehmen wächst, desto größer wird der Anteil der in der Zukunft liegenden Cashflows. Und diese künftigen Cashflows spielen bei Wachstumsunternehmen eine anteilig wichtigere Rolle in der Bewertungsberechnung, als bei Unternehmen, die heute schon hohe Cashflows hat, die nicht abdiskontiert werden müssen.
Im laufenden Jahr verfügt Hellofresh bspw. über einen erwarteten Cashflow von 2,59 Euro je Aktie. Bei einem Aktienkurs von aktuell 80 Euro beträgt das Verhältnis Kurs/Cashflow 80/2,59 = 31. Schon im nächsten Jahr soll der Cashflow auf 3 Euro steigen, das Verhältnis sinkt dann auf 27. Nehmen wir also an, Analysten empfinden derzeit ein Kurs/Cashflow-Verhältnis von 27 als fair.
Wenn nun die 3 Euro der Zukunft mit einem Zins von 4% abdiskontiert werden müssen, sind die 3 Euro plötzlich nur noch 2,88 Euro wert. Das Verhältnis würde auf 28 steigen, wäre also höher als die für fair empfundenen 27.
Bei der Wertberechnung für ein Unternehmen werden die abdiskontiert Cashflows der einzelnen Jahre zusammen gerechnet und je höher der Anteil der Cashflows in der Zukunft, desto größer der Effekt der Abdiskontierung.
Freundliche Grüsse"
Guten Tag Herr ×××××××××,
"Gute Frage :-) Sie vergessen einen kleinen, aber wichtigen Punkt: 200 Euro im Jahr 2021 sind mehr wert, als 200 Euro im Jahr 2022. Wenn ich die Wahl habe, ein Abo heute für 200 Euro zu verkaufen, dann ist mir das lieber, als wenn ich die 200 Euro erst in einem Jahr erhalte.
Denn die 200 Euro, die ich heute erhalte, kann ich schon anlegen und erhalte bspw. Zinsen darauf. In den vergangenen Jahren des Nullzinsumfeldes war das nicht ganz so dramatisch, wenn man das Geld erst später erhalten hat. Doch wenn das Zinsniveau nun steigt, dann sind die 200 Euro von heute immer mehr wert. Oder anders herum: Bei 4% wären meine 200 Euro, die ich heute erhalte, in einem Jahr schon 208 Euro. Bei 6% sogar schon 212 Euro.
Wenn wir Unternehmen bewerten, dann rechnen wir rückwärts. Ein Unternehmen, das uns verspricht, im Jahr 2030 100 Mio. Euro Umsatz zu machen, heute aber noch nichts verdient, müssen wir mit einem Zeitwertabschlag versehen. Man nennt das, künftige Cashflows werden „abdiskontiert“. Und je höher das Zinsniveau, desto heftiger fällt dieser Abschlag aus.
Ein guter Ansatz, einen fairen Wert für ein Unternehmen auszurechnen, ist, die in der Zukunft erwarteten Cashflows auf den heutigen Tag abzudiskontieren. Je stärker ein Unternehmen wächst, desto größer wird der Anteil der in der Zukunft liegenden Cashflows. Und diese künftigen Cashflows spielen bei Wachstumsunternehmen eine anteilig wichtigere Rolle in der Bewertungsberechnung, als bei Unternehmen, die heute schon hohe Cashflows hat, die nicht abdiskontiert werden müssen.
Im laufenden Jahr verfügt Hellofresh bspw. über einen erwarteten Cashflow von 2,59 Euro je Aktie. Bei einem Aktienkurs von aktuell 80 Euro beträgt das Verhältnis Kurs/Cashflow 80/2,59 = 31. Schon im nächsten Jahr soll der Cashflow auf 3 Euro steigen, das Verhältnis sinkt dann auf 27. Nehmen wir also an, Analysten empfinden derzeit ein Kurs/Cashflow-Verhältnis von 27 als fair.
Wenn nun die 3 Euro der Zukunft mit einem Zins von 4% abdiskontiert werden müssen, sind die 3 Euro plötzlich nur noch 2,88 Euro wert. Das Verhältnis würde auf 28 steigen, wäre also höher als die für fair empfundenen 27.
Bei der Wertberechnung für ein Unternehmen werden die abdiskontiert Cashflows der einzelnen Jahre zusammen gerechnet und je höher der Anteil der Cashflows in der Zukunft, desto größer der Effekt der Abdiskontierung.
Freundliche Grüsse"
03.10.21 14:45
#856
Moneyboxer
Baki Irmak
hat auch auf der Baader Conference gesprochen.
Link zum Video:
https://thedlf.de/...ch-der-jahrhundert-rally-von-digitalunternehmen/
Als Beispiel aus Home & Living wird wayfair herangezogen.
Link zum Video:
https://thedlf.de/...ch-der-jahrhundert-rally-von-digitalunternehmen/
Als Beispiel aus Home & Living wird wayfair herangezogen.
04.10.21 08:05
#857
unbiassed
Frachtkosten
USA/China sind von 15.000$(durchschnitt der letzten 4 Tage) auf 8.000$ gesunken
04.10.21 08:34
#859
clever und reich
hyy23x Heibel
Er betreibt einen wöchentlichen Börsenbrief zudem schreibt er regelmäßig im Handelsblatt.
04.10.21 08:54
#860
maurer0229
Aber sind nicht 4-6% ein absolutes
Schreckensszenario? Mir fehlt die Fantasie, die nächsten Jahre höher als 1-2% zu liegen. Selbst ein Vertreter der FED glaubt an einen Leitzins nahe NULL für die nächsten Jahre. Wie kommt man dann auf eine Annahme 4-6%. Kann ich nicht nachvollziehen. Oder habe ich da einen Denkfehler?
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/...rticle22841423.html
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/...rticle22841423.html
04.10.21 08:58
#861
Katjuscha
Wow - hab welche zu 30,7 bekommen
Was Heibel betrifft, sind seine Aussagen völlig richtig. Man muss es halt nur mal auf Westwing anwenden, um zu sehen dass das für Unternehmen/Aktien keine wirkliche Rolle spielt.
Westwing hat für 2023 ein EV/FreeCashflow von 8-9. Da ist es relativ wurscht, ob der Zins bei 1% oder 2% steht.
Westwing hat für 2023 ein EV/FreeCashflow von 8-9. Da ist es relativ wurscht, ob der Zins bei 1% oder 2% steht.
04.10.21 09:00
#862
Katjuscha
Maurer, dass sollte von Heibel sicherlich nur ein
Beispiel sein, um es rechnerisch zu erklären.
Mal davon abgesehen… selbst bei 4% wäre Westwing dramatisch unterbewertet. Es sei denn Westwings Umsatz sinkt in den nächsten 2-3 Jahren.
Mal davon abgesehen… selbst bei 4% wäre Westwing dramatisch unterbewertet. Es sei denn Westwings Umsatz sinkt in den nächsten 2-3 Jahren.
04.10.21 09:02
#863
unbiassed
Leitzins
bleibt bei Null, alles andere wäre Selbstmord.
Der 10j Zins wird schrittweise steigen, aber real auf absehbare Zeit negativ bleiben. Aktien entwickeln sich im übrigen bei steigenden Zinsen sehr gut, spricht ja auch für eine florierende Wirtschaft
Der 10j Zins wird schrittweise steigen, aber real auf absehbare Zeit negativ bleiben. Aktien entwickeln sich im übrigen bei steigenden Zinsen sehr gut, spricht ja auch für eine florierende Wirtschaft
04.10.21 09:15
#864
clever und reich
maurer Er nimmt die Prozente ja nur als
Beispiel und schreibt im Konjunktiv. Ich finde, dass er das gut erklärt. Keiner weiß ja derzeit, wann und wie hoch die Zinsen steigen werden. Ich persönlich sehe ebenfalls maximal 1 bis 2 % Zinsen in den nächsten zwei Jahren und das auch nur bei gleichbleibend hoher Inflation. Ich kann mir aber letzteres überhaupt nicht vorstellen, da Sonderfaktoren wie Ölpreis (durch Lockdowns) die Inflation nun treiben. Zum nächsten Jahr kann die Inflation nicht das derzeitige Tempo halten. Der Markt nimmt scheinbar u.a. Zinserhöhungs-Worst-Case Szenarien vorweg. Heibel geht davon aus, dass Aktien wie TeamViewer auch noch günstiger werden können, obwohl diese jetzt schon günstig sind. Aus meiner Sicht bedeutet das, dass diese Übertreibung der Börse noch eine Weile anhalten kann.
04.10.21 09:37
#866
rulez09
knapp
über 30 Euro wollte er kaufen, ich versuche es knapp drunter, Dax unter 15000 Punkte sollten wir ja schon noch sehen
04.10.21 09:40
#867
Scansoft
Der Verkaufsdruck ist aber
wirklich bemerkenswert. Quasi keine Gegenbewegungen. Irgendwann müsste es ja wenigstens mal eine charttechnische Gegenreaktion geben. Aber am Ende verstärken sich Abwärtsbewegungen durch S-L und Trendfolger immer mehr. Dadurch werden die fallenden Messer immer schärfer. Umgekehrt steigen Bewertungen (Nemetschek, Sartorius) durch die Trendfolger in immer absurdere Höhen.
04.10.21 09:49
#869
DerGepard
Vielleicht sollte sich jeder auch einfach mal
überlegen was genau passiert, wenn die 27,9€ nicht halten und zwei mal ordentlich Turbos in gewissen Wikis ausknocken. Denke, dass gewisse Marktteilnehmer über diese Information verfügen und nicht das fallende Messer davor auffangen. sind noch 9% bis dahin...aber jeder macht sich bitte seine eigenen Gedanken. die letzten 4 bis 5% können dann ganz schnell gehen, wenn große Wikis noch ein paar Stücke davor loswerden wollen.
04.10.21 09:53
#870
unbiassed
Merkt ihr es
Leute, das Ariva WW Forum Sentiment ist im Keller angekommen. Das wird eine Rebound- Woche. Ich sag bis 35,3€
04.10.21 09:53
#871
hyy23x
Wir
haben jetzt die -45% erreicht.
Also entspannt euch. Es werden wieder bessere Tage kommen :) (und das sagt einer, der wirklich herbe Verluste aktuell hat)
Also entspannt euch. Es werden wieder bessere Tage kommen :) (und das sagt einer, der wirklich herbe Verluste aktuell hat)
04.10.21 09:58
#872
Scansoft
Deutschlich entspannter wäre man,
wenn der Gesamtmarkt auch schon deutlich runter wäre, was aber bei einem DAX mit +10% leider noch nicht der Fall ist, auch der TecDax ist noch zweistellig im grünen Bereich ytd.
04.10.21 10:00
#873
maurer0229
Sollte das wirklich eintreten...
Dann würde ich wetten, dass es bis zum Gap bei ca. 24€. Aber dann würde ich echt mein Sparschwein schlachten. Wenn die 30€ halten sollen, geht es nicht mehr ohne good News.
04.10.21 10:00
#874
rulez09
@DERGEPARD
ich dachte immer Optionsscheine sind an die Entwicklung des Basiswertes gekoppelt, also wenn Leerverkäufer Aktien verkaufen der Kurs sinkt leuchtet mir ein aber wenn Optionsscheine verkauft werden auch?
04.10.21 10:01
#875
Katjuscha
Habe deshalb jetzt ne Straddle Strategie
Kleinere Depotabsicherungen mit Puts auf S&P und Nasdaq, aber weitere Nachkäufe bei Westwing und Hellofresh.

