Totaler Kontrollverlust droht
| eröffnet am: | 27.03.20 12:50 von: | badtownboy |
| neuester Beitrag: | 25.04.21 10:35 von: | Sophiamjxga |
| Anzahl Beiträge: | 54 | |
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27.03.20 12:50
#1
badtownboy
Totaler Kontrollverlust droht
aufgrund der verspäteten Maßnahmen der Bundesreguerung.
Jeder macht nun , was er will.
Z.B. einfach die gewerbliche Miete nicht zahlen, weil man das einfach ungerecht findet.
https://www.ariva.de/news/...eichmann-setzt-mietzahlungen-aus-8295010
Auch das Chaos bei den Förderprogrammen , ohne Bedürftigkeitsprüfung - da war man bei der Grundrente viel knausriger - dürfte noch viel Unverständnis hervorrufen.
Ganz davon abgesehen, dass die meisten Eingriffsmaßnahmen einfach illegal ohne gesetzliche Grundlage stattfinden.
Jeder macht nun , was er will.
Z.B. einfach die gewerbliche Miete nicht zahlen, weil man das einfach ungerecht findet.
https://www.ariva.de/news/...eichmann-setzt-mietzahlungen-aus-8295010
Auch das Chaos bei den Förderprogrammen , ohne Bedürftigkeitsprüfung - da war man bei der Grundrente viel knausriger - dürfte noch viel Unverständnis hervorrufen.
Ganz davon abgesehen, dass die meisten Eingriffsmaßnahmen einfach illegal ohne gesetzliche Grundlage stattfinden.
27.03.20 12:55
#2
Sturmfeder
Neben den Zahnärzten tun mir die am meisten
leid, die über ihre Verhältnisse gelebt haben. Die hat das Virus nun wirklich auf dem falschen Fuß erwischt.
27.03.20 13:05
#4
hokai
naja, ganz im Regen steht man als Vermieter nicht
Die Bundesregierung hat immerhin in ihrem Hilfspaket den Fall bedacht, dass Vermieter laufende Darlehen aufgrund ausbleibender Mietzahlungen nicht bedienen können. Auch in diesem Fall soll es das Recht geben, solche Kredite zu stunden. Dies gilt aber nur für Verträge, die vor dem 8. März 2020 geschlossen worden sind und nur für sogenannte Verbraucherverträge. "Ein Immobilienunternehmer, der etwa Handwerkerrechnungen begleichen muss oder einen unternehmensbezogenen Kredit aufgenommen hat, kann sich darauf nicht berufen", sagt Anwalt Hannemann.
.
Davon ab, ist doch wohl ganz klar, das jeder von dieser Krise betroffen sein wird.
Ebenso hat die Regierung mehrmals betont, dass man sich durchaus bewusst ist, dass dies alles mit heißer Nadel gestrickt wurdeund durchaus bereit ist ggfl. nachzubessern.
Und die Einigung über Grundrente ( kann man zu stehen wie man will ), war ein sehr zäher Prozess, da hatte man Zeit sich mit den Dingen auseinander zusetzen, die jetzt damit zu vergleichen, naja vielleicht etwas kleinkariert angesichts der massiven Probleme die durchs Land rollen.
.
Davon ab, ist doch wohl ganz klar, das jeder von dieser Krise betroffen sein wird.
Ebenso hat die Regierung mehrmals betont, dass man sich durchaus bewusst ist, dass dies alles mit heißer Nadel gestrickt wurdeund durchaus bereit ist ggfl. nachzubessern.
Und die Einigung über Grundrente ( kann man zu stehen wie man will ), war ein sehr zäher Prozess, da hatte man Zeit sich mit den Dingen auseinander zusetzen, die jetzt damit zu vergleichen, naja vielleicht etwas kleinkariert angesichts der massiven Probleme die durchs Land rollen.
27.03.20 13:07
#5
badtownboy
# 2 wohl juristischer Laie
die Begriffe Gesetzesvorbehalt und Vorrang des Gesetzes sollte man aber schon kennen, ganz abgesehen von der verfassungsrechtlichen Wirksamkeit.
https://www.tagesschau.de/inland/...-massnahmen-rechtmaessig-101.html
https://www.tagesschau.de/inland/...-massnahmen-rechtmaessig-101.html
27.03.20 13:11
#6
badtownboy
Hokai , jeder ist sich selbst der Nächste
das Corona-Problem wird instrumentalisiert , um sich eigene Vorteile zu verschaffen.
So wird ja jetzt auch wieder über die europäische Vergesellschaftung der Staatsschulden spekuliert, auch wenn sie im Einzelnen nichts mit der jetzigen Krise zu tun haben.
Jeder will im Eigeninteresse so viel abgreifen , wie es eben geht.
Dafür drohen happige Steuererhöhungen nach der Krise , für die normalen nicht privilegierten Steuerzahler.
So wird ja jetzt auch wieder über die europäische Vergesellschaftung der Staatsschulden spekuliert, auch wenn sie im Einzelnen nichts mit der jetzigen Krise zu tun haben.
Jeder will im Eigeninteresse so viel abgreifen , wie es eben geht.
Dafür drohen happige Steuererhöhungen nach der Krise , für die normalen nicht privilegierten Steuerzahler.
27.03.20 13:13
#7
BarCode
Diese Gefahr besteht durchaus.
Der Meinung bin ich auch. Das wird alles noch ein endlos langes rechtliches Nachspiel haben.
27.03.20 13:13
#8
hokai
3 Juristen 4 Meinungen
und derweil machen sich die verbeamteten Richter und Rechtspfleger vom Acker ( die nehmen leider zu
ernst mit Gesundheit geht vor Arbeit) , so wird das nix mit Krisenbewältigung.
https://www.ariva.de/forum/beamte-542856?page=0#jumppos16
ernst mit Gesundheit geht vor Arbeit) , so wird das nix mit Krisenbewältigung.
https://www.ariva.de/forum/beamte-542856?page=0#jumppos16
27.03.20 13:17
#9
hokai
#6 BTB
den Kleinunternehmern und Selbstständigen in meinem Umfeld geht gewaltig der Stift und die Massnahmen sind nur Tropfen, und ja es wird jetzt viel gehobelt und da fallen Späne, und ja es kommt die Zeit wo das aufgearbeitet werden muss, und ja wenn der Spuk in 1-2 Monaten zu ende ist, mag es vielleicht den Eindruck haben, dass da hier und dort mit Kannonen auf Spatzen geschossen wurde. Aber Poltik hat auch die Aufgabe vertrauen und Zuversicht zu spenden, sonst fallen wir hier nicht nur in eine wirtschaftliche Depression.
27.03.20 13:20
#10
badtownboy
trotzdem zu leicht gemacht
auch ohne individuelle Prüfung hätte man Gruppen von Branchen bilden können, wonach halt nur bestimmte Geschäftsbereiche förderungswürdig wären, Bestatter und private Schuldeneintreiber sind das in diesen Zeiten nicht.
27.03.20 13:23
#11
hokai
hätte man, man kann aber auch
nacharbeiten, wenn das alles vorbei ist, ist doch alles schriftlich festgehalten wer, wo, was bekommt.
Ja, mag vielleicht nicht gerecht sein, wenn ein Unternehmer, privat gestopft bis zur Unterkante, sich an den Töpfen bedient.
Aber die Linken machen sich ja schon stark für eine außerordentliche Vermögensabgabe zur Re-Finanzierung, kann man unterstützen wenn man es möchte.
Ja, mag vielleicht nicht gerecht sein, wenn ein Unternehmer, privat gestopft bis zur Unterkante, sich an den Töpfen bedient.
Aber die Linken machen sich ja schon stark für eine außerordentliche Vermögensabgabe zur Re-Finanzierung, kann man unterstützen wenn man es möchte.
27.03.20 13:25
#12
Dr.UdoBroemme
Du weißt aber schon, dass die Zeit enorm drängte
Noch nie wurde ein Gesetz so schnell beschlossen. Dass man da nicht alle Feinheiten und Einzellfälle überprüfen konnte, ist doch klar.
27.03.20 13:36
#13
Woodstore
Machen se nix, wird gemeckert, machen se was...
...ist es auch nicht gut!
Alter Vadder... Ist doch mit allem so, was zum ersten mal passiert.
Keiner weiß wie es läuft, keiner was passiert.
Die Kohle ist doch primär dafür da damit die Unternehmer nicht auf die
Idee kommen die Leute sofort betriebsbedingt auf die Straße zu setzen
und dann vielleicht, aber ganz sicher zu schlechteren Konditionen, schön neu
durchgesiebt später wieder einzustellen.
So richtig hat die Sache doch noch gar nicht angefangen.
Die Speditionsbranche weiß gerade gar nicht wo sie anfangen soll.
Die Lager sind proppen voll, das kriegen die schon gar nicht mehr umgeschlagen.
Containerladungen werden sich endlos in den Häfen stauen, alleine das abzuarbeiten
wird Wochen dauern. Diese ganzen fein-justierten Supply-Chains sind für dauerndes
Laufen konzipiert. Und da steht gerade nicht nur ein Rad still.
Und zu guter letzt: Der Konsum stagniert gegen Null. Zum einen, weil ich eingeschlossen zu hause viel weniger brauche, zum anderen, weil die Erwartung des Volkskörpers in die eigene Kaufkraft sinkt.
Ob es, das ws ich will und bräuchte überhaupt gibt (weil, siehe oben) ist die nächste Frage.
Alter Vadder... Ist doch mit allem so, was zum ersten mal passiert.
Keiner weiß wie es läuft, keiner was passiert.
Die Kohle ist doch primär dafür da damit die Unternehmer nicht auf die
Idee kommen die Leute sofort betriebsbedingt auf die Straße zu setzen
und dann vielleicht, aber ganz sicher zu schlechteren Konditionen, schön neu
durchgesiebt später wieder einzustellen.
So richtig hat die Sache doch noch gar nicht angefangen.
Die Speditionsbranche weiß gerade gar nicht wo sie anfangen soll.
Die Lager sind proppen voll, das kriegen die schon gar nicht mehr umgeschlagen.
Containerladungen werden sich endlos in den Häfen stauen, alleine das abzuarbeiten
wird Wochen dauern. Diese ganzen fein-justierten Supply-Chains sind für dauerndes
Laufen konzipiert. Und da steht gerade nicht nur ein Rad still.
Und zu guter letzt: Der Konsum stagniert gegen Null. Zum einen, weil ich eingeschlossen zu hause viel weniger brauche, zum anderen, weil die Erwartung des Volkskörpers in die eigene Kaufkraft sinkt.
Ob es, das ws ich will und bräuchte überhaupt gibt (weil, siehe oben) ist die nächste Frage.
27.03.20 13:36
#14
badtownboy
klar muß es " schnell" gehen
aber es ist keine Situation wie die Sturmflutkatastrophe von 1962, die unmittelbares Handeln erforderte.
In der jetzigen Krise bestehen , wenn auch kurze , Zeiträume zu überlegen und richtig zu handeln.
Ärgerlich auch die sich widersprechenden Expertenmeinungen, anfangs ging keinerlei Gefahr aus, dann 180 Grad Wendung, vor einigen Tagen waren Schutzmasken sinnlos, jetzt werden sie von den gleichen Experten empfohlen.
In der jetzigen Krise bestehen , wenn auch kurze , Zeiträume zu überlegen und richtig zu handeln.
Ärgerlich auch die sich widersprechenden Expertenmeinungen, anfangs ging keinerlei Gefahr aus, dann 180 Grad Wendung, vor einigen Tagen waren Schutzmasken sinnlos, jetzt werden sie von den gleichen Experten empfohlen.
27.03.20 13:40
#15
qiwwi
uns. Politiker haben bisher weitgehend vernünftig
und in Anbetracht der 'im Fluß' befindlichen Umstände auch schnell gehandelt.
27.03.20 13:45
#16
hokai
#14 naja, wenn man kruzfristig
quasi ein Berufsverbot ausspricht ( Einzelhandel, Gastro, etc. zu schliessen), muss man natürlich in gleichen Atemzug auch was als Ausgleich anbieten.
27.03.20 13:48
#17
Dr.UdoBroemme
Die Umsetzung wird eh länger brauchen, da für das
Bearbeiten der ganzen Anträge gar kein Personal da ist.
27.03.20 13:52
#18
badtownboy
ist aber widersprüchlich
zur sonstigen politischen Agenda.
Betriebsrisiko und Wirtschaftsrisiko müsste in unserer Wirtschaftsordnung eigentlich die Unternehmer tragen, ggf. muß man sich dagegen versichern oder Rücklagen bilden und keine Schulden anhäufen.
Für Unternehmer werden halt gerne zu Notzeiten kapitalistische Grundvorstellungen über Bord geworfen,
Rosinentheorie halt.
Betriebsrisiko und Wirtschaftsrisiko müsste in unserer Wirtschaftsordnung eigentlich die Unternehmer tragen, ggf. muß man sich dagegen versichern oder Rücklagen bilden und keine Schulden anhäufen.
Für Unternehmer werden halt gerne zu Notzeiten kapitalistische Grundvorstellungen über Bord geworfen,
Rosinentheorie halt.
27.03.20 13:54
#19
Fritz Pommes
Mietzahlungen und Gehälter sind Terminsache
Krankenkassenbeiträge müssen auch termingerecht bezahlt werden.
Elektro/Gas/Mülabfuhr und sonstige Kosten sind offene Posten
Das Finanzamt stundet (hoffentlich) die Steuer-Vorauszahlungen.
Solange aber kein Kunde kommt, der Aufträge vergibt - ist nur sicher, dass viel Geld fehlen wird in den Kassen.
Krankenkassenbeiträge müssen auch termingerecht bezahlt werden.
Elektro/Gas/Mülabfuhr und sonstige Kosten sind offene Posten
Das Finanzamt stundet (hoffentlich) die Steuer-Vorauszahlungen.
Solange aber kein Kunde kommt, der Aufträge vergibt - ist nur sicher, dass viel Geld fehlen wird in den Kassen.
27.03.20 13:55
#20
Dr.UdoBroemme
Das sag mal den Kleinselbstständigen,
die immer nur von der Hand in den Mund leben und keine Chance haben, Rücklagen zu bilden.
Und wogegen soll man sich da versichern? Dass mal eben für 2 Monate das Betreiben des Geschäfts untersagt wird?
Und wogegen soll man sich da versichern? Dass mal eben für 2 Monate das Betreiben des Geschäfts untersagt wird?
27.03.20 13:56
#21
badtownboy
Mein Vorschlag
Vorsicht zynisch:
Für die nächsten 12 Monate auf gesetzliche Grundlage - Lobbymacht haben die Unternehmer ja mehr als genug - Angestelltenlöhne um 50 % senken.
Rechtmäßigkeit mal ganz außen vor, wegen der" Sytemrelevanz unserer Wirtschaft", äh Eigeninteressen
der Begünstigten.
Für die nächsten 12 Monate auf gesetzliche Grundlage - Lobbymacht haben die Unternehmer ja mehr als genug - Angestelltenlöhne um 50 % senken.
Rechtmäßigkeit mal ganz außen vor, wegen der" Sytemrelevanz unserer Wirtschaft", äh Eigeninteressen
der Begünstigten.
27.03.20 13:58
#22
badtownboy
# 20 ja das ist mehr als traurig
die Betroffenen lernen so aber , wenn man die Grundzüge unseres Wirtschaftssystem beherzigt, wie der Hase wirklich läuft.
27.03.20 13:58
#23
Woodstore
#18 Das ist doch Quatsch...
Natürlich sollte jeder Unternehmer gewisse Polster für "schlechte Zeiten" bei Seite haben.
Das haben viele auch. Nur anders als der gemeine Michel sich das denkt. Oma Erna hat
ein Bündel bares im Tresor, Unternehmen legen ihr (Bar-)Geld an. Liquiditätsplanung
gibt es in jedem Unternehmen.
Vollständige Betriebsschließungen und NULL Umsatz, das gab es noch nie. Wie
soll damit jetzt jemand Erfahrung haben und entsprechend souverän handeln.
Zumal ja die aktuelle Situation noch auf "unbestimmte Zeit" ist.
Das haben viele auch. Nur anders als der gemeine Michel sich das denkt. Oma Erna hat
ein Bündel bares im Tresor, Unternehmen legen ihr (Bar-)Geld an. Liquiditätsplanung
gibt es in jedem Unternehmen.
Vollständige Betriebsschließungen und NULL Umsatz, das gab es noch nie. Wie
soll damit jetzt jemand Erfahrung haben und entsprechend souverän handeln.
Zumal ja die aktuelle Situation noch auf "unbestimmte Zeit" ist.
27.03.20 14:01
#24
Dr.UdoBroemme
Ich glaube kaum, dass es das Ziel sein kann,
Menschen, deren Existenzgrundlage gerade zerbröselt, etwas über unsere Wirtschaftsordnung beizubringen.
27.03.20 14:03
#25
Obelisk
In guten Zeiten fette Gewinne
kassieren, in schlechten Zeiten die Allgemeinheit zur Begleichung der Kosten bitten. Mein Verständnis von sozialer Gerechtigkeit ist eine andere.
Frechheit, wenn z.B. Zahnärzte gleich jammern, wenn sie mal einen Monat nichts verdienen. Damit muss man als Selbständiger immer mal rechnen und dafür bildet man Rücklagen. Bin übrigens auch selbständig.
Frechheit, wenn z.B. Zahnärzte gleich jammern, wenn sie mal einen Monat nichts verdienen. Damit muss man als Selbständiger immer mal rechnen und dafür bildet man Rücklagen. Bin übrigens auch selbständig.
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