BTC/EUR (Bitcoin / EURO)
WKN: A2YZK6 / ISIN: EU000A2YZK67Bitcoins der nächste Monsterhype steht bevor!
| eröffnet am: | 23.06.11 22:51 von: | potzblitzzz |
| neuester Beitrag: | 27.04.26 14:37 von: | Kornblume |
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Ja, natürlich stehen sich bei einer Transaktion Käufer und Verkäufer gegenüber – das ist fast schon eine banale Feststellung. Daraus aber direkt ein klassisches Kontrahentenrisiko im selben Sinne wie im traditionellen Finanzsystem abzuleiten, greift zu kurz. Genau hier liegt der Denkfehler: Bei Bitcoin wird das Settlement atomar und ohne zentrale Gegenpartei abgewickelt. Es gibt kein dauerhaftes Kreditverhältnis zwischen den Parteien, wie es bei echten Kontrahentenrisiken der Fall wäre.
Du beschreibst im Grunde nur, dass zwei Marktteilnehmer existieren – nicht, dass ein strukturelles Risiko wie im Interbankenhandel oder bei Derivaten vorliegt. Das ist ein Unterschied, den man mit etwas mehr Präzision eigentlich nicht übersehen sollte.
Und die „Polaritität im Thread“ als Beleg anzuführen, ist eher ein soziologisches als ein ökonomisches Argument. Meinungsverschiedenheiten ersetzen keine saubere Analyse.
Zeitpunkt: 27.04.26 12:08
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Kommentar: Nutzerhetze
BTW: Wenn ich Aktien halte, dann ist die Firma NICHT mein Kontrahent, sondern ich bin Mitbesitzer.
Das ist bei Krediten in Bitcoin genauso.
Man kauft oder verkauft. Ende der Geschichte.
Du schriebst ja: "Bitcoin nicht, aber die Käufer dieser virtuellen Token schon.".
Hier die Definition: "Ein Kontrahentenrisiko (auch Gegenparteirisiko oder Counterparty Risk) beschreibt in der Finanzwelt das Risiko, dass die andere Partei eines Geschäfts ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt.".
Es geht also um Verpflichtungen, die während der Laufzeit eines Vertrags erbracht werden (müssen). Z. B. bei Krediten oder Derivaten oder bei Lieferung von Waren auf Rechnung.
Wenn man einen Kredit aufnimmt, um Bitcoin zu kaufen, hat Bitcoin auch kein Kontrahenten-Risiko. Der Kreditgeber und der Kreditnehmer haben eins.
Käufer und Verkäufer einer Ware sind immer Kontrahenten
Das Risiko bei Käufen, beispielsweise von Bitcoin ist, dass in weiterer Folge viel mehr Verkäufe als Käufe getätigt werden, somit hätte ich auch bei einem Verkauf einen Verlust.
Also gibt es auch hier ein Kontrahentenrisiko.
Anders beispielsweise ist das bei Kartoffeln, die man nach dem Kauf selber verzehrt
Da hat man auch einen Kontrahenten, den Kartoffelverkäufer, aber kein Kontrahentenrisiko
Ja, Käufer und Verkäufer sind immer Kontrahenten – das ist trivial. Aber Kontrahentenrisiko bedeutet nicht „es könnte später jemand zu einem anderen Preis handeln“. Das ist schlicht Marktpreisrisiko, nicht Kontrahentenrisiko.
Kontrahentenrisiko heißt: Die andere Partei erfüllt ihre Verpflichtung nicht.
Beispiel: Du verkaufst etwas auf Rechnung und bekommst dein Geld nicht. Oder bei einem Kredit zahlt jemand nicht zurück.
Bei einem normalen Bitcoin-Kauf (Spot, sofortige Abwicklung) passiert genau das nicht:
Du gibst Geld und bekommst Bitcoin. Fertig. Kein offener Anspruch, kein „der andere muss noch was liefern“. Damit auch kein Kontrahentenrisiko.
Dein Beispiel („mehr Verkäufe als Käufe also ich mache Verlust“) beschreibt einfach nur, dass sich der Preis bewegt. Das ist Börsen-Grundlagenwissen, kein Gegenparteiausfall.
Die Kartoffeln passen übrigens perfekt:
Du hast einen Verkäufer: ja
Aber kein Kontrahentenrisiko: auch ja
Genauso wie bei einem sofort abgewickelten Bitcoin-Trade.
Kurz gesagt:
Du beschreibst ein Risiko, aber das falsche.
Nun..........
Na einem Vermäufer, der dir deine gewünschte Menge verkauft.
Das kannst du außerbörslich machen, indem du dir privat eine Verkäufer suchst, mit ihm dann einen Preis ausverhandelst und die Übergabemodalitäten vereinbarst.
Üblicherweise nimmt man dafür eine eine Börse in Anspruch. Das gilt im Übrigen für alle standardisierten Assets.
Aaaaber, du kannst auch Bitcoins minen, dann kommen sie tatsächlich aus dem Nichts.
Daran erkennt man auch, dass Bitcoin eben nichts wert ist.
Kornblume, jetzt wird’s langsam unfreiwillig philosophisch bei dir.
„Aus dem Nichts = nichts wert“ klingt erstmal knackig, hält aber keine zwei Minuten Nachdenken aus. Denn nach der Logik müsstest du dich selbst gleich mit abschaffen: Du kommst nämlich auch aus dem Nichts - wie wir alle. Und trotzdem bist du (hoffentlich) deutlich mehr wert als „nichts“.
Der Unterschied ist doch: Wert entsteht nicht durch einen magischen Ursprung, sondern durch das, was investiert wird und was andere darin sehen. Bei Bitcoin heißt das Rechenleistung, Energie, Infrastruktur - also ziemlich viel reale Arbeit, bis so ein Block „geschaffen“ ist.
Und jetzt wird’s interessant: Bei Menschen ist das ganz ähnlich. Da haben andere über Jahre Arbeit reingesteckt - Eltern, Umfeld, Bildung. Eine Art biologisches und soziales „Mining“, wenn man so will.
Wobei… bei manchen dauert der Prozess offenbar etwas länger, bis das Ergebnis überzeugt.
Kurz gesagt: Dein Argument ist weniger eine Analyse als ein hübsch formulierter Denkfehler. Wenn du Bitcoin kritisieren willst, gibt es deutlich bessere Ansatzpunkte - aber „kommt aus dem Nichts“ gehört nicht dazu.
Das geht mittlerweile wesentlich eleganter und mit extrem weniger Energieaufwand.
Lass uns das dabei belassen.
Du bleibst nur an der Oberfläche.

