Preiskampf um bwin.party - 888 sticht GVC aus?
27.07.15 11:35
aktiencheck.de
Gibraltar (www.aktiencheck.de) - In 2014 stellte sich das österreichisch-britische Unternehmen bwin.party (ISIN GI000A0MV757 / WKN A0MV75) selbst zum Verkauf. In der Zwischenzeit haben mehrere Unternehmen Interesse bekundet, zu einem eindeutigen Angebot kam es jedoch nicht. Bis zu dem Zeitpunkt als die Branchenschwergewichte GVC Holding und 888 ihre Offerten auf den Tisch legten. Das war im Mai 2015.
Nun hat sich 888 gegen den Konkurrenten GVC (und Amaya) laut Reuters durchgesetzt obwohl dieser einen besseren Preis zu bieten hatte und der Baranteil höher ausfiel. Die Synergien, die durch eine Fusion mit 888 entstünden schienen für bwin.party Aktionäre vorteilhafter zu sein. Sie sprachen sich im Großen und Ganzen für den Deal aus.
Laut den Nachrichtenagenturen Bloomberg will sich GVC Holding allerdings nicht so schnell geschlagen geben und denkt über ein Gegenangebot nach. Diesmal ohne Amaya. Das gemeinsame vorherige Angebot von GVC und Amaya stellte für bwin.party ein Risiko dar und es kam unter anderem auch deshalb zu keinen Deal zwischen den beiden. GVC möchte nun als alleiniger Bieter auftreten.
Wird 888 dennoch den Zuschlag bekommen?
Die Offerte von 888 beläuft sich auf ungefähr 898,3 Millionen britische Pfund, was umgerechnet in etwa 1,3 Mrd. Euro darstellt. Damit bietet 888, 104,09 Pence je Anteil. Das entspricht einem Aufschlag von 16 % im Vergleich zu dem Angebot im Mai. Es sollen jeweils 39,45 Pence in bar und 0,404 888 Aktien pro bwin.party Anteil gezahlt werden. Aktuell notiert die bwin.party Aktie bei 106,4 Pence.
Das Unternehmen bwin.party gehört zwar seit der Fusion im Jahre 2011 der beiden Unternehmen betandwin und Party. Digital Entertainment zu einem der größten Anbieter für Sportwetten, ungünstige steuerliche Bedingungen und ständige rechtliche Lizenzstreitigkeiten in verschiedenen Ländern sorgten für hohe Kosten und Ausgaben. Schlechte Ergebnisse bei Fußballspielen drückten zusätzlich auf die Gewinnmarge.
Darüber hinaus seien die Marktpotentiale im Segment Glückspiel sogut wie ausgeschöpft. Werbekosten steigen Jahr für Jahr, Sponsoring Partner sind zunehmend schwerer zu finden. Eine Fusion stellt in solch einem Marktumfeld die beste Lösung dar um neue Kunden zu gewinnen.
888 ist dabei einer der stärksten Anbieter für Online-Casino Spiele und befindet sich im Pokerbereich hinsichtlich des Traffic Rankings auf Rang zwei, gleich nach dem Platzhirsch Pokerstars. Mit der Übernahme von partypoker konnte 888 diesen Bereich in den letzten Jahren deutlich stärken. Was jetzt noch fehlt ist der Markt für Sportwetten.
Und genau in diesem Bereich erhofft man sich durch die Fusion mit bwin.party Synergieeffekte. Bwin.party bringt ungefähr 10 Millionen neue Kunden mit. Wertmäßig sollen die Synergien pro Jahr zwischen 70-100 Millionen US Dollar betragen. Hinzu kommt noch, dass 888 sich laut dem COO Itai Frieberger in einer zahlenmäßig überlegenen Position sieht, um die Potentiale von bwin.party zu erschließen bzw. das schwächelnde Geschäft wieder auf Vordermann zu bringen.
Dennoch, laut Frieberger wird vor allem die Integration der 888 Sportwetten Kunden Zeit in Anspruch nehmen, denn die aktuell noch unterschiedlichen Produkte müssen angepasst werden. Das betrifft unter anderem die dazugehörigen Plattformen sowie Regularien und das Customer Relationship Management.
Fazit
Der Deal zwischen 888 und bwin.party ist allerdings wie die Überlegungen für ein Gegenangebot der GVC Holding zeigen, noch nicht unter Dach und Fach gebracht. Ob sich GVC mit der neuen Offerte durchsetzen kann ist noch nicht bekannt.
Allerdings sollte der Umstand, dass das Unternehmen nun als alleiniger Bieter auftritt seine Position stärken. Das neue Angebot, wenn es den tatsächlich gemacht werden sollte, beläuft sich laut "Pokernews" auf 906,5 Millionen britische Pfund. Das ist deutlich höher als das Angebot von 888 in Höhe von 898,3 Millionen Pfund.
Da das kanadische Unternehmen Amaya Gaming bereits PokerStars und den Anbieter FullTilt Poker unter sich vereint, kamen Befürchtungen zutage, dass die Sparten im Falle einer Fusion mit GVC und Amaya nach einer gewissen Zeit getrennt würden. Demnach würde GVC die Sportwetten übernehmen und Amaya den gesamten Casino Bereich. (27.07.2015/ac/a/a)
Nun hat sich 888 gegen den Konkurrenten GVC (und Amaya) laut Reuters durchgesetzt obwohl dieser einen besseren Preis zu bieten hatte und der Baranteil höher ausfiel. Die Synergien, die durch eine Fusion mit 888 entstünden schienen für bwin.party Aktionäre vorteilhafter zu sein. Sie sprachen sich im Großen und Ganzen für den Deal aus.
Laut den Nachrichtenagenturen Bloomberg will sich GVC Holding allerdings nicht so schnell geschlagen geben und denkt über ein Gegenangebot nach. Diesmal ohne Amaya. Das gemeinsame vorherige Angebot von GVC und Amaya stellte für bwin.party ein Risiko dar und es kam unter anderem auch deshalb zu keinen Deal zwischen den beiden. GVC möchte nun als alleiniger Bieter auftreten.
Wird 888 dennoch den Zuschlag bekommen?
Die Offerte von 888 beläuft sich auf ungefähr 898,3 Millionen britische Pfund, was umgerechnet in etwa 1,3 Mrd. Euro darstellt. Damit bietet 888, 104,09 Pence je Anteil. Das entspricht einem Aufschlag von 16 % im Vergleich zu dem Angebot im Mai. Es sollen jeweils 39,45 Pence in bar und 0,404 888 Aktien pro bwin.party Anteil gezahlt werden. Aktuell notiert die bwin.party Aktie bei 106,4 Pence.
Das Unternehmen bwin.party gehört zwar seit der Fusion im Jahre 2011 der beiden Unternehmen betandwin und Party. Digital Entertainment zu einem der größten Anbieter für Sportwetten, ungünstige steuerliche Bedingungen und ständige rechtliche Lizenzstreitigkeiten in verschiedenen Ländern sorgten für hohe Kosten und Ausgaben. Schlechte Ergebnisse bei Fußballspielen drückten zusätzlich auf die Gewinnmarge.
888 ist dabei einer der stärksten Anbieter für Online-Casino Spiele und befindet sich im Pokerbereich hinsichtlich des Traffic Rankings auf Rang zwei, gleich nach dem Platzhirsch Pokerstars. Mit der Übernahme von partypoker konnte 888 diesen Bereich in den letzten Jahren deutlich stärken. Was jetzt noch fehlt ist der Markt für Sportwetten.
Und genau in diesem Bereich erhofft man sich durch die Fusion mit bwin.party Synergieeffekte. Bwin.party bringt ungefähr 10 Millionen neue Kunden mit. Wertmäßig sollen die Synergien pro Jahr zwischen 70-100 Millionen US Dollar betragen. Hinzu kommt noch, dass 888 sich laut dem COO Itai Frieberger in einer zahlenmäßig überlegenen Position sieht, um die Potentiale von bwin.party zu erschließen bzw. das schwächelnde Geschäft wieder auf Vordermann zu bringen.
Dennoch, laut Frieberger wird vor allem die Integration der 888 Sportwetten Kunden Zeit in Anspruch nehmen, denn die aktuell noch unterschiedlichen Produkte müssen angepasst werden. Das betrifft unter anderem die dazugehörigen Plattformen sowie Regularien und das Customer Relationship Management.
Fazit
Der Deal zwischen 888 und bwin.party ist allerdings wie die Überlegungen für ein Gegenangebot der GVC Holding zeigen, noch nicht unter Dach und Fach gebracht. Ob sich GVC mit der neuen Offerte durchsetzen kann ist noch nicht bekannt.
Allerdings sollte der Umstand, dass das Unternehmen nun als alleiniger Bieter auftritt seine Position stärken. Das neue Angebot, wenn es den tatsächlich gemacht werden sollte, beläuft sich laut "Pokernews" auf 906,5 Millionen britische Pfund. Das ist deutlich höher als das Angebot von 888 in Höhe von 898,3 Millionen Pfund.
Da das kanadische Unternehmen Amaya Gaming bereits PokerStars und den Anbieter FullTilt Poker unter sich vereint, kamen Befürchtungen zutage, dass die Sparten im Falle einer Fusion mit GVC und Amaya nach einer gewissen Zeit getrennt würden. Demnach würde GVC die Sportwetten übernehmen und Amaya den gesamten Casino Bereich. (27.07.2015/ac/a/a)
24.09.25
, dpa-AFX
WDH/EU-Gerichtshof prüft Streit um Sportwettverlu [...](Im 1. Satz des letzten Absatzes wurde konkretisiert, dass der Prozessfinanzierer Gamesright in diesem Fall den ...
24.09.25
, dpa-AFX
EU-Gerichtshof prüft Streit um SportwettverlusteLUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Rechtsstreit um die Rückerstattung von verlorenen Einsätzen bei unerlaubten ...
27.07.15
, aktiencheck.de
Preiskampf um bwin.party - 888 sticht GVC aus?Gibraltar (www.aktiencheck.de) - In 2014 stellte sich das österreichisch-britische Unternehmen bwin.party (ISIN GI000A0MV757/ ...
