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Fr, 17. April 2026, 12:03 Uhr

LVMH - Moet Hennessy Louis Vuitton SE

WKN: 853292 / ISIN: FR0000121014

LVMH Aktie: Iran-Krieg verdirbt Shoppinglaune


15.04.26 20:21
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - LVMH-Aktienanalyse von BNP Paribas:

Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE (ISIN: FR0000121014, WKN: 853292, Ticker-Symbol: MOH, Euronext Paris-Symbol: MC, NASDAQ OTC-Symbol: LVMHF) unter die Lupe.

Mit deutlichen Kursverlusten habe die LVMH-Aktie auf die Veröffentlichung der Umsatzzahlen für das erste Quartal am Montagabend, dem 13. April, reagiert und nähere sich damit zusehends dem 5-Jahres-Tief. Sie zeigten, dass der Iran-Krieg das Geschäft des weltgrößten Luxusherstellers deutlich belastet habe und sich damit die Hoffnungen auf die schon seit Längerem erhoffte Geschäftsbelebung in Luft aufgelöst hätten.

Im ersten Quartal sei der Umsatz um 6% auf 19,12 Milliarden Euro gesunken, das habe leicht unter den Schätzungen der Analysten von 19,16 Milliarden Euro gelegen.

Bereinigt um Währungseffekte habe ein organisches Wachstum von 1% zu Buche gestanden. Laut den Angaben des Unternehmens habe der Krieg im Nahen Osten nach "einem sehr positiven Start in das Jahr" das organische Umsatzwachstum um rund 1 Prozentpunkt nach unten gedrückt.

Während das Geschäft in den USA organisch um 3% gewachsen sei und Asien (ex Japan) angetrieben durch China sogar mit einem Plus von 7% überzeugt habe, seien die Erlöse in Europa und Japan organisch um jeweils 3% gesunken.

Dabei seien die Einnahmen im Bereich Mode und Lederwaren, dem mit weitem Abstand wichtigsten Umsatz- und Gewinnlieferanten des Unternehmens, auf Konzernebene organisch um 2% auf 9,2 Milliarden Euro gesunken. Das sei das siebte Quartal in Folge mit einem Rückgang gewesen.

In der Pressemeldung habe das Unternehmen wie üblich nicht viel zum Ausblick für den Gesamtkonzern geschrieben, sondern nur Folgendes: "In einem geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld, das insbesondere durch den Konflikt im Nahen Osten gestört wird, bleibt LVMH zu Beginn des Jahres wachsam, aber zuversichtlich."

Analysten hätten in den vergangenen Wochen ihre Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 allmählich weiter gesenkt. Demnach solle der Erlös 2026 um lediglich 1,0% auf 81,6 Milliarden Euro steigen. 2027 solle sich das Wachstum deutlich beschleunigen, auf 5,7%, womit 86,2 Milliarden Euro zu Buche stehen sollten.

Dabei solle der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2026 um 1,0% auf 17,9 Milliarden Euro zulegen, gefolgt von einem Sprung um 9,2% auf 19,6 Milliarden Euro für 2027. Damit würde die Marge – nach den deutlichen Rückgängen der beiden Vorjahre – 2026 bei 22,0% stagnieren, um 2027 auf 22,7% etwas zu klettern.

Selbstverständlich seien die Schätzungen mit deutlicher Unsicherheit behaftet, schließlich könne niemand vorhersagen, wie lange der Iran-Krieg noch dauern werde.

Nach der monatelangen Talfahrt und dem anschließenden Kursrückgang nach der Zahlenvorlage liege der Börsenwert bei 234,6 Milliarden Euro. Inklusive der Nettoschulden von 6,9 Milliarden Euro (per Ende Dezember 2025) liege der Enterprise Value (EV) bei 241,5 Milliarden Euro.

Das entspreche dem 12,3-Fachen des von Analysten für 2027 prognostizierten Ebit. Die Bewertung lasse eigentlich noch Spielraum nach oben, allerdings solle der Umsatz 2026 – nach zwei Jahren in Folge mit Rückgängen – nur leicht wachsen, während die Ebit-Marge lediglich stagnieren solle.

Und das 2027er-KGV liege bei 25,7.

Haidt meine, dass die LVMH-Aktie auf Talfahrt bleiben könnte. Aktionären bleibe kaum etwas anderes übrig als zu hoffen, dass der Iran-Krieg möglichst schnell zu Ende gehe. (Analyse vom 14.04.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (15.04.2026/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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