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Gold: "In Warteposition"


23.04.26 13:39
Redaktion boerse-frankfurt.de


Michael Blumenroth beleuchtet, warum die Finanzmärkte trotz Iran-Krieg Gelassenheit zeigen und wie sich Gold, Euro und US‑Aktien positionieren.
23. April 2026. FRANKFURT (Xetra-Gold). Die Woche Nummer acht seit Beginn der Eskalation der Kampfhandlungen im Nahen Osten liefert weiterhin nahezu täglich neue Wendungen. Dennoch, im Großen und Ganzen reicht ein Blick auf die in den vergangenen Tagen erzielten Rekordstände vieler US-Aktienleitindizes, um zu erkennen, dass die meisten Marktakteure an den Finanzmärkten davon ausgehen, dass es zeitnah zu einer nachhaltigen Deeskalation kommen könnte bzw. die Kampfhandlungen zumindest nicht wieder stark eskalieren sollten.


US-Politik und Waffenruhe: Trumps Entscheidung sorgt für Klarheit


Allerdings blieb die Lage bis zuletzt unklar. US-Präsident Trump hatte noch einmal präzisiert, dass die Waffenruhe seiner Ansicht nach am heutigen Mittwoch enden werde. Da ich aufgrund einer Kundenveranstaltung morgen schon heute zur elektronischen Feder greifen muss, dachte ich noch gestern Abend, ich könne leider nicht absehen, inwieweit eine Vereinbarung getroffen wurde. Donald Trump war jedoch schneller, er verkündete Dienstag Abend, dass die Waffenruhe auf unbestimmte Zeit weiter verlängert wird.


Edelmetalle und Währungen: Verhaltener Handel trotz kurzfristiger Ausschläge


Zuletzt veränderten sich die Preise der Edelmetalle und Währungen wenig. Dies war am Freitag vergangener Woche kurzzeitig noch anders gewesen, nachdem Iran verkündet hatte, die Sperrung der Straße von Hormus aufzuheben. Der Euro stieg zum US-Dollar auf das höchste Niveau seit Mitte Februar. Auch der Goldpreis legte rund zwei Prozent zu. Nachdem die Straße von Hormus aber dann am Samstag von Seiten des Irans wieder geschlossen wurde (die USA hatten ihre Blockade nicht beendet) und somit keine wirklichen nachhaltigen Fortschritte erzielt worden waren, hielten sich die Edelmetall- und Währungsmärkte seit Wochenbeginn in einer Art vorsichtigem Abwarten eher etwas bedeckt.


Goldpreisentwicklung: Schwankungen zwischen geopolitischer Unsicherheit und Marktstimmung


Handelten die Goldpreise am Donnerstagmorgen vergangener Woche noch bei rund 4.830 US-Dollar je Unze, hüpften sie am Freitag infolge der eben erwähnten Meldung auf 4.889, setzten aber zum Wochenschluss wieder auf 4.830 zurück. Nach einem Rücksetzer auf 4.730 am Montag infolge ausbleibender belastbarer Fortschritte im Nahen Osten ging es am Dienstag erneut retour auf 4.830, bevor eine etwas risikoaversere Stimmung die Notierungen gestern bis auf 4.724 fallen ließ. Beim Schreiben dieser Zeilen am Mittwochmorgen wird Gold bei rund 4.765 US-Dollar gehandelt.


Xetra-Gold: Leichte Verluste im Wochenverlauf


Der Xetra-Gold-Preis gab ebenfalls etwas nach: Während der üblichen Handelszeiten ging es von 131,50 Euro pro Gramm zum Handelsauftakt am vergangenen Donnerstagmorgen auf etwa 132,75 im Wochenhoch am Freitagnachmittag. Die Notierungen fielen dann am Montag auf 131,00 und gestern auf ein Wochentief bei 129,20. Heute Morgen dürfte Xetra-Gold bei rund 130,40 Euro in den Handelstag starten.


Ausblick: Notenbanksitzungen und geopolitische Risiken im Fokus


In der kommenden Woche stehen einige Notenbanksitzungen im Kalender. Die Entwicklung der Lage im Nahen Osten dürfte jedoch weiterhin die Richtung vorgeben.


Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frühlingshaftes Wochenende, aus Eigeninteresse ohne zu starken Pollenflug.  


Über den Analyst


Von Michael Blumenroth, 23. April 2026 © Deutsche Börse AG


 




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