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ROYAL DUTCH EO 0,56 N.Y.

WKN: 851511 / ISIN: US7802578044

Royal Dutch attraktiv bewertet


20.01.04 11:23
Performaxx-Anlegerbrief

Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" halten die Aktie von Royal Dutch für attraktiv bewertet.

Die Abstrafung der Finanzmärkte habe auf dem Fuße gefolgt, nachdem der niederländischbritische Ölkonzern Royal Dutch/Shell seine Reserven Anfang Januar nach unten korrigiert habe. Es spreche Einiges dafür, dass die Reaktion auf diese Maßnahme übertriebene Züge angenommen habe und sich statt dessen für langfristige Investoren eine veritable Einstiegsgelegenheit biete.

Auslöser des Kursverfalls von über 10% an einem Tag - sicherlich nicht gerade gewöhnlich bei einem Stoxx-Unternehmen - sei eine Neubewertung der förderbaren Öl- und Erdgasreserven von Royal Dutch/Shell. Demnach habe der weltweit tätige Konzern den bisherigen Wert seiner Reserven von 19,5 Mrd. auf 15,6 Mrd. Barrel nach unten genommen, eine Reduktion von immerhin exakt 20%. Man habe die Beurteilung der Ölfelder sowohl in Nigeria wie auch in Australien überschätzt.

Dieser Fauxpas in der Unternehmenskommunikation scheine nicht einmaliger Natur zu sein, denn bereits im Dezember hätten die Niederländer einen unerwartet hohen Rückstellungsbedarf geltend gemacht.

Man könne den Schuh auch etwas anders aufziehen. Royal Dutch (im Folgenden abgekürzt mit "RDS") habe als erstes Unternehmen der Branche seine förderbaren Reserven einer Überprüfung unterzogen; ein Schritt, der den Peer-Group-Unternehmen wie Exxon, BP, Total, ChevronTexaco usw. noch bevor stehen könnte. Das wäre alles andere als überraschend, denn der Trend, die eigenen Reserven zu hoch auszuweisen, habe Methode.

Allen voran seien es die OPEC-Staaten, die ihre Felder überbewerten würden, um höhere Förderquoten herauszuholen. Die gesamte Branche sei einem gewissen Optimismuszwang anheim gefallen oder aber von der Befürchtung getrieben, dass man der breiten Öffentlichkeit die bittere Wahrheit nur häppchenweise zumuten könne. Dass nämlich erstens die förderbaren Reserven traditionell überschätzt worden seien und zweitens der Abbau / die Förderung im Zuge der Ausbeutung der Felder technisch anspruchsvoller und damit letztlich teurer werde als gemeinhin angenommen.

Im Branchenvergleich sei RDS nach dem Kurssturz wieder attraktiv bewertet. Unter den großen Playern sei allenfalls die interessante norwegische Firma Statoil noch günstiger (KGV von 9). RDS verfüge über ein KGV von 11 bis 12 für 2004, vor allem aber BP und Total seien mit 17 bzw. 14 deutlich teurer. Auch in Bezug auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis (0,8) liege RDS in der Spitzengruppe - nur Statoil sei mit 0,66 nochmals deutlich attraktiver.

So überrasche es schon, dass der Kurs von Royal Dutch schon 1997 und auch 1998 bei 40 Euro gestanden habe, zu einer Zeit also, als ein Barrel zeitweise nur um die 10 USD gekostet habe. Heute aber stehe der Ölpreis mindestens dreimal so hoch wie damals, nicht aber der Aktienkurs. Bei besagten 40 Euro liege dann auch eine ganz wichtige Marke, die es nicht wesentlich zu unterschreiten gelte. Auf diesem Niveau einzusteigen habe sich in der Vergangenheit als gute Idee herausgestellt, und dieses Mal dürfte es kaum anders sein. Die hohe Dividendenrendite von 4 bis 5% sei Kennzeichen eines Unternehmens, das man sich unter langfristigen Gesichtspunkten ins Depot legen sollte.

Die Royal Dutch-Aktie erachten die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" als attraktiv bewertet.





 
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