Esprit Europe nicht zeichnen
23.06.00 00:00
GoingPublic-Online
Seit dem 19. Juni läuft laut GoingPublic Research die Zeichnungsfrist für bis zu 14,95 Mio. Aktien (inkl. 1,95 Mio. Greenshoe) des Mode- und Lifestyle-Unternehmens Esprit Europe AG (WKN 558580), Düsseldorf.
Das Konsortium unter der Führung von Goldman Sachs werde die Aktien noch bis zum 26. Juni in einer Preisspanne zwischen 14 und 17 Euro zur Zeichnung anbieten. Die Erstnotiz im Amtlichen Handel der Frankfurter Börse erfolge am 28. Juni.
Zum Konsortium gehören neben Goldman Sachs auch die Commerzbank, ABN Amro Rothschild, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Schroder Salomon Smith Barney, HypoVereinsbank und comdirect, so die IPO-Experten..
Das Emissionsvolumen in Höhe von 13,0 Mio. Aktien stamme komplett aus einer Kapitalerhöhung. Nach dem Börsengang, der zwischen 182 und 221 Mio. Euro in die Kassen der europäischen Esprit-Tochter spülen solle, bleibe die an der Börse Hong Kong notierte Muttergesellschaft Esprit Holdings Limited mehrheitlich an dem Unternehmen beteiligt. Der Free Float betrage (ohne Greenshoe) 26 %.
Esprit Europe betreibe 98 Stores in zehn europäischen Ländern. Außerdem würden die acht Produktlinien auch über 7.300 Großhandelskunden, 709 Shop-in-Stores sowie Partnership-Stores abgesetzt. Mit dem Emissionserlös sollen den Börsen-Experten zufolge neue Einzelhandelseinheiten eröffnet, die europäische Expansion vorangetrieben sowie die Verbindlichkeiten in Höhe von rund 117 Mio. Euro bei der Muttergesellschaft getilgt werden. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 1999/2000 habe der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode von 361 Mio. Euro um 33 % auf 480 Mio. Euro gesteigert werden können. Das EBIT sei im Neun-Monats-Vergleich um 65 %, bei einer EBIT-Marge von 10,2 % gestiegen.
Damit habe Esprit eine seit mehreren Jahren andauernde Flaute bei Umsatz und Ertrag beendet. Für die Zukunft werde natürlich mit stark steigenden Umsätzen gerechnet. So sollen bereits in diesem Geschäftsjahr 1999/2000 insgesamt 565 Mio. Euro umgesetzt werden, das EBIT liegt dann bei 54 Mio. Euro, so Going Public Research. In den nächsten Jahren werde eine jährliche Umsatzsteigerung von rund 20 % auf 1,2 Mrd. Euro in 2002/2003 erwartet. Der Gewinn je Aktie solle dann bei rund 1,50 Euro liegen.
Wenn Esprit Europe die ambitionierten Planzahlen erreichen könne, sei die Aktie bei einem von GoingPublic Research errechneten Gewinn/Aktie von 0,90 Euro für das Geschäftsjahr 2000/2001 (Ende 30.6.) und einem daraus resultierenden KGV von 18 bereits heute fast so hoch bewertet wie Hugo Boss (2000er KGV: 18) oder The GAP (2000er KGV: 23). Aufgrund der kostspieligen Investitionen für neue Flagship-Stores und dem sehr aggressiven Wettbewerb in einer Branche, in der die Umsätze seit Jahren stagnierten, erscheine das Erreichen der Ziele fraglich. Auch die Verwendung des Emissionserlöses - mehr als die Hälfte werde für den Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber der Konzernmutter verwendet - biete dem Anleger keine Phantasie. Zudem sei die starke Abhängigkeit von der Muttergesellschaft, die auch nach dem IPO fortbestehe, wegen der internen Kostenverrechnung kritisch zu betrachten.
Die Wertpapier-Experten raten daher, die Aktie nicht zu zeichnen!
Das Konsortium unter der Führung von Goldman Sachs werde die Aktien noch bis zum 26. Juni in einer Preisspanne zwischen 14 und 17 Euro zur Zeichnung anbieten. Die Erstnotiz im Amtlichen Handel der Frankfurter Börse erfolge am 28. Juni.
Zum Konsortium gehören neben Goldman Sachs auch die Commerzbank, ABN Amro Rothschild, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Schroder Salomon Smith Barney, HypoVereinsbank und comdirect, so die IPO-Experten..
Esprit Europe betreibe 98 Stores in zehn europäischen Ländern. Außerdem würden die acht Produktlinien auch über 7.300 Großhandelskunden, 709 Shop-in-Stores sowie Partnership-Stores abgesetzt. Mit dem Emissionserlös sollen den Börsen-Experten zufolge neue Einzelhandelseinheiten eröffnet, die europäische Expansion vorangetrieben sowie die Verbindlichkeiten in Höhe von rund 117 Mio. Euro bei der Muttergesellschaft getilgt werden. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 1999/2000 habe der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode von 361 Mio. Euro um 33 % auf 480 Mio. Euro gesteigert werden können. Das EBIT sei im Neun-Monats-Vergleich um 65 %, bei einer EBIT-Marge von 10,2 % gestiegen.
Damit habe Esprit eine seit mehreren Jahren andauernde Flaute bei Umsatz und Ertrag beendet. Für die Zukunft werde natürlich mit stark steigenden Umsätzen gerechnet. So sollen bereits in diesem Geschäftsjahr 1999/2000 insgesamt 565 Mio. Euro umgesetzt werden, das EBIT liegt dann bei 54 Mio. Euro, so Going Public Research. In den nächsten Jahren werde eine jährliche Umsatzsteigerung von rund 20 % auf 1,2 Mrd. Euro in 2002/2003 erwartet. Der Gewinn je Aktie solle dann bei rund 1,50 Euro liegen.
Wenn Esprit Europe die ambitionierten Planzahlen erreichen könne, sei die Aktie bei einem von GoingPublic Research errechneten Gewinn/Aktie von 0,90 Euro für das Geschäftsjahr 2000/2001 (Ende 30.6.) und einem daraus resultierenden KGV von 18 bereits heute fast so hoch bewertet wie Hugo Boss (2000er KGV: 18) oder The GAP (2000er KGV: 23). Aufgrund der kostspieligen Investitionen für neue Flagship-Stores und dem sehr aggressiven Wettbewerb in einer Branche, in der die Umsätze seit Jahren stagnierten, erscheine das Erreichen der Ziele fraglich. Auch die Verwendung des Emissionserlöses - mehr als die Hälfte werde für den Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber der Konzernmutter verwendet - biete dem Anleger keine Phantasie. Zudem sei die starke Abhängigkeit von der Muttergesellschaft, die auch nach dem IPO fortbestehe, wegen der internen Kostenverrechnung kritisch zu betrachten.
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