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Sa, 25. April 2026, 13:36 Uhr

Stellantis NV

WKN: A2QL01 / ISIN: NL00150001Q9

Stellantis: 23% Crash nach Geschäftsmodell-Reset


23.04.26 03:45
Börse Global

Stellantis: 23% Crash nach Geschäftsmodell-Reset

Ein Kurseinbruch von 23 Prozent an einem einzigen Tag, Abschreibungen in Milliardenhöhe und jetzt eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs — Stellantis kämpft auf mehreren Fronten.


Im Kern der Klage steht der Vorwurf, das Management habe Anleger mit übertrieben optimistischen Prognosen für das Geschäftsjahr 2025 in die Irre geführt. Konkret geht es um Aussagen aus dem Zeitraum zwischen Ende Februar 2025 und Anfang Februar 2026: Damals stellte der Konzern positives Umsatzwachstum sowie eine bereinigte operative Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.


Zwischen Prognose und Realität

Die tatsächlichen Zahlen fielen deutlich schlechter aus. Im ersten Halbjahr 2025 lag die bereinigte operative Marge bei lediglich 0,7 Prozent, begleitet von Nettosonderbelastungen von 3,3 Milliarden Euro. Den eigentlichen Schock lieferte dann der Februar 2026: Stellantis verkündete einen umfassenden „Reset" des Geschäftsmodells — verbunden mit Gesamtbelastungen von rund 22,2 Milliarden Euro und geplanten Barzahlungen von etwa 6,5 Milliarden Euro über die nächsten vier Jahre. Als Mitursache nannte das Unternehmen eine anfängliche Überschätzung des Elektrifizierungstempos in verschiedenen Regionen. Die Aktie verlor daraufhin an einem Tag rund 23 Prozent.

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Seither hat sich der Kurs zwar erholt — seit dem 52-Wochen-Tief von 5,50 Euro im März hat das Papier mehr als 34 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht bleibt jedoch ein Minus von rund 24 Prozent.


Personalwechsel und neue Quartalszahlen

Parallel zur Rechtsauseinandersetzung justiert Stellantis seine Führungsstruktur in Nordamerika nach. Michael Orange, zuletzt in leitender Funktion bei Hyundai, übernimmt ab dem 22. April die Verantwortung für das US-Vertriebsnetz und berichtet direkt an Antonio Filosa, der seit Juni 2025 als CEO agiert. Orange soll Marktanteile zurückgewinnen und das Verhältnis zum Händlernetz verbessern — beides Baustellen, die den Konzern seit Monaten beschäftigen.


Am 30. April legt Stellantis seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Immerhin: Die globalen Händlerauslieferungen stiegen im Quartal um zwölf Prozent auf rund 1,36 Millionen Einheiten — getragen von Nordamerika und Europa. Ob das als Trendwende taugt, werden die vollständigen Finanzkennzahlen zeigen müssen.


Für betroffene Aktionäre läuft derweil die Frist zur Anmeldung als Hauptkläger in der Sammelklage bis zum 8. Juni 2026.


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