SKF Aktie: Chance im Split
16.12.25 13:17
Börse Global
SKF konsolidiert nach einem jüngsten Rücksetzer, während der anstehende Split von Automotive und Industrial die Bewertung in den Fokus rückt. Anleger stehen vor der Abwägung: Günstige Kennzahlen gegen Ausführungsrisiken der geplanten Abspaltung. Reicht die operative Stärke, um den Bewertungsabschlag zu schließen?
Bewertung und Trennung
Die Aktie notiert mit einem historischen KGV von rund 13,5 und wird damit von einigen Marktteilnehmern als unterbewertet eingeschätzt. Dieser Abschlag spiegelt offenbar den sogenannten Konglomeratabschlag wider und preist zugleich die Risiken einer komplexen Abspaltung ein. SKF plant, Automotive und Industrial zu trennen und die neue Struktur in der ersten Hälfte 2026 zu listen; Ziel ist es, die Margenstärke des Industrial-Geschäfts sichtbarer zu machen und so Bewertungsspielraum freizusetzen.
Operative Stärke als Prüfstein
Operativ setzt SKF Zeichen der Vorbereitung: Im November bestätigte das Unternehmen eine Investition von SEK 250 Millionen in das Werk Göteborg zur Automatisierung und Kapazitätserweiterung für Kugel- und Rollenlager. Solche gezielten Investitionen können die Profitabilität des Industrieteils stärken und damit das Argument für eine engere Bewertung untermauern. Parallel stabilisiert sich die Muttergesellschaftsposition in Indien — SKF India litt zuletzt nur leicht (-0,33%) und die Beteiligung von SKF AB liegt bei rund 52,58%, was die langfristige Ausrichtung unterstreicht.
Marktbild und Ausblick
Der Markt zeigt sich aktuell zwiegespalten: Value-Indikatoren sprechen für Kaufinteresse, technische Schwäche dämpft jedoch kurzfristig die Stimmung. Der Kurs notiert bei 22,49 €; seit Jahresbeginn beträgt die Performance rund +23,06%.
Der nächste klare Katalysator ist der Quartalsbericht für Q4 2025 am 31. Januar 2026. Entscheidend werden sein:
- organisches Wachstum und Margenentwicklung im Industrial-Segment,
- Margenresilienz und Kostenprofil im Automotive-Bereich auf dem Weg zur Eigenständigkeit.
Sollten die Zahlen Stabilität und Wachstum im Kerngeschäft zeigen, könnte das den Bewertungsabschlag verringern. Deutliche Enttäuschungen wiederum würden die Unsicherheit rund um die Umsetzung der Abspaltung verlängern.
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