Leclanché Aktie: Drama vor der Generalversammlung
01.07.25 00:10
Börse Global
Die Schweizer Leclanché steckt in einer prekären Finanzlage. Zum Jahresende 2024 war das Unternehmen im Sinne des Obligationenrechts überschuldet und kämpft weiterhin mit Liquiditätsengpässen. Das negative Eigenkapital wird nur durch Rangrücktritte von Gläubigern kaschiert.
Jetzt soll eine außerordentliche Generalversammlung am 5. August 2025 die Wende bringen. Kernstück der Rettungsaktion: Eine Schuldenumwandlung von 18 Millionen Franken in neue Aktien. Dabei wird der Hauptgläubiger SEF-Lux seine Forderungen zu 75% des volumengewichteten Durchschnittskurses der vergangenen 60 Tage in Eigenkapital tauschen.
Aktionäre werden massiv verwässert
Die geplante Kapitalerhöhung hat es in sich. Das Aktienkapital soll von 102,5 Millionen auf bis zu 113,8 Millionen Franken steigen - durch die Ausgabe von maximal 112,9 Millionen neuen Aktien zu je 0,16 Franken. Das Bezugsrecht der Altaktionäre wird dabei komplett ausgeschlossen.
Bereits im März und April 2025 wurden Schulden von über 25 Millionen Franken in 250 Millionen neue Aktien gewandelt. Die Verwässerung für bestehende Investoren erreicht damit dramatische Ausmaße.
Schon wieder Millionenverlust
Die Geschäftszahlen für 2024 zeigen das ganze Dilemma. Trotz leicht stabiler Umsätze von 18,4 Millionen Franken schrieb Leclanché einen Nettoverlust von 67,7 Millionen Franken. Immerhin eine Verbesserung um 4% gegenüber dem Vorjahresverlust von 70,5 Millionen Franken.
Der Kundenumsatz stieg allerdings auf 17,4 Millionen Franken, nachdem er in der ersten Jahreshälfte nur 5,3 Millionen Franken betragen hatte. Die operative Verlustzone bleibt jedoch mit 52,7 Millionen Franken bedrohlich hoch.
Hoffnung auf Mega-Deal
Ein Lichtblick könnte die angekündigte strategische Partnerschaft mit Pinnacle International Venture Capital werden. Die geplante Investition von bis zu 360 Millionen Franken soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 fließen. Aktuell läuft eine technische Prüfung der geplanten 2-Gigawattstunden-Fabrik in Willstätt.
Ob dieser Deal tatsächlich zustande kommt, bleibt jedoch ungewiss. Bis dahin sichert eine Patronatserklärung des Hauptaktionärs über 40 Millionen Franken das Überleben bis Ende August 2025.
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