Gauss Zahlen
28.05.03 12:14
Ad hoc
Die Gauss Interprise AG (Prime Standard: GSO, ISIN DE0005074603 / WKN 507460) hat das Q1 2003 wie folgt abgeschlossen: Die Umsätze der nach US-GAAP bilanzierenden Gauss Interprise AG beliefen sich auf 5,3 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR).
Nach der positiven Entwicklung im Jahr 2002 und dem erstmaligen Erreichen der operativen Profitabilität auf EBITDA-Basis im Q3 des Vj.,reduzierte sich der Umsatz im Berichtsquartal um 30% im Vergleich zum Vj. Zentraler Grund war das weltweite anhaltend negative Investitionsklima sowie die Abwertung des US-Dollars. Die Verluste aus Währungsdifferenzen machten -0,675 Mio. EUR aus (Vj. -0,082 Mio. EUR). Auf die USA entfielen 57% (Vj. 70%) der Umsätze, auf Deutschland 26% (Vj. 21%) und auf Rest-Europa 17% (Vj. 9%).
Als Bruttoergebnis nach direkt zurechenbaren Herstellkosten wurden 3,5 Mio. EUR (Vj. 5,2 Mio. EUR) und damit eine Bruttoumsatzmarge von 66% (Vj.70 %) erreicht. Der EBITDA-Verlust in Höhe von -1,1 Mio. EUR blieb auf dem Niveau des Vorjahresquartals und erhöhte sich im Vergleich zum Q4 um rund 38%. Die Fortsetzung des strikten Kostenmanagements führte dabei abermals zu einer deutlichen Reduzierung aller Kosten und fing dadurch zumindest teilweise die Umsatzrückgänge auf. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft erzielte sechs Quartale in Folge einen Überschuss während die Gauss Interprise AG in der Vertriebsregion EMEA noch defizitär ist.
Der Konzernfehlbetrag machte -1,9 Mio. EUR aus (Vj. -1,78 Mio. EUR). Der Verlust je Aktie belief sich auf -0,05 EUR (Vj. -0,06 EUR). Aufgrund des operativen Verlustes haben sich die Finanzreserven der Gauss Interprise AG zum Ende des ersten Quartals 2003 mit rund 3,4 Mio. EUR Liquidität und kurzfristigen Finanzanlagen gegenüber dem Q1 des Vorjahres (5,0 Mio. EUR) um 32% verschlechtert. Der negative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit reduzierte sich jedoch im Q1 2003 auf -0,6 Mio. EUR (Vj. -2,2 Mio. EUR).Gauss beschäftigte Ende des Q1 195 Mitarbeiter (Vj. 244). Für das zweite Quartal erwartet die Gauss Gruppe eine Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf Niveau des Berichtsquartal.
Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:
Umsatzentwicklung Trotz eines außerordentlich schwierigen Marktumfelds gibt es einige Branchen und Bereiche, in denen Unternehmen in die Effizienzsteigerung ihrer IT-Systeme investieren, um Wettbewerbsvorteile durch einen besseren Service zu erzielen. Hierzu zählen beispielsweise die Versicherungswirtschaft, der öffentliche Sektor und Behörden sowie die Zulieferindustrie und die Transportwirtschaft. Gauss hat gerade in diesen Bereichen Schwerpunkte in seiner Kundenstruktur.
Die Umsätze des Unternehmens entwickelten sich im berichtspflichtigen Softwareproduktgeschäft wie folgt: Die Lizenzerlöse beliefen sich auf 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR); der Anteil der Lizenzerlöse am Gesamtumsatz lag bei 33% (Vorjahr 30%). Das Unternehmen gewann in Europa sieben und in den USA neun Lizenz-Neukunden. Unternehmen wie Alfa Laval, HSBC Trinkaus Equipment Finance, United States Pharmaceutical Group oder Unipharm zählen zu den Neukunden im ersten Quartal 2003. Die Umsätze aus dem Geschäftsbereich der Professional Services Group (PSG) -- der produktnahen Dienstleistungen bei Neuinstallationen oder der Migration - beliefen sich auf 3,4 Mio. EUR was einem Umsatzrückgang von 26% gegenüber dem Vergleichsquartal (4,6 Mio. EUR) entspricht.
Operative Ertragslage Nach betrieblichen Aufwendungen von insgesamt -5,8 Mio. EUR (Vorjahr -7,6 Mio. EUR) weist die Gauss Gruppe einen Betriebsverlust von -2,3 Mio. EUR (Vorjahr - 2,3 Mio. EUR) aus. Im ersten Quartal 2003 beliefen sich die operativen Kosten der Gauss Gruppe auf -7,6 Mio. EUR (-9,4 Mio. EUR).Finanzielle Absicherung Ende des ersten Quartals verfügte der Konzern über ein Eigenkapital von 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR) oder 34,4% der Bilanzsumme.
Eine außerordentliche Hauptversammlung hat am 4. Februar 2003 mit großer Mehrheit den Vorschlägen des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Durchführung einer vereinfachten Kapitalherabsetzung durch Aktienzusammenlegung im Verhältnis 5:1 ihre Zustimmung erteilt. Diese Beschlussfassung sowie die Reduzierung des negativen Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit fördern die nachhaltige finanzielle Stabilität der Gauss Gruppe. Die für das Jahr 2003 vorgesehene weitere Kapitalerhöhung durch Wandlung der gegenwärtig begebenen Anleihe von 4 Mio. EUR wird eine Stärkung der Eigenkapitalquote auf ca. 54% zur Folge haben. Strategie und Ausblick Die Gauss Gruppe realisierte im ersten Quartal ein insgesamt enttäuschendes Ergebnis.
Die operative Profitabilität wurde zwar in der Region TAMS erhalten und in der Gruppe konnten - u. a. mit American Promotional Events und UniPharm - neue bedeutende Kunden gewonnen sowie die bestehenden Kundenbeziehungen ausgeweitet werden. Allerdings kann auf Basis der Ergebnisse des ersten Quartals sowie der Umsatzvisibilität für die kommenden Quartale die Anfang des Jahres getroffene Prognose für 2003 (30 Mio. EUR Umsatz, EBITDA-Break-Even) nicht mehr aufrecht erhalten werden. Unter Zugrundelegung der bisher realisierten Zahlen und des rezessiven wirtschaftlichen Umfelds erwartet die Gauss Gruppe die Gesamtjahresumsätze nur auf einem Niveau von 23 bis 26 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund muss im laufenden Gesamtjahr noch von einem operativen EBITDA-Verlust von 3 bis 3,5 Mio. EUR ausgegangen werden.
Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben die Gauss Gruppe dazu veranlasst, den Marketingansatz neu und kosteneffizienter zu strukturieren. Die amerikanische Tochter erwartet außerdem positive Resonanz von der Anfang Juni stattfindenden Gauss User Conference. Darüber hinaus wird das stringente Kostenmanagement gruppenweit weiter fortgesetzt; ferner wird in Deutschland vorübergehend Kurzarbeit in den internen Bereichen eingeführt werden.
Nach der positiven Entwicklung im Jahr 2002 und dem erstmaligen Erreichen der operativen Profitabilität auf EBITDA-Basis im Q3 des Vj.,reduzierte sich der Umsatz im Berichtsquartal um 30% im Vergleich zum Vj. Zentraler Grund war das weltweite anhaltend negative Investitionsklima sowie die Abwertung des US-Dollars. Die Verluste aus Währungsdifferenzen machten -0,675 Mio. EUR aus (Vj. -0,082 Mio. EUR). Auf die USA entfielen 57% (Vj. 70%) der Umsätze, auf Deutschland 26% (Vj. 21%) und auf Rest-Europa 17% (Vj. 9%).
Als Bruttoergebnis nach direkt zurechenbaren Herstellkosten wurden 3,5 Mio. EUR (Vj. 5,2 Mio. EUR) und damit eine Bruttoumsatzmarge von 66% (Vj.70 %) erreicht. Der EBITDA-Verlust in Höhe von -1,1 Mio. EUR blieb auf dem Niveau des Vorjahresquartals und erhöhte sich im Vergleich zum Q4 um rund 38%. Die Fortsetzung des strikten Kostenmanagements führte dabei abermals zu einer deutlichen Reduzierung aller Kosten und fing dadurch zumindest teilweise die Umsatzrückgänge auf. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft erzielte sechs Quartale in Folge einen Überschuss während die Gauss Interprise AG in der Vertriebsregion EMEA noch defizitär ist.
Der Konzernfehlbetrag machte -1,9 Mio. EUR aus (Vj. -1,78 Mio. EUR). Der Verlust je Aktie belief sich auf -0,05 EUR (Vj. -0,06 EUR). Aufgrund des operativen Verlustes haben sich die Finanzreserven der Gauss Interprise AG zum Ende des ersten Quartals 2003 mit rund 3,4 Mio. EUR Liquidität und kurzfristigen Finanzanlagen gegenüber dem Q1 des Vorjahres (5,0 Mio. EUR) um 32% verschlechtert. Der negative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit reduzierte sich jedoch im Q1 2003 auf -0,6 Mio. EUR (Vj. -2,2 Mio. EUR).Gauss beschäftigte Ende des Q1 195 Mitarbeiter (Vj. 244). Für das zweite Quartal erwartet die Gauss Gruppe eine Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf Niveau des Berichtsquartal.
Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:
Die Umsätze des Unternehmens entwickelten sich im berichtspflichtigen Softwareproduktgeschäft wie folgt: Die Lizenzerlöse beliefen sich auf 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR); der Anteil der Lizenzerlöse am Gesamtumsatz lag bei 33% (Vorjahr 30%). Das Unternehmen gewann in Europa sieben und in den USA neun Lizenz-Neukunden. Unternehmen wie Alfa Laval, HSBC Trinkaus Equipment Finance, United States Pharmaceutical Group oder Unipharm zählen zu den Neukunden im ersten Quartal 2003. Die Umsätze aus dem Geschäftsbereich der Professional Services Group (PSG) -- der produktnahen Dienstleistungen bei Neuinstallationen oder der Migration - beliefen sich auf 3,4 Mio. EUR was einem Umsatzrückgang von 26% gegenüber dem Vergleichsquartal (4,6 Mio. EUR) entspricht.
Operative Ertragslage Nach betrieblichen Aufwendungen von insgesamt -5,8 Mio. EUR (Vorjahr -7,6 Mio. EUR) weist die Gauss Gruppe einen Betriebsverlust von -2,3 Mio. EUR (Vorjahr - 2,3 Mio. EUR) aus. Im ersten Quartal 2003 beliefen sich die operativen Kosten der Gauss Gruppe auf -7,6 Mio. EUR (-9,4 Mio. EUR).Finanzielle Absicherung Ende des ersten Quartals verfügte der Konzern über ein Eigenkapital von 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR) oder 34,4% der Bilanzsumme.
Eine außerordentliche Hauptversammlung hat am 4. Februar 2003 mit großer Mehrheit den Vorschlägen des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Durchführung einer vereinfachten Kapitalherabsetzung durch Aktienzusammenlegung im Verhältnis 5:1 ihre Zustimmung erteilt. Diese Beschlussfassung sowie die Reduzierung des negativen Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit fördern die nachhaltige finanzielle Stabilität der Gauss Gruppe. Die für das Jahr 2003 vorgesehene weitere Kapitalerhöhung durch Wandlung der gegenwärtig begebenen Anleihe von 4 Mio. EUR wird eine Stärkung der Eigenkapitalquote auf ca. 54% zur Folge haben. Strategie und Ausblick Die Gauss Gruppe realisierte im ersten Quartal ein insgesamt enttäuschendes Ergebnis.
Die operative Profitabilität wurde zwar in der Region TAMS erhalten und in der Gruppe konnten - u. a. mit American Promotional Events und UniPharm - neue bedeutende Kunden gewonnen sowie die bestehenden Kundenbeziehungen ausgeweitet werden. Allerdings kann auf Basis der Ergebnisse des ersten Quartals sowie der Umsatzvisibilität für die kommenden Quartale die Anfang des Jahres getroffene Prognose für 2003 (30 Mio. EUR Umsatz, EBITDA-Break-Even) nicht mehr aufrecht erhalten werden. Unter Zugrundelegung der bisher realisierten Zahlen und des rezessiven wirtschaftlichen Umfelds erwartet die Gauss Gruppe die Gesamtjahresumsätze nur auf einem Niveau von 23 bis 26 Mio. EUR. Vor diesem Hintergrund muss im laufenden Gesamtjahr noch von einem operativen EBITDA-Verlust von 3 bis 3,5 Mio. EUR ausgegangen werden.
Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben die Gauss Gruppe dazu veranlasst, den Marketingansatz neu und kosteneffizienter zu strukturieren. Die amerikanische Tochter erwartet außerdem positive Resonanz von der Anfang Juni stattfindenden Gauss User Conference. Darüber hinaus wird das stringente Kostenmanagement gruppenweit weiter fortgesetzt; ferner wird in Deutschland vorübergehend Kurzarbeit in den internen Bereichen eingeführt werden.
30.03.22
, Aktiennews
First Aktie: Der nächste große Wurf!First -Puerto Rico, ein Unternehmen aus dem Markt "Regionalbanken", notiert aktuell (Stand 16:18 Uhr) mit 14.23 ...
07.05.04
, Ad hoc
Gauss BeherrschungsvertragGauss Interprise AG (ISIN DE0005532907/ WKN 553290), Hamburg (General Standard: GSO, ISIN DE0005532907) ("Gauss") ...
27.04.04
, Ad hoc
Gauss Interprise VerlustanzeigeDer Vorstand der Gauss Interprise AG, Hamburg (General Standard: GSO, ISIN DE0005532907/ WKN 553290) hat bei der Aufstellung ...
