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WKN: A2YZK6 / ISIN: EU000A2YZK67Cango Aktie: Bitcoin-Boom mit bitterem Beigeschmack
08.09.25 23:14
Börse Global
Was passiert, wenn ein Bitcoin-Miner erfolgreich schürft, aber die Bilanz trotzdem tiefrot leuchtet? Der chinesische Krypto-Pionier Cango liefert die ernüchternde Antwort. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2025 zwar respektable Einnahmen von rund 140 Millionen US-Dollar – doch gleichzeitig einen gewaltigen Nettoverlust von umgerechnet 2,1 Milliarden RMB. Der Grund: massive wertberichtigungen und Altlasten, die den Erfolg der Gegenwart überschatten.
Bilanzloch trotz Bitcoin-Boom
Cangos Problem liegt nicht in der operativen Leistung. Im Gegenteil: Das Unternehmen schürfte im Quartal stolze 1.404 Bitcoins und generierte damit 138 Millionen Dollar Mining-Einnahmen. Die Krux steckt in der Bilanzpolitik. Ein nicht-kassenwirksamer Wertberichtigungsverlust von 257 Millionen Dollar aus Mining-Maschinen und zusätzliche 83 Millionen Dollar Verlust aus eingestellten Geschäften in China rissen ein tiefes Loch in die Quartalsbilanz. Diese außerordentlichen Belastungen verdeutlichen die kapitalintensive und volatile Natur der Kryptobranche.
Expansionskurs mit Volldampf
Trotz der bilanzielle Delle treibt Cango seine Expansion ungebremst voran. Die Mining-Kapazität wurde auf 50 EH/s ausgebaut, die operative Effizienz liegt bei soliden 87%. Strategisch setzt das Unternehmen voll auf Internationalisierung: Der Verkauf der China-Assets brachte 352 Millionen Dollar Frischgeld, mit dem nun der nordamerikanische Markt erschlossen wird. Erst im August sicherte sich Cango eine 50-MW-Mining-Farm in Georgia, USA – ein klarer Schritt zur Senkung der Energiekosten und Erhöhung der Versorgungssicherheit.
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Bitcoin-Hortung und Insider-Signale
Cangos "Mine-and-Hold"-Strategie zeigt Wirkung: Ende August hielt das Unternehmen 5.193 Bitcoins im Wert von etwa 580 Millionen Dollar. Die wöchentliche Produktion läuft weiter, zuletzt kamen 150 neue Bitcoins hinzu. Allerdings sorgten jüngste SEC-Einreichungen für Aufmerksamkeit: Ein Director kündigte einen Aktienverkauf nach Rule 10b5-1 an – ein Signal, das Anleger stets genau beobachten.
Kann Cango die Wende schaffen? Die operative Stärke ist vorhanden, doch die Bilanzbelastungen und der anhaltende Veräußerungsdruck durch Insider werfen die Frage auf, ob der Aktienkurs die fundamentale Entwicklung bereits vorwegnimmt oder noch Nachholbedarf besteht.
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