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Di, 28. April 2026, 8:23 Uhr

AT&S Advanced Technologies and Solutions AG

WKN: 922230 / ISIN: AT0000969985

AT&S Voruntersuchung


10.01.02 09:25
austrostocks.com

Das deutsche Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel hat eine Voruntersuchung gegen den Finanzchef des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S (WKN 922230), Harald Sommerer, eingeleitet, berichten die Wertpapierexperten von "austrostocks.com".

Sommerer habe am 3. Januar 2002 insgesamt 4.000 AT&S-Aktien verkauft, am 8. Januar sei eine Umsatzwarnung gefolgt. Eine Sprecherin des Bundesaufsichtsamts für Wertpapierhandel habe gegenüber der APA gesagt, dass von einem Verdacht auf Insiderhandel jedoch vorerst keine Rede sein könne. Es handele sich derzeit nur um einen "klärungsbedürftigen Sachverhalt". Jetzt wolle man das Unternehmen kontaktieren, Sommerer sei als Finanzvorstand Primärinsider.

Diese Voruntersuchung diene zunächst einmal dazu, Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Börsengeschäften zu klären, erst bei näheren Anhaltspunkten für ein Insidergeschäft sei mit einer förmlichen Insideruntersuchung zu rechnen. In der gestrigen Umsatzwarnung habe AT&S mitgeteilt, dass man für das am 31. März ablaufende Geschäftsjahr 2001/2002 einen Umsatzrückgang von 15% im Vergleich zum Vorjahr erwarte.

Neben dem Verkauf am 3. Januar habe Sommerer auch schon im November und Dezember insgesamt 2.193 AT&S-Anteile abgestoßen. Im Gespräch mit den Experten von "austrostocks.com" habe Unternehmenssprecher Reinhold Oblak gemeint, dass man bisher noch nicht vom Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel kontaktiert worden sei. Falls es jedoch letztendlich zu einer Untersuchung auf Insiderhandel komme, sehe man dieser aber mit "absoluter Gelassenheit und Ruhe" entgegen.

Finanzchef Harald Sommerer habe am Mittwoch, den 3. Januar 4.000 seiner mehr als 150.000 AT&S-Aktien verkauft, weil privater Finanzierungsbedarf bestanden habe. Am Montag, den 7. Januar habe die Erste Bank eine Kaufempfehlung ausgegeben, mit deren Inhalt man im Unternehmen nicht ganz einverstanden gewesen sei. Aus diesem Grund habe man am Dienstag, den 8. Januar eine Mitteilung ausgegeben, um den Sachverhalt genauer darzustellen und zu korrigieren. Zu dem Zeitpunkt, zu dem Sommerer verkauft habe, habe man also noch gar nicht gewusst, dass am 8. Januar eine Meldung herausgegeben werden würde.

Auf die Frage, ob die am 8. Januar kommunizierte Einschätzung von einem 15-prozentigen Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr eher ambitioniert oder vorsichtig einzuschätzen sei, habe Oblak auf die für den 12. Februar angesetzte Pressekonferenz. Jedenfalls habe man seit Mitte Dezember ein Nachlassen der Auftragseingänge festgestellt und wollte deshalb die Erste Bank-Einschätzung korrigieren.





 
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