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Fr, 24. April 2026, 12:02 Uhr

AOL/Time Warner


14.12.00 00:00
de.internet

Nach Aussage der Experten von de.internet haben die CEOs vom US-Onlinedienst AOL (WKN 886631) und dem Medienkonzern Time Warner (WKN 852675) in der letzten Nacht weitreichende Verträge über die Öffnung ihrer landesweiten Kabelnetze für andere Internetanbieter mit den Regulierungsbehörden geschlossen.

Damit solle der Weg für die 111 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Unternehmen geebnet werden. Der Zugang zu den Kabelnetzen sei eine der Kernforderung des US-Handelsministeriums FTC für eine Zustimmung zu dem Zusammenschluss gewesen. Mit dem Vertragsabschluss gelte das "Ja" zur Fusion fast als sicher.

Das Treffen habe gestern um 11 Uhr vormittags (Ortszeit) begonnen und hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Die Mitglieder der FTC-Abordnung hätten nach dem Abschluss gesagt, die neuen Bedingungen würden ein beschleunigtes Wachstum des Marktes für schnelle Internetzugänge fördern.

Dies sei ein großer Erfolg für die Behörde. Die Auseinandersetzung um den Zusammenschluss der beiden Unternehmen ziehe sich mittlerweile seit Januar hin und stellte eine regelrechte Kraftprobe zwischen den Fusionspartnern und der Konkurrenz dar. Die FTC hätte in der Vergangenheit jedoch ihre Bereitschaft betont, die Megafusion vor Gericht zu verhindern, wenn die Gefahr bestünde, dass das neue Unternehmen eine dominierende Rolle im Internet einnehmen könnte.

Die Angst vor einer übergreifenden Monopolisierung verschiedener Mediensektoren in den USA sei auch keineswegs unbegründet. An das Kabelnetz von Time Warner seien 20 Millionen Haushalte angeschlossen. Die Macht die solch eine Konzentration in sich birgt, zeige sich, als Time Warner einmal sein komplettes Netz für alle Inhalte vom Konkurrenten Disney sperrte.

Zu dem Konzern würden große Medienunternehmen wie CNN und Warner Bros. sowie zahlreiche populäre Zeitschriften, wie 'Sports Illustrated', 'People', 'Fortune' und 'Time' gehören. AOLs Internetzugang werde nach Unternehmensangaben von 26 Millionen Kunden genutzt. Weiterhin habe das Unternehmen die führende Position auf dem Instant-Messaging-Sektor, so die Analysten von de.internet