3D Systems Aktie: Kampf ums Überleben
05.07.25 12:50
Börse Global
Die Aktie des 3D-Druck-Pioniers 3D Systems steckt in einer tiefen Krise – und es kommt immer dicker. Neben massiven operativen Problemen sieht sich das Unternehmen nun mit einer Sammelklage konfrontiert, die das Vertrauen der Anleger weiter erschüttern könnte. Hat der einstige Hoffnungsträger der additiven Fertigung noch eine Chance?
Sammelklage verschärft die Krise
Das Unternehmen steht juristisch unter Druck: Am 13. Juni 2025 reichten Investoren eine Sammelklage ein, die 3D Systems vorwirft, zwischen August 2024 und Mai 2025 falsche Angaben gemacht zu haben. Die Vorwürfe wiegen schwer:
- Angeblich wurde die nachlassende Kundennachfrage verschleiert
- Die Partnerschaft mit United Therapeutics soll falsch dargestellt worden sein
- Die tatsächlichen Auswirkungen auf das regenerative Medizinprogramm wurden laut Klage bewusst heruntergespielt
Die Klage folgt auf zwei verheerende Quartalszahlen, die den Kurs bereits massiv unter Druck gesetzt hatten. Am 26. März 2025 sackte die Aktie um 21% ab, nachdem das Unternehmen eine 9-Millionen-Dollar-Abschreibung im Medizinprogramm bekannt gab. Der nächste Schlag folgte am 12. Mai: Ein Umsatzrückgang um 8% und ein verdoppelter Verlust von 37 Millionen Dollar ließen die Aktie weitere 26% einbrechen.
Finanzielle Abwärtsspirale
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Für 2024 verbuchte 3D Systems einen GAAP-Verlust von satten 255,6 Millionen Dollar. Die Verschuldung liegt bei über 212 Millionen Dollar – eine gefährliche Last für das angeschlagene Unternehmen.
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In einem verzweifelten Versuch, sich Luft zu verschaffen, leitete der Konzern eine Schuldenrestrukturierung ein:
- Ausgabe neuer wandelbarer Anleihen über 92 Millionen Dollar mit Fälligkeit 2030
- Rückkauf von 180 Millionen Dollar bestehender Anleihen, die 2026 fällig werden
- Ziel: Kurzfristige Verbindlichkeiten gegen langfristige tauschen
Doch die Maßnahmen kommen spät – der Aktienkurs hat sich seit dem 52-Wochen-Hoch bei 4,57 Euro mehr als halbiert und kämpft aktuell um die 1,40-Euro-Marke.
Analysten bleiben skeptisch
Die Marktbeobachter zeigen sich wenig optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei mageren 3,67 Dollar, was nur begrenztes Aufwärtspotenzial signalisiert. Die Konsensempfehlung lautet "Hold" – ein deutliches Zeichen dafür, dass die meisten Analysten abwarten wollen, ob 3D Systems die Wende schaffen kann.
Mit einer Marktkapitalisierung von nur noch rund 300 Millionen Dollar und steigender Short-Quote steht fest: Der einstige Vorreiter der 3D-Druck-Branche kämpft nicht mehr um Wachstum, sondern ums nackte Überleben. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Restrukturierungsmaßnahmen ausreichen oder ob der Absturz weitergeht.
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