Wie weit fällt der DAX?
26.04.22 08:46
S. Feuerstein
Das Problem der Globalisierung
Der Preisauftrieb ist eine Folge des Kriegs in der Ukraine, welcher zunächst die Energiepreise emporschnellen ließ. Daneben verteuern sich aber auch andere Rohstoffe, wie beispielsweise Weizen. Allerdings ergeben sich noch weitere preistreibende Einflussfaktoren. So reagiert China weiterhin sehr hart auf Ausbrüche beim Corona-Virus. Shanghai befindet sich dabei im Lockdown, was dazu führt, dass der Schiffsverkehr dort zum Erliegen gekommen ist. Die Blockade des Suez-Kanals im vergangenen Jahr durch das Containerschiff „Ever Given“ ruft noch einmal ins Gedächtnis, wie anfällig die optimierte Globalisierung für Störungen ist. Mit dem Stau der Schiffe vor dem Hafen in Shanghai kommt es erneut zu heftigen Störungen der Lieferketten, welche neben dem bereits erwähnten Anstieg der Energiekosten die Inflation steil nach oben schießen lässt.
Angst vor steigenden Zinsen
Um die davoneilenden Preise wieder einzufangen, hat sich die Verknappung des Gelds erwiesen. Die US-Notenbank hat bereits mit der Zinswende begonnen und wird im Mai noch einmal ordentlich nachlegen. Nach der Aussage des US-amerikanischen Notenbankchefs Jerome Powell wird die FED den Zins um 50 Basispunkte anheben. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten weitere Zinsanhebungen folgen werden. Steigende Zinsen machen Aktien allerdings zunehmend unattraktiver. Vor allem die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Tech-Aktien bilden mittlerweile obere Trendwenden aus, so dass in den kommenden Monaten weiter nachgebende Kurse keine Überraschung darstellen sollten. Der DAX dürfte daher die runde Zahl von 14.000 Punkten im negativen Sinn hinter sich lassen. Dabei könnte die aktuelle Quartalszahlensaison ihren Teil dazu beitragen. Schließlich offenbaren die Daten erstmals die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Dabei darf man gespannt sein, wann der DAX das bisherige Jahrestief, welches im März bei rund 12.500 Punkten markiert wurde, in Angriff nehmen wird. Belastend wirkt ab Mai dann auch der saisonale Einflussfaktor, welcher bis zum Spätsommer rückläufige Notierungen in Aussicht stellt. Betrachtet man es positiv, so ergeben sich dann in den kommenden Monaten auch wieder günstige Einstiegsniveaus. Bis dahin gilt es, vorsichtig zu agieren und das berühmte Pulver trocken zu halten!
Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche
Stephan Feuerstein
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