Wann wird der Gipfel erreicht?
01.11.22 07:50
S. Feuerstein
Die Europäische Zentralbank hat in der
vergangenen Woche den Leitzins um weitere 75 Basispunkte
angehoben. Für die EZB ist dies ein ungewöhnlich hoher
Zinsschritt, wurde eine solche Maßnahme doch das erste Mal im
September dieses Jahres beschlossen. Dies unterstreicht, wie ernst
die Notenbank die Bekämpfung der Zinsen mittlerweile nimmt, hatte
man sich doch zunächst viel Zeit mit einer Zinswende gelassen. Es
ist davon auszugehen, dass die EZB den Leitzins auch in den
kommenden Monaten weiter anheben wird. Trotz dem mittlerweile
erreichten Niveau von 2,0 Prozent bleibt die Differenz zur
aktuellen Inflation, welche im Oktober bei 10,70 Prozent lag,
immer noch viel zu hoch.
Augen auf die US-Notenbank gerichtet!
Bereits im März hat die US-Notenbank damit begonnen, den Leitzins
anzuheben. Nach einem zunächst eher zögerlichen Schritt um 25
Basispunkte hat man in der Folge nachgelegt und in den letzten
drei Monaten eine Anhebung um jeweils 75 Basispunkte vollzogen.
Nun zeigen sich erste Ergebnisse: Im September ging die Inflation
auf 8,2 Prozent von zuvor 9,1 Prozent im Juli zurück. Dies ist
allerdings nur bedingt überraschend, da die Maßnahmen der
Notenbanken in der Regel erst nach rund einem halben Jahr ihre
Wirkung offenbaren. Damit werden allerdings auch Stimmen laut, die
nun eine langsamere Gangart der US-Notenbank fordern.
Technischer Rücksetzer bietet Einstiegsmöglichkeiten!
Für Mittwoch gehen die Marktteilnehmer noch einmal von einer
Zinsanhebung von weiteren 75 Basispunkten aus. Dabei wird es
besonders spannend, wie die US-Notenbank um deren Chef Jerome
Powell die künftige Entwicklung betrachtet. Schließlich führt der
Entzug von Geld zu rückläufigem Konsum und wirkt sich daher
belastend für die konjunkturelle Entwicklung aus. Besonders
interessant wird es, bis wann man Höhepunkt der steigenden Zinsen
erwarten darf. Da an der Börse die Zukunft und nicht die Gegenwart
gehandelt wird, könnte ein Lichtblick hinsichtlich des aktuellen
Zyklus steigender Zinsen am Aktienmarkt bereits zu einer
Trendwende führen. Zumindest aus saisonaler Sicht zeigt die
Richtung hier aktuell ohnehin bis zum Jahreswechsel nach oben.
Sollte es also im November zu einem kleinen, technischen
Rücksetzer kommen, könnte sich dieser dann zum nachträglichen
Einstieg anbieten.
Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de
Urheberrecht / Bildmaterial:
Wir verwenden Bildmaterial von folgenden Anbietern:
www.fotolia.de
www.istockphoto.de
Wir verwenden Charts von folgenden Anbietern:
www.tradesignalonline.de
www.market-maker.de
Interessenkonflikt
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:
Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zur Deutschen Bank Aktiengesellschaft eingegangen ist.
Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit
ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von
Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw.
in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten
Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit
eines Interessenskonfliktes.
Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung
journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht
zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen
Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.
Haftungsausschluss
Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.
Der Aktienkurs der Deutschen Telekom ist in den letzten Wochen wieder gefallen und hat sich dadurch in eine Unterstützungszone ...
Das Engagement der US-Administration und von Nvidia für Intel hat den Kurs des kriselnden Chipriesen wieder steigen ...
Der Pharmakonzern Bayer könnte die durch den Kauf von Monsanto entstandene Schadensersatzproblematik endgültig ...
Der Aktienkurs von TeamViewer hat am 13. April 2026 sein Allzeittief bei 4,09 Euro markiert. In den darauf folgenden ...
In der kurzfristigen Analyse des Chartbildes von AMD zeigt der Kurs seit der Bodenbildung ab Februar 2026 einen Ausbruchsversuch. ...
X-Sequentials Trading: Wann ist beim Nasdaq-100-Index ein Hochpunkt zu erwarten?Lesen Sie diesen Beitrag auf Technical-Trading-Profits.com. ...
Die meistgehandelten Hebelprodukte 1. Optionsschein – Siemens Energy hebt Jahresprognose deutlich an Der Energietechnikkonzern Siemens ...
Kaufsignal bei 1075 USD! Breakout-Setup bei der BlackRock-Aktie (BLK). Sorgt das Golden Cross für den nächsten ...

