Starke Marke
03.09.21 11:40
wikifolio.com
Als Großbritannien im Jahr 1887 das sogenannte Handelsmarkengesetz erließ, ging der Schuss nach hinten los. Eigentlich wollten die Briten deutsche Produkte mit dem Label „Made in Germany“ versehen, um auf die seinerzeit tatsächlich oftmals noch minderwertige Qualität aufmerksam zu machen. Doch die deutschen Produzenten legten sich ins Zeug und über die Jahre wurde “Made in Germany” bei den Verbrauchern zu dem Qualitätssiegel schlechthin.
Auch heute noch genießt das Deutschland-Label weltweites Ansehen: Laut dem Made-In-Country-Index des Portals Statista steht „Made in Germany“ noch vor der Schweiz und der EU.
Krisenfest mit Wachstumspotential
Zweifellos spielen also Markennamen eine große Rolle. Konzerne investieren Milliardensummen, um den Namen und die Erscheinung ihres Produkts zu pflegen und bekannt zu machen. Laut einer Studie von Fidelity International performen die Aktien der großen Markenartikler deutlich besser als der MSCI selbst: Zwischen 2000 und 2006 stieg der Weltindex um 20 %, während sich die Aktienkurse der Top-100-Unternehmen mit den wertvollsten Marken der Welt um 60 % erhöhten. Manche Anleger setzen deswegen ausschließlich auf Marken-Aktien: Diese seien, im Falle von Konsumgütermarken, sogar krisenfester als Industriewerte. Außerdem profitierten die Konzerne ganz besonders vom internationalen Wachstum, weil sie wegen ihrer Bekanntheit leichter in Schwellenländer expandieren könnten. Auch einige unserer Trader sehen das so.
Schwer-, aber auch Leichtgewichte
So erklärt Philipp Haas ( investresearch ), er folge dem Credo von Warren Buffett und kaufe starke Marken zu guten Preisen. „Die Marke ist meiner Erfahrung nach oft einer der Hauptgründe, dass eine Überrendite erwirtschaftet werden kann“, so der Trader. Mit seinem wikifolio It's the brand stupid! setzt er auf rund 50 Aktien und ETFs mit hohem Markenwert. Dazu berücksichtigt Haas etwa die Suchanfragen nach einer Marke und die Entwicklung von Markenindizes. Er will Marken von Firmen übergewichten, die an Bekanntheit gewinnen, und Produktnamen mit schwindender Markenkraft untergewichten. Auch in kleinere Firmen investiert er. In seinem wikifolio sind deswegen nicht nur Schwergewichte wie Facebook , Alibaba oder Netflix , sondern auch Titel wie der britische Mittelständler Liquidity Services , der eine große B2B-Handelsplattform betreibt. Der Erfolg von Haas kann sich sehen lassen: Seit Mai 2013 verzeichnete er eine durchschnittliche Performance von +17 % pro Jahr, was zu einer Gesamtrendite von +267 % führt.
DE000LS9BZG7 ISIN kopieren Chart abc cde Analyse 20142016201820200200400-200 Kennzahlen
- +263,5 % seit 30.05.2013
- +26,6 % 1 Jahr
- 0,57× Risiko-Faktor
- EUR 1.042.150,13 investiertes Kapital
Yves Lienhard ( WorldsBest ) setzt auf Unternehmen mit hohem Bekanntheitsgrad, um langfristig den MSCI zu überflügeln. Dafür kämen weltweit rund 100 bis 150 Firmen infrage, erklärt er. Sein wikifolio World's Best Brands soll aber bloß 20 bis 40 Titel mit jeweils gleicher Gewichtung enthalten, um optimal zu streuen. Derzeit sind es etwa 30 Werte mit je 3 % Portfolioanteil. Darunter finden sich einige Konsumgüterwerte, aber auch bekannte Tech-Titel. Die meisten Namen dürften selbst Kinder kennen – etwa Edelschokoladenhersteller Lindt & Sprüngli oder Haushaltsnamen wie Disney , Adidas , McDonalds , Airbnb oder die Google-Mutter Alphabet . Mit letzterer erzielte Lienhard eine beeindruckende Rendite von fast +1.800 %. Insgesamt verbuchte er seit April 2015 Zugewinne von +162 %, was einer durchschnittlichen Jahresperformance von satten +16,3 % entspricht.
DE000LS9FYT4 ISIN kopieren Chart abc cde Analyse 2016201820200100200-100 Kennzahlen
- +160,6 % seit 22.04.2015
- +19,9 % 1 Jahr
- 0,64× Risiko-Faktor
- EUR 1.696.712,53 investiertes Kapital
Auch Martin Fischbach von der Albrech & Cie. Vermögensverw. AG ( AlbrechCiaAG ) setzt darauf, dass Marken überproportional performen. „Markenwerte wachsen unserer Erfahrung nach über längere Zeiträume, solange die Marke 'in' ist“, gibt er sich überzeugt. Entgegen dem wikifolio-Namen Top Global Brands will Fischbach nicht bloß auf liquide Blue-Chips mit Weltmarken setzen. Auch wachstumsstarke Mid-Caps mit regional verankerten Marken finden vereinzelt ihren Weg in das wikifolio. Wichtig sei, dass die Markenwerte des Unternehmens langfristig steigen und kurzfristig Gewinne zu erwarten seien, sagt Fischbach. Die einzelnen Titel haben einen Portfolioanteil von 2 bis 3 %. Es dominieren vor allem US-Konzerne sowie Handels- und Konsumgüterunternehmen – beispielsweise Coca-Cola , PepsiCo , Nike und der Großhändler Costco . Mit dieser Strategie erzielte Fischbach eine Gesamtrendite von +187 % seit März 2014. Auf das Jahr heruntergerechnet bedeutet das ein Plus von durchschnittlich 15,2 %.
DE000LS9CHS8 ISIN kopieren Chart abc cde Analyse Benchmarks für Intraday nicht verfügbar2016201820200100200-100 Kennzahlen
- +184,2 % seit 31.03.2014
- +16,9 % 1 Jahr
- 0,63× Risiko-Faktor
- EUR 1.650.531,82 investiertes Kapital
- Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten
In der kommenden Woche prägen geldpolitische Entscheidungen und Konjunkturzahlen das Börsengeschehen. Die Europäische Zentralbank verkündet am Donnerstag, ob der Leitzins weiter bei 0 % bleibt. Zusätzlich stellt sich EZB-Chefin Christine Lagarde Fragen über den künftigen Kurs der EZB. Daneben werden die Inflationszahlen aus Deutschland (Donnerstag) und den USA (Freitag) veröffentlicht. Zuletzt lag die Inflationsrate in den USA bei über 5 %. Wie sich das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum entwickelt hat, erläutert Eurostat am Dienstag.
Disclaimer: Jedes Investment in Wertpapiere und andere Anlageformen ist mit diversen Risiken behaftet. Es wird ausdrücklich auf die Risikofaktoren in den prospektrechtlichen Dokumenten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft (Endgültige Bedingungen, Basisprospekt nebst Nachträgen bzw. den Vereinfachten Prospekten) auf www.wikifolio.com, www.ls-tc.de und www.ls-d.ch hingewiesen. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Die Performance der wikifolios sowie der jeweiligen wikifolio-Zertifikate bezieht sich auf eine vergangene Wertentwicklung. Von dieser kann nicht auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden. Der Inhalt dieser Seite stellt keine Anlageberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Disclaimer − Wichtiger rechtlicher Hinweis
wikifolio Financial Technologies AG hat alle zumutbaren Anstrengungen unternommen, um sicher zu stellen, dass die auf wikifolio.com bereitgestellten Informationen zur Zeit der Bereitstellung richtig und vollständig sind. Dennoch kann es zu unbeabsichtigten und zufälligen Fehlern gekommen sein, für die wir uns entschuldigen.
Amazon greift an. Mit der geplanten Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar beschleunigt der Konzern den Aufbau ...
Eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran (im Bild: Insel Hormus / Iran) — und die Märkte ...
Als Ron Wayne 1976 seinen Anteil an der frisch gegründeten Firma für 800 USD verkaufte, wird er sich etwas ...
Tiefrot begann der vergangene Montag. Das Iran-Ultimatum vom Wochenende lastete auf den Märkten, der DAX rutschte ...
Auch wenn es für den US-Präsidenten schwer nachvollziehbar zu sein scheint, der Iran ist offensichtlich nicht ...
X-Sequentials Trading: Schafft der Dow-Jones-Index neue Rekordhochs?Lesen Sie diesen Beitrag auf Technical-Trading-Profits.com. ...
Die Neuemissionen der Woche 1. Bundesrepublik Deutschland begibt neue unverzinsliche Schatzanweisung bis April ...
MFS IM: Die Titelauswahl ist beim Hin und Her in der Straße von Hormus entscheidend In ...

