Nvidia-Aktie kann auch fallen
22.06.24 12:39
Feingold-Research
Anleger mussten gestern zur Kenntnis nehmen, dass der Aktienkurs von Nvidia auch mal fallen kann. Noch auf einem weiteren Rekordhoch gestartet, drehte die Aktie im Handelsverlauf ins Minus und zog sowohl wegen ihrer hohen Gewichtung als auch psychologisch den Gesamtmarkt mit nach unten. Es könnte ein Vorgeschmack dessen gewesen sein, was nach dem dreifachen Verfallstag in der kommenden Woche auf die Anleger zukommt. Nicht selten war der sogenannte Hexensabbat ein Wendepunkt für den Aktienmarkt. Und die Tatsache, dass der Nasdaq 100 die runde 20.000 zwar gesehen hat, aber trotz aller Dynamik nicht erreichen konnte, ist aus technischer Sicht eher ein Signal der Schwäche.
Was den Deutschen Aktienindex angeht, konnte der sich zwar gestern interessanterweise behaupten. Aber ob diese Tendenz nachhaltig sein wird, wenn weitere Gewinnmitnahmen bei den großen Technologieaktien in den USA anstehen, darf bezweifelt werden. Erst über 18.400 Punkten würde die Börsenampel für den DAX zumindest mal wieder auf Gelb umspringen. Solange bleibt die Korrekturgefahr nicht gebannt und die Ampel ganz klar auf Rot.
Alles steht und fällt mit den Zinssenkungshoffnungen und der Frage, ob die US-Notenbank Fed tatsächlich schon im September an der Zinsschraube dreht und damit indirekt auch in den Wahlkampf eingreift. Die Bank of England zumindest hat von einem solchen Schritt gestern noch Abstand genommen, während in der Schweiz die Zinsen weiter sinken.
Die Aktie von Rheinmetall könnte gestern mit dem größten Auftrag der Unternehmensgeschichte die Konsolidierungsphase beendet haben. Bislang produzierte der Konzern Artilleriemunition für die Bundeswehr für maximal 1,3 Milliarden Euro. Das Volumen wurde nun auf 8,5 Milliarden Euro aufgestockt. Der Trend hin zu steigenden Rüstungsausgaben der Staaten dürfte vor dem Hintergrund der geopolitischen Krisenherde rund um den Globus anhalten. Ein Aktienkurs zurück über 500 Euro könnte aus charttechnischer Sicht nun weitere Käufer anlocken und eine neue Phase der Rally einleiten. Nach unten scheint die Aktie durch mehr als volle Auftragsbücher gut abgesichert.
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