LVMH, Osram, Super Micro - die Woche im Rückblick
29.09.24 16:12
Feingold-Research
FR: Herr Molnar, die vergangene Woche brachte ein China-Comeback und einen DAX-Rekord. Was ist Ihr Fazit?
Jürgen Molnar – Robomarkets: Die Luxusgüterbranche hat vor allem von den angekündigten Konjunkturmaßnahmen Chinas profitiert. Marken wie LVMH, Hermès und Kering konnten zweistellige Zuwächse verzeichnen, weil China einer der größten Absatzmärkte für Luxusprodukte ist. Lange Zeit drückte China auf die Stimmung, nun hat sich das Momentum um 180 Grad gedreht.
FR: AMS-Osram war einer der stärksten deutschen Aktien. Warum?
Jürgen Molnar: AMS-Osram profitierte von einer Hochstufung durch die UBS. Die Bank hat den Schuldenabbau und die gestärkte Liquiditätsposition des Unternehmens seit der Fusion 2020 positiv bewertet. Nach elf schwachen Quartalen erwartet die UBS nun, dass das Unternehmen wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Dazu kommt, dass die Aktie aktuell als unterbewertet gilt, was zusätzliche Käufe befeuert hat. Insgesamt machen sich in Deutschland vermehrt „Schnäppchenjäger“ auf die Reise…
FR: Auch Moncler konnte durch den Einstieg von LVMH einen Kursanstieg von über 20% verzeichnen. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?
Jürgen Molnar: Moncler profitiert doppelt – einerseits von den positiven Marktaussichten in China und andererseits von der Beteiligung durch LVMH. Der Einstieg von LVMH zeigt das Vertrauen in die langfristigen Wachstumsaussichten der Marke. Diese strategische Beteiligung gibt Moncler zusätzlichen Schub, was sich unmittelbar im Aktienkurs widerspiegelt.
FR: Auf der anderen Seite stand der Ölsektor unter Druck.
Jürgen Molnar: Der entscheidende Faktor war die Nachricht, dass Saudi-Arabien bereit ist, sein Preisziel von 100 USD pro Barrel aufzugeben, um Marktanteile zurückzugewinnen. Das hat den Ölpreis stark unter Druck gesetzt, was sich direkt negativ auf die Aktienkurse der großen Ölkonzerne wie BP, Shell und TotalEnergies ausgewirkt hat. Die Unsicherheit im Energiemarkt bleibt hoch.
FR: Super Micro Computer fiel ebenfalls auf, allerdings negativ. Was hat die Aktie gedrückt?
Jürgen Molnar: Super Micro Computer sieht sich mit Ermittlungen durch das US-Justizministerium konfrontiert, die auf Anschuldigungen von Hindenburg Research wegen Buchhaltungsmanipulation zurückgehen. Solche Ermittlungen schaffen natürlich Unsicherheit, und das hat die Aktie weiter belastet. Seit ihrem Höchststand im März hat die Aktie bereits über 65% an Wert verloren.
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