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Fr, 17. April 2026, 17:25 Uhr

Münchner Rückversicherungs AG

WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

Inlandsaktien – DAX tritt auf der Stelle


12.09.25 10:20
EUWAX Trends

Wie von den Märkten erwartet, hat die Europäische Zentralbank bei ihrer heutigen Sitzung sämtliche Leitzinsen unverändert gelassen. Angesichts eines ausgewogenen Verhältnisses von Chancen und Risiken für das Wirtschaftswachstum, einer mittelfristig stabilen Inflation nahe dem Zielwert sowie eines als neutral eingeschätzten Zinsniveaus, deutet vieles darauf hin, dass der aktuelle Leitzins von 2,0 Prozent das Ende des laufenden Zinserhöhungszyklus markiert. Entsprechend dürfte die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen im Euroraum immer geringer werden. 


Nach der Zinsentscheidung nahm EZB-Präsidentin Christine Lagarde auch Stellung zur Lage in Frankreich. Die Staatsverschuldung des Landes bewegt sich inzwischen in Richtung 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, während das Haushaltsdefizit deutlich über den in der EU vorgesehenen Grenzwerten liegt. Für zusätzliche Unruhe an den Finanzmärkten sorgt die bevorstehende Neubewertung der französischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Fitch, die bereits für heute angesetzt ist. Am deutschen Aktienmarkt gehörten die Sektoren Industrie und Technologie zu den Gewinnern. Die größten Branchenverlierer waren Konsumgüter und Automobile. Der DAX schaffte auf Wochensicht ein Plus von knapp 1 Prozent. 



Die Top 3 meistgehandelten Inlandsaktien im Fokus


1. Rheinmetall: Unruhe wegen möglicher Eskalation


Unter den heimischen Werten rückte Rheinmetall in den Fokus. Der Rüstungskonzern zählte in dieser Woche wieder zu den Gewinnern, getragen von anhaltender Branchendynamik und einer erhöhten Nachfrage nach Verteidigungstechnologie - befeuert durch geopolitische Spannungen und aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen.


Zuletzt sorgte der Eintritt von russischen Drohnen in den polnischen Luftraum für Unmut. Es droht eine weitere Eskalation, in die die Nato hineingezogen werden könnte. Bereits seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der ausgerufenen "Zeitenwende" für die deutsche Bundeswehr, profitiert Rheinmetall von der Modernisierung und Aufrüstung mehrerer Nato-Armeen. 


An der Börse Stuttgart war die Rheinmetall-Aktie in der vergangenen Woche die meistgehandelte Inlandsaktie mit 1.022 Orders.


Zur Rheinmetall-Aktie


 


2. Deutsche Telekom: leidet unter T-Mobile US


Die Deutsche Telekom hingegen stand zuletzt unter Verkaufsdruck. Gewinnmitnahmen nach vorangegangenen Kursgewinnen und eine schwache Stimmung im Telekommunikationssektor sorgten für Abgabedruck. Die Entwicklungen bei der bedeutenden Tochter T-Mobile US beeinflussen auch die Entwicklungen bei der Deutschen Telekom.


Der US-Mobilfunkanbieter T-Mobile rechnet nach der Übernahme des Rivalen UScellular mit höheren Einnahmen. Bereits im laufenden Quartal soll es einen zusätzlichen Service-Umsatz von rund 400 Millionen Dollar geben. Auch die Integration von UScellular soll nun deutlich schneller vonstattengehen. Diese soll in etwa zwei Jahren abgeschlossen sein statt wie ursprünglich geplant in drei bis vier Jahren. Belastet wurde die Deutsche Telekom auch von der Nachricht, dass Elon Musks Raumfahrt- und Telekomunternehmen SpaceX ein milliardenschweres Paket von Mobilfunkfrequenzen von Echostar gekauft hat. Damit macht sich Musk unabhängiger von der Kooperation mit T-Mobile US im Satelliten-Mobilfunk.


An der Börse Stuttgart war die Deutsche Telekom-Aktie in der vergangenen Woche die zweitmeistgehandelte Inlandsaktie mit 516 Orders.


Zur Deutsche Telekom-Aktie


 


3. Commerzbank: Übernahmedurch UniCredit wird wahrscheinlicher


Auf Wochensicht gehörte die Commerzbank mit einem Plus von knapp 2 Prozent zu den besseren Titeln im DAX. Die Aktie erholt sich nach einer Herabstufung. Die Commerzbank profitiert weiterhin von der Übernahmefantasie durch die italienische UniCredit. Die Bank plant eine Aufstockung ihrer Anteile an der Commerzbank und hat konkrete Übernahmepläne schon offengelegt. "Wir werden gegen Ende des Jahres bei etwa 30 Prozent sein", kündigte UniCredit-Chef Andrea Orcel an.


Die UniCredit hatte ihren Anteil an der Commerzbank jüngst auf etwas mehr als 26 Prozent erhöht. Überschreitet die Bank die Schwelle von 30 Prozent, wäre sie gesetzlich verpflichtet, den übrigen Commerzbank-Aktionären ein Übernahmeangebot vorzulegen. Ob und wann die UniCredit ein solches Angebot vorlegen würde, ließ Orcel aber offen. 


An der Börse Stuttgart war die Commerzbank-Aktie mit 486 Orders die am dritthäufigsten gehandelte Inlandsaktie der vergangenen Woche.


Zur Commerzbank-Aktie


 


Die 10 meistgehandelten Inlandsaktien


Aktie


WKN


Preisfestellungen


Rang


Rheinmetall AG


703000


1.022


1


Deutsche Telekom AG


555750


516


2


Commerzbank AG


CBK100


486


3


SAP SE


716460


441


4


Siemens Energy AG


ENER6Y


413


5


Deutz AG


630500


384


6


RENK Group AG


RENK73


383


7


HENSOLDT AG


HAG000


381


8


Allianz SE


840400


375


9


Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München


843002


350


10


* gemessen an der Anzahl der Preisstellungen im Zeitraum vom 05. September bis zum 11. September 2025 an der Börse Stuttgart


 


Disclaimer:


Der vorliegende Newsletter dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Newsletter enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.


 


 




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Werte im Artikel
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