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Fr, 17. April 2026, 14:41 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Inlandsaktien – DAX bleibt stabil in unsicherem Umfeld


17.10.25 10:33
EUWAX Trends

https://www.aktiencheck.de/parts/news/attachments/Alternativ2.m?nid=18745152&id=


Der DAX verlor in der vergangenen Woche rund 1,5 % und notierte am Donnerstag bei etwa 24.273 Punkten. Unterstützt wurde die Seitwärtsbewegung durch einen freundlichen Handelsauftakt an den US-Börsen sowie durch erste Anzeichen politischer Entspannung in Frankreich, wo Premierminister Sébastien Lecornu nach seinem Rücktritt erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wurde und zwei Misstrauensanträge überstand.
Der MDAX verzeichnete im gleichen Zeitraum einen stärkeren Rückgang von etwa 2,9 % und lag zuletzt bei rund 30.018 Punkten. Belastet wurde der Index unter anderem durch schwächere Kursentwicklungen in einzelnen Branchen.
Insgesamt blieb die Marktstimmung gemischt. Der wieder aufgeflammte Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgt weiterhin für Unsicherheit. China hat neue Exportkontrollen für Seltene Erden angekündigt, die ab Dezember in Kraft treten sollen. Die geplanten Maßnahmen könnten internationale Lieferketten belasten – insbesondere in technologieintensiven Branchen.
Der Fokus der Anleger liegt weiterhin auch auf geldpolitischen Signalen aus den USA. Die US-Notenbank hatte zuletzt den Leitzins auf 4,00–4,25 % gesenkt und weitere Schritte angedeutet. Die nächste Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve ist für den 29. Oktober 2025 angesetzt – ein Termin, dem die Märkte mit Spannung entgegensehen. 



Die Top 3 meistgehandelten Inlandsaktien im Fokus


 


1. Rheinmetall plant Joint Venture in Polen


Rheinmetall hat eine Absichtserklärung mit der staatlichen polnischen Rüstungsgruppe Polska Grupa Zbrojeniowa S.A. (PGZ) unterzeichnet, um die strategische Zusammenarbeit im Bereich Unterstützungsfahrzeuge zu vertiefen. Ziel der Vereinbarung ist die Gründung eines gemeinsamen europäischen Zentrums zur Produktion gepanzerter Fahrzeuge in Polen – darunter Bergepanzer, Pionierfahrzeuge mit Minenräumfähigkeit sowie Brückenlegefahrzeuge. 
Die Initiative steht im Kontext wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen in Osteuropa. Rheinmetall bringt Erfahrung in der Konstruktion, Fertigung und Wartung gepanzerter Systeme ein und ist bereits mit einer Tochtergesellschaft in Polen vertreten. PGZ sieht in der Partnerschaft eine Chance, internationale Kooperationen auszubauen und die technologische Basis der polnischen Verteidigungsindustrie zu stärken.
Beide Unternehmen betonen, dass die Zusammenarbeit zur Entwicklung multinationaler Kapazitäten beitragen und die Resilienz europäischer Lieferketten erhöhen soll. Die geplante Gründung eines Joint Ventures wird als Beitrag zur Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur gewertet.
An der Börse Stuttgart war die Rheinmetall-Aktie in der vergangenen Woche mit 1.454 Orders erneut die meistgehandelte Inlandsaktie.


Zur Rheinmetall-Aktie


 


2. Renk unter Druck nach chinesischer Exportmaßnahme


Die Aktien des Rüstungszulieferers Renk gerieten zuletzt wie viele Rüstungswerte unter Druck, nachdem China neue Exportbeschränkungen bestimmter Seltener Erden für militärische Anwendungen angekündigt hatte. Diese Rohstoffe sind essenziell für zahlreiche Hochtechnologiekomponenten in der Verteidigungsindustrie, darunter Antriebssysteme, Sensorik und Kommunikationslösungen.
Da China eine dominierende Rolle in der Raffination dieser Metalle einnimmt, könnten die angekündigten Maßnahmen Auswirkungen auf internationale Lieferketten haben. Auch westliche Verteidigungsunternehmen wie Renk und Rheinmetall verfolgen die Entwicklung aufmerksam.
Branchenanalysten sehen in der Maßnahme einen möglichen Bestandteil einer umfassenderen wirtschaftspolitischen Strategie Chinas. Zudem wird erwartet, dass die Entscheidung Einfluss auf laufende Handelsgespräche zwischen China und den USA haben könnte.
Marktteilnehmer werden die geopolitischen Entwicklungen weiterhin genau verfolgen, da diese potenziell Auswirkungen auf die globale Verteidigungsindustrie und deren Zulieferstrukturen haben könnten.
An Börse Stuttgart wurde die Renk-Aktie in der vergangenen Woche verstärkt gehandelt. Mit 828 Orders war sie die am zweithäufigsten gehandelte Inlandsaktie.


Zur Renk-Aktie


 


3. Hensoldt stärkt Produktionskapazitäten in Ulm


Hensoldt erweitert seine Kapazitäten mit einem neuen Produktionsstandort in der Nähe von Ulm. Der Ausbau erfolgt durch die Anmietung einer Industriehalle, die für die Serienproduktion von Radarsystemen für die Luftverteidigung und Drohnenabwehr vorgesehen ist. Die geplante jährliche Produktionskapazität von 1.000 Radaren ab 2027 soll die Reaktionsfähigkeit von Hensoldt auf gestiegene Bedarfe, insbesondere seitens der Bundeswehr, sicherstellen. 
Finanzvorstand Christian Ladurner betont, wie wichtig der Ausbau der Kapazitäten ist, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Der Standort Ulm bleibt das zentrale Kompetenzzentrum für Entwicklung und Produktion. Die neue Erweiterung ergänzt die bestehenden Kapazitäten, um dem wachsenden Produktionsbedarf gerecht zu werden. Die Expansion unterstreicht Hensoldts Anspruch, zuverlässig zu liefern und technologische Führungsstärke im Verteidigungsbereich weiterzuentwickeln. Mit den Investitionen in den neuen Standort will das Unternehmen die Voraussetzungen schaffen, um auch anspruchsvollere und größere Aufträge umzusetzen zu können.
Auch die Hensoldt-Aktie wurde in der vergangenen Woche an der Börse Stuttgart rege gehandelt. Mit 570 Orders belegte sie den dritten Platz unter den meistgehandelten Inlandsaktien.  


Zur Hensoldt-Aktie


 


Die 10 meistgehandelten Inlandsaktien


Aktie


WKN


Preisfestellungen


Rang


Rheinmetall AG


703000


1.454


1


RENK Group AG


RENK73


828


2


HENSOLDT AG


HAG000


570


3


Gerresheimer AG


A0LD6E


548


4


Allianz SE


840400


495


5


Siemens Energy AG


ENER6Y


463


6


Deutsche Telekom AG


555750


435


7


BASF SE


BASF11


415


8


Siemens AG


723610


415


8


thyssenkrupp AG


750000


385


10


* gemessen an der Anzahl der Preisstellungen im Zeitraum vom 09. September bis zum 15. Oktober 2025 an der Börse Stuttgart


Disclaimer:


Der vorliegende Newsletter dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Newsletter enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.




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