DAX im fundamentalen Bewertungscheck
07.10.22 14:08
EUWAX Trends

Seit Jahresbeginn ist der DAX mit gut 20 Prozent kräftig gefallen und befindet sich im Bärenmarkt. Auslöser dafür sind zahlreiche Belastungsfaktoren: Rekordhohe Inflationsraten, der Krieg in der Ukraine, anhaltende Lieferkettenprobleme, eine nachlassende Konsumneigung und so kräftige Zinserhöhungen der weltweiten Notenbanken wie seit einigen Jahrzehnten nicht mehr.
Trotz der sich immer stärker abzeichnenden Rezession liegen die Gewinnerwartungen der Analysten für die DAX-Unternehmen auf Rekordniveau. Vor allem die prognostizierte Nachsteuermarge der Firmen wird mit derzeit rund sieben Prozent unverändert optimistisch angesetzt. In einer Rezession mit hoher Inflation und geringer Konsumbereitschaft drohen aber massive Revisionen. So lag die Nachsteuermage in den Jahren 2003, 2009 und 2020, als der DAX einen Boden erreichte, bei null bis zwei Prozent. Auch bei den Gewinnschätzungen ist daher Vorsicht angebracht. Zwar erscheint das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beim DAX mit einem Faktor von rund zehn bereits recht attraktiv und liegt im Bereich der unteren Wendepunkte des Index. Es wäre aber nicht überraschend, wenn die Gewinnschätzungen bald fallen und somit das KGV nicht mehr so attraktiv aussehen wird.
Ohnehin eignet sich das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) besser für den DAX als Bewertungsmaßstab, da Buchwerte anders als die Gewinne während einer Rezession nicht so kräftig schwanken. Am Ende der großen Bärenmärkte seit dem Jahr 2000 lag die Kennzahl um eins, während aktuell ein Verhältnis von 1,3 aufgerufen wird. Der DAX müsste mindestens bis in den Bereich um 10.000 fallen, um ein KBV von etwa eins abzubilden. Aus Bewertungssicht ist der heimische Aktienmarkt somit trotz der deutlichen Verluste noch nicht zwingend als attraktiv einzuschätzen.
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