Bayer mit Potenzial
11.04.22 08:51
S. Feuerstein
von Harald Zwick - 11.04.2022, 08:30 Uhr
Kann Bayer die drohende Schadensersatzforderung abwenden, winken Kurssteigerungen bis auf 90 Euro. Jetzt soll der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof in den USA, entscheiden, ob die Klagen gerechtfertigt sind. Dort hat Bayer die Revision von zwei Urteilen beantragt, mit einer Entscheidung rechnen Marktbeobachter in einigen Wochen.
Im Branchenvergleich ist die Aktie von Bayer sehr günstig
bewertet. Im Wesentlichen liegt dies an der Unsicherheit über
den Ausgang der Rechtsstreitigkeiten in den USA bezüglich des
Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Andere Schwachpunkte sind
das Auslaufen von Patenten wichtiger Pharmaprodukte und die
Pharmaproduktpipeline. Weniger Sorgen dürften sich Investoren
bei Bayer hingegen hinsichtlich des Russland-Ukraine-Konflikts
machen. Zwar sind die langfristigen Auswirkungen noch nicht
absehbar, sie dürften sich für Bayer aber in Grenzen halten,
denn der Anteil des Ukrainegeschäfts am Konzernumsatz beträgt
weniger als ein Prozent, in Russland sind es zwei Prozent. Laut
Zahlen vom 1. März ist die Bayer AG im vergangenen Jahr deutlich
gewachsen: Der Umsatz legte 2021 um 8,9 Prozent auf 44,1
Milliarden Euro zu, was über den Erwartungen der Analysten lag.
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Zum Chart
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Die Veröffentlichung der Q 4 Zahlen am 1. März 2022 führte bei
der Bayer-Aktie zu einem Kurssprung gegen den Markt von gut 4
Prozent auf 54,25 Euro. Der Krieg in der Ukraine verhagelte aber
die kurzfristige Entwicklung im Chart, nachdem auch die
Benchmark DAX klar an Boden verlor. Im noch kurzen Jahr 2022
konnte Bayer die Benchmark jedoch klar übertreffen, nachdem auch
der Kernwiderstand beim Level von 54,39 Euro nach einigen
Versuchen schließlich am 11 März überwunden werden konnte.
Danach gab es kein Halten und der Kurs hat sich bis dato um rund
23 Prozent in Richtung 66,84 Euro entwickelt. Laut UBS-Analyst
Michael Leuchten ist es an der Zeit, über den Rechtsstreit in
der Causa Glyphosat hinauszuschauen und sieht das Ziel der
Kursentwicklung bei 90 Euro. In Summe hat der Konzern damit 2020
und 2021 Sonderbelastungen in Höhe von 27 Milliarden Euro
wegstecken müssen. Die Sorgen der Aktionäre lassen sich auch
beim erwarteten KGV 2022 in Höhe von 13,81 ablesen, wonach ein
so gut positioniertes Produktportfolio mit einem jährlichen
Wachstum von über 10 Prozent ein höheres KGV haben sollte.
| Bayer AG (Tageschart in Euro) | Tendenz: ![]() |
|---|---|
|
|
| Wichtige Chartmarken | |
|---|---|
| Widerstände: | 66,94 // 72,62 Euro |
| Unterstützungen: | 62,61 // 57,49 Euro |
Mit einem Open End Turbo Long (WKN HB280X)
könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der
Bayer-Aktie in den nächsten Wochen erwarten, überproportional
von einem Hebel in Höhe von 3,38 profitieren und das Ziel bei
74,01 Euro ins Auge fassen (2,68 Euro beim Derivat). Der Abstand
zur Knock-Out-Barriere beträgt 29 Prozent. Der Einstieg in diese
spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung
eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
.
Dieser könnte beim Basiswert bei 61,01 Euro platziert werden. Im
Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 1,38
Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das
Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.
| Strategie für steigende Kurse | ![]() |
|||
|---|---|---|---|---|
| WKN: | HB280X | Typ: | Open End Turbo Long | |
| akt. Kurs: | 1,96 - 1,98 Euro | Emittent: | UniCredit | |
| Basispreis: | 47,16 Euro | Basiswert: | Bayer AG | |
| KO-Schwelle: | 47,16 Euro | akt. Kurs Basiswert: | 66,84 Euro | |
| Laufzeit: | Open End | Kursziel: | 2,68 Euro | |
| Hebel: | 3,38 | Kurschance: | + 35 Prozent | |
| Quelle: UniCredit | ||||
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