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Mo, 27. April 2026, 15:09 Uhr

Anstieg im April?


29.03.22 08:14
S. Feuerstein

Auch nach der vierten Kriegswoche in der Ukraine bestimmt dieses Thema weiterhin das Geschehen an den Märkten. Dabei unterliegen vor allem die Energiepreise hohen Schwankungen. Wenngleich sich der Ölpreis zuletzt auf hohem Niveau etwas stabilisieren konnte, bleibt der Anstieg weiter brisant. So sorgte die Nachricht, dass Russland die Verkäufe künftig in Rubel abwickeln möchte, für einen erneut kurzfristigen Anstieg. Trotz des sehr präsenten Kriegs in der Ukraine achten die Anleger aber auch wieder vermehrt auf konjunkturelle Daten.

Gelingt den Notenbanken die „sanfte Landung“?

Die Aktienmärkte wurden in den vergangenen Jahren durch die expansive Geldpolitik immer weiter nach oben getrieben. Mit der anziehenden Inflation erhöht sich nun aber der Druck, die Geldmenge zu reduzieren. In den USA hat die US-Notenbank bereits eine Zinswende eingeleitet und dürfte auch früher als zunächst erwartet mit der Reduzierung ihrer Bilanz beginnen. FED-Chef Powell sieht die US-Wirtschaft dabei in einem sehr guten Zustand, so dass weitere Zinsanhebungen den konjunkturellen Verlauf nicht eintrüben sollten. Aus aktueller Sicht dürften die US-Unternehmen die steigenden Kosten ohne größere Schwierigkeiten an den Konsumenten weitergeben. Solange sich daraus kein Kreislauf ergibt, könnten die USA einen Zyklus zurückhaltenderer Geldpolitik gut überstehen.

Die Quadratur des Kreises!

Schwieriger gestaltet sich die Geldpolitik in Europa. Während auch hier die Inflation weiter nach oben klettert und damit ein Niveau erreicht hat, das es schon viele Jahre nicht mehr gegeben hat, bringt eine Abkehr von der lockeren Geldpolitik doch Schwierigkeiten mit sich. So ist es einigen Ländern in Zeiten des Aufschwungs nicht gelungen, ihre Schulden zu verringern. Sollte die EZB daher die Zinsen anheben, wird die Aufnahme neuer Schulden für Länder wie beispielsweise Italien deutlich teurer. Entsprechend muss EZB-Chefin Lagarde sehr behutsam zwischen der Bekämpfung der Inflation und der Aufrechterhaltung der Konjunktur agieren. Man darf daher gespannt sein, ob die Signale am Markt auch richtig verstanden werden. Zumindest aus Sicht der Saisonalität ist für den April mit einem Anstieg am Aktienmarkt zu rechnen. Ab Mai trübt sich die Situation dann aber wieder ein, so dass die alte Börsenregel „sell in may ...“ voraussichtlich auch in diesem Jahr zutreffen könnte.

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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