Adobe: Im freien Fall zur Mitte des Inline-Bereichs
14.06.22 10:17
S. Feuerstein
von Ingmar Königshofen - 14.06.2022, 08:30 Uhr
Wie bei fast allen Wachstumswerten setzte auch bei Adobe der Abverkauf Ende November 2021 ein. Die bis dato hervorragenden Fundamentaldaten sorgen dafür, dass die Marktteilnehmer noch immer von einem Gewinnwachstum bis in das Jahr 2024 in Höhe von 49 Prozent ausgehen und ein erwartetes KGV 2021/22 von 37,61 tolerieren.
Adobe, bekannt durch Software wie Photoshop oder dem
Softwareuniversum rund um die Erstellung und Verwaltung von PDFs
(Acrobat), entwickelt sein Auftreten am Markt kontinuierlich
weiter. Ausgehend vom bekannten Grafik Tool Photoshop erweitert
und ergänzt Adobe das Angebot um die so genannte Creative Cloud.
Diese Cloud-Lösung bietet dem Kunden eine Sammlung von über 20
Desktop- und mobilen Diensten an, um Fotos zu bearbeiten,
Objekte zu designen, mit Videos zu arbeiten und Weblösungen zu
erstellen. Adobe öffnet am kommenden Donnerstag, den 16. Juni
nach Handelsschluss seine Bücher zum 2. Quartal 2022. Schon bei
den Zahlen zum 1. Quartal gab es bei den Marktteilnehmer die
Sorge vor steigenden Zinsen und den negativen Auswirkungen auf
den aktuellen Kurs.
.
Zum Chart
.
Seit Donnerstag letzter Woche befinden sich die Aktienkurse im
freien Fall. Auch wenn Adobe mit hervorragenden Fundamentaldaten
glänzt, sind die Marktteilnehmer nicht mehr bereit, ein
erwartetes KGV 2021/2022 höher als 37 zu tolerieren. Der Umsatz
ist seit dem Geschäftsjahr 2014/15 zwar um durchschnittlich 22
Prozent gestiegen, auch der adjustierte Vorsteuergewinn konnte
sogar um 42 Prozent pro Jahr zulegen, dennoch sorgt die aktuelle
Teuerung für eine geänderte Allokation der Kundengelder. Die
Marktteilnehmer gehen weiter von sinkendem Wachstum bei den
Growth-Werten aus. Bei Adobe preisen die Aktionäre bis 2024
immer noch 49 Prozent Gewinnwachstum ein. Die multiplen Krisen,
wie der Krieg in der Ukraine und der Weg in die Stagflation,
sollte dieses Wachstum jedoch nach unten drücken. Der
Inline-Optionsschein trägt dieser Lage Rechnung, indem die
untere Knockout-Schwelle bei 200 USD angesetzt ist. Aktuell
notiert das Papier mit 374,87 USD über der Hälfte des
Inline-Bereichs bei 350 USD.
Fazit
Mit einem Inline-Optionsschein bezogen auf die Aktie von Adobe (WKN SN2PZJ) würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 21.10.2022 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 200,00 USD und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 500,00 USD bewegt. Gerechnet vom Stand des Scheins am 13. Juni 2022 um 20.15 Uhr (Briefkurs 7,96 Euro), würde dies einem annualisierten Kursgewinn von 71,96 Prozent entsprechen. Wird eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht, tritt ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ein. Falls der Aktienkurs von Adobe unter den Supportbereich bei 234,81 USD fällt oder über den Kernwiderstand bei 460,26 USD klettert, sollte zur Vermeidung eines Knockouts der vorzeitige Ausstieg aus der spekulativen Position erwogen werden.
| Adobe Inc. (Tageschart in USD) | Tendenz: ![]() |
|---|---|
|
|
| Wichtige Chartmarken | |
|---|---|
| Widerstände: | 460,26 USD |
| Unterstützungen: | 234,81 USD |
| Inline-Optionsschein auf Adobe (Stand: 13.06.2022, 20:20 Uhr) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Strategie für seitwärts gerichtete Kurse | ![]() |
|||
| WKN: | SN2PZJ | Typ: | Inline-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 7,88 / 7,98 Euro | Emittent: | Société Générale | |
| untere KO-Schwelle: | 200,00 USD | Basiswert: | Adobe Inc. | |
| obere KO-Schwelle: | 500,00 USD | akt. Kurs Basiswert: | 374,35 USD | |
| Laufzeit: | 21.10.2022 | Kursziel: | 10,00 Euro | |
| Kurschance: | + 71,96 % p.a. | |||
| Quelle: Société Générale | ||||
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