John Deere (WKN: 850866)
| eröffnet am: | 25.11.09 13:33 von: | TURBO_BULL |
| neuester Beitrag: | 14.04.26 22:57 von: | MrTrillion3 |
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Der US-Landmaschinenhersteller Deere & Co. präsentierte am eben die Geschäftszahlen für das vierte Quartal.
Und die sind nicht so gut !
Source: Finanznachrichten
Heute der Kurs schön im plus, Kaufsignal …
20.05.2022 | 16:09
(MT Newswires) -- Deere & Co. (DE) hat am Freitag seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2022 angehoben, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal trotz der Herausforderungen in der Lieferkette ein besser als erwartetes Ergebnis erzielt hat.
Der Hersteller von Landwirtschafts- und Baumaschinen rechnet nun mit einem Nettogewinn für das Geschäftsjahr zwischen $7 Mrd. und $7,4 Mrd. gegenüber seiner vorherigen Prognose von $6,7 Mrd. bis $7,1 Mrd. In der Prognose ist ein Nettogewinn von 220 Millionen Dollar aus Sonderposten im gerade abgelaufenen Quartal enthalten, so das Unternehmen.
Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin mit einem Anstieg des Nettoumsatzes in der Produktions- und Präzisionslandwirtschaft um 25 % bis 30 % und hält an seiner Prognose fest, dass der Umsatz in der kleinen Landwirtschaft und im Rasenbau um etwa 15 % steigen wird. Die Umsätze in der Bau- und Forstwirtschaft werden voraussichtlich um 10 bis 15 % steigen, unverändert gegenüber der vorherigen Prognose vom Februar, während der Nettogewinn im Bereich Finanzdienstleistungen weiterhin bei 870 Millionen US-Dollar liegen soll.
Für das am 1. Mai zu Ende gegangene Quartal meldete Deere einen Gewinn von 6,81 $ pro Aktie, nach 5,68 $ im Vorjahr und über der Capital IQ-polle-Schätzung von 6,69 $. Der Nettoumsatz stieg von 11 Mrd. $ auf 12,03 Mrd. $ und lag damit unter der Schätzung der Börse von 13,16 Mrd. $. Der Gesamtumsatz kletterte um 11% auf $13,37 Milliarden.
"Das Ergebnis von Deere im zweiten Quartal spiegelt die anhaltend starke Nachfrage wider, auch wenn wir mit dem Druck in der Lieferkette konfrontiert sind, der sich auf das Produktionsniveau und die Liefertermine auswirkt", sagte Chief Executive John May in einer Erklärung.
Der Umsatz mit Produktions- und Präzisionsmaschinen für die Landwirtschaft stieg um 13% auf 5,12 Mrd. USD, während der Umsatz mit kleinen Landwirtschafts- und Rasenmaschinen um 5% auf 3,57 Mrd. USD und der Umsatz mit Bau- und Forstmaschinen um 9% auf 3,35 Mrd. USD zunahm. Der Nettogewinn im Bereich Finanzdienstleistungen belief sich auf 208 Millionen US-Dollar, gegenüber 222 Millionen US-Dollar im Quartal 2021.
Die Gesamtkosten und Aufwendungen stiegen nach Angaben des Unternehmens auf 10,82 Mrd. $ von 9,75 Mrd. $ im Vorjahr.
"Mit Blick auf die Zukunft glauben wir, dass die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Maschinen weiterhin von den positiven Fundamentaldaten profitieren wird, trotz der Sorgen um die Verfügbarkeit und des Inflationsdrucks, der sich auf die Inputkosten unserer Kunden auswirkt", sagte May.
Kurs: 334,74, Veränderung: -29,88, Prozentuale Veränderung: -8,19
© MT Newswires 2022
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/...iten-Quartal-an-40490459/
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/...022-Guidance-an-40491534/
https://www.cnbc.com/video/2022/05/26/...-is-over-says-deere-ceo.html
https://www.cnbc.com/video/2023/02/17/...ressures-says-deere-cfo.html
REPARATUR UND URHEBERRECHT:
John Deere soll massiv gegen die GPL verstoßen
Nach DRM-Streits, Jailbreaks und verärgerten Landwirten könnte Hersteller John Deere nun auch Probleme mit der GPL und dem Urheberrecht bekommen.
https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/...-Oppenheimer-te-44662517/
Deere & Company meldet Ergebnis für das vierte Quartal bis zum 29. Oktober 2023
Am 22. November 2023 um 12:45 Uhr
Deere & Company meldete die Ergebnisse für das vierte Quartal, das am 29. Oktober 2023 endete. Für das vierte Quartal meldete das Unternehmen einen Umsatz von 13.801 Mio. USD im Vergleich zu 14.351 Mio. USD vor einem Jahr. Die Einnahmen beliefen sich auf 15.412 Mio. USD gegenüber 15.536 Mio. USD vor einem Jahr.
Der Nettogewinn betrug 2.369 Mio. USD gegenüber 2.246 Mio. USD vor einem Jahr. Der unverwässerte Gewinn pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen belief sich auf 8,3 USD gegenüber 7,48 USD vor einem Jahr. Der verwässerte Gewinn pro Aktie aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen belief sich auf 8,26 USD gegenüber 7,44 USD vor einem Jahr.
Deere senkt Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2024 mit stärkerem Rückgang in der Landwirtschaft als Ergebnis des ersten Quartals
Am 15. Februar 2024 um 14:49 Uhr
(MT Newswires) -- Deere (DE) hat am Donnerstag seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt, da die Ergebnisse des Landwirtschafts- und Baumaschinenherstellers im ersten Quartal des Geschäftsjahres rückläufig waren, was auf einen Rückgang der Liefermengen zurückzuführen ist.
Der Nettogewinn soll nun zwischen 7,5 und 7,75 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2024 liegen, nachdem das Unternehmen zuvor eine Spanne von 7,75 bis 8,25 Milliarden Dollar erwartet hatte. Der aktuelle Konsens von Capital IQ liegt bei $7,79 Milliarden. Die Aktie gab im vorbörslichen Handel um 3,9% nach.
Die Umsätze in der Produktions- und Präzisionslandwirtschaft des Unternehmens werden im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich um etwa 20% sinken, während zuvor ein Rückgang von 15% bis 20% prognostiziert worden war. Die Umsätze in der Bau- und Forstwirtschaft werden voraussichtlich um 5% bis 10% zurückgehen, während zuvor ein Rückgang von etwa 10% erwartet wurde.
In der kleinen Landwirtschafts- und Rasensparte rechnet Deere weiterhin mit einem Umsatzrückgang von 10% bis 15% für das Jahr. Das Unternehmen bekräftigte außerdem sein Ziel für den Nettogewinn im Bereich Finanzdienstleistungen in Höhe von etwa 770 Millionen Dollar für das Gesamtjahr.
"Wir gehen davon aus, dass sich die Flottenaufstockung im Zuge der Normalisierung der landwirtschaftlichen Fundamentaldaten von den Rekordwerten in den Jahren 2022 und 2023 abschwächen wird", sagte Chief Executive John May in einer Erklärung. "Unabhängig davon, wo wir uns im Zyklus befinden, steigt die Nachfrage nach Produkten und Lösungen."
In den drei Monaten bis zum 28. Januar verzeichnete der Hersteller von Rasenmähern, Traktoren und Planierraupen einen Gewinn je Aktie von 6,23 $, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 6,55 $ entspricht, aber über der Erwartung der Börse von 5,25 $ liegt. Der Umsatz sank von 11,4 Mrd. $ auf 10,49 Mrd. $ und lag damit über der Analystenschätzung von 10,33 Mrd. $. Der Gesamtumsatz sank um 4% auf $12,19 Milliarden.
Der Umsatz mit Maschinen für die Produktions- und Präzisionslandwirtschaft ging um 7% auf 4,85 Mrd. $ zurück, während der Umsatz mit kleinen Landmaschinen und Rasenmähern um 19% auf 2,43 Mrd. $ sank. Der Umsatz in der Bau- und Forstwirtschaft stieg leicht auf 3,21 Mrd. $ von 3,2 Mrd. $ im Quartal des Geschäftsjahres 2023. Alle drei Segmente wurden durch geringere Auslieferungsvolumina belastet, was sich auch auf ihre Betriebsgewinne auswirkte, so Deere.
Der Nettogewinn bei den Finanzdienstleistungen stieg um 12% auf 207 Mio. $, da die Erträge aus den höheren durchschnittlichen Portfoliosalden durch "ungünstigere" Finanzierungsspreads noch etwas ausgeglichen wurden. Die Gesamtkosten und Aufwendungen verringerten sich auf $9,97 Milliarden von $10,16 Milliarden im Vorjahr.
"Wir sind weiterhin bestrebt, unsere Kunden durch kontinuierliche Investitionen in die nächste Generation von Lösungen in die Lage zu versetzen, ihre Produktivität und Nachhaltigkeit zu verbessern", sagte May.
Habe sie schon lange auf der Watchlist, bin aber stets auf der Seitenlinie geblieben bisher. Das Schlußfazit dieses sehr umfassenden Reports von Jonathan Neuscheler bestätigt mich darin:
https://abilitato.de/...ehrer-ermoeglicht-landwirtschaft-der-zukunft/
Bin und bleibe auf der Seitenlinie, weil ich hier eher im Fall einer großen Marktkorrektur den Einstieg erwägen würde. Sie passt mit der niedrigen Dividende auch nur bedingt bei mir ins Depot.
Also die Divi-Geschichte ist auch das, was in mir ein klein wenig Vorbehalte auslöst. Grosse Marktkorrektur hätte ich auch gern. Aber irgendwie kommt die immer viel länger nicht als man denkt und dann trifft man auch dort nie das Tief. Nur bei MSFT hatte ich mal Glück irgendwann in Corona gekauft zu haben.
Bei AMZN und GOOGL wäre auch jeder Monat weiteres Warten für mich nur immer noch schlimmer gewesen. Gut hatte ich dort vor Jahren zugegriffen, obwohl mir der Preis nicht günstig vorkam.
Bei Talanx ist mir der Zug weggefahren.
Ich habe einen ETF auf Sparplan, bei dem ich dick mit Einmalkauf nachlege, wenn wirklich mal etwas korrigiert. "Time in the market". Man kann ja nicht auf jeder Hochzeit tanzen.
Ich habe im August eine kleine Startposition gekauft. Mittlerweile ist der Kurs trotz der kleinen Erholung so weit davon gerannt, dass es dabei geblieben ist. Immerhin behalte ich die Aktie so im Blick.
Deere & Company ist eines der alten amerikanischen Industriehäuser, die nicht deshalb groß geworden sind, weil sie gerade im Trend lagen, sondern weil sie über sehr lange Zeit ein echtes Problem gelöst haben. Der Ausgangspunkt war 1837 der von John Deere entwickelte selbstreinigende Stahlpflug; 1848 zog das Unternehmen nach Moline, und 1868 wurde das Geschäft als Deere & Company formal inkorporiert. Aus diesem Ursprung ist heute ein globaler Konzern geworden, der nicht nur große Landmaschinen verkauft, sondern seine Geschäfte über vier Segmente steuert: Production & Precision Agriculture, Small Agriculture & Turf, Construction & Forestry sowie Financial Services. (Deere Brand Microsite)
Genau das ist für mich der Kern der Investmentthese: Deere ist längst kein bloßer Traktorenbauer mehr, sondern ein industrielles Ökosystem aus Maschinen, Händlernetz, Finanzierung, Service, Präzisionstechnologie, Konnektivität und zunehmend auch Automatisierung. Im Geschäftsbericht beschreibt Deere seine „Smart Industrial Operating Model“-Strategie ausdrücklich als Kombination aus Maschinenkompetenz, Händlerkanal und Technologie-Stack mit Hardware, Embedded Software, Connectivity, Datenplattformen, Machine Learning und Autonomie. Gleichzeitig sagt das Unternehmen aber selbst auch klar, dass SaaS-Umsätze bislang noch keinen wesentlichen Anteil am Umsatz haben. Das ist wichtig, weil es zwei Dinge gleichzeitig zeigt: erstens ist die technologische Richtung real, zweitens ist Deere heute trotz aller Softwarefantasie noch immer primär ein kapitalintensiver Industriekonzern und keine Softwarefirma.
Fundamental ist Deere stark, aber nicht mehr auf Rekordniveau. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern 45,684 Milliarden Dollar Umsatz, 5,027 Milliarden Dollar Nettogewinn und 18,50 Dollar verwässertes Ergebnis je Aktie. 2024 waren es noch 51,716 Milliarden Dollar Umsatz und 7,100 Milliarden Dollar Nettogewinn, 2023 sogar 61,251 Milliarden Dollar Umsatz und 10,166 Milliarden Dollar Nettogewinn. Man sieht daran sehr sauber, dass Deere bereits klar in einer zyklischen Normalisierung steckt. Trotzdem bleibt die Bilanz- und Cashflow-Qualität hoch: 2025 lagen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bei 2,311 Milliarden Dollar, der operative Cashflow bei 7,459 Milliarden Dollar, das Eigenkapital bei 25,95 Milliarden Dollar und der Buchwert je Aktie bei 95,99 Dollar. Deere hatte Ende 2025 rund 73.100 Mitarbeiter. Dazu kamen 2025 Dividenden von 6,48 Dollar je Aktie und Aktienrückkäufe von 1,049 Milliarden Dollar.
Dass Deere trotz des Abschwungs robust bleibt, liegt an der inneren Struktur des Konzerns. 2025 setzte Production & Precision Agriculture 17,311 Milliarden Dollar um und erzielte 2,671 Milliarden Dollar operativen Gewinn, Small Agriculture & Turf kam auf 10,224 Milliarden Dollar Umsatz und 1,207 Milliarden Dollar operativen Gewinn, Construction & Forestry auf 11,382 Milliarden Dollar Umsatz und 1,028 Milliarden Dollar operativen Gewinn. Hinzu kamen 890 Millionen Dollar Nettogewinn im Finanzdienstleistungsgeschäft. Das Agrargeschäft ist also zwar der wichtigste Gewinnhebel, aber eben nicht der einzige. Gerade diese Kombination aus Maschinen, Aftermarket, Finanzierung und nicht-landwirtschaftlichen Endmärkten macht Deere widerstandsfähiger als viele Anleger auf den ersten Blick denken.
Die jüngsten Zahlen bestätigen das Bild eines Unternehmens am oder nahe am Zyklustief, aber nicht eines Unternehmens in echter operativer Krise. Im ersten Quartal 2026 stiegen Umsatz und Erlöse auf 9,611 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn auf 656 Millionen Dollar beziehungsweise 2,42 Dollar je Aktie zurückging. Deere hat die Jahresprognose trotzdem auf 4,5 bis 5,0 Milliarden Dollar Nettogewinn angehoben und zugleich erklärt, 2026 dürfte den Boden des laufenden Zyklus markieren. Operativ ist das Bild gemischt: Im Kernsegment Production & Precision Agriculture lag die operative Marge im Quartal nur noch bei 4,4 Prozent, während Small Agriculture & Turf auf 9,0 Prozent und Construction & Forestry auf 5,1 Prozent kamen; Financial Services verdiente 244 Millionen Dollar. Anders gesagt: Das große Agrargeschäft ist noch schwach, die übrigen Bereiche stabilisieren den Konzern bereits sichtbar. (Q4 CDN)
Für die nächsten Jahre ist entscheidend, ob daraus tatsächlich der nächste Aufschwung wird. Deere selbst erwartet für 2026 weiter schwache Großlandwirtschaft in Nordamerika und eine leicht schwächere Nachfrage in Südamerika, sieht aber zugleich bessere Bedingungen im Gebrauchtmaschinenmarkt und einen höheren Ersatzbedarf. Small Agriculture & Turf soll sich stabil bis leicht besser entwickeln, Construction & Forestry profitiert laut Unternehmen von Infrastrukturinvestitionen in den USA, sinkenden Zinsen, robuster Nachfrage nach Mietmaschinen und dem Bau von Rechenzentren. Dazu kommt: Deere weist im Quartalsbericht ausdrücklich darauf hin, dass zusätzliche Zölle die Produktionskosten belastet haben, und verweist zugleich auf ein Urteil des U.S. Supreme Court, das künftig tarifliche Entlastung bringen könnte. Das heißt übersetzt: 2026 ist wahrscheinlich noch kein Boomjahr, aber die Voraussetzungen für eine operative Erholung ab 2027 sind da.
Langfristig über fünf bis fünfzehn Jahre gefällt mir Deere als Unternehmen sehr gut. Die Welt braucht höhere landwirtschaftliche Produktivität, präzisere Ausbringung von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz, bessere Maschinenauslastung, weniger Stillstand und mehr Automatisierung. Genau auf diese Felder setzt Deere mit Operations Center, Precision Upgrades, See & Spray, vernetzter Diagnostik und Autonomie. Das ist strategisch richtig und schafft einen echten Burggraben, weil Deere nicht nur einzelne Maschinen verkauft, sondern in Produktionssystemen denkt. Der Haken ist nur: Der Markt sieht das längst. Die strategische Qualität ist meines Erachtens hoch, aber die Aktie wird dafür bereits mit einem Premium bezahlt.
Risiken gibt es ebenfalls, und man sollte sie nicht weichzeichnen. Erstens bleibt Deere zyklisch; wenn Farminkommen, Maschinenpreise oder Gebrauchtbestände länger unter Druck bleiben, ziehen Volumen und Margen nicht schnell genug an. Zweitens sagt Deere selbst, dass die Akzeptanz mancher Präzisions- und SaaS-Lösungen langsamer als erwartet läuft. Drittens gab es 2026 eine 99-Millionen-Dollar-Vergleichsvereinbarung im US-Streit um das Right-to-Repair-Thema; zusätzlich läuft eine separate FTC-Klage weiter. Für mich ist das kein existenzielles Risiko, aber es ist ein reputatives und regulatorisches Thema, das man nicht ignorieren sollte.
Die Aktie selbst ist auf dem heutigen Niveau mein eigentlicher Kritikpunkt. Am 14. April 2026 lag der Kurs bei rund 596 Dollar, die Marktkapitalisierung bei etwa 142,8 Milliarden Dollar und das angezeigte Kurs-Gewinn-Verhältnis bei knapp 29,7. Rechnet man die Unternehmensprognose für 2026 von 4,5 bis 5,0 Milliarden Dollar Nettogewinn auf die im ersten Quartal ausgewiesenen rund 270,9 Millionen verwässerten Aktien um, ergibt sich ein erwartetes Ergebnis je Aktie von grob 16,6 bis 18,5 Dollar. Daraus folgt ein implizites Forward-KGV von etwa 32 bis 36. Bei einem Buchwert je Aktie von 95,99 Dollar ergibt sich zudem ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von gut 6,2; die laufende Dividendenrendite auf Basis von 6,48 Dollar Jahresdividende liegt nur bei rund 1,1 Prozent. Das ist für einen zyklischen Maschinenbauer teuer, auch wenn Deere qualitativ klar zur Oberklasse gehört. Positiv ist immerhin, dass im Februar 2026 erneut 1,62 Dollar Quartalsdividende beschlossen wurden und Ende des ersten Quartals noch 7,6 Milliarden Dollar des laufenden Aktienrückkaufprogramms verfügbar waren.
Meine Einschätzung lautet deshalb klar: Deere & Company ist ein sehr gutes Unternehmen, aber die Aktie ist derzeit eher ein Qualitätswert mit bereits eingepreister Erholung als ein günstiger Zykliker. Mein 12-Monats-Basiskursziel liegt bei 590 Dollar. Im Bullenfall, also bei schnellerer Erholung des Agrarzyklus, anziehenden Margen und anhaltender Qualitätsprämie, halte ich etwa 700 Dollar für erreichbar. Im Bärenfall, also bei erneut schwacher Großlandwirtschaft, weiter gedrückten Margen und Bewertungsrückgang, sehe ich eher 460 Dollar. Für fünf Jahre halte ich Kurse im Bereich von 800 bis 900 Dollar für realistisch, wenn Deere wieder näher an seine mittlere Gewinnkraft heranläuft und Technologie, Finanzierung und Buybacks ihren Hebel entfalten. Für zehn bis fünfzehn Jahre traue ich dem Unternehmen bei guter operativer Ausführung auch vierstellige Kurse zu, grob in einer Bandbreite von 1.000 bis 1.400 Dollar. Der entscheidende Punkt ist aber: Das ist eher eine Geschichte solider langfristiger Wertschöpfung als eine Aktie für den schnellen, billigen Verdoppler. Die beste Kombination aus Unternehmensqualität und Renditechance bietet Deere für mich nicht dann, wenn der Markt das Narrativ feiert, sondern dann, wenn der Zyklus die Aktie wieder unpopulär macht.
Autor: ChatGPT
