Faule Lehrer...
| eröffnet am: | 07.07.09 10:06 von: | Karlchen_V |
| neuester Beitrag: | 13.07.09 23:46 von: | Dunsany |
| Anzahl Beiträge: | 132 | |
| Leser gesamt: | 18823 | |
| davon Heute: | 13 | |
bewertet mit 13 Sternen |
||
|
|
||
07.07.09 10:06
#1
Karlchen_V
Faule Lehrer...
- aber so ganz faul sind sie doch nicht:
Nicht immer sind es nur die Schüler, die den Unterricht schwänzen. In der Kleinstadt Bad Oldesloe traf ein Grundschüler seinen offiziell krankgeschrieben Lehrer auf einem Trödelmarkt, wie er dort aufgearbeitete Möbel verkaufte. Ein späteres Disziplinarverfahren ergab, dass der Lehrer zwar krankgeschrieben sei, er jedoch - wäre er in der Schule gewesen - zum Zeitpunkt des Möbelverkaufs den Unterricht schon hinter sich gehabt hätte. Ein merkwürdiges Verständnis von den Arbeitszeiten eines Lehrers in der Schulbehörde.
Noch dreister ist der Fall eines Lehrers in Hessen. Er fühlte sich den Schulanforderungen nicht gewachsen und ließ sich nach ärztlichem Attest mit 46 Jahren früh pensionieren. Das hielt den Mann jedoch nicht davon ab, an einer Berufsschule in Bern anzuheuern. Seine Begründung: Die Unterrichtsbedingungen seien in der Schweiz besser, deshalb könne er dort auch seinen Job erfüllen. Deutsche Teilrente plus Schweizer Lehrergehalt - das klingt nach Lottogewinn mit Zusatzzahl.
Doch als die Hessen davon Wind bekamen, klagten sie gegen den Reisepädagogen. Nachdem etliche Gutachter dem Mann ein schwaches Nervenkostüm bescheinigten, kam ein erneutes Obergutachten inzwischen zu einem anderen Ergebnis. Der Lehrer sei voll unterrichtsfähig. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) verurteilte daher auch den Mann zur Rückkehr in den Hessischen Schuldienst (Aktenzeichen 1 A 1201/07).
Nicht immer sind es nur die Schüler, die den Unterricht schwänzen. In der Kleinstadt Bad Oldesloe traf ein Grundschüler seinen offiziell krankgeschrieben Lehrer auf einem Trödelmarkt, wie er dort aufgearbeitete Möbel verkaufte. Ein späteres Disziplinarverfahren ergab, dass der Lehrer zwar krankgeschrieben sei, er jedoch - wäre er in der Schule gewesen - zum Zeitpunkt des Möbelverkaufs den Unterricht schon hinter sich gehabt hätte. Ein merkwürdiges Verständnis von den Arbeitszeiten eines Lehrers in der Schulbehörde.
Noch dreister ist der Fall eines Lehrers in Hessen. Er fühlte sich den Schulanforderungen nicht gewachsen und ließ sich nach ärztlichem Attest mit 46 Jahren früh pensionieren. Das hielt den Mann jedoch nicht davon ab, an einer Berufsschule in Bern anzuheuern. Seine Begründung: Die Unterrichtsbedingungen seien in der Schweiz besser, deshalb könne er dort auch seinen Job erfüllen. Deutsche Teilrente plus Schweizer Lehrergehalt - das klingt nach Lottogewinn mit Zusatzzahl.
Doch als die Hessen davon Wind bekamen, klagten sie gegen den Reisepädagogen. Nachdem etliche Gutachter dem Mann ein schwaches Nervenkostüm bescheinigten, kam ein erneutes Obergutachten inzwischen zu einem anderen Ergebnis. Der Lehrer sei voll unterrichtsfähig. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) verurteilte daher auch den Mann zur Rückkehr in den Hessischen Schuldienst (Aktenzeichen 1 A 1201/07).
106 Postings ausgeblendet.
07.07.09 21:23
#111
Wärna
tomix, wer gegen Leistungsgesellschaft ist
der darf dann auch nicht jammern, dass das Preis-Leistungsverhältnis der Produkte schlechter wird, also alles teurer und/oder schlechter wird. Denn weniger und stressfreier Arbeiten in der gleichen Arbeitszeit bedeutet letztendlich schlechtere Produktivität in jeglicher Hinsicht, und die muss ja von irgendwem bezahlt werden. Letztendlich vom Endkunden/Konsumenten.
Wenn Du als Konsument dazu bereit wärst, das zu akzeptieren, dann würde ich Dir Recht geben.
Merke:
Der Leistungswettbewerbwahn (da gebe ich Dir prinzipiell sogar Recht) beginnt bei jedem einzelnen von uns, indem wir ständig auf Teufel komm raus auf der Jagd nach Produkten und Dienstleistungen mit dem superhyperallerbesten Preis-Gegenwert sind. Auch Du, tomix.
Wenn Du als Konsument dazu bereit wärst, das zu akzeptieren, dann würde ich Dir Recht geben.
Merke:
Der Leistungswettbewerbwahn (da gebe ich Dir prinzipiell sogar Recht) beginnt bei jedem einzelnen von uns, indem wir ständig auf Teufel komm raus auf der Jagd nach Produkten und Dienstleistungen mit dem superhyperallerbesten Preis-Gegenwert sind. Auch Du, tomix.
07.07.09 21:46
#113
gate4share
Sicher ist nicht alles so leicht, in dem Job!
Doch wenn wir sehen, was sich "normale Arbeitnehmer" alles gefallen lassen müssen, wie die ständig Angst um den Arbeitsplatz, Senkung des Gehaltes, Mehrarbeit ohne Vergütung, etc etc. Und dann evtl doch noch die Firma Pleite geht, dann sind die Lehrer, aber überhaupt der ÖD ganz weit weg von den Tatsachen, wie es in Deutschland zugeht.
Und wenn dann gerade diese Personengruppe von der "Ausbeutung von Angestellten redet", "von Gewinnsucht" oder "schwunghaften Handel mit Gewinnerzielungsabsicht" etc. dann könnte man wütend werden.
Fakt ist einfach in der Gesamtheit machen sie ihre Arbeit schlecht. Siehe Pisa und den Zustand der ehemaligen Schüler!
Es mag gute und schlechte geben, wie in jedem Beruf. Aber wenn der gute Verkaufsleiter 80 Stunden arbeitet, dann heisst das noch lange nicht, dass alle Verkaufsleiter eigentlihc nur 20 Stunden arbeiten sollen, eben weil die guten ja soviel tun müssen.
Die Unterrichtszeit muss massiv nach oben angepasst werden - dazu vielleicht mal die Bezüg ein wenig kürzen, damit man mal sieht, wie es in der "Real-"wirtschaft läuft!
Da muss das Geld verdient werden, was man in der vielen Freihzeit ausgeben kann!
Und wenn dann gerade diese Personengruppe von der "Ausbeutung von Angestellten redet", "von Gewinnsucht" oder "schwunghaften Handel mit Gewinnerzielungsabsicht" etc. dann könnte man wütend werden.
Fakt ist einfach in der Gesamtheit machen sie ihre Arbeit schlecht. Siehe Pisa und den Zustand der ehemaligen Schüler!
Es mag gute und schlechte geben, wie in jedem Beruf. Aber wenn der gute Verkaufsleiter 80 Stunden arbeitet, dann heisst das noch lange nicht, dass alle Verkaufsleiter eigentlihc nur 20 Stunden arbeiten sollen, eben weil die guten ja soviel tun müssen.
Die Unterrichtszeit muss massiv nach oben angepasst werden - dazu vielleicht mal die Bezüg ein wenig kürzen, damit man mal sieht, wie es in der "Real-"wirtschaft läuft!
Da muss das Geld verdient werden, was man in der vielen Freihzeit ausgeben kann!
07.07.09 21:57
#115
Karlchen_V
Nun jammert mal nicht rum...
Ich habe gerade auf meine Kontoauszüge gesehen und festgestellt, dass ich von nem Arbeitgeber, der mir letzte Woche mit Mahnung (!) nen Arbeitsvertrag aus 2006 zugeschickt hat, den ich schon längst hätte unterschreiben müssen - was ich nun getan habe -, nen schönen Betrag überwiesen hat. Hatte das verpennt.
Hier wird doch nur auf hohem Niveau gejammert - insbesondere von den Selbständigen.
Hier wird doch nur auf hohem Niveau gejammert - insbesondere von den Selbständigen.
07.07.09 22:36
#116
Talisker
Wie in alten Zeiten,
hier steht ja nu schon ne Menge Quatsch, aber man glaubt es kaum, da kommt mal eben so ganz easy der Klaus_Dieter und schafft es in seiner gewohnt souveränen und komprimierten Art, das alles zu toppen.
Sagenhaft.
Gruenspan, A16 is Direktor (will heutzutage kaum noch einer machen, ich zumindest im Leben nicht), B-Besoldung is Ministerium.
Gruß
Talisker
Sagenhaft.
Gruenspan, A16 is Direktor (will heutzutage kaum noch einer machen, ich zumindest im Leben nicht), B-Besoldung is Ministerium.
Gruß
Talisker
10.07.09 00:35
#120
gate4share
Talisker, Nein das wollte ich nicht!
Wie in alter Manier auf Lehrer schimpfen!
Die meisten beneide ich wirklich nicht. Und sicher fühlen sich da sehr viele geistig-emotional überfordert. Viele werden auch aufgrund der psychisc hen Belastung vorzeiitg in den Ruhestand geschickt.
Das ist für mich auch verständlich.
Doch, und darauf wollte ich ja eben abzielen, wissen die Lehrer eigentlich gar nicht, wie gut es ihnen überhaupt geht! Die kennen ja in der Tat nur Schule. Und wenn es ums Geld, ums geld verdienen, dann ist das für viele eher was Schlechtes und das muss verdammt werden!
Also alle Berufschullehrer die ich bisher kennenlernte- und das waren in den letzten Jahren schon einige, haben da einen ganz anderen Einblick und die wissen wie es läuft. Das ist auch wohl zwangsläufig so, sonst werden sie den jungen Menschen den Arbeitsalltag auch unmöglich machen.
Aber so Leute wie man früherer Lateinlehrer, der dann auch noch so angeblich "freundlich lächelnd" meinte, das das der Beruf als Kaufmann für mich genau richtig wäre! So alle wolle er sagen "für alles andere warst du je zu doof" - so ein Arschloch!
Die meisten beneide ich wirklich nicht. Und sicher fühlen sich da sehr viele geistig-emotional überfordert. Viele werden auch aufgrund der psychisc hen Belastung vorzeiitg in den Ruhestand geschickt.
Das ist für mich auch verständlich.
Doch, und darauf wollte ich ja eben abzielen, wissen die Lehrer eigentlich gar nicht, wie gut es ihnen überhaupt geht! Die kennen ja in der Tat nur Schule. Und wenn es ums Geld, ums geld verdienen, dann ist das für viele eher was Schlechtes und das muss verdammt werden!
Also alle Berufschullehrer die ich bisher kennenlernte- und das waren in den letzten Jahren schon einige, haben da einen ganz anderen Einblick und die wissen wie es läuft. Das ist auch wohl zwangsläufig so, sonst werden sie den jungen Menschen den Arbeitsalltag auch unmöglich machen.
Aber so Leute wie man früherer Lateinlehrer, der dann auch noch so angeblich "freundlich lächelnd" meinte, das das der Beruf als Kaufmann für mich genau richtig wäre! So alle wolle er sagen "für alles andere warst du je zu doof" - so ein Arschloch!
10.07.09 10:13
#121
McMurphy
Klausi, das versteh ich nicht
"freundlich lächelnd" meinte, das das der Beruf als Kaufmann für mich genau richtig wäre! So alle wolle er sagen "für alles andere warst du je zu doof" - so ein Arschloch!
--
Ich denke eher, dass Dein Lateinlehrer sehr viel Menschenkenntnis besaß.
--
Ich denke eher, dass Dein Lateinlehrer sehr viel Menschenkenntnis besaß.
13.07.09 23:03
#122
Karlchen_V
Kann mir das einmal jemand erklären?
Bin heute wie üblich mit dem Bus zur Arbeit gefahren. Nen paar Stationen weiter strömten plötzlich an der Haltestelle des Gvmnasiums massenhaft Schüler in den Bus - ohne Lehrer. War also keine Klassenfahrt etc. War kurz vor neun Uhr - offenkundig fuhren die Schüler nach der ersten Stunde schon wieder nach Hause. War in Berlin, wo erst morgen die Zeugnisse verteilt werden und die großen Ferien beginnen. Aber warum hatten schon heute so viele Schüler keinen Unterricht mehr? Hatten sie für das Schuljahr schon alles gelernt? Kaum vorstelllbar - es gibt immer was zu lernen. Oder fuhren sie deshalb nach Hause, weil die Lehrer keinen Bock mehr hatten? Oder waren einfach keine Lehrer mehr da - weil sie schon im Urlaub waren?
13.07.09 23:46
#132
Dunsany
Weil auch Sozialarbeiter und Lehrer
ein Zuhause brauchen. Am 27.09. Claudia und Jürgen wählen.
YouTube Video
YouTube Video
