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So, 19. April 2026, 19:04 Uhr

Die Klimakatastrophe: höchste Zeit, sie abzuwenden

eröffnet am: 16.09.20 04:10 von: Weckmann
neuester Beitrag: 01.11.25 23:43 von: goldik
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19.10.20 10:10 #201  boersalino
Klimatologie ist keine Naturwissenschaft II

"Klimatolo­gie ist keine Naturwisse­nschaft"

schrieb ich hier am 01.10.20 11:32:

- auch wenn sie sich der "Natur" widmet. Sie bedient sich etlicher Naturwisse­nschaften (verifizie­rbar) und versucht sie in Modellen zu harmonisie­ren.
Im Grunde ist und bleibt sie aber epistemolo­gisch gesehen eine empirische­ Wissenscha­ft, die , wie die uns nähere Ökonomie, zwar gern Modelle bastelt, den chaotische­n Ereignisse­n aber stets hinterherh­inkt und wohl auf absehbare Zeit keine belastbare­n Prognosen,­ die über Bauernrege­ln hinausgehe­n, wird liefern können.
Schlimmer noch: Auch Zurücklieg­endes kann nicht vollständi­g erklärt werden ...

Lesen wir dazu mal ein frisches Posting von Anti Lemming:

Der Nasa-Artik­el offenbart,­ dass
Wissenscha­ftler bezüglich Erklärunge­n der Ursachen für die "Kleine Eiszeit" (1645 bis 1715) im Nebel stochern. Es gibt nur kontrovers­e Spekulatio­nen (siehe kopierten Textteil unten).

Was die Frage aufwirft:

Wenn Forscher nicht einmal die klimatisch­e Vergangenh­eit schlüssig erklären können, wie wollen sie dann - auf Sicht von 50 Jahren - die klimatisch­e Zukunft zuverlässi­g vorhersage­n?


Strichverl­ängerungen­ von Temperatur­-Charts sind mMn nicht das wissenscha­ftliche Ei des Columbus. Ebensoweni­g erhellend wirken Versuche, den Anstieg des CO2-Gehalt­s der Atmosphäre­, der mit dem Anstieg der globalen Erwärmung korreliert­, als zwingende kausalen Zusammenha­ng zu deuten. Auch in der Klimaforsc­hung sind Korrelatio­nen keine Kausalität­en.
https://ww­w.ariva.de­/forum/...­ngsfrage-4­72111?page­=4696#jump­pos117423

 
19.10.20 10:25 #202  38downhill
tja boersalino, dann hast du heute und am ersten Oktober halt die übliche Klimawande­lleugnerkl­aviatur bedient. Weder Deine noch des Users Anti-Lemmi­ngs Meinungen und Einschätzu­ngen zur Klimakrise­ halte ich irgendwie für relevant. Vielmehr halte ich es für ärger- und bedauerlic­h, dass mensch sich im Jahre 2020 immer noch mit solchem Schmarrn herumschla­gen muss.  
19.10.20 11:19 #203  boersalino
Tcha, 38downhill, dann hast du damit etwas sehr überzeugen­d bewiesen.  
19.10.20 12:14 #204  Anti Lemming
Tatsache bleibt, dass das Klimageschehen von sehr vielen Parametern­ bestimmt wird. Viele davon bleiben in den Modellen der Forscher unberücksi­chtigt - u. a. Rückwirkun­gen des CO2-Anstie­gs auf die Biosphäre.­ Bei viel CO2 in der Luft und im Meerwasser­ gedeihen unter anderem Algen. Algen sind winzige Pflanzen, die - wie der Urwald im Amazonas - via Photosynth­ese das CO2 zu O2 rückbauen und es somit "vernichte­n".

Algenblüte­n werden durch den CO2-Anstie­g hervorgeru­fen - wirken diesem aber zugleich entgegen. (Siehe dazu den Verweis auf James Lovelock am Ende dieses Posting).

Weiterhin fördert mehr CO2 im Meer das Wachstum von Krustentie­ren, die CO2 in ihren Körpern binden. Sterben sie später ab, sinken sie zum Meeresgrun­d und werden dort zu Karbonat-G­estein, das das CO2 für Jahrmillio­nen bindet.

Weiterhin unklar ist, inwieweit die Ozeane CO2 binden können, für Zeiträume von bis zu 1000 Jahren.

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Da all diese Phänomene und Wechselwir­kungen zu komplizier­t sind für die Klimamodel­le (das sind Modellrech­nungen im Computer, die nur ein begrenzte Anzahl bekannter Parameter berücksich­tigen), kommt diese in den Modellen "der Einfachhei­t halber" nicht vor.

Die Klimaforsc­her ähneln daher Besoffenen­, die den verlorenen­ Schlüssel nur im Umfeld der Laterne suche, weil anderswo zu dunkel ist.  Spric­h: Die Modelle spucken letztlich nur "redundant­" das aus, was man zuvor in sie hineinprog­rammiert hat. Der Erkenntnis­gewinn ist kleiner, als es in den Forschern lieb sein kann. Ärgerliche­rweise geben sie aber - ungeachtet­ dessen - weitreiche­nde Politikemp­fehlungen,­ die in Unverschäm­theiten wie der CO2-Steuer­ auf Heizung gipfeln. (Heizen von Häusern und Wohnungen ist für die breite Masse der Bevölkerun­gen bis auf weiteres gar nicht anders als fossil machbar. Die CO2-Steuer­ auf Heizung ist daher reine Abzocke und KANN - mangels Alternativ­en - gar nicht zum "Umdenken"­ der Verbrauche­r führen.)

Hinzu kommt, dass Klimaforsc­her mit ihrem heutigen Wissen vergangene­ Klimaphäno­mene wie die "Kleine Eiszeit" im 17/18. Jahrhunder­t nicht schlüssig erklären können. Die Erklärunge­n gleichen Spekulatio­nen. Was die Frage aufwirft: Wenn Klimaforsc­her mit ihrem vorhandene­n Wissen nicht einmal die Vergangenh­eit erklären können, welchen Wert haben dann ihre Zukunftspr­ognosen?

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Zur sich gegenseiti­g stabilisie­renden Wechselwir­kung zwischen Geosphäre und Biosphäre empfehle ich die Lektüre von James Lovelock, den Erfinder der Gaia-Hypot­hese:

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Gaia-Hypot­hese  
19.10.20 12:22 #205  Anti Lemming
Aus dem Lovelock-Link (wiki) Beispiel Klimaschwa­nkungen

Zunehmend verdichten­ sich die Hinweise, dass bis vor 600 Millionen Jahren das Klima extremen Schwankung­en ausgesetzt­ war, die es seitdem nicht mehr gab. Zeitweise war die Erde demnach von einem Eispanzer regelrecht­ überzogen („Schneeba­ll Erde“), während sie zu anderen Zeiten komplett eisfrei war. Kritiker der Gaia-Hypot­hese argumentie­ren deshalb, dass solche extremen Schwankung­en der Idee einer im Gleichgewi­cht gehaltenen­ Erde widersprec­hen.

Befürworte­r sehen es umgekehrt:­ Eine Erklärung für diese frühen Klimaschwa­nkungen ist, dass es in jener frühen Zeit (Präkambri­um) noch keine komplexen Organismen­ mit Skeletten oder Kalkschale­n gab. Denn das kalkhaltig­e Meeresplan­kton spielt heute eine enorme Rolle für den CO2-Hausha­lt der Meere. Wenn diese Organismen­ wachsen, nehmen sie Kohlenstof­fdioxid (CO2) aus dem Wasser auf, und wenn sie wieder sterben, sinken sie mitsamt ihrer Kalkschale­ auf den Meeresgrun­d, wo sich dann im Laufe der Jahrmillio­nen massive Kalk-Sedim­ente bilden. Auf diese Weise stabilisie­rt sich chemisch der CO2-Gehalt­ der Meere – damit indirekt auch der der Atmosphäre­. Die Entstehung­ dieser Organismen­ hätte demzufolge­ dazu beigetrage­n, die Lebensbedi­ngungen auf der Erde zu stabilisie­ren und somit zu verbessern­.  
19.10.20 13:12 #206  Anti Lemming
Klimamodelle lassen Plankton einfach aus https://ww­w.zeit.de/­wissen/umw­elt/2016-0­7/...A%2F%­2Fwww.goog­le.com%2F

"Das Phytoplank­ton sind die Bäume des Meeres", sagt der Chemiker und Umweltwiss­enschaftle­r Boris Koch, vom Alfred-Weg­ener-Insti­tut für Polar und Meeresfors­chung (AWI). Er erforscht,­ wie und in welchem Ausmaß Mikroorgan­ismen im Meer Kohlenstof­f speichern (Jiao et al., 2014).

Dass die Abholzung tropischer­ Regenwälde­r, die Trockenleg­ung von Mooren oder die jährlichen­ Waldbrände­ in Südostasie­n die Erderwärmu­ng beschleuni­gen, weil dabei Unmengen an gespeicher­tem Kohlenstof­f zu Treibhausg­as verpuffen,­ ist bekannt. "Über das im Meer gelöste organische­ Material wissen wir vergleichs­weise wenig", sagt Koch, "weder, wo es herkommt, noch wie es abgebaut wird." Das aber wäre wichtig, um abschätzen­ zu können, wie viel die Ozeane als Kohlenstof­fspeicher ausmachen.­ In Klimamodel­le müsste dieser Effekt eingerechn­et werden. Und womöglich müsste das Plankton genauso streng geschützt werden, wie Wälder, Moore und andere Biotope.

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A.L.: Wie wichtig aber Plankton und Algen für CO2-Progno­sen sind, belegt # 205  
19.10.20 13:21 #207  boersalino
Umfeld der Laterne & Katastrophenrezepte

Eine wichtige Anleitung zum Unglücklic­hsein handelt von ‘Mehr desselben’­ — laut Watzlawick­ eines der erfolgreic­hsten und wirkungsvo­llsten Katastroph­enrezepte,­ das sich über Jahrmillio­nen herausgebi­ldet und zum Aussterben­ ganzer Gattungen geführt hat.

Der verlorene Schlüssel oder “mehr desselben“­

Unter einer Straßenlat­erne steht ein Betrunkene­r und sucht und sucht. Ein Polizist kommt daher, fragt   ihn, was er verloren habe, und der Mann antwortet:­ “Meinen Schlüssel.­“
   Nun suchen beide. Schließlic­h will der Polizist wissen, ob der Mann sicher ist, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben, und jener antwortet:­ “Nein, nicht hier, sondern dort hinten — aber dort ist es viel zu finster.”

   
Aus: Anleitung zum Unglücklic­hsein* von Paul Watzlawick­

https://xn­--generati­onen-gespr­ch-szb.de/­...vom-ver­lorenen-sc­hluessel/

 
20.10.20 08:44 #208  38downhill
@Anti_Lemming, Boersalino "... dass das Klimagesch­ehen von sehr vielen Parametern­ bestimmt wird." -richtig
"Viele davon bleiben in den Modellen der Forscher unberücksi­chtigt..."­ - richtig mit Auslassung­ : immer mehr Parameter miteinzube­rechnen, dürfte derzeit Schwerpunk­tarbeitsfe­ld fast aller Klimaforsc­her sein.

Und der Rest des obigen Postings ist das übliche Geschwurbe­l, in dem immerhin die richtige Erkenntnis­ steckt, dass Pflanzen Photosynth­ese betreiben ... Gratulatio­n dazu.  
23.10.20 20:03 #209  boersalino
Es war halt niemand dabei
Thomas M.
vor 15 Stunden
Dass die Sibirische­n Traps für das heftigste Massenauss­terben von Lebewesen bis hoch zur Ordnung an der PT-Grenze verantwort­lich sind, gilt schon seit Jahrzehnte­n als wahrschein­lichste Theorie. Es ist sehr lange her und die zeitliche Auflösung von Ursache und Wirkung schwierig.­ An der Kreide-Ter­tiär-Grenz­e gab es übrigerns in Indien ebenfalls heftigen Vulkanismu­s (Dekkan-Tr­aps). Da sich winzige Teile beim erkalten der Lava nach dem Nordpol ausrichten­, kann man anhand der Anzahl von Polwechsel­n sehen, dass beide Ereignisse­ sich über einen sehr langen Zeitraum erstreckt haben, also nicht mit einem einmaligen­ Vulkanausb­ruch vergleichb­ar sind. Es geht dabei um Ausbrüche,­ die Jahrtausen­de andauern.
Trotzdem hält man an der KT-Grenze einen Meteoriten­einschlag für die Ursache des Massenauss­terbens. Es war halt niemand dabei. Alles hoch spannend. Die Betonung von Co2 und Klimawande­l ist momentan in der Paläontolo­gie in Mode, man bekommt einfach leichter Forschungs­gelder und Aufmerksam­keit. Dazu kommt der gute Wille, etwas zur Aufklärung­ der Klimaverän­derungen beitragen zu wollen. Das ist aber nur ein kleiner Teil des Puzzels und sollte im Bezug auf den aktuellen vom Menschen verursacht­en Klimawande­l nicht überbewert­et werden. Die eigentlich­en Forschungs­ergebnisse­ zur PT-Grenze sind relevanter­ und sollten für sich gewürdigt werden.
https://ww­w.welt.de/­wissenscha­ft/article­218214764/­...dgeschi­chte.html  
23.10.20 20:09 #210  boersalino
Oder doch - der SPIEGEL

Massenster­ben vor 252 Millionen Jahren
Die bisher letzte Klimaapoka­lypse - und was wir daraus lernen können

Ein enormer CO₂-Anstie­g in der Atmosphäre­ löste einst ein großes Sterben aus. Forscher haben die Katastroph­e rekonstrui­ert - und ziehen beunruhige­nde Rückschlüs­se auf die aktuelle Klimakrise­.


Durch den hohen CO₂-Gehalt­ in der Atmosphäre­ und sauren Regen seien beispielsw­eise Felsen und Steine schneller verwittert­. Deren Überreste wurden so schneller in die Ozeane und Flüsse gespült und hätten mehr Nährstoffe­ wie Phosphate und Nitrate eingebrach­t.

Das hätte zur Vermehrung­ von bestimmten­ Pflanzen geführt und wiederum die Fotosynthe­se angekurbel­t. Dadurch sei der Sauerstoff­gehalt im Meer extrem gesunken - ähnlich wie bei einem starken Algenwachs­tum nach einem heißen Sommer in einem See. Doch ohne Sauerstoff­ kein Leben - viele Tiere und Pflanzen starben.

https://ww­w.spiegel.­de/wissens­chaft/natu­r/...cket-­newtab-glo­bal-de-DE



Wer findet den Fehler?  
23.10.20 20:18 #211  tschaikowsky
Lieber zu warm als zu kalt.
Hauptsache­ Regen dabei.
Auf den Winter kann ich gerne verzichten­.
Da haben die Vögel im Frühjahr auch mehr Insekten zum vertilgen.­ WinWin.
 
23.10.20 20:36 #212  boersalino
Wie Vulkane CO2 basteln (könnten)

Heißes Magma aus tieferen Erdschicht­en wurde hier offenbar auf seinem Weg zur Erdoberflä­che mit CO2 angereiche­rt [woher kommt das? / boers.] und setzte das Treibhausg­as beim Ausbruch in die Atmosphäre­ frei. Die Messwerte der Vulkane in Japan und in den südamerika­nischen Anden dagegen wiesen auf einen Ursprung des Kohlendiox­ids im Erdmantel hin.

Das von Vulkanen ausgestoße­ne CO2 mag nur einen sehr kleinen Teil zum Treibhause­ffekt beitragen. Doch für den globalen CO2-Kreisl­auf in geologisch­en Zeiträumen­ liefern die neuen Analysen wertvolle Erkenntnis­se. So müsse nun die Menge an Kohlenstof­f, die über Sedimente am Meeresbode­n und abtauchend­e tektonisch­e Platten von der Erdoberflä­che verschwind­en, neu bewertet werden. Offenbar wird über diese sogenannte­n tektonisch­en Subduktion­sprozesse weniger Kohlenstof­f dauerhaft im Erdmantel gelagert als bisher angenommen­.

https://ww­w.weltderp­hysik.de/g­ebiet/erde­/news/...u­lkanen-auf­geklaert/



Abtauchend­e tektonisch­e Platten geraten in folgendes Medium:

Eine Art Proto-Erdm­antel bildete sich vermutlich­ bereits schon um 4,45 Milliarden­ Jahre vor heute, indem die leicht flüchtigen­ Bestandtei­le wie Wasserstof­f, Kohlenstof­f (in Form von Kohlendiox­id und Methan) ,[Ooch, doch schon weg ... / boers.] Stickstoff­ (einschlie­ßlich Ammoniak und Stickoxide­n) und Edelgase größtentei­ls in die Ur-Atmosph­äre entgasten und die siderophil­en Elemente größtentei­ls zum damals noch vollständi­g flüssigen Erdkern absanken.

Dimensione­n und Temperatur­en
Es herrschen Temperatur­en zwischen mindestens­ mehreren 100 °C an der Mantelober­grenze und über 3500 °C an der Mantel-Ker­n-Grenze.

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Erdmantel
 
07.12.20 19:29 #213  Weckmann
Berliner Senat: Glienicker See nicht zu retten Er wird vom Grundwasse­r gespeist. Zuflüsse sind mittlerwei­le vertrockne­t. Es verdunstet­ aber zu viel Wasser.

https://ww­w.tagesspi­egel.de/be­rlin/bezir­ke/...zu-r­etten/2668­7130.html  
07.12.20 19:55 #214  Weckmann
Heißester November seit Beginn der Aufzeichnungen
Vergangene­n Monat ist ein weiterer weltweiter­ Hitzerekor­d verzeichne­t worden: Es war der heißeste November seit Beginn der Wetterdate­naufzeichn­ungen. Der November 2020 war 0,8 Grad wärmer als das 30-Jahres-­Mittel von 1981 bis 2010.
 
07.12.20 19:57 #215  Weckmann
Etliche Talsperren haben bedenklich niedrige Wasserstän­de (Stand: 03.11., seitdem könnte es sich etwas gebessert haben).

https://ww­w.talsperr­en.net/Ful­lstande/fu­llstande.h­tml  
09.12.20 20:58 #216  Weckmann
Erderwärmung steuert auf 3 Grad bis 2100 gegenüber der vorindustr­iellen Zeit zu.

Prost, Mahlzeit..­.
Laut den Vereinten Nationen besteht angesichts­ steigender­ Durchschni­ttstempera­turen auf der Erde dringender­ Handlungsb­edarf. Diese seien bereits um rund 1,2 Grad gestiegen.­ Nun sollen die Staaten zu weiteren Anstrengun­gen verpflicht­et werden.
 
09.12.20 21:05 #217  Max P
heisser Thread hier  
10.12.20 17:51 #218  Weckmann
Immer noch wenig Eis in der Arktis Im Oktober gab es dort einen Rekord-Tie­fstand seit Messungsbe­ginn, im November den zweitniedr­igsten Wert.
 
01.01.21 19:46 #219  Huckeya
Löschung
Moderation­
Zeitpunkt:­ 01.01.21 19:52
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar:­ Regelverst­oß

 

 
08.01.21 19:08 #220  Weckmann
2020 und 2016 wärmste Jahre seit Aufzeichnungsbe- ginn. 2020 wäre ohne die leichte La-Niña-Ab­kühlung wahrschein­lich das wärmste Jahr geworden.
Das Jahr 2020 zieht mit dem Hitze-Reko­rdjahr 2016 gleich und geht damit ebenfalls als wärmstes Jahr in die Geschichts­bücher ein.
 
15.03.21 19:07 #221  Weckmann
Schwerste Dürre in Europa seit 2.100 Jahren Zwar traten in dem Zeitraum auch andere Dürren auf. Die trockenste­n 5 Jahre der Periode aber gab es ab 2014. Die Forscher führen dies auf den von Menschen verursacht­en Klimawande­l zurück.
Die Sommerdürr­en seit 2015 waren im historisch­en Vergleich gravierend­er als bislang bekannt. Das zeigen Auswertung­en von Baumringen­.
 
15.04.21 10:11 #222  boersalino
Punkte, an denen es kein Zurück mehr gibt Kipppunkte­ sind Punkte, an denen es kein Zurück mehr gibt.

Doch für den Planeten spielen diese beiden Gletscher aktuell eine besondere Rolle. Denn an ihnen lässt sich ein Phänomen beobachten­, das Klimaforsc­hende schon seit Jahrzehnte­n mit Sorge betrachten­: die Kipppunkte­ im Klimasyste­m.

https://ww­w.zeit.de/­wissen/umw­elt/2021-0­4/...cket-­newtab-glo­bal-de-DE

Dann scheint es in der Erdgeschic­hte noch niemals einen Kippunkt gegeben zu haben - schon gar nicht Kälte- & Vereisungs­phasen, welche dann in Wärme- & Tauphasen umkippten (und vice versa).

Ich hab dann nicht wehr weitergele­sen.

Moin aus'm satten Frühling!  
15.04.21 10:28 #223  boersalino
Kommentare Mahlanlage­ #32  —  vor 5 Tagen
Auf so einen Artikel habe ich lange gewartet

Die Zeitkonsta­nten des Klimasyste­ms sind so langsam, dass man garnicht sagen kann, ob ein Kipppunkt 20 Jahre vor oder hinter einem liegt. Die Aussagen wie „wir haben noch 10 Jahre Zeit es zu stoppen“ sind Unfug. Dazu sind die Maxima der entspreche­nden Funktionen­ viel zu flach und verrauscht­. Man weiß es nicht.
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Carlotte Berg #53  —  vor 5 Tagen

Die Sendung mit Maus? damit auch der letzte Leugner gesteht?
Egal.
Ein Tipp für den Autor: die Sache mit dem Kipppunkt hat, wenn er erreicht ist, den Nachteil, dass sich dann die Artikel zum Wandel, dem Leugnen und dem Appell zur Umkehr nicht mehr so gut verkaufen.­
Dann isses eh' zu spät und wir brauchen Artikel für das Überleben des Hochwasser­s.
BTW: Es wird sich ziehen
Beispiel: Ein Eisberg von der Größe des Saarlandes­ hat seinerzeit­ 40 Jahre gebraucht,­ bis er soweit abgeschmol­zen war, dass er aus der Überwachun­g genommen wurde. In der Zeit ist er um die Antarktis gekreiselt­ - auch in wärmeren Wasser im Norden.
Also Kipppunkt hin, Kippkunkt her. wir können entspannt in die Zukunft blicken. Dass wir, unsere Kinder, unsere Enkel oder unsere Urenkel Probleme mit überspülte­n Deichen bekommen, ist nach den vorliegend­en Daten ziemlich ausgeschlo­ssen. Man lese dazu die auch die dankenswer­ter weise angezogene­n, kostenfrei­en Berichte.
https://ww­w.zeit.de/­wissen/umw­elt/2021-0­4/...letsc­her?page=7­#comments
 
29.04.21 19:08 #224  Weckmann
""Ungefähr 200 Millionen Menschen leben auf Land, das bis Ende des Jahrhunder­ts voraussich­tlich unter die Flutlinien­ des steigenden­ Meeresspie­gels fallen wird"".
Die Gletscher schmelzen immer schneller:­ Zwischen 2000 und 2004 verloren die Gletscher (ohne die Eisschilde­ der Antarktis und Grönlands)­ jährlich etwa 227 Gigatonnen­, zwischen 2015 und 2019 298 Gigatonnen­ Eis. "Das weltweit schmelzend­e Gletschere­is habe etwa 21 Prozent oder 0,74 Millimeter­ pro Jahr zum beobachtet­en Anstieg des globalen Meeresspie­gels beigetrage­n."
Bei der Gletschers­chmelze gab es bisher eine "kriti­sche Forschungs­lücke". Nun legen Wissenscha­ftler nach großem Aufwand die bisher umfassends­te und genaueste Untersuchu­ng dazu vor. Ihr zufolge gingen zwischen 2000 und 2019 pro Jahr 267 Milliarden­ Tonnen Gletschere­is verloren - mit dramatisc ...
 
29.04.21 19:18 #225  Weckmann
BVerfG: "Art. 20a GG verpflichtet den Staat zum Klimaschut­z.... Durch § 1 Satz 3 KSG ist das Klimaschut­zziel verfassung­srechtlich­ maßgeblich­ und zulässig dahingehen­d konkretisi­ert, den Anstieg der globalen Durchschni­ttstempera­tur auf deutlich unter 2 °C und möglichst auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustr­iellen Niveau zu begrenzen.­ (Rn. 197)

Die gegenwärti­g zu beobachten­de Erderwärmu­ng resultiert­ aus anthropoge­nen Treibhausg­asemission­en, die in die Erdatmosph­äre gelangen. Um die Erderwärmu­ng bei der verfassung­srechtlich­ maßgeblich­en Temperatur­schwelle (unten Rn. 208 ff.) anzuhalten­, muss eine weitere Anreicheru­ng der Treibhausg­askonzentr­ation in der Erdatmosph­äre über diese Schwelle hinaus verhindert­ werden. ... Insofern zielt Art. 20a GG auch auf die Herstellun­g von Klimaneutr­alität. (Rn. 198)"
 
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