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Di, 21. April 2026, 16:22 Uhr

MorphoSys AG

WKN: 663200 / ISIN: DE0006632003

Morphosys: Sichere Gewinne und Milliardenpotential

eröffnet am: 31.12.08 20:44 von: ecki
neuester Beitrag: 01.01.11 23:34 von: ecki
Anzahl Beiträge: 5249
Leser gesamt: 776397
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bewertet mit 49 Sternen

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02.02.09 11:05 #201  corth
Heute wirds aber knapp mit der Trendlinie­. Es sollte nicht noch weiter runter gehen, da wir ansonsten den Aufwärtstr­end nach unten durchbrech­en :(  
02.02.09 17:31 #202  Ville
Ziel: 13,x ... ... mit weiterem Absturz der Indizes (DOW <=7000, S&P500 <=700).  
02.02.09 17:53 #203  ecki
Mal sehen....

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04.02.09 00:14 #204  pups
Löschung
Moderation­
Zeitpunkt:­ 04.02.09 17:53
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar:­ Bashversuc­h

 

 
04.02.09 00:31 #205  ecki
So weit unter cash-Bestand? Ist der komplette Gehirnrest­bestand schon abgestorbe­n durchs exzessive pupsen?
04.02.09 01:04 #206  Reinyboy
Schon möglich die 5 € oder noch tiefer,..... ..........­auszuschli­eßen in der aktuellen Kapitalker­nschmelze ist nichts.

Aber vorher sammle ich BASF zu unter 2 Euronen ein, hehehehehe­he......
04.02.09 13:35 #207  ecki
Was, Kapitalkernschmelze, 2 Euro Kursziel? Puhh, du meinst BASF.....

Für den steileren Trend seit Oktober wirds langsam knapp. da sollten auch mal wieder positive Tage kommen.

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05.02.09 17:53 #208  docg
MediGene wieder im Tecdax... ...viellei­cht hilfts ja was, die Biotech-Ec­ke insgesamt wieder ins Gespräch zu bringen.
Wenn schon das Talken mit der WELTwirtsc­haft in Davos anscheinen­d nix bringt...

Hoffen wir mal  
05.02.09 19:36 #209  Sarahspatz
Interview mit Moroney im Aktionär

Der Samen ist gesät


Nach einem erfolgreic­hen Jahr 2008 hat sich Morphosys auch für 2009 viel vorgenomme­n. Der Aktionär sprach mit dem Vorstandsv­orsitzende­n Dr. Simon Moroney.
DER AKTIONÄR: Herr Moroney, das Jahr 2008 war sicherlich­ eines der erfolgreic­hsten in der Geschichte­ von Morphosys.­ Nun richtet sich der Blick der Anleger auf das Jahr 2009. Anders als zuvor soll hier verstärkt die firmeneige­ne Pipeline im Fokus stehen. Warum dieser Schritt in Richtung Ausbau der eigenen Pipeline?

SIMON MORONEY: Für die Weiterentw­icklung und das Wachstum unserer Partner-Pi­peline haben wir Sorge getragen, insbesonde­re durch die Partnersch­aft mit Novartis. Hier haben wir bildlich gesprochen­ genügend Samen gesät, um mittel- und langfristi­g eine reiche Ernte, sprich einige auf unserer Kerntechno­logie basierende­ Medikament­e, erwarten zu können. Durch den Ausbau unserer eigenen Pipeline erzielen wir nun zusätzlich­e Wertsteige­rung. Im laufenden Jahr werden wir unser fortgeschr­ittenstes Projekt MOR1O3 in die Phase II der klinischen­ Entwicklun­g bringen. Damit nähern wir uns dem Punkt, an dem wir das Projekt zu attraktive­n Konditione­n an einen Pharmapart­ner lizensiere­n können.

DER AKTIONÄR: Wie hoch werden die Investitio­nen ausfallen?­ Gibt es schon eine Finanzprog­nose für das Jahr 2009?

SIMON MORONEY: Wir planen, rund 18 bis 20 Millionen Euro in die eigene Pipeline zu investiere­n. Der größere Anteil geht in die fortgeschr­ittenen Projekte MOR1O3 und MOR202, insbesonde­re die geplante Phase-II-S­tudie zu MOR103. Gleichzeit­ig bauen wir die Pipeline weiter aus, um, ähnlich wie es bei der Partner-Pi­peline funktionie­rt hat, einen nachhaltig­en Strom an vielverspr­echenden Programmen­ zu etablieren­. Trotz der doppelt so hohen Investitio­nen in Forschung und Entwicklun­g planen wir, 2009 einen soliden Gewinn auszuweise­n.

DER AKTIONÄR: Mit Novartis hat Morphosys Ende 2007 eine bedeutende­ Kooperatio­n geschlosse­n. Wie Läuft die Zusammenar­beit?

SIMON MORONEY: Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschrit­t in dieser Allianz. Die Überzeugun­g und Schnelligk­eit, die Novartis bei der Verfolgung­ seiner Strategie in Hinblick auf Antikörper­ an den Tag legt, ist außergewöh­nlich. Ein erstes Projekt ist jetzt bereits auf dem Weg in eine Phase Ib/Ila-Stu­die. Der NovartisVe­rtrag sichert uns durchschni­ttlich 40 Millionen Euro an Umsätzen pro Jahr, mit einer Anlaufphas­e über die ersten drei Jahre, in der das Morphosys-­Team, das durch Novartis finanziert­ wird, stufenweis­e ausgebaut wird. Das volle finanziell­e Ausmaß dieser Kooperatio­n ist also noch nicht erreicht.

DER AKTIONÄR: 130 Millionen Euro schlummern­ in der Morphosys-­Kasse. Nach einer Kapitalerh­öhung im Jahr 2007 hatten Sie eigentlich­ Zukäufe angekündig­t. Diese blieben bislang aber aus. Sehen Sie sich aktuell nach interessan­ten Übernahmeo­bjekten um?

SIMON MORONEY: Wir suchen aktiv unsere Chance und schauen uns nach interessan­ten Assets um, während der organische­ Ausbau unserer Pipeline weiter voranschre­itet. Das Timing ist sicherlich­ ein interessan­ter Faktor. Einige Firmen mit wertvollen­ Assets werden durch die Finanzkris­e unter Druck geraten. Die Bewertunge­n könnten weiter sinken. Ich sehe eine Transaktio­n auf der therapeuti­schen Seite des Geschäfts,­ um Zugang zu interessan­ten Zielmolekü­len, Medikament­enkandidat­en oder Technologi­en zu erhalten, als eine interessan­te Möglichkei­t an.

DER AKTIONÄR: In den USA rollt die Übernahmew­ette im Biotech- und Pharmabere­ich ungebroche­n. In Deutschlan­d ist es dagegen noch relativ ruhig. Wie erklären Sie sich das?

SIMON MORONEY: Ich glaube, das täuscht ein wenig – auch Europa und Deutschlan­d waren in den letzten Monaten aktiv. Man darf nicht vergessen,­ dass es in den USA rund 370 börsennoti­erte Biotech-Fi­rmen gibt. Rund ein Drittel davon ist laut dem Industriev­erband BIO für weniger als sechs Monate finanziert­, die Bewertunge­n dementspre­chend unter Druck. Da entstehen natürlich viele Möglichkei­ten, insbesonde­re für Big Pharma. In Deutschlan­d ist die Zahl der Firmen, die angesichts­ der gesamtwirt­schaftlich­en Lage eine Übernahme stemmen und verdauen können, einfach etwas geringer.

DER AKTIONÄR: Wäre eine Konsolidie­rung der deutschen Biotech-La­ndschaft aber nicht dringend notwendig?­

SIMON MORONEY: Ich fürchte, es könnte sich vorübergeh­end eine 2-Klassen-­Landschaft­ ausbilden mit Firmen, die gut finanziert­ sind, weil sie wie wir bereits gesicherte­ Cashfiows haben oder das Glück hatten, ihre letzte Finanzieru­ngsrunde vor der Finanzkris­e in trockene Tücher gebracht zu haben, und solchen, denen das Geld auszugehen­ droht. Eine Konsolidie­rung kann nicht für den Standort Deutschlan­d allein betrachtet­ werden. Es ist nicht sehr realistisc­h zu glauben, dass sich Firmen, die sich wirklich ergänzen und verstärken­, im gleichen Land befinden, besonders weil die Branche hierzuland­e vergleichs­weise jung ist. Die deutschen Biotech-Un­ternehmen müssen hierbei bereits europäisch­er denken, ja sogar globaler.

DER AKTIONÄR: Blicken wir einmal in das Jahr 2015. Welche Überschrif­t eines Journalist­en, der über Morphosys schreibt, würden Sie sich da wünschen?

SIMON MORONEY: Morphosys-­Medikament­ knackt die Umsatzmill­iarde. Das wäre schon eine schöne Schlagzeil­e.
––––––––––­––––––––––­––––––––––­–––––
Ganz vorne dabei
Morphosys spielt im Antikörper­bereich zweifelsoh­ne in der Champions League. 2009 dürften zahlreiche­ News aus der Pipeline den Kurs bewegen. Die Aktie bleibt ein Kauf. gal  

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05.02.09 19:37 #210  Sarahspatz
2  

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05.02.09 20:11 #211  Katjuscha
Na da hat doch ecki gleich seine Threadüberschrift für den Thread im Jahr 2015.

SIMON MORONEY: Morphosys-­Medikament­ knackt die Umsatzmill­iarde.

Na wär's nicht schön?
05.02.09 20:15 #212  ecki
Hahha, da hast du recht. :-) Man kann wirklich nicht behaupten,­ dass Moroney das Perspektiv­enlicht unters Bett stellen würde.
06.02.09 20:50 #213  ecki
Wochenkerzen: Richtig mies, dass MOR diese Woche nicht mit dem TecDAx mit ist.....

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08.02.09 15:03 #214  ecki
Welt.de, WamS: Globales Dorf der Wissenschaft

http://www­.welt.de/w­ams_print/­article316­6845/Globa­les-Dorf-d­…

Globales Dorf der Wissenscha­ft
Von Norbert Lossau 8. Februar 2009, 01:52 Uhr

Der Schweizer Hochgebirg­sort Davos ist nicht nur ein Thinktank für Wirtschaft­sexperten und Politiker,­ sondern auch für Naturwisse­nschaftler­

Krebs, Nanotechni­k, Fortschrit­te der Stammzellt­herapie, Fragen zur gesunden Ernährung­, die Gefahr globaler Seuchen, das Wachstum des Internets,­ die Zukunft der Energiever­sorgung und der Raumfahrt,­ Strategien­ gegen den Klimawande­l oder auch neue Erkenntnis­se der Neuroforsc­hung - diese Themen standen allesamt auf der Agenda des Weltwirtsc­haftsgipfe­ls von Davos. Zwar dominieren­ auf dem jährlic­hen Treffen des World Economic Forum naturgemäß wirtschaft­liche und politische­ Fragen, doch auch Kultur und Wissenscha­ft nehmen stets großen Raum auf der Tagung ein. Namhafte Wissenscha­ftler stehen bereit, um über ihre Arbeiten zu berichten und mit den Tagungstei­lnehmern wichtige Zukunftsth­emen zu diskutiere­n.

Die sogenannte­n Neuro-Ökonom­en, die wirtschaft­liche Prozesse mithilfe von Erkenntnis­sen der Hirnforsch­ung besser verstehen wollen, machten als Verursache­r der aktuellen Finanzkris­e ganz eindeutig das menschlich­e Gehirn aus. "Wir sind noch weit davon entfernt, die Prozesse der Entscheidu­ngsfindung­ zu verstehen,­ die sich in unseren Köpfen abspielen", sagte in Davos der Präsiden­t des Kieler Weltwirtsc­haftsinsti­tuts, Dennis J. Snower. Doch in einem Punkt waren sich die Neuro-Expe­rten einig: Die Gehirne der Menschen und deren Entscheidu­ngen werden sehr viel stärker von Emotionen geleitet als von rationalen­ Erwägunge­n. Auch wenn dies viele Philosophe­n anders sehen, so sei der Mensch doch von dem Ideal "Cogit­o ergo sum" (Ich denke, also bin ich) ziemlich weit entfernt. "Logik­ ist das Letzte, was das Gehirn tut", kommentier­t Baroness Susan Greenfield­, die Direktorin­ des Royal Institute of Great Britain, "das Gehirn rechnet nicht, es strebt vielmehr den Zustand an, in dem es sich wohlfühlt."

Die Begrenzung­en der Hardware Gehirn und dessen Irrational­itäten hätten demnach eine entscheide­nde Rolle beim Entstehen der Finanzkris­e gespielt. Brauchen wir also mehr Hirnforsch­ung, um die nächste­ Finanzkris­e zu vermeiden?­ Es wäre schon viel gewonnen, wenn die bisherigen­ Erkenntnis­se der Neurowisse­nschaften konsequent­ genutzt würden.­ Die Währung­ des Gehirns sei der Botenstoff­ Dopamin, behauptet der amerikanis­che Neuro-Ökonom­ Professor Gregory Berns von der Emory University­. Das Dopamin schenke den Menschen jene positiven Gefühle, die dann letztlich zu bestimmten­ Entscheidu­ngen verleiten - zum Beispiel zum Essen von einem kalorienre­ichen Eis oder zum Kauf eines Finanzderi­vates, das außeror­dentlich hohe Renditen verspricht­.

Beim Thema Krebs gibt es gute und schlechte Nachrichte­n. Zum einen nimmt die Zahl der Krebserkra­nkungen beständig zu, sodass die Experten davon ausgehen, dass bereits ab dem Jahr 2010 weltweit mehr Menschen an Krebs als an Herz-Kreis­lauf-Erkra­nkungen sterben werden. Diese führen bislang noch die Liste der häufigs­ten Todesursac­hen an.

Bereits heute müssen 41 Prozent aller US-Bürger damit rechnen, irgendwann­ im Laufe ihres Lebens von einer Krebserkra­nkung betroffen zu sein. Anderersei­ts gehen bei bestimmten­ Krebserkra­nkungen die Todesraten­ leicht zurück, was zweifelsoh­ne dem medizinisc­hen Fortschrit­t zu verdanken ist. Manche Experten gehen davon aus, dass bereits heute 40 Prozent aller Todesfälle durch Krebserkra­nkungen vermieden werden könnten­, wenn nur das bereits verfügbare­ medizinisc­he Wissen auch konsequent­ angewendet­ würde.

Große Fortschrit­te bei der Heilung von Krebs erhoffen sich die Wissenscha­ftler von der Nanotechno­logie. Ziel ist es, Nanopartik­el herzustell­en, die im Körper des Patienten Krebszelle­n gezielt aufspüren und diese dann vernichten­. Dieser Ansatz wird beispielsw­eise von Wissenscha­ftlern an der amerikanis­chen Rice University­ verfolgt. Sie haben winzige Hohlkugeln­ aus Gold hergestell­t, vergleichb­ar mit Christbaum­kugeln, nur eben mit einem Durchmesse­r von weniger als 20 Nanometern­, also 20 Milliardst­el Metern. An die Oberfläche dieser Hohlkugeln­ heften die Forscher Antikörper,­ die sich nach einer Injektion in den Körper an den betreffend­en Krebszelle­n andocken.

Sobald sich die Nanopartik­el im Tumorgeweb­e angereiche­rt haben - was sich von außen mithilfe der Magnetreso­nanz-Tomog­rafie (MRT) beobachten­ lässt -, wird die betreffend­e Körperr­egion mit Infrarotli­cht einer ganz bestimmten­ Wellenlänge bestrahlt.­ Dieses Licht dringt problemlos­ durch das gesunde Gewebe, ohne es zu beschädigen­, und wird praktisch nur von den metallisch­en Goldkügelch­en absorbiert­. Diese erhitzen sich dadurch auf rund 60 Grad Celsius und zerstören dann mit dieser Hitze das umgebende Tumorgeweb­e.

Einziger Schönheit­sfehler dieser sehr zielgenaue­n Therapie: Die Metallkügelch­en verbleiben­ nach der Behandlung­ im Körper.­ Allerdings­ spricht vieles dafür, dass von dem chemisch sehr inerten Gold auch langfristi­g keine Gefahr ausgeht. Doch bewiesen ist das noch nicht.

Jahr für Jahr werden auf dem World Economic Forum innovative­ Technologi­e-Unterneh­men als "Techn­ology Pioneers" ausgezeich­net. Unter den 34 jetzt gekürten Firmen befinden sich zwei deutsche: MorphoSys aus München­ und Gameforge aus Karlsruhe.­ Die 1992 gegründete­ MorphoSys produziert­ menschlich­e Antikörper nach Maß - aus einer Bank mit mehr als zwölf Milliarden­ verschiede­nen Antikörpern­. Diese werden in Forschung und Medizin benötigt,­ um etwa neue Medikament­e oder spezifisch­e Therapien zu entwickeln­. Bei der Krebsthera­pie mit den Nano-Goldk­ugeln werden ja eben auch Antikörper benötigt,­ die sich gezielt an Tumorzelle­n anlagern. aufmerksam schau mal

Die 2003 gegründete­ Softwarefi­rma Gameforge ermöglich­t attraktive­ Online-Spi­ele mit vielen Teilnehmer­n. Weltweit haben sich bereits 65 Millionen Menschen mit 50 verschiede­nen Mutterspra­chen bei Gameforge eingeschri­eben - täglich­ kommen 250 000 hinzu. In der globalisie­rten Welt gibt es einen Trend zu spielerisc­her Interaktio­n.

Susan Greenfield­ bezeichnet­ dies als Leben in einer zweidimens­ionalen Welt, auf der Fläche des Monitors eben. Auf diese Weise kann zwar das Gehirn risikolos Dopamin ausschütten und glücklic­h sein. Doch die Fähigke­it zum Leben in einer dreidimens­ionalen Welt mit Körperk­ontakt und realen Risiken drohe bei vielen zu verkümmern­.

09.02.09 18:05 #215  ecki
4Partnerklinikprojekte. Centocor wird mit 2 Projekt- bzw. Indikation­spfeilen geführt.

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09.02.09 18:26 #216  ecki
Boah, sind das viele!

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09.02.09 18:37 #217  ecki
Morphosys hat bekanntlich viel Geld und sichere Verträge um das alles im Gewinn zu finanziere­n. :-)
10.02.09 08:38 #218  orfmen
Moin ecki, ich fühle mich sehr gut bei diesen Aussichten­. Sollen die Banken ruhig wieder die Haare aus der Suppe fischen, bin eh langfristi­g dabei, nur das zählt für mich.
Ich kann mir sogar vorstellen­, dass Banken auch Pipelines bewerten können, wenn sie denn wollten. Spätestens­ dann gibt es einen Hüpfer, bis dahin "nur" Vorfreude.­
Danke für das Einstellen­!
Grüße!  
10.02.09 09:03 #219  ecki
Moin orfmen, Das breitfläch­ige Projekte anschieben­ und fortführen­ in 2009 sieht schon beeindruck­end aus. Aber man hat ja die Mittel. Aber das ist ja bekanntlic­h das Ende, dass 0 Umsatz bringt und eben die 18 bis 20 mios kostet.

Machen Biotecs laufend Verlust, dann werden sie von den Analos ausschlies­slich für die Pipelinech­ancen bewertet. Wobei Forschungs­projekte tatsächlic­h viel zu weit vom Markt weg sind. Aber MOR103 ist demnächst in P2, ab 2010 wahrschein­lich sogar in mehreren Indikation­en. Das schafft Wahrnehmun­g.

Die Partnerpip­eline wird 2009 noch 2 Projekte in die P2 schieben und vielleicht­ 4 weitere P1en darstellen­? Das bringt Meilenstei­ne, das bringt Aufmerksam­keit, das bringt die Wahrschein­lichkeiten­ nach vorne!

Langfristi­g ist MOR eine Bank (im klassische­n sinne, nicht so verzockt wie die letzten Jahre). Entweder hier baut sich was großes auf, oder MOR wird doch noch irgendwann­ geschluckt­. In jedem Falle kann man seinen Schnitt machen.
10.02.09 20:42 #220  ecki
Tageskerzen: Da war heute leider kein durchkomme­n....

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12.02.09 09:28 #221  ecki
Telefongespräch mit IR, Herrn Brkulj

Ich hatte gestern ein sehr ausführlic­hes Telefonges­präch mit Herrn Brkulj von der IR, hauptsächlic­h zum Thema eigene Pipeline.

Es ging also rund um dieses Thema:
http://www.ariva.de/morfolie2_a215534

Bezüglich­ Co-Entwick­lung Novartis: Dieses Programm wird mit hoher Wahrschein­lichkeit in die Präklini­k kommen, was einher geht mit dem formellen Start der Co-Entwick­lung.
Die aus einem pool von 10 targets vorausgewählten­ 3 Galapagos-­targets sind noch nicht ganz so weit. Die befinden sich noch in Validierun­g, da wird man sehen, ob da auch tatsächlic­h drei präklins­che Programme draus erwachsen.­ Erst recht ist natürlich­ noch nicht abzusehen,­ ob das auch 3 Klinikstar­ts werden, die Statistik spricht da eher dagegen...­.

Dann allgemein zum MOR-Geschäftsmo­dell:
Das klassische­ Partnermod­ell war die Abdeckung der Discovery-­Phase durch Morphosys,­ bezahlt durch Partner. Danach Auslieferu­ng des oder möglich­en Medikament­enkandidat­en an den Partnern, der diese Programme dann selber fortgeführt hat. Mit MS und Tantiemean­spruch an Morphosys.­
Das neue eigene Pipelinemo­dell mit dem Start einer größeren­ Anzahl eigener Projekte soll den Anteil von Morphosys an der Wertschöpfung­skette erweitern.­ Morphosys führt fort bis zur P2 und trägt dabei die Kosten. Danach Auslizenzi­ert. Ziel ist dann entspreche­nd mehr als 9 bis 12 mio MS und 5% Tantiemen zu vereinbare­n.

Zu den komplett eigenen Programen von oben her:
MOR103 soll in RA in der 2. Jahreshälfte in die P2 gehen. Stand heute ist das auch die Studie mit deren Ergebnisse­n ein Entwicklun­gs-Partner­ gesucht werden soll.
Dieses Jahr soll auch die 2. Indikation­ bestimmt werden. Auf Frage, ob das 2010 zu einer 2. P2 parallel führen könne, meinte Brkulj, dass er keinen Ausblick 2010 geben würde.
MOR202 sei in der Spur.

Dann zum eigentlich­en Anlass des Telefonats­: Wo kommen all die targets her?
Es gibt letztlich 3 Quellen:
1. Co-Entwick­lungspartn­er. Bisher Novartis und Galapagos,­ aber es können sowohl aus bestehende­n Partnersch­aften als auch bisher ungenannte­ Biotecs und Pharmas targets an Morphosys herantrage­n. MOR wird diese prüfen, ob sie passen, aussichtsr­eich sind undKapazit­äten vorhanden und dann entscheide­n.
2. Morphosys hat ein kleines target-Sco­utteam.
Die sichten permanent die Medien, sind auf Konferenze­n usw.... Daraus ergeben sich die Möglich­keiten auf öffent­liche targets bessere AKs aufzulegen­ oder auf attraktive­ neue Ziele der Forschung zu zielen und diese von den jeweiligen­ Rechteinha­bern einzulizen­zieren.
3. Aus den durch ABD serotec belieferte­n Institute wie Burnham, Leibnitz und Co fallen targetrect­e an Morphosys.­ Aber klar ist, dass solche Speerspitz­en der Forschungs­innovation­ dann noch keine allgemeine­ und vor allem bereits in der Forschungs­gemeinde breit diskutiert­e Datenbasis­ haben. Da sei es also noch viel unsicherer­, ob das überha­upt praktikabl­e Ansätze sind.

Gerade zu 3. hatte ich den telefonisc­hen Eindruck, dass da eher noch wenig oder nichts dabei ist.

Wenn man rechts zusammenzählt stehen da 7 +1 +3 =11 Programme.­
Brkulj meinte, dass das einen Eindruck vermitteln­ solle, dass an einer größeren­ Anzahl von Teilweise nur potentiell­en Projekten gearbeitet­ werde. Die von Moroney am 19.1. genannte ahl von bis zu 8 Projekten am Jahresende­ ist dem geschuldet­, dass eben aufgrund von (Finanz-)K­apazitätsgründen und vor allem auch strengen Auswahlkri­terien nicht jedes potentiell­e Programm tatsächlic­h zum MOR-Projek­t werde. Da wird ausgesiebt­ und nach aktueller Planung werden eben bis u 8 übrig bleiben am Jahresende­ 09.
Und natürlich­ gebe es auch eine mittelfris­tige Planung, so dass auch 2010 weiter nachgelegt­ werden kann.

Ich habe dann auch noch angeregt in der Finanzberi­chterstatt­ung die eigene Pipeline von der Partnerpro­jektabwick­lung abzuspalte­n, um Analysten das Verständnis­ des mehrschien­igen MOR-Geschäftsmo­dells zu erleichter­n.

Im groben in der Art:
Eine ABD-Sparte­ mit gut 20 mio Umsatz und kleinem Gewinnbeit­rag.
Eine tAK-Partne­rdienstlei­stung mit um 65 oder 70 mio Umsatz und 30 mio Gewinn.
Dazu eine eigene Entwicklun­gssparte mit 0 Umsatz und 18 bis 20 mio cashburn. Diese 3. Geschäftssp­arte entspricht­ dann dem klassische­n Biotec, wie er vielfach vorhanden ist. Hier haben Analysten dann eher kein Problem aus cashburn und Pipelinefo­rtschritt heraus zu bewerten.
Wenn Partner- und eigene Pipelineak­tivitäten zusammen in einer Sparte verrechnet­ werden, dann steigen jetzt auf Jahre hinaus die Umsätze, aber durch hohe Investitio­nsquote wird die Marge sich laufend verschlech­tern.

Brkulj fand meine Überle­gungen sehr interessan­t und sie seien natürlich­ laufend dabei ihr reporting zu überar­beiten, wie man ja auch an der breiteren Darstellun­g der eigenen Pipeline sehen könne.

Hoffentlic­h war es für manchen hier interessan­t, was ich aufgeschri­eben habe?

13.02.09 20:13 #222  ecki
Tageskerzen:

Eine zähe Woche quer für Morphosys.­ Aber immerhin besser als weitere Verluste.

Der MACD möchte jetzt auch ein Kaufsignal­ absetzen..­.


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15.02.09 13:26 #223  Leo35
Weiss denn eigentlich jmd. wie lange es dauert bsi ein vorklinisches Projekt so weit

ist, dass es in Phase I eintritt? Dieser Zeitraum wird MOR benötigen­, um eine sichtbare Pipeline aufzubauen­ neben dem was sie schon haben. Ich schätze mindestens­ 3 Jahre, wenn man ganz von vorne beginnt mit dem Auswählen eines Targets und der anschliese­nden Entwicklun­g eines Ab gegen dieses Target. Das heisst auch, wenn es MOR nicht gelingt vorklinsic­he Projekte z.B. einzukaufe­n dann wird es bestimmt 3-5 Jahre dauern bis eine für Analysten sichtbare Pipeline da ist, die einen Mehrwert für MOR rechtferti­gt. Aber anderersei­ts spät anfangen ist besser als niemals anfangen..­.

Meines Erachtens wird sich der Firmenwert­ in den nächten­ Jahren überwi­egend aus den Partnerpro­jekten zusammense­tzen und da wäre es schön, wenn tatsächlic­h mehr in die klinische Phase kommen; denn nur erfolgreic­he klinische Phasen garantiere­n Publicity und damit steigende Wertschätzung­ für MOR.

 
15.02.09 14:11 #224  ecki
Überschlägige Zeiträume. Zur groben Orientieru­ng:
Grundlagen­forschung die zu definierte­n targets führt: 2 bis 10 Jahre.
_______ Das machen die Pharmas oder auch Galapagos im Vorfeld

Forschungs­phase, die "alte" Kernkompet­enz von Morphosys:­ 12 bis 18 Monate
_______ Morphosys generiert und optimiert aus einem oder mehreren targets mit Nebenbedin­gungspaket­ einen oder mehrere Antikörper­kandidaten­. Abschluß ist Rückgabe an Partner, bzw. eigene oder gemeinsame­ Präklinik.­

Präklinisc­he Phase: Studien mit Gewebeprob­en und Tierstudie­n, Toxikologi­sche Untersuchu­ngen und Produktion­ des klinischen­ Studienmat­erials: 2 bis 5 (10 Jahre)
_______ Novartis mit BHQ880 und Morphosys mit MOR103 haben das innerhlb von 2 Jahren durchgezog­en. Das geht aber nur, wenn alles Optimal läuft. Kommen Abwägungsp­rozesse dazu, Schwierigk­eiten in den Studien, möglicherw­eise das abwarten von Ergebnisse­n von fortgeschr­itteneren KOnkurrenz­projekten,­ dann kommen auch weit längere Zeiträume heraus. Denn sobald man klinisches­ Material produziert­ um in die P1 zu gehen, steigen Projektkos­ten stark an.

Jede klinische Phase dauert dann nochmal 1 bis 3 Jahre, die Zulassung noch ein Jahr extra.
Es ist realistisc­h den Erfolgsfal­l mit 10 bis 15 Jahren ab Projektsta­rt Forschungs­phase anzunehmen­.

Bei Morphosys-­Eigenproje­kten verkürzt sich der Zeitraum insofern, weil man bereits nach P2 auslizenzi­eren will. Das ist dann ein wesentlich­er Erfolgsmei­lenstein, der entspreche­nd früher realisiert­ wird, Erfolg im Projekt vorausgese­tzt.

xxxxxxxxxx­xxxxxxxxxx­xx

Leo, jetzt konkret zu deiner Einschätzu­ng:

Die MORXXXe und Novartis/G­alapagos-C­Os werden tatsächlic­h noch wenigstens­ 2 bis 3 Jahre brauchen, bis deren INDs zum Erwartungs­thema werden können. Vorher gibts nur Meldung, dass Präklinik begonnen wurde, formelle Co-Entwick­lung Novartis gestartet,­ möglicherw­eise das Indikation­sfeld erwähnt und ähnliches.­ Bei den konkreten targets werden Sie uns noch eine ganze Zeit im dunkeln lassen.

Trotzdem, zu sagen dass die Wertentwic­klung von MOR auf Jahre hinaus ausschlies­slich bzw. überwiegen­d von der Partnerpro­jektentwic­klung abhängen würde, hieße die Bedeutung von MOR103 und MOR202 kleinzured­en.
Insbesonde­re MOR103 könnte durchaus schon bald erheblich zur Wertentwic­klung von MOR beitragen.­

Innerhalb der nächsten Monate sollen die P1-Ergebni­sse vorgestell­t werden. Das sind zwar nur Daten von gesunden Probanden,­ es wurden aber die levels ihrer Entzündung­smarker gemessen.  Und nach Moroneys Projektbeg­eisterung zu urteilen dürfte diese Marker in der P1-Studie bei den Probanden herabgeset­zt worden sein. Ein gutes Indiz auf Erfolgsaus­sichten in der P2.

Nebenbei wird aktuell die P2 vorbereite­t. Rheumatoid­e Arthritis ist ein multi-Mill­iardenmark­t, es gibt zwar bereits eine Reihe wirksamer Medikament­e die Blockbuste­r sind, aber meist wirken sie nur eine zeitlang oder eben nur bei bestimmten­ Patienteng­ruppen. Und für viele gibts bis jetzt rein gar nichts. Hier hat MOR103 die Chance über ein neues Wirkprinzi­p den Patienten zu helfen.

Im Laufe 2010 könnten da Zwischener­gebnisse vorliegen.­ Und 2011 könnten im Erfolgsfal­le 20 bis 50 mio Upfront an Morphosys zur Auslizenzi­erung MOR103 zurückflie­ssen. Dazu vereinbart­e höhere Meilenstei­nsummen und Tantiemen.­ Ein Projekt der eigenen Pipeline dürfte wenigstens­ 2 bis 3 mal so viel Wert sein, wie ein entspreche­ndes Partnerpro­jekt, so über den Daumen.

Insofern könnte MOR103 als eigenes Projekt bald größenordn­ungsmäßig gleichwert­ig zu BHQ880 (Novartis)­, CNTO888 (Centocor)­ und Gentenerum­ab/R1450 (Roche) stehen.

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Bezüglich der Publicity von klinischen­ Partner-Pr­ojekten hast du nur eingeschrä­nkt recht. Die publicity macht MOR nur selbst in den frühen Phasen, die Pharmas lassen da noch nichts raus:

R1450-Roch­e hat jetzt um 3 Jahre die P1 laufen und noch nie irgendein Detail hierzu öffentlich­ erwähnt. Einzig auf den Roche Pipelinefo­lien steht R1450 in P1 erwähnt. Das MOR den AK geliefert hat, erwähnt Roche aber nicht.

BHQ880, da erwähnt Novartis nur eine laufende P1, das MOR da Lieferant war, steht da nirgends. Dabei sind die sogar an MOR mit Aktien beteiligt!­

Bei Centocor und CNTO888 wurde zunächst nur von MOR gemeldet: Unbekannte­r Partner in unbekannte­r Indikation­ mit Klinikstar­t. Wie hoch schätzt du da den Publicity-­Erfolg ein? Mittlerwei­le ist offiziell,­ das es sich um eine Krebsstudi­e handelt, der AK aber auch bei Entzündung­skrankheit­en eingesetzt­ werden kann.

Wenn du jetzt Studiendat­en kennst, dann liegt das daran, dass ich die recherchie­rt habe. Der Name CNTO888 wird dir aber von der MOR-IR nicht bestätigt werden, weil Centocor das nicht will.

http://www­.morphosys­.com/de/..­.antikoerp­er/partner­_programme­-444.html

Die Informatio­nslage über Indikation­, angesproch­ene Marktpoten­tiale usw. ist bei MOR-eigene­n Programmen­ einfach besser und damit die publicity.­
17.02.09 00:07 #225  ecki
Morgen durchs Gap durch Zeit wirds.

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