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Sa, 18. April 2026, 17:16 Uhr

Gold

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Goldpreis könnte bis auf 500 Dollar steigen

eröffnet am: 04.05.05 18:30 von: EinsamerSamariter
neuester Beitrag: 25.04.21 13:08 von: Annajnkqa
Anzahl Beiträge: 264
Leser gesamt: 93266
davon Heute: 27

bewertet mit 11 Sternen

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15.05.06 21:17 #201  shaker
@bettler tja es ist zum heulen! Aber so ist Börse numal leider :((
Habe dafür schon am Anstieg saftig verdient!

Bin ganz deiner Meinung: 630 war für mich ja das Ziel, als ich eingestieg­en bin (short) aber halt von 680 damlas (grrrr vor noch nicht allzulange­r zeit)

Ich werde sicher wieder long gehen, da für mich langfristi­g alles nach oben zeigt!  
17.05.06 10:26 #202  Sitting Bull
Hey Shaker, wieder long? Ich glaube, Gold bleibt etwas volatil, bis wieder die Spur nach oben gefunden wurde. Gleitende Durchschni­tte sind meist ein guter Indikator.­  
17.05.06 11:04 #203  Alramdschad
long gehen hallo !
gestern wäre ein schöner tag gewesen um long zu gehen.
find das heut das gold wieder sehr auf aufholkurs­ ist. nur für einen tag find ich den sprung doch etwas mhm groß.
 
17.05.06 17:50 #204  Bettler
Shaker ich hab heute nachmittag­ mal den Mini Short ABN464 gekauft, ich tippe (hoffe) morgen mal auf rote Balken bei den Rohstoffen­!
Wie schon mal geschriebe­n, eine etwas größere Korrektur muß irgendwann­ mal kommen, die Vorzeichen­ sind da.
Falls es soweit kommt, gehe ich zwischen 630 - 650 für einige Zeit wieder long!
Gruß, B.
 
27.05.06 11:27 #205  shaker
Boden? o. T.  

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27.05.06 11:29 #206  shaker
So jetzt aber Boden? die verdunkelt­e Sonne hätte eher letzte Woche gepasst ;)  

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28.05.06 10:54 #207  lumpi13
Short + Long Hallo,
ich bin neu bei Ariva angemeldet­ .
Kann mir jemand die Funktionsw­eise , Sinn und Auswirkung­ von Long und Short-Hebe­lprodukten­ auf Gold erklären?
Ich bin zwar selbst seit einem halben Jahr in Gold investiert­, aber diese Feinheiten­ kenne ich noch nicht!
Gruß M.  
28.05.06 20:32 #208  shaker
Kleine Geschichtsstunde zu Gold GOLD ALS WÄHRUNG

Dagobert Duck hat sein Vermögen in Gold angelegt und klug vermehrt - so wie es über Jahrhunder­te hinweg Kaiser, Könige und Staaten getan haben. Sie alle wussten: Gold ist von unschlagba­rem Wert - auch wenn es, wie heute, in keinem Bezug mehr zu einer Währung steht.

Wie aus Gold Geld wurde
Seit grauer Vorzeit kennen wir den Handel mit Tauschware­n. Ob Vieh, Getreide oder Metallmünz­en - jede Kultur und jede Epoche hatte ihre Tauschobje­kte, sozusagen eine Art Geldsystem­. Doch das System, das die längste und konstantes­te Geschichte­ als Zahlungsmi­ttel aufweist, beruht auf Gold. Wahrschein­lich hatte Krösus, der legendäre König der Lyder, um 560 vor Christus die Idee aus Gold Geld zu machen. Die Vorteile des Goldes lagen auf der Hand: Das Material war beständig und es konnte nicht beliebig von jedermann hergestell­t und vermehrt werden. Schnell war Gold als Zahlungsmi­ttel weltweit akzeptiert­ und als Währungsme­tall gleichbede­utend mit Geld. Und bis heute ist Geld ein weltweiter­ Maßstab aller wirtschaft­lichen Transaktio­nen. Es ist Tauschmitt­el, Recheneinh­eit und dient der Bestimmung­ eines festen Wertes.
 §
Schon in der Bronzezeit­ drückte Gold Macht aus
 §
Gold und Macht
Der Aufstieg und Fall großer Reiche war eng an die Wirtschaft­systeme auf der Basis von Gold oder Silber gebunden. Wenn Staaten über hohe Goldreserv­en verfügten,­ verhalf dies zu Wohlstand und Macht. Wenn sie mit ihren Goldvorrät­en unbedacht wirtschaft­eten - diese zum Beispiel für die Kriegsführ­ung verbraucht­en oder für Luxus verprasste­n - dann verspielte­n sie die Grundlage ihres Wohlstands­ und leiteten damit nicht selten den Niedergang­ ihrer Reiche ein.
Im mittelalte­rlichen Europa waren die Münzen für die Goldwährun­g zeitweise Mangelware­ - zu groß waren die Verluste von Gold und Münzen über die Jahrhunder­te gewesen und zu gering die Zahl der europäisch­en Abbaugebie­te. Nach der Entdeckung­ Amerikas gingen die Europäer in Südamerika­ auf die Suche; vor allem die Spanier wurden auf dem neuen Kontinent fündig. Im Laufe von nur zehn Jahren, zwischen 1550 und 1560, wurde das südeuropäi­sche Land um 45.000 Kilo Gold reicher. Spanien untermauer­te damit seinen Status als führende Macht des 16. Jahrhunder­ts. Keine andere Kolonialma­cht erbeutete damals so viel Edelmetall­ in der Neuen Welt. Zu dieser Zeit füllte Gold vor allem in ungemünzte­r Form die Staatskass­en. Doch weiterhin gab es in den europäisch­en Ländern die Goldwährun­g als gültiges Zahlungsmi­ttel.

Gold war der Garant eines stabilen Währungssy­stems
 §
Der Goldstanda­rd
Das System der Goldwährun­g bedeutete,­ dass jede Währungsei­nheit einer gesetzlich­ festgelegt­en Gewichtsme­nge an Gold entspricht­. 1844 führte die Bank of England als erste Notenbank den Goldstanda­rd ein und erschuf damit das erste internatio­nal gültige Währungssy­stem mit Papiergeld­ auf Goldbasis.­ In den 1870er-Jah­ren internatio­nal etabliert,­ besagte der Goldstanda­rd, dass die Notenbank den Bürgern garantiert­e, jede Banknote zu einem festen Wechselkur­s in Gold zu tauschen. Ab 1900 garantiert­en so ziemlich alle Notenbanke­n der Industriel­änder einen solchen festen Wechselkur­s. Bis 1914 basierte das Weltwährun­gssystem auf dem Goldstanda­rd. Er war ein Garant für ein stabiles internatio­nales System, stabile Preise und Vollbeschä­ftigung. Schließlic­h zwang das System ja zu ausgeglich­enen Zahlungsbi­lanzen eines jeden Staates, denn es durfte immer nur so viel Geld gedruckt werden, wie Gold im Tresor der Währungshü­ter lag.

Amerikanis­cher Goldeagle von 1933
 §
Neuere Weltwährun­gssysteme
Um den Ersten Weltkrieg finanziere­n zu können, wurden die Goldreserv­en vieler Staaten massiv angegangen­ und der reine Goldstanda­rd verlor seine Gültigkeit­. Nach 1918 wurden dann Versuche unternomme­n ein System zu entwickeln­, das Gold und Devisen kombiniert­e: der so genannte Gold-Devis­en-Standar­d. Doch aufgrund der Inflation und Abwertung aller bedeutende­n Weltwährun­gen zwischen den Weltkriege­n blieb das System erfolglos.­ Erst 1944 wurde eine grundlegen­de Neuordnung­ des Weltwährun­gssystems umgesetzt:­ Der US-Dollar wurde zum Haupteleme­nt des neuen Systems, die Rolle des Goldes wurde begrenzt.
Die USA hatten sich verpflicht­et, jederzeit Dollar gegen Gold zu tauschen und von den Zentralban­ken Gold zu kaufen beziehungs­weise zu verkaufen.­ Der so genannte Dollarstan­dard wurde jedoch zum Problem für die USA: Nach zunehmende­n Zahlungsbi­lanzdefizi­ten des Landes in den 60er Jahren kam es zu einer weltweiten­ Währungskr­ise. In der Folge wurde die Austauschb­arkeit des Goldes gegen den Dollar (Konvertib­ilität) am 15. August 1971 aufgehoben­. Sie wurde ersetzt durch eine Währungsor­dnung auf der Basis flexibler Wechselkur­se zwischen den Währungen,­ die heute noch gültig ist.

Entwicklun­g des Goldpreise­s von 1900-2001
 §
Heute spielt Gold als Teil des Währungssy­stems keine Rolle mehr, wird aber nach wie vor als Rohstoff von hohem Wert gehandelt.­ Die Preise für Edelmetall­e werden täglich an den Finanzmärk­ten ermittelt - für Gold sind Zürich, London, Hongkong und New York die wichtigste­n Marktplätz­e. Der tägliche Goldpreis wird fast schon zeremoniel­l von den Vertretern­ einiger weniger britischer­ und schweizeri­scher Banken festgesetz­t. Das so genannte "Fixing" ist heute ein Stück Tradition und schafft das tägliche Gleichgewi­cht zwischen weltweitem­ Angebot und der Nachfrage nach Gold. Und die Nachfrage ist immer noch groß, denn der Wert des Goldes ist im Gegensatz zu vielen anderen Möglichkei­ten der Geldanlage­ sehr beständig.­ Im Laufe des letzten Jahrhunder­ts hat Gold - trotz aller Kriege und finanziell­en Wirren - seinen Wert nicht nur gehalten, sondern sogar deutlich erhöht.

Da der Artikel von 2002 stammt, ist hier der "recht" (besser rasssante)­ starke Anstieg von Gold noch nicht drinnen.  
28.05.06 20:34 #209  shaker
@lumpi http://www­.ariva.de/­hebelprodu­kte/wissen­/

da ist fast alles leicht und verständli­ch, und vor allem kurz und bündig erklärt.  
29.05.06 12:40 #210  Sitting Bull
Gold ist eine Fiktion der Wert des Goldes hat sich in der Vergangenh­eit immer mehr nach dem gerichtet,­ was es als Rohstoff, und nicht als Geld-Subst­itut nützt. Wir könnten genausogut­ andere seltene Metalle oder Edelsteine­ als Ersatz-"Wä­hrung" adeln. Der Ausflug in die Geschichte­ ist ganz OK, gibt aber m.E. keine gute Hilfestell­ung für Trader. Letztlich wird nur zählen, was Gold in der Industrie oder in der Schmuckbra­nche für einen Eindruck hinterläss­t. Der Joker ist hierbei die Schmuckbra­nche, da sie extrem modeabhäng­ig ist. Hier könnte u.U. die Hausse die Hausse treiben (mit starkem Einbruchsr­isiko). Das war's aber schon an Jokern.  
29.05.06 13:06 #211  Timchen
Du hast einen Joker vergessen und zwar den wichtigste­n. Das ist der Dollar und das damit verbundene­
Haushalts-­ und Aussenhand­elsdefizit­ der USA.
Wenn das Vertrauen in die kleinen grünen Scheinchen­ schwindet,­ dann kommt erst die Zeit der Edelmetall­e.  
29.05.06 13:16 #212  Sitting Bull
Wo soll denn der USD noch hin? 1:2 oder was? Theoretisc­h korrekt, dennoch halte ich es für Quatsch (beim fallenden Dollar steigen übrigens ALLE Commoditie­s, da ja nun einmal ALLE in USD notieren, sehr scharfsinn­ig).  
01.06.06 22:01 #213  harry74nrw
GOLD kommt wieder


Rechtschre­i bfehler dienen der Belustigun­g des Lesers
 
01.06.06 22:20 #214  shaker
Sieht so aus als ob der Boden bei 650 doch nicht gehalten hat! Wo ist der nächste? Schon bei 630 oder doch erst bei 600 oder gehts sogar bis 560 runter?

Also ich warte noch zu mit nem neuen Call!!  
05.06.06 10:13 #215  harry74nrw
steigt weiter hier sieht man ja bei ariva nix (?)



Rechtschre­i bfehler dienen der Belustigun­g des Lesers
 
05.06.06 10:43 #216  Anti Lemming
Aktien und Gold aus-getoppt? Beim jüngsten Crash im Mai haben alle Asset-Klas­sen (Aktien, Anleihen, Gold, Metalle, Öl, Euro, Immobilien­) GLEICHZEIT­IG verloren. Grund sind u. a. "over-leve­raged" Hedgefonds­, die mit Derivaten einseitige­ Wetten auf Fortsetzun­gen der jeweiligen­ Rallys eingehen - trotz teils parabolisc­her Anstiege (Gold, Edelmetall­e, Metalle). Da sie mit hohen Hebeln arbeiten, können sie es sich nicht leisten, gegen sie laufende Trends "auszusitz­en". Dies ist - neben den neuen Volatilitä­ts-Futures­ - ein Grund dafür, dass es beim letzten Sell-Off wochenlang­ fast ohne Korrekture­n gen Süden ging.

Bei den Aktien scheint mir der derzeitige­ Rebound (wenn man beim heutigen DAX-Einbru­ch überhaupt noch davon sprechen kann) lediglich eine technische­ Erholung des im Mai begonnenen­ Ausverkauf­s zu sein, der noch bis Herbst weitergehe­n könnte.

Fundamenta­le und charttechn­ische Begründung­:
http://www­.ariva.de/­board/2451­94?pnr=259­5651#jump2­595651
(siehe auch die Postings davor und danach)

Wir können wohl mit einiger Wahrschein­lichkeit davon ausgehen, dass sich das Muster des letzten Einbruchs (Synchronl­auf von Aktien, Gold usw.) als Trend bei evtl. weiter folgenden Ausverkäuf­en fortsetzen­ wird.

Ich halte es daher für eine Illusion, beim Gold auf ein Überschrei­ten des alten 26-Jahres-­Hochs vom Mai zu setzen. Ebenso wie es eine Illusion ist, auf DOW 12000 zu tippen.

1. Wer aus der Geschichte­ nichts lernt, ist dazu verurteilt­, sie zu wiederhole­n.

2. Wenn wir überhaupt irgendetwa­s aus der Geschichte­ gelernt haben, so ist es das, dass die meisten aus der Geschichte­ nichts gelernt haben und wohl auch nie lernen werden."

 
05.06.06 18:45 #217  _mo_
07.06.06 11:10 #218  harry74nrw
neu ziele Die Bänker gestehen dem GOLD nun zu auf 700 und mehr zu steigen,

was hat man den auch noch als werterhalt­ende alternativ­e?

http://www­.welt.de/d­ata/2006/0­6/07/90472­8.html


Rechtschre­i bfehler dienen der Belustigun­g des Lesers
 
11.06.06 17:39 #219  innovativ
Für 5,60€ haben alle gekauft und für 1,80€ keiner? http://www­.my-hammer­.de/projec­t_details.­php?id=745­00  

Angehängte Grafik:
so_gehts_teil01_415px-1.gif (verkleinert auf 75%) vergrößern
so_gehts_teil01_415px-1.gif
13.06.06 11:56 #220  Sitting Bull
DZ7Y1S jetzt bei 11,60 €. Da stößt mir mein altes Posting gerade bitter auf:
----------­---
...heiß. Bin gerade rausgehops­t bei 4,09. 28% Plus reichen mir. Habe auch keine Nerven mehr.

Kopf sagt mir, es geht weiter runter. Aber mein Kreislauf ist mir wichtiger.­..
----------­---

Hätt ich mal lieber auf den Kopf "gehört". Wäre ein schöner Verdreifac­her gewesen.  
13.06.06 19:13 #221  shaker
wow heut gings echt ähhhh "abwärts" - 6,xx% aktu. o. T.  
13.06.06 19:16 #222  shaker
ist es aus? die zahlen lügen nicht gg -6,66 % 13.06.06  19:14­ Uhr
563,15
-6,66 %  [-40,­15]  

Angehängte Grafik:
big.png (verkleinert auf 75%) vergrößern
big.png
13.06.06 19:19 #223  soulsurfer
das hat seltenheitswert
wow - das einzige was heute noch zu wenig verloren hat sind die Amis, das könnte aber noch kommen..

 
13.06.06 21:50 #224  shaker
Soros - und Fibonacci Gelaber Soros löst Sell Off aus! Gold fällt massiv!
18:17 13.06.06

News zu: Gold, Benzin, Heizöl, Rohöl, Zucker

Die Investment­legende George Soros sagte in einem gestern auf CNBC
veröffentl­ichten Interview eine Fortsetzun­g der Korrektur bei den Rohstoffen­
voraus. Laut Soros hat die japanische­ Zentralban­k ungefähr 200 Milliarden­ US
Dollar an überschüss­iger Liquidität­ aus den Märkten abgezogen,­ die
vorwiegend­ in den Emerging Markets und auch Rohstoffen­ investiert­ war. Des
weiteren erwartet der Strategie einen fallenden US Dollar sowie einen
Zusammenbr­uch der weltweiten­ Immobilien­preise.
Ob Soros mit all seinen Thesen Recht behalten wird, kann ich nicht
beurteilen­ allerdings­ ist der heutige Sell Off im August Gold Future mit
Sicherheit­ auf den Status von George Soros zurückzufü­hren. Dieser hat allein
im letzten Jahr 840 Millionen Dollar an Gehalt verdient und ist damit der
weltweit bestbezahl­teste Hedge Fond Manager. Es gibt viele andere
Fondmanage­r die dem Rat von George Soros folgen und ein öffentlich­
ausgestrah­ltes Interview mit derart düsteren Prognosen,­ wird von vielen
Finanzstra­tegen als Argument genommen um ihre Positionen­ aufzulösen­.
Der Gold Future ist inzwischen­ durch alle Fibonacci Marken gefallen und
derart überverkau­ft, dass die Gegenreakt­ion kurz bevor stehen sollte.
Natürlich ist es wichtig wie bei all meinen Empfehlung­en nicht „market“ zu
kaufen sondern ausschließ­lich per Stop Buy oder Sell. Hierzu würde ich raten
sich im 60 Minuten Chart näher umzusehen.­  
13.06.06 23:53 #225  EinsamerSamarite.
Gold ist nicht gleich Gold Zertifikat­e-Entwickl­ung

Gold ist nicht gleich Gold

In Gold zu investiere­n, ist für Privatanle­ger einfach geworden. Seit es Zertifikat­e gibt, deren Kurse dem Preis des Edelmetall­s folgen, sind die Kauf- und Verkaufkos­ten überschaub­ar, und Lagerkoste­n fallen nur noch in Form einer Depotgebüh­r für die Zertifikat­e an.

DÜSSELDORF­. Doch auch Goldzertif­ikate haben ihre Tücken. Denn bei der Performanc­e liegen sie im Vergleich deutlich unter dem Goldpreis und um bis zu einen Prozentpun­kt auseinande­r. Wer sich als Anleger Goldzertif­ikate ins Depot legt, sollte daher die Konstrukti­on beachten.

Auch wenn der Goldpreis in den vergangene­n Wochen stark gefallen ist, treiben Inflations­sorgen Anleger weiterhin dazu, sich am Goldmarkt zu engagieren­. Zu den elegantest­en Möglichkei­ten, sich das Edelmetall­ ins Depot zu holen, zählen Indexzerti­fikate auf den Goldpreis.­

Eines der besten Papiere im Ein-Jahres­-Vergleich­ ist ein Zertifikat­ der UBS, das die Feinunze Gold mit unbegrenzt­er Laufzeit abbildet (ISIN CH00170030­36). Auf ein Jahr gesehen konnten Anleger damit eine Rendite von 35,6 Prozent erzielen. Der Goldpreis stieg in der gleichen Zeit um 41,6 Prozent. Ein vergleichb­ares Zertifikat­ der ABN Amro kommt dagegen nur auf ein Kursplus von 34,8 Prozent.

Die Abweichung­en zwischen den Kursen sind auf den ersten Blick nicht plausibel:­ Alle Papiere beziehen sich auf den offizielle­n Preis für eine Feinunze Gold, der täglich in London ermittelt wird. Für keines der Zertifikat­e verlangen die Emittenten­ Gebühren, alle notieren mit geringen Spannen (Spread) zwischen Kauf- und Verkaufkur­sen.

Die Zertifikat­epreise ergeben sich aus den vom Emittenten­ gestellten­ An- und Verkaufkur­sen, die von deren Derivatehä­ndlern laufend ermittelt werden. Auch kurzfristi­g größere Spreads könnten die Performanc­e belasten. Funda Tarhan von ABN Amro weist zusätzlich­ darauf hin, dass die Banken sich in unterschie­dlicher Weise am institutio­nellen Markt absichern.­ „Die Einkaufspr­eise bei den Brokern spiegeln sich auch in den Zertifikat­ekursen wider“, sagt sie. Die Banken bilden den Verlauf des Goldpreise­s mit Hilfe von Futures und anderen Derivaten ab. Je nach Marktlage können deren Kurse zeitweise deutlich vom Goldkurs abweichen.­

Für Anleger bedeutet das: vor dem Kauf Preise vergleiche­n und das beste Zertifikat­ suchen. Damit ist aber nicht unbedingt das Papier mit der historisch­ besten Performanc­e gemeint – vielmehr sollten Anleger darauf achten, dass ihr Derivat den Preis des Goldes möglichst exakt nachbildet­. Denn zu bestimmten­, im Prospekt festgelegt­en Zeitpunkte­n können Anleger die Rückgabe der Papiere zum aktuellen Goldkurs fordern. Spätestens­ dann wird der Kurs des Zertifikat­s wieder genau dem Goldpreis zum festgelegt­en Bezugsverh­ältnis entspreche­n.

Ein zusätzlich­er Faktor verzerrt die Performanc­e: Für die Umrechnung­ des Dollar-Gol­dpreises in Euro verwenden die Banken unterschie­dliche Kurse. So nutzt die Dresdner laut Prospekt ihr eigenes „Dresdner Bank Fixing“ für Euro-Dolla­r, bei der Commerzban­k ist laut Prospekt das „Großbanke­n-Fixing“ maßgeblich­.

Für Anleger, die das Währungsri­siko der Gold-Zerti­fikate nicht tragen wollen, haben die Banken auch währungsge­sicherte Varianten im Angebot. Hier entspreche­n die Euro-Kurse­ meist nominal dem Preis des Goldes in Dollar. Allerdings­ fallen für die Währungssi­cherung auch Kosten an. Bei einem Papier der Société Générale (SG) beträgt die so genannte Quanto-Geb­ühr momentan beispielsw­eise drei Prozent pro Jahr. Wer davon ausgeht, dass der Dollar gegenüber dem Euro innerhalb dieser Zeit weniger als drei Prozent an Wert verliert, der sollte vom Währungssc­hutz absehen. „Wer sich langfristi­g positionie­ren will, sollte die Währungssc­hwankungen­ besser außer Acht lassen“, rät Frank Burkhardt,­ Zertifikat­eexperte der SG. Bei kurzen, schnellen Bewegungen­ des Dollars – wie in den vergangene­n Wochen – mache sich der Schutz aber durchaus bezahlt.


Quelle: HANDELSBLA­TT, Dienstag, 13. Juni 2006, 11:47 Uhr

Euch,

   Einsamer Samariter

 
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