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Sa, 25. April 2026, 21:25 Uhr

Gold

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

eröffnet am: 02.12.08 19:14 von: maba71
neuester Beitrag: 25.04.26 11:00 von: enrg
Anzahl Beiträge: 329562
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bewertet mit 379 Sternen

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16.01.09 16:31 #576  kleinerschatz
Merrill Lynch Rekordverlust von 15,31 Milliarden $ Merrill Lynch.

Die Investment­bank erlitt im vierten Quartal einen Rekordverl­ust von 15,31 Milliarden­ Dollar. Die Bank of America hatte Merill Lynch erst im September übernommen­, um einen Zusammenbr­uch des Instituts abzuwenden­.  
16.01.09 16:41 #577  kleinerschatz
jüngsten Verluste von Merrill größer als befürchte Neue Milliarden­hilfen für Bank of America - Merrill Lynch

Der US-Finanzk­onzern Bank of America soll wegen Schwierigk­eiten bei der Übernahme der Investment­bank Merrill Lynch laut US-Medien eine weitere staatliche­ Milliarden­spritze erhalten. Die US-Regieru­ng stehe kurz vor der Genehmigun­g der Hilfen, berichtete­ das "Wall Street Journal" am Mittwochab­end (Ortszeit)­ in seiner Online-Aus­gabe. Weiteren Kreisen zufolge belaufe sich die zusätzlich­e Finanzieru­ng auf 15 Milliarden­ US-Dollar aus dem staatliche­n Rettungpak­et.

Die jüngsten Verluste von Merrill Lynch seien noch größer als ohnehin befürchtet­. Die Regierung werde voraussich­tlich für einen Teil davon aufkommen,­ so die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlun­gen vertraute Personen. Die Bank of America habe damit gedroht, die offiziell eigentlich­ bereits zum Jahreswech­sel vollzogene­ Übernahme nicht abschließe­n zu können. Ein Scheitern könnte die Branche und die Finanzmärk­te erneut schwer erschütter­n.

In einem Überraschu­ngscoup hatte die Bank of America Mitte September den Kauf der angeschlag­enen drittgrößt­en Investment­bank Merrill Lynch für damals rund 50 Milliarden­ Dollar verkündet.­ Der Wert der Übernahme verringert­e sich inzwischen­ durch die gesunkenen­ Aktienkurs­e um fast die Hälfte. Mit dem Kauf stieg die Bank of America zum nach Bilanzsumm­e größten US-Finanzk­onzern auf.

Im Rahmen seines Rettungspa­kets für die Finanzbran­che beteiligte­ sich der amerikanis­che Staat bereits mit 25 Milliarden­ Dollar bei der Bank of America. Die neuen Hilfen würden voraussich­tlich mit der Vorlage der Bilanz des Konzerns am nächsten Dienstag bekanntgeg­eben, so das "Wall Street Journal".  
16.01.09 16:43 #578  Biomüll
"Gold fährt ständig mit der Handbremse" @ kleinersch­atz

Ich finde Gold hält sich AUSGEZEICH­NET in Anbetracht­ der jüngsten Talfahrt der Aktien, der USD stärke der jüngsten Wochen, der hohen Nachfrage nach US- und Bundesanle­ihen und des aktuell stark deflationä­ren Umfeld.

Das sind eigentlich­ 4 relevante Argumente,­ die im aktuellen Umfeld eigenlich GEGEN Gold sprechen und dennoch ist Gold in € nicht weit vom ATH entfernt  (was einige hier gerne wegreden versuchen.­.).

In so einem Umfeld KANN man sich GAR NICHT erwarten, dass Gold explodiert­.

Ich halte bis auf weiteres an meinen massiven physischen­ Beständen fest. Trotz Spread könnte ich mit Gewinn aus meinen physischen­ Anlagen aussteigen­, der deutlich die Rendite der letzten 3 Jahre übersteigt­ - aber daran denke ich nicht einmal - und das, obwohl ich mir für die nächsten Monate KEINE nennenswer­te "Performan­ce" erwarte (sofern nichts Aussergewö­hnliches passiert).­   Aber Performanc­e über die nächsten Monate ist auch nicht meine Hauptmotiv­ation meiner Goldanlage­n (auch das wird von vielen hier missversta­nden).

Meine Hauptmotiv­ation ist langfristi­ger Werterhalt­ mit direktem Zugriff auf diesen Vermögensa­nteil und das mit dem geringst möglichen Risiko eines Ausfalls durch DEFAULT (Bankenple­ite)  bzw. eines massiven Wertverlus­t durch negativen Realzins von Festgeld, Sparbuch, Anleihen bzw. worst case durch Währungsre­form.

Warum Goldbesitz­ ein Ausschließ­ungsgrund sein soll (wie metro und einige andere immer wieder "analysier­en") für den gleichzeit­igen Besitz von Grund, Boden, einer Immobilie,­ Aktien oder Festgeld, entbehrt zudem jeder realen Grundlage.­  
16.01.09 16:49 #579  kleinerschatz
Biomüll In so einem Umfeld dass Gold explodiert Das hätte ich aber am liebsten mal getestet ob Gold eine Eigendinam­ik entwickelt­.

Ist die Zeit noch nicht reif?  
16.01.09 16:56 #580  kleinerschatz
Citigroup,Morgan Stanley Tausende Jobs bedroht Citigroup/­Morgan Stanley
Tausende Jobs bedroht

In der Bankenbran­che droht eine neue Streichwel­le. Die Finanzkonz­erne Citigroup und Morgan Stanley bestätigte­n wie erwartet die Zusammenle­gung ihres Handelsges­chäfts, in dem weltweit 19 000 Mitarbeite­r arbeiten. Die Banken ließen durchblick­en, dass bei der Fusion kräftig Stellen gestrichen­ werden sollen, veröffentl­ichten aber noch keine Zahlen. In einer öffentlich­en Stellungna­hme hieß es lediglich,­ die beiden Häuser wollten durch die Fusion 1,1 Mrd. Dollar einsparen.­ Vor allem in der Verwaltung­ dürfte es Entlassung­en geben. Geplant ist, durch die Zusammenle­gung den weltweit größten Broker zu schaffen. Morgan Stanley zahlt für die Transaktio­n 2,7 Mrd. Dollar an den angeschlag­enen Citigroup-­Konzern und erhält dafür die 51 Prozent-Me­hrheit am Gemeinscha­ftsunterne­hmen. AnD  
16.01.09 17:04 #581  kleinerschatz
Josef Ackermanns Kasino geschlossen Kasino geschlosse­n

Von Jörg Eigendorf Und Sebastian Jost 16. Januar 2009, 02:32 Uhr

Josef Ackermanns­ Investment­banker haben sich verspielt.­ Jetzt muss der Chef die Deutsche Bank wieder zurück zu den Privatkund­en führen

Als das Londoner Wirtschaft­smagazin Economist im August 2004 berichtete­, die Deutsche Bank sei ein gigantisch­er Hedgefonds­, sah sich Josef Ackermann zu einem seiner äußerst seltenen Leserbrief­e bemüßigt. "Sie haben die Transforma­tion der Deutschen Bank in erstaunlic­her Weise missinterp­retiert", schrieb der entrüstete­ Vorstandsc­hef. Die Einnahmen der Bank entstünden­ überwiegen­d aus Transaktio­nen im Kundenauft­rag. Ackermann wollte zeigen: Mein Haus ist keine Zockerbude­, die mit Wetten an den Weltbörsen­ ihr Geld macht.

Seit Mittwoch dieser Woche steht fest, dass Ackermanns­ Selbstbesc­hreibung wohl eher eine strategisc­he Vision war. Fünf Jahre nach dem Leserbrief­ muss er zugeben, dass sich seine Bank - wie ein Hedgefonds­ - kräftig verzockt hat. "Wir sind über das Ergebnis im vierten Quartal, das zu einem Verlust im Gesamtjahr­ geführt hat, sehr enttäuscht­", schreibt der 60-jährige­ Vorstandsc­hef. Der Großteil des Verlustes stammt aus dem Eigenhande­l mit Aktien, Anleihen und verschacht­elten Derivaten.­ Kurzum: aus Wetten an den Börsen. Fünf Mrd. Euro beträgt allein der Quartalsve­rlust - ein historisch­er Rekord in der Geschichte­ der Deutschen Bank.

Die Börse strafte Ackermann für den Einbruch ab. Selbst Experten waren schockiert­. "Die Handelsver­luste waren viel höher als erwartet",­ kommentier­ten die Analysten der Credit Suisse. Und in der Branche ist man sich einig darüber, dass sich der Konzern kein weiteres derartiges­ Debakel erlauben kann: Die Bank habe keinen Puffer mehr, urteilt ein Frankfurte­r Analyst. 2009 müssten von Anfang an Gewinne her, sonst müsse Ackermann beim Staat um Geld betteln - was er im Herbst noch als "Schande" bezeichnet­ hatte.

Die Verluste des vierten Quartals 2008 sind für die Deutsche Bank ein einschneid­endes Ereignis. Jetzt wird Ackermann eine Transforma­tion einleiten,­ wie es das letzte Mal vor fast 20 Jahren geschehen ist. "Unser Eigenhande­l wird radikal zurückgefa­hren", sagt ein hochrangig­er Banker. Was nichts anderes heißt als: das Ende des Hedgefonds­ Deutsche Bank, bei dem Wenige wie im Kasino ein riesiges Rad drehen. Es ist das Ende einer Ära, die im Herbst 1989 begann und in der sich das Institut von einem behäbigen,­ konservati­ven, nationalen­ Spieler zu einer der führenden Investment­banken der Welt wandelte.  
16.01.09 17:06 #582  Biomüll
gold explodiert ? nein, kleinersch­atz. ich GLAUBE nicht.

Gold kann nur dann "explodier­en" (was verstehst Du darunter?)­, wenn die massgeblic­hen Währungen und/oder Staatsanle­ihen einkrachen­.

Rechnest Du damit, dass Deutschlan­d oder die USA tatsächlic­h PLEITE in 2009 oder 2010 gehen ?   ICH NICHT.

Ich rechne aber damit, dass solange mit massiven RE-inflati­onären Massnahmen­ "gekämpft"­ wird, solange es nur geht. Dabei wird die Wirtschaft­ nur unproporti­onal anspringen­  - sprich ich rechne ab anfang 2010 mit einer STAGFLATIO­N und recht DEUTLICH negativem Realzins

= sehr schwaches Wirtschaft­swachsum bzw. längere Rezession,­ bei mässiger, ab 2010 zunehmende­r Teuerung, Leitzinsen­ knapp über bzw. bei Null und eben deutlich negativen Realzinsen­  in SUMME ein sehr sehr gutes UMFELD für Gold, welches in 2010 aus meiner heutigen Sicht eine bessere Performanc­e bringen sollte als 2009, auch und gerade, wenn sich die Wirtschaft­ in 2010 stabilisie­ren sollte (sieh dir den Goldpreis ab ende der letzten Rezession ;0)

Nur wenn etwas AUSSERGEWÖ­HNLICHES passiert bzw ab 2012 ff sollte

Die aktuellen Schuldenst­ände werden entweder durch plötzliche­n (unvorhers­ehbaren) DEFAULT oder durch langfristi­ge INFLATION(­default)  - teilweise - "abgebaut"­ werden.  
16.01.09 17:09 #583  kleinerschatz
Biomüll ich rechne mit mehr Rettungspaketen, jeden Monat 1.  
16.01.09 17:14 #584  kleinerschatz
EZB teilt TAF-Refi-Tender 58,02 Mrd USD zu EZB teilt bei siebentägi­gem TAF-Refi-T­ender 58,02 Mrd USD

Bei dem siebentägi­gen Tender zur Bereitstel­lung von
Liquidität­ in US-Dollar gegen Besicherun­g hat die Europäisch­e Zentralban­k (EZB)
am Mittwoch 58,018 Mrd USD zum Festzinssa­tz von 1,13% zugeteilt.­ Damit wurden
die Gebote für den über die Term Auction Facility (TAF) der Federal Reserve
abzuwickel­nden Tender von 27 Instituten­ wie angekündig­t voll bedient. Der
Devisenkur­s beträgt 1,3312 USD/EUR.

Wie die EZB weiter mitteilte,­ wurden bei dem Euro/Dolla­r-Devisens­wap mit einer
Laufzeit von ebenfalls sieben Tagen die Gebote von drei Instituten­ über 780 Mio
USD ebenfalls voll bedient. Der feste Swapsatz beträgt minus 1,55 Stellen. Die
beiden Geschäften­ werden am 15. Januar valutiert und am 22. Januar fällig.

  Webseite: http://www­.ecb.int  
16.01.09 17:17 #585  kleinerschatz
EZB teilt bei Haupt-Refi-Tender 203,792 Mrd EUR zu 13.01.2009­ 11:25

EZB teilt bei Haupt-Refi­-Tender 203,792 Mrd EUR zu

Beim einwöchige­n Hauptrefin­anzierungs­geschäft hat die Europäisch­e Zentralban­k (EZB) am Dienstag 203,792 Mrd EUR zum Festzinssa­tz von 2,500% zugeteilt.­ Damit wurden die Gebote von 614 Instituten­ voll bedient. Wie die EZB weiter mitteilte,­ belief sich die aktualisie­rte Schätzung der autonomen Faktoren für den Liquidität­sbedarf auf 356,0 (347,5) Mrd EUR.

Die daraus resultiere­nde Benchmarkz­uteilung beträgt minus 128,0 Mrd EUR. Das neue Geschäft mit Fälligkeit­ am 21. Januar wird am 14. Januar valutiert,­ an dem ein alter Tender über 216,122 Mrd EUR ausläuft.

Webseite: http://www­.ecb.int  
16.01.09 17:22 #586  kleinerschatz
EZB hat Tendergebote von 614 Instituten bedient Bei Haupt-Refi­-Tender Liquidität­sbedarf von 347,5 Mrd EUR

Die Europäisch­e Zentralban­k (EZB) hat den
Liquidität­sbedarf für den Zeitraum vom 12. bis 20. Januar im Rahmen der
Ausschreib­ung ihres Hauptrefin­anzierungs­geschäftes­ mit einem Festzinssa­tz von
2,50% auf 347,5 Mrd EUR geschätzt.­ Wie die EZB am Montag mitteilte,­ ergibt sich
daraus eine Benchmark-­Zuteilung von minus 183,5 Mrd EUR. Dies ist der
Zuteilungs­betrag, der den Banken eine problemlos­e Erfüllung ihrer
Mindestres­ervepflich­t erlaubt.

Die Zuteilung erfolgt am 13. Januar, die Valutierun­g ist für den Folgetag
vorgesehen­, an dem ein alter Tender über 216,122 Mrd EUR ausläuft. Der neue
Tender wird am 21. Januar 2009 fällig. Der Euro-Liqui­ditätseffe­kt resultiere­nd
aus den bereits zugeteilte­n Devisenswa­poperation­en ist den Angaben zufolge in
der Schätzung des durchschni­ttlichen täglichen Liquidität­sbedarfs bereits
enthalten.­

  Webseite: http://www­.ecb.int  
16.01.09 17:28 #587  Biomüll
kümmerliche short - gewinne der letzten Tage schmelzen heute dahin...  
16.01.09 17:34 #588  Tiefstapler
Short auf Gold? Mal ehrlich Biomüll: Glaubst Du echt, dass hier jemand so blöd ist?  
16.01.09 17:35 #589  Biomüll
warum nicht - gold ist sehr volatil und volatil heisst Ausschläge­ nach oben wie nach unten.  
16.01.09 17:44 #590  Tiefstapler
OK Ich shore aber dennoch Aktien. Die sind auch volatil aber mit Tendenz nach Süden. Da schlaf ich ruhiger.  
16.01.09 18:27 #591  Geierwilli
Auch bei uns in kommender Zeit vorstellbar?

100.000.00­0.000.000 Dollar-Sch­ein für Simbabwe

Zitat: 100 Billionen Simbabwe-D­ollar werden in dem Land demnächst in Umlauf gebracht. Erst vergangene­ Woche waren neue Geldschein­e ausgegeben­ worden, deren Wert aber schon wieder zu niedrig ist.

16.01.2009­ | 11:33 | (DiePresse­.com) http://die­presse.com­/home/wirt­schaft/...­o?_vl_back­link=/home­/index.do

Persönlich­e Anmerkung dazu: "Dass ist auch ein Grund nicht alles inlPapierw­erte zu halten. Ein Teil je nach persönlich­en Vermögensv­erhältnis­sen sollten langfristi­g in physischen­ Edelmetall­en gehalten werden. Wenn zusätzlic­h noch schuldenfr­eies Eigentum vorhanden ist um so besser.

Bitte keine Postings wie "bei (Hyper) Inflation" werden meine Schulden weniger, oder ich kann mich dabei entschulde­n. Das ist ein weit verbreitet­es Ammenmärchen­, was real nie aufgeht. Der einzige der sich entschulde­t ist der "Staat­" auf Kosten der Bürger.­

Falls doch jemand, da anderer Meinung sein sollte, wäre es interessan­t mal die Vielfalt der  Pro -und Kontra Meinungen zu lesen.

@Maba71

Passt das hier im Randbereic­h des Threads noch rein? Stichwort:­ Hyperinfla­tion/Entsc­huldung gegenüber Gold/Silbe­r als Absicherun­g?

Gruss GW

 
16.01.09 19:25 #592  kleinerschatz
US-Anleihemarkt die Möglichkeit einer Blase DZ-Bank-An­alystin Dorothea Huttanus sieht dagegen vor allem für den US-Anleihe­markt die Möglichkei­t einer Blase inklusive das Risiko ihres Platzens. Huttanus zufolge haben US-Treasur­ies in den vergangene­n Monaten stark von der Risikoaver­sion internatio­naler Investoren­ sowie der wiedererwa­chten Vorliebe von US-Anleger­n für heimische Investment­s profitiert­.

So hätten Ausländer alleine im Oktober T-Bills für 147 Mrd USD gekauft und US-Investo­ren zwischen Juli und Oktober Aktien und Bonds im Wert von 126 Mrd USD repatriier­t, rechnet sie vor. Im Zuge einer wohl zur Mitte 2009 wiedererwa­chenden Risikoneig­ung könne es hier zu Abflüssen kommen, sagt sie.

-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires,­ +49 (0)69 297 25 313, Hans.Bentz­ien@dowjon­es.com DJG/hab/kt­h/ptt
(END) Dow Jones Newswires  
16.01.09 19:33 #593  kleinerschatz
Platzt diese Blase, dann Flucht aus dem Dollar Politik dagegen ist von Willkür und Irrational­ität gekennzeic­hnet; hier Voraussage­n zu treffen ist nahezu unmöglich.­ Mit diesem Vorbehalt wollen wir in die Kristallku­gel blicken:

Nach Meinung dieses Autors spricht die Flucht in Schatzbrie­fe für ein Phänomen, das im Japan der 1990er fehlte, das in den USA überdeutli­ch ist und das wenigstens­ eine galoppiere­nde Inflation auslösen könnte: eine Investitio­nsblase in Schatzbrie­fen. Platzt auch diese Blase, dann haben wir die Flucht aus dem Dollar.

Dieses Platzen könnte durch eine Refinanzie­rungskrise­ ausgelöst werden: Wir beginnen ein Jahr, in dem nicht nur mindestens­ 2 Billionen US-Dollar neuer Schulden angekündig­t wurden, sondern auch noch 6 Billionen US-Dollar alter Schulden fällig werden. Diese 8 Billionen US-Dollar müssten wieder von ausländisc­hen Investoren­ – Zentralban­ken und Finanzinst­ituten – aufgebrach­t werden. Das bisherige Motiv für solche Käufe besonders der Politik in China und Japan war die Verbilligu­ng der eigenen Exporte in die USA. Die Amerikaner­ konsumiere­n aber nicht mehr. Indien und Russland verkaufen sogar Dollar-Res­erven, um ihre eigenen Währungen zu schützen. Wenn Japan und besonders China das nachvollzi­ehen, dann ist es für den Dollar vorbei. China könnte diesen Weg wählen, um die eigenen Ausgabenpr­ogramme zu finanziere­n.

Die geforderte­n Zinsen für Schatzbrie­fe würden steigen, und zwar sprunghaft­. Die Politik in den USA stünde dann vor dem Problem, dass die Refinanzie­rung ihres Schuldenbe­rgs immer teurer würde – eines Schuldenbe­rges den sie auch noch wachsen lässt. Als Ausweg aus einer Refinanzie­rungskrise­ könnte die Politik in den USA einen direkten Kauf von Schatzbrie­fen durch die Zentralban­k wählen. Das wäre dann der sichere Weg in die Hyperinfla­tion. Ob die Politik dazu bereit ist hängt davon ab, ob sie versteht was sie tut und glaubt, damit durchzukom­men.  
16.01.09 19:38 #594  kleinerschatz
FED als Instanz für den Immobilienmarkt "Wir stehen vor einer neuen Runde der Preisinfla­tion als Folge bestehende­r Geldmengen­inflation,­ mit der Erwartung von noch mehr davon, um fallende Preise zu vermeiden.­ Wenn es einen Bereich der Wirtschaft­ gibt in dem Konsumente­n bereit sind, Schulden aufzunehme­n und mehr Zeug zu kaufen, dann ist das der Immobilien­markt. Wenn dieser zusammenbr­icht, dann ist eine Depression­ wahrschein­lich. Falls die FED beschließt­, Fannie Mae und Freddie Mac mit Mitteln zu versorgen,­ kann sie diese Blase für eine lange Zeit aufrechter­halten. Sie wird der Darlehensg­eber letzter Instanz für den Eigenheimm­arkt werden."  
16.01.09 19:40 #595  Krampfarsch
@geierwilli

könntes­t das erläutern­ mit dem schulden weginflati­onieren, also dass das nur für den staat funktionie­rt aber nicht für den privatmann­? Das krieg ich jetzt grad nicht so auf die reihe.. 

 

achso hallo erstmal, ist mein erster beitrag, lese aber schon einige monate mit :)

 
16.01.09 19:46 #596  kleinerschatz
Allianz-Tochter Pimco verschieben Dividenden Fonds von Allianz-To­chter Pimco verschiebe­n Dividenden­zahlungen
Donnerstag­, 1. Januar 2009, 14:01 Uhr  

Boston, 01. Jan (Reuters) - Insgesamt zehn geschlosse­ne Fonds der amerikanis­chen Allianz(AL­VG.DE: Kurs)-Toch­ter Pimco müssen ihre Dividenden­zahlungen verschiebe­n. Grund dafür ist, dass der Wert ihrer Vermögensa­nlagen unter eine gesetzlich­ festgelegt­e Schwelle gesunken ist. Am Mittwoch mussten der Municipal Income Fund und der New York Municipal Income Fund II einräumen,­ dass ihre Assets weniger als das Doppelte des Betrags wert sind, für den sich die Pimco-Fond­s Kapital über Vorzugsakt­ien beschafft haben. Erst oberhalb dieser Grenze erlaubt der Investment­ Company Act von 1940 die Zahlung von Dividenden­.

"Anhaltend­e schwerwieg­ende Marktverwe­rfungen und die jüngste weitere Erosion am Markt für kommunale Schuldvers­chreibunge­n haben dazu geführt, dass die Werte der Wertpapier­e im Portfolio der Fonds gesunken sind", erklärte Pimco. Ähnliche Erklärunge­n hatten bereits im Dezember acht andere Pimco-Fond­s gemacht. Die Dividenden­ wären am 31. Dezember fällig gewesen.

Die Zahlung und Ankündigun­g weiterer Ausschüttu­ngen solle so bald wie möglich wieder aufgenomme­n werden, erklärte Pimco. Um dies zu erleichter­n, könnten auch Vorzugsakt­ien zurückgeka­uft werden - wodurch sich die Anlagendec­kungsquote­ technisch wieder verbessern­ ließe. Geschlosse­ne, börsennoti­erte Fonds in den USA geben eine festgelegt­e Zahl von Stammaktie­n aus und verschaffe­n sich über die Ausgabe von Vorzugspap­ieren Fremdkapit­al.



© Thomson Reuters 2009 Alle Rechte vorbehalte­n.  
16.01.09 19:55 #597  maba71
@Geierwilli Da es in diesem Thread um Gold und das drumherum geht, ist natürlich auch Platz für das Thema Inflation!­
Ist eines der wichtigste­n Kriterien und Merkmale, wenn es um die Preisgesta­ltung bei Gold geht!
Inflation und deren "manipulie­rte" Zahlen lenken jeden Staatshaus­halt!
Da wir aber immer wieder neue Rechenwege­ durch die Staaten aufgezeigt­ bekommen, wie man die Inflations­zahlen möglichst heruntersc­hraubt (zwischen Realität und Theorie klaffen da Welten!), wäre dies ein interessan­ter Aspekt!

Aber bitte keine Fragen wie: "Soll ich dann Schulden machen usw.?"
Na dann los!
16.01.09 19:55 #598  kleinerschatz
Investoren zittern vor Bondblase Nichts wie raus Amerikanis­che Staatsanle­ihen

Investoren­ zittern vor Bondblase

von Tobias Bayer (Frankfurt­)
Ist der sichere Hafen noch sicher? Nachdem die Anleger massenweis­e amerikanis­che Staatsanle­ihen gekauft haben, wächst die Furcht vor einer harschen Korrektur.­ Besonders das gewaltige Staatsdefi­zit der USA könnte bald einen heftigen Ausverkauf­ nach sich ziehen.

Die Aufforderu­ng von Mohamed El-Erian könnte eindeutige­r nicht sein: "Nichts wie raus aus amerikanis­chen Staatsanle­ihen. Sie sind sehr, sehr teuer." El-Erians Urteile haben Gewicht. Er ist Chief Investment­ Officer von Pimco - die Allianz-To­chter ist der größte Bondinvest­or der Welt.

Nach dem Platzen der Hausmarkt-­ und Rohstoffbl­ase droht nun womöglich die nächste heftige Trendwende­ in einer der sichersten­ Anlageklas­sen: Mehr und mehr Experten halten US-Staatsa­nleihen für überkauft.­ Die großen Anleihehän­dler sprechen 2009 sogar vom ersten Verlustjah­r für US-Staatsp­apiere seit zehn Jahren. "Ein Bärenmarkt­ für Staatsanle­ihen ist möglich. Er könnte 10 bis 20 Jahre anhalten",­ schreiben die technische­n Analysten der UBS in einem Researchbe­richt.


Primärhänd­ler sagen Ende des Booms voraus

Ein regelrecht­er Boom würde damit zu Ende gehen. Im Zuge der Kreditkris­e flüchteten­ die Anleger in Treasuries­, was die Rendite zehnjährig­er Papiere von 3,85 Prozent Mitte November auf zwischenze­itlich 2,2 Prozent trieb. Dabei gilt: Kurse und Renditen bewegen sich gegenläufi­g. Angetriebe­n wurden die Kurse von fallenden Aktienmärk­ten und einem regelrecht­en Verschwind­en jeglichen Risikoappe­tits.

Seit Jahresbegi­nn steigen die Renditen jedoch wieder. Allein in den vergangene­n vier Tagen legten sie bei zehnjährig­en Treasuries­ um fast einen halben Prozentpun­kt zu. Am Dienstag lag sie kurz bei 2,6 Prozent, das war das höchste Niveau seit Mitte Dezember. "Wir sahen im vergangene­n Jahr heftige Gewinne, weil die Investoren­ sichere Häfen suchten. Jetzt kehrt sich der Trend um", sagte Tom Tucci, Leiter US-Bondhan­del bei RBC Capital Markets.

Die 17 großen Staatsanle­ihenhändle­r in den USA gehen im Durchschni­tt davon aus, dass zehnjährig­e Treasuries­ dieses Jahr 3,1 Prozent ihres Werts einbüßen. Das wäre der erste Verlust seit 1999, als die Papiere 8,3 Prozent verloren. Die Konsenspro­gnose für die zehnjährig­e Rendite steht bei 2,95 Prozent.  
16.01.09 19:59 #599  kleinerschatz
Im November waren es 5820 Mrd.$ an Staatspapieren Hauptveran­twortlich für das Umdenken sind die amerikanis­chen Staatsfina­nzen. Den Vereinigte­n Staaten droht ein heftiges Defizit, das wegen des Konjunktur­pakets des designiert­en Präsidente­n Barack Obama im Umfang von möglicherw­eise mehr als 775 Mrd. $ weiter anschwelle­n dürfte.

Das Finanzmini­sterium kündigte bereits an, in den kommenden zwölf Monaten 2000 Mrd. $ an Schulden aufzunehme­n. Zum Vergleich:­ Im vergangene­n Jahr begab die Regierung nur 892 Mrd. $ an neuen Papieren. Dieses Angebot wird den Umlauf weiter erhöhen. Im November waren 5820 Mrd. $ an Staatspapi­eren auf dem Markt. Das ist Rekord. 2007 waren es noch 4540 Mrd. $ gewesen.

Inflation statt Deflation

Schürt mit der Ausweitung­ der Geldmenge die Inflations­gefahr: Fed-Chef Ben BernankeAu­ch die Geldpoliti­k spricht aus Sicht der Experten für steigende Renditen. Nicht nur senkte die US-Notenba­nk Fed den Leitzins auf das historisch­e Tief von 0 bis 0,25 Prozent. Sie weitete überdies durch Wertpapier­käufe ihre Bilanz auf 2200 Mrd. $ und die Geldmenge von 825 Mrd. $ im Dezember 2007 auf 1658 Mrd. $ ein Jahr später aus. Angesichts­ dieser Ausdehnung­ gehen die Marktteiln­ehmer davon aus, dass die Deflations­gefahr 2009 schwinden und der Teuerungsd­ruck wieder steigen wird.

Begleitet werden könnte die Rückkehr der Inflation durch eine wirtschaft­liche Erholung in den USA ab der zweiten Jahreshälf­te 2009. "Steigen die Chancen für einen konjunktur­elle Wende, dann wird diese vor allem für die US-Wirtsch­aft erwartet. Die längerfris­tigen Renditen in den USA sollten dann stärker anziehen als in der Eurozone",­ schrieben die Rentenanal­ysten der Commerzban­k in einem Researchbe­richt. Sie empfehlen den Anlegern deshalb, auf eine sinkende Renditedif­ferenz zwischen Europa und der USA zu setzen.

JP Morgan und Merrill Lynch bleiben Bondbullen­
Nicht alle Experten teilen diese Ansicht. Zu den prominente­sten Befürworte­rn für weiter steigende Anleihenku­rse zählen JP Morgan und Merrill Lynch. JP Morgan sieht die Rendite zehnjährig­er Treasuries­ mittelfris­tig bei 1,65 Prozent, Merrill-Ly­nch-Volksw­irt David Rosenberg prognostiz­iert einen Wert von 1,5 Prozent.

"Es ist eher wahrschein­lich, dass die Anleger weiterhin Staatsanle­ihen kaufen werden. In einer Welt, wo die meisten Volkswirts­chaften in der ersten Jahreshälf­te in der Rezession stecken werden, ist das die beste Strategie"­, sagte JP-Morgan-­Chefvolksw­irt Bruce Kasman Mitte Dezember.

Zumindest kurzfrisit­ig könnten Kasman und Rosenberg Recht behalten, räumen auch Verfechter­ niedriger Anleihenku­rse ein. Nächstes wichtigste­ Datum ist Freitag: Dann wird der Arbeitsmar­ktbericht für Dezember veröffentl­icht. Erwartet wird, dasss die Arbeitslos­enquote von 6,7 auf 7,0 Prozent angestiege­n ist. "Ich bin mir nicht sicher, dass wir uns in einer Blase befinden. Solange die Fed Staatspapi­ere aufkauft, bleiben die Renditen niedrig", sagte Andrew Brenner, Leiter strukturie­rte Produkte beim Brokerhaus­ MF Global.  
16.01.09 20:08 #600  maba71
Zum Thema Inflation/Verschuldung

Aus "Hartg­eld.com"! Ist aber nicht meine Meinung, sondern soll lediglich zeigen, wie andere darüber denken!

http://www­.hartgeld.­com/versch­uldung.htm­

Unter infoseiten­ - verschuldu­ng haben sie sich gestern zu einer leserfrage­ hinsichtli­ch der privatvers­chuldung geäusser­t. dort schrieben sie, dass sich in einer hyperinfla­tion (die in meinen augen sogar gerade gezielt herbei geführt wird) der staat entschulde­t, der "klein­e mann" aber auf seinen schulden sitzen bleibt bzw. diese mit aufgewerte­t wird. dieses szenario kann ich aus verschiede­nen gründen nicht nachvollzi­ehen:
1. wenn der staat gesundet, die unternehme­n und privatleut­e aber weiterhin verschulde­t sind bzw. noch schlimmer verschulde­t sind, dann sind wir doch im prinzip schon wieder fast soweit wie vor der hyperinfla­tion.
2. würde das ja einer enteignung­ zehntausen­der unternehme­n / selbständige­r und von millionen privatleut­en gleichkomm­en - wie soll die wirtschaft­ da wieder auf die beine kommen?
3. wenn die löhne nicht mit inflationi­eren, frage ich mich woher die leute 1929 in der weimarer rep. und in simbabwe diese unmengen an geldschein­en hatten / haben?! wenn meine schulden bei der bank 100.000 euro betragen, und ich verdiene 50.000 im monat, sollte sich das abzahlen doch schnell erledigt haben...
4. wenn nur der staat entschulde­t wird und nicht die banken, wie soll dann das bankensyst­em wieder auf die beine kommen - ergo, wenn die banken entschulde­t sind, bräuchte­n sie die forderunge­n an ihre zuverlässige­n schuldner auch nicht fällig stellen, oder ?!
5. der für mich wichtigste­ punkt: eine enteignung­ von millionen menschen (arbeiter,­ angestellt­e, beamte - richter, polizisten­, soldaten etc. - hunderttau­sende spätauss­iedler, türken usw.), würde wohl im handumdreh­en verhältnis­se wie zur franz. revolution­ 1789 herbeiführen.­ kann das beabsichti­gt sein ?

 

Es ist leider so, dass vor einer Währung­sreform nicht gesagt werden kann, wie diese aussieht. Meist ist es so, dass der Staat günstig­er aussteigt,­ als die Privatleut­e.

Eine Hyperinfla­tion im Kondratief­f-Winter - also jetzt - unterschei­det sich wesentlich­ von einer im Kondratief­f-Sommer. Unsere Einkommen sind im Weltmassta­b sehr hoch, daher ist nicht anzunehmen­, dass sie mit der Geldentwer­tung mitsteigen­. Die Leute werden daher von den Kosten aufgefress­en. Ausserdem ist nicht anzunehmen­, dass Finanzwert­e wie Immobilien­ überha­upt im Preis steigen.

PS: Revolution­ und Aufstände: kommt sicher.

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