Stahlhersteller - Zykliker
| eröffnet am: | 03.03.19 22:52 von: | Top-Aktien |
| neuester Beitrag: | 17.03.25 16:52 von: | lordslowhand |
| Anzahl Beiträge: | 3109 | |
| Leser gesamt: | 1457453 | |
| davon Heute: | 62 | |
bewertet mit 8 Sternen |
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11.02.25 17:58
#3101
Highländer49
Salzgitter
Geschäftszahlen und Ausblick von Salzgitter haben die Aktien des Stahlkonzerns am Dienstag unter dem Strich nur wenig bewegt. Nach zunächst stärkeren Schwankungen in beide Richtungen pendelte sich der Kurs rasch wieder auf dem schon vor der Zahlenvorlage erreichten Niveau ein. Zuletzt betrug das Minus 0,9 Prozent auf 18,54 Euro.
https://www.ariva.de/news/...zgitter-zahlen-kein-kurstreiber-11532603
https://www.ariva.de/news/...zgitter-zahlen-kein-kurstreiber-11532603
13.02.25 11:12
#3102
Highländer49
Salzgitter
Die Salzgitter-Aktie befindet sich Mitte Januar in einem starken Aufwärtstrend. Am Donnerstag verbessert sie sich um weitere +1,8% auf aktuell 19 €; insgesamt beträgt der Kursanstieg damit rund +20%. Ist das der Beginn einer nachhaltigen Kurserholung?
https://www.finanznachrichten.de/...-reicht-das-kurspotenzial-486.htm
https://www.finanznachrichten.de/...-reicht-das-kurspotenzial-486.htm
20.02.25 16:06
#3103
Been
Chartstatistik
Wenn ich es richtig gesehen habe hat der 38tage durchschnitt den 200tage durchschnitt nach oben durchbrochen.
Ob das in Zeiten von ständigen allzeithochs bei dax was zu sagen hat, wenn eine Korrektur kommt, keine Ahnung.
Ob das in Zeiten von ständigen allzeithochs bei dax was zu sagen hat, wenn eine Korrektur kommt, keine Ahnung.
11.03.25 11:55
#3105
ElCondor
Doppeltop
Die Doppeltop-Formation signalisiert eine Trendumkehr zum Abwärtstrend.
https://www.boerse-und-finanzen.de/...on-doppelboden-w-formation.html
https://www.boerse-und-finanzen.de/...on-doppelboden-w-formation.html
11.03.25 13:26
#3106
lordslowhand
Schnee von gestern. die eigentliche Doppel-Top-
Formation ist doch der erneute Einzug von Trump ins Oval Office!
Mit seinen Zoll-Ankündigungen und dem Vereisen aller wirtschaftlichen Kontakte (mit Ausnahme Russlands) war die Richtung der US-Indices vorgegeben.
Mit seinen Zoll-Ankündigungen und dem Vereisen aller wirtschaftlichen Kontakte (mit Ausnahme Russlands) war die Richtung der US-Indices vorgegeben.
11.03.25 15:10
#3107
Karlchen_V
Zykliker war früher einmal...
Früher war es so, dass die Stahlproduktion ein ziemlich guter Frühindikator für die gesamte Konjunktur war. Zog die Stahlproduktion an, konnte man ziemlich sicher sein, dass es danach auch mit der Produktion von Autos, Maschinen etc aufwärts ging. Dadurch entstanden zusätzliche Arbeitsplätze, wodurch der private Konsum angekurbelt wurde. Usw. Und wenn die Stahlproduktion in die Knie ging, folgte alsbald auch die Konjunktur generell. So war es jedenfalls früher - und früher war die Welt viel einfacher.
Stahlproduktion ist sehr vorleistungs- und kapitalintensiv. Löhne etc. spielen eher eine Nebenrolle. Vorleistungen sind Erze und Energie bzw. Energieträger - und weil die Anlagen viel kosten, schlagen noch die Abschreibungen zu Buche. Bei Energie hat man in Deutschland stetige Preissteigerungen erlebt, zuletzt besonders drastische. Das macht der Stahlindustrie - wie auch der Chemiebranche - schwer zu schaffen. Bei Stahl kommt noch hinzu, dass aus politischen Gründen nun auf sog. klimaneutrale Produktion umgestellt werden soll. M. E. sind die Verfahren aber überhaupt noch nicht ausgereift und ziemlich teuer. Die noch bestehende Regierung hat zwar mit hohen Subventionen gewunken - überzeugend war das aber nicht.
Kurzum: Die Stahlproduktion in Deutschland ist nicht mehr nur ein konjunkturelles Abbild, sondern inzwischen stark politischen Einflüssen unterworfen. Inzwischen sind die Standortbedingungen für Branchen wie diese hierzulande eher schlecht. Das gilt für das Preisniveau bei Energie wie fafür, dass die Politik meint entscheiden zu müssen, welche Produktionen gewünscht sind.
Kurzum: Die Stahlindustrie ist hierzulande kein Zykliker mehr. Für ihre Entwicklung ist immer weniger die Nachfrage nach ihren Produkten entscheidend, sondern die Vorstellungen der Politik darüber, was gut ist für Ziele, die weit außerhalb des Wirtschaftlichen liegen. Das gilt für Deutschland wie für die EU.
Aber wenn Politiker meinen, tiefgreifend in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen zu müssen, dann werde ich einen großen Bogen bei meinen Anlagen um solche Länder machen.
Nichts gegen Stahlaktien. Gehören in ein ausgeglichenes Depot. Aber bitte nix aus Deutschland oder der EU. Bessere Alternativen: CMC oder Reliance.
Stahlproduktion ist sehr vorleistungs- und kapitalintensiv. Löhne etc. spielen eher eine Nebenrolle. Vorleistungen sind Erze und Energie bzw. Energieträger - und weil die Anlagen viel kosten, schlagen noch die Abschreibungen zu Buche. Bei Energie hat man in Deutschland stetige Preissteigerungen erlebt, zuletzt besonders drastische. Das macht der Stahlindustrie - wie auch der Chemiebranche - schwer zu schaffen. Bei Stahl kommt noch hinzu, dass aus politischen Gründen nun auf sog. klimaneutrale Produktion umgestellt werden soll. M. E. sind die Verfahren aber überhaupt noch nicht ausgereift und ziemlich teuer. Die noch bestehende Regierung hat zwar mit hohen Subventionen gewunken - überzeugend war das aber nicht.
Kurzum: Die Stahlproduktion in Deutschland ist nicht mehr nur ein konjunkturelles Abbild, sondern inzwischen stark politischen Einflüssen unterworfen. Inzwischen sind die Standortbedingungen für Branchen wie diese hierzulande eher schlecht. Das gilt für das Preisniveau bei Energie wie fafür, dass die Politik meint entscheiden zu müssen, welche Produktionen gewünscht sind.
Kurzum: Die Stahlindustrie ist hierzulande kein Zykliker mehr. Für ihre Entwicklung ist immer weniger die Nachfrage nach ihren Produkten entscheidend, sondern die Vorstellungen der Politik darüber, was gut ist für Ziele, die weit außerhalb des Wirtschaftlichen liegen. Das gilt für Deutschland wie für die EU.
Aber wenn Politiker meinen, tiefgreifend in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen zu müssen, dann werde ich einen großen Bogen bei meinen Anlagen um solche Länder machen.
Nichts gegen Stahlaktien. Gehören in ein ausgeglichenes Depot. Aber bitte nix aus Deutschland oder der EU. Bessere Alternativen: CMC oder Reliance.
17.03.25 16:52
#3109
lordslowhand
#3107 : Pech für Dich, ...
Nichts gegen Stahlaktien. Gehören in ein ausgeglichenes Depot. Aber bitte nix aus Deutschland oder der EU.
...dass gerade deutsche Stahlhersteller seit Jahresbeginn (Thyssen von 4,xx auf 9,xx und Salzgitter von ~16 auf ~26) so gut performt haben.
CMC dagegen haben von ihrem ATH im Dezember inzwischen ca 25% abgegeben, Reliance Inc. tanzt reichlich volatil seitwärts - freundlich ausgedrückt.


