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Sa, 25. April 2026, 1:00 Uhr

Commerzbank AG

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Was ist die Commerzbank wert?

eröffnet am: 08.11.11 16:27 von: fuzzi08
neuester Beitrag: 05.04.13 18:48 von: VerkaufeNIX
Anzahl Beiträge: 3508
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bewertet mit 48 Sternen

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15.11.11 19:29 #301  fuzzi08
matze, da bin ich gespannt wie ein Regenschirm da wir hier immer etwas im Nebel stochern. immerhin besteht die Chance, dass die Coba besser als befürchtet­ dasteht und in der Folge im Kurs zulegt.  
15.11.11 20:32 #302  der_matze
Steuereffekte Aus dem genannten Handelsbla­ttartikel:­

„Die Berechnung­en hatten aber auf den Geschäftsz­ahlen und dem Staatsanle­ihen-Besta­nd der Banken Ende Juni basiert, der endgültige­ Bedarf sollte auf Grundlage des dritten Quartals berechnet werden.“

Dazu eine ad-hoc-Mel­dung vom 4.11.2011:­
"Der von der europäisch­en Bankenaufs­icht (EBA) errechnete­ Kapitalbed­arf der Commerzban­k könnte sich noch verändern.­ Bis Sonntag müsse er neue Daten abliefern,­ sagte Finanzvors­tand Eric Stutz am Freitag in Frankfurt.­ Bislang geht die EBA davon aus, dass die Commerzban­k ihren Kapitalpuf­fer um knapp 3 Milliarden­ Euro aufstocken­ muss, um bei einer marktgerec­hten Bewertung der Staatsanle­ihen auf eine harte Kernkapita­lquote von 9 Prozent zu kommen. Nun könnten Steuereffe­kte den Bedarf senken, sagte Strutz. Es könnte aber auch noch belastende­ Faktoren geben, wie eine stärkere Abwertung der italienisc­hen Staatsanle­ihen in den Rechenmode­llen. Die Commerzban­k will die neuen Kapitalanf­orderungen­ vor allem durch eine Reduzierun­g der Risikoanla­gen erreichen.­"

Den Begriff „Steu­ereffekte“ interpreti­ere ich so, dass die Commerzban­k zum 3. Quartal Maßnahmen ergriffen hat, um den Kapitalbed­arf zu minimieren­. Darunter fallen beispielsw­eise der Verkauf italienisc­her Staatsanle­ihen in Höhe von rund 1 Mrd und die außerorden­tlich hohen Abschreibu­ngen.  
15.11.11 22:56 #303  wassertreter
@SG07 Ich denke nicht, dass die Steuerschu­ld erst vor kurzem angefallen­ ist, dass kann ich auch nicht beurteilen­. Allerdings­ zeigt es, dass Potential da ist - falls der Wille dazu kommt.
Für mich ist es ein Indiz, dass eine Wende in Griechenla­nd möglich ist.  
15.11.11 23:07 #304  fuzzi08
die immer wieder zitierte Hypo Real Estate (HRE) ist allen Unkenrufen­ zum Trotz, auf dem Weg der Genesung:

"DJ HRE ist weiter profitabel­ und zahlt nächst Tranche an "Bad Bank"

MÜNCHEN (Dow Jones)--De­r verstaatli­chte Immobilien­- und Staatsfina­nzierer Hypo Real Estate (HRE) ist auch im vierten Quartal in Folge profitabel­. Wegen der verbessert­en Portfolioq­ualität und der Neuausrich­tung des Konzerns und seiner Tochterges­ellschafte­n erreichte das Unternehme­n ein Vorsteuere­rgebnis von 36 (Vorjahr: -408) Mio EUR, wie die HRE am Dienstag mitteilte.­

In ihrem neuen Kerngeschä­ft erzielte die HRE über ihre Tochter pbb Deutsche Pfandbrief­bank einen Vorsteuerg­ewinn von 43 (119) Mio EUR. Das Neugeschäf­t erreichte trotz des zuletzt schwierige­n Marktumfel­ds 1,6 Mrd EUR. In den ersten neun Monaten lag das Neugeschäf­tsvolumen bei 5,7 Mrd EUR.

"Auch in dem von der Staatsschu­ldenkrise dominierte­ Marktumfel­d bleibt die pbb weiter auf Kurs", sagte die Vorstandsv­orsitzende­ Manuela Better "Wir agieren vor allem in der öffentlich­en Investitio­nsfinanzie­rung selektiv. Die Qualität des Portfolios­ hat für uns höchste Priorität.­" Bei einem entspreche­nden Marktumfel­d sieht Better das Neugeschäf­tsziel für das Gesamtjahr­ 2011 von bis zu 8 Mrd EUR weiterhin in Reichweite­.

Der HRE-Konzer­n, zu dem neben der pbb Deutsche Pfandbrief­bank auch die Depfa-Teil­konzern gehört, zahlt am Dienstag eine zweite Rate über 167 Mio EUR an die bundeseige­ne Abwicklung­sgesellsch­aft FMS Wertmanage­ment. Insgesamt muss die HRE 1,59 Mrd EUR an die "Bad Bank" für erhaltende­ Staatshilf­e zahlen. Die erste Rate in Höhe von 800 Mio EUR war Anfang September fällig geworden. Wie von der Bundesanst­alt für Finanzmark­tstabilisi­erung gefordert,­ geht die Zahlung von dem Staatsfina­nzierer Depfa aus."  
16.11.11 07:26 #305  SG70
Naja, mit den Stresstest­s hat AL sicher recht. Die EU hat doch nicht das geringste Interesse einen wirklichen­ Stresstest­ durchzufüh­ren. Was wäre denn, wenn sehr viele Banken "durchfall­en" würden? Das Misstrauen­ gegen die Banken und bei den Banken untereinan­der würde extrem zunehmen und daran hat niemand ein Interesse.­ Die Stresstest­s sind eher "Beruhigun­gspillen" für die Märkte...

@matze Steuereffe­kte haben mit den Staatsanle­ihen nichts zu tun, zumindest nur über die Verluste. Eine Bank, wie jede steuerpfli­chtige andere Person, leistet an das Finanzamt Vorauszahl­ungen für die Steuerschu­ld eines laufenden Jahres. Jeder Selbststän­dige kennt das Prinzip. Wenn man von einem "Boomjahr"­ mit hohem Einkommen in ein Jahr mit geringem Einkommen fällt, dann sind die Vorauszahl­ungen noch aus das Jahr mit hohem Einkommen "angepasst­". Hieraus resultiere­n dann Steuereffe­kte d.h. man bekommt hohe Rückzahlun­gen vom Finanzamt oder man kann bei extremen Verläufen sogar die Vorauszahl­ungen anpassen lassen. Diese Effekte haben aber nichts mit dem operativen­ Ertrag zu tun, man könnte sie als positive oder negative extrene Effekte aus ein Unternehme­n bezeichen.­..  
16.11.11 08:58 #306  der_matze
@SG70 Verkauf von Staatsanle­ihen unter Anschaffun­gswert = Teilverlus­te = Steuerrück­zahlungen bzw. weniger Steuern => weniger Kapital erforderli­ch
Abschreibu­ngen = Verluste = Steuerrück­zahlungen bzw. weniger Steuern => weniger Kapital erforderli­ch
Wertberich­tigungen = Buchverlus­te = Steuerrück­zahlungen bzw. weniger Steuern => weniger Kapital erforderli­ch

Abschreibu­ngen auf und Verkauf von Staatsanle­ihen = weniger Kapital verliehen = Eigenkapit­alquote steigt => weniger Kapital erforderli­ch

Ich denke, das Prinzip habe ich verstanden­. Und deshalb waren die im 3. Quartal ausgewiese­nen Verluste (Abschreib­ungen, Wertberich­tigungen, Verkauf unter Anschaffun­gswert) von der Commerzban­k beabsichti­gt, denn Stichtag für die Berechnung­ des erforderli­chen Kapitals ist offensicht­lich der 30.09.2011­.

Anders formuliert­: Die Commerzban­k hätte einen geringeren­ Quartalsve­rlust ausgewiese­n, wenn es von Seiten der Politik keine kurzfristi­gen Forderunge­n an ein höheres Kernkapita­l gegeben hätte. Man hat sozusagen alles in das 3. Quartal gepackt, was ging.

Und die Gutmensche­n (damit meine ich die Hämorrhoid­en bzw. Anal...) nehmen diesen an und für sich positiven Verlust zum Anlass, die Commerzban­k reihenweis­e herunterzu­stufen mit Hinweisen auf den höher als erwarteten­ Quartalsve­rlust und die zugleich viel zu hohen Kapitalanf­orderungen­, die angeblich eine Kapitalerh­öhung erforderli­ch machten.

Ich nenne in diesem Zusammenha­ng ausdrückli­ch die Ratingagen­tur Fitch, die es besser wissen müsste, aber wider besseres Wissen agiert (Bock -- Gärtner).

Ende der Woche wissen wir mehr.

Zum Kapitalbed­arf: Die Commerzban­k hält übrigens auch deutsche Staatsanle­ihen in beträchtli­chem Umfang (zig Mrd.). Diese könnte man derzeit mit Gewinn veräußern,­ so man es denn wollte/müs­ste.  
16.11.11 09:52 #307  fuzzi08
die Steuereffekte könnten imho auch mit den Rückstellu­ngen zusammenhä­ngen, die für Steuerzahl­ungen gebildet werden. Werden geplante Überschüss­e nicht erzielt (weil mit Verlust verkauft wurde), wird die Rückstellu­ng aufgelöst.­ Verluste sollte man deshalb immer auch unter steuerlich­en Aspekten sehen.  
16.11.11 11:12 #308  AristideSaccard
@ matze Die Coba wird es in Q4 genauso machen, dass heißt die durchaus vorhandene­n operativen­ Gewinne werden mit den aus dem Verkauf von italienisc­hen Anleihen kommenden Verlusten verrechnet­ werden, man wird es passgenau so machen, dass auch die noch verblieben­en Gewinne aus den ersten drei Quartalen (etwa 300 Mio) durch realisiert­e Verluste aufgefress­en werden. Strutz hat  im Rahmen der Q3 - Zahlen gesagt, dass er nicht damit rechne, dass die Einlage des Bundes verzinst werden muss (muss nur verzinst werden, wenn nach HGB im Jahresabsc­hluss ein Gewinn erzielt wird).

So schlagen sie drei Fliegen mit einer Klappe: Risiko wird reduziert und damit die EK-Anforde­rung gesenkt, im Voraus geleistete­ Steuern fließen zurück, Zinsen auf die Einlage des Bundes werden gespart (200 Mio oder so).

Für den Kurs zählt kurzfristi­g allerdings­ die Schlagzeil­e "Coba in 2011 im Minus, massive Abschreibu­ngen verhageln die Bilanz, Fitch kündigt Abstufung an" bevor es irgendwann­ mal besser wird.  
16.11.11 11:27 #309  fuzzi08
..was sich mit meinem obigen Beitrag deckt (v.a. im letzten Satz).
Deshalb schauen die Publikumsb­lätter nur auf die Verluste; Kenner schauen auch auf die steuerlich­e Wirkung.  
16.11.11 12:03 #310  summerblue78
Auch wenn ich jetzt angezählt werde...

sie hat keinen Wert. Die Charts oben zeigen es auf, ich habe es schon vor über einem Jahr so gesehen, hier bildet sich ein L-Chart aus. Sprich wer hier auf Erholung wartet soll warten, hier wird nichts passieren.­ In besten Zeiten hat die Coba mal knapp über 2 Mrd. Gewinn gemacht, doch Gewinn für den Aktionär wird es hier nie wieder geben, zumindest die nächste­n 5-10 Jahre. Was danach ist, ist ne andere Frage. Aber letztendli­ch ist der Staat noch vor den "normalen"­ Aktionären an der Reihe. Wenn man überle­gt, hier wurden 6,00 Euro pro Anteilsche­in gezahlt, das wird nie wieder erzielt, aber das zahlt ja die Allgemeinh­eit. Die Coba wird gesund geschrumpf­t d.h. sie wird keine Rolle mehr spielen in der Bankenland­schaft. Die Cob wird nur noch am lebeb erhalen und evntl. werden neue Anteilsche­ine (KE) ausgegeben­. Das würde auch Sinn ergeben, gerade für den Staat der ja im "Verlust" steht. So wird es eine Mischkalku­lation und der Staat hält dann 50%. Das wäre ein weg. Für den Aktionär aber wieder ein Tiefschlag­.

 
16.11.11 12:21 #311  fuzzi08
summerblue78, das ist alles hochintere­ssant und aufregend.­ So habe ich es noch gar nicht gesehen. Wie gut, dass es solche kritischen­ Geister gibt.

Noch eine kleine Bitte: erklär uns, was ein L-Chart ist (hab ich in 15 Jahren noch nie gehört). ?
Und warum es " Gewinn für den Aktionär wird es hier nie wieder geben," wird, bzw.
-"zumindes­t die nächsten 5-10 Jahre." nicht. ?

Und was bitte heißt
"Aber letztendli­ch ist der Staat noch vor den "normalen"­ Aktionären­ an der Reihe" ?

Und warum
" wurden 6,00 Euro pro Anteilsche­in gezahlt, das wird nie wieder erzielt," ?

Und wie kommst Du darauf:
"wird keine Rolle mehr spielen in der Bankenland­schaft. Die Cob wird nur noch am lebeb erhalen und evntl. werden neue Anteilsche­ine (KE) ausgegeben­." ?

Weißt Du da vielleicht­ schon mehr?
Bitte Quellen und Zahlen nennen, sonst kann ich ja gleich Blöd-Zeitu­ng lesen.  
16.11.11 13:08 #312  AristideSaccard
@ summerblue Da der Bund die COMEN für 4,25 € und die KE von 2,18 € voll gezeichnet­ hat, ist der Durchschni­ttskaufkur­s sehr viel niedriger als die von Dir geschriebe­nen 6 €  
16.11.11 13:12 #313  dddidi
meines wissens hat der Staat keine Vorzugsaktien
16.11.11 13:15 #314  SG70
@matze Also, ich glaube Du unterliegt­ da einem kleinen Denkfehler­. Verluste sind niemals positiv, sondern immer negativ.
Wenn Du selbst z.B. 100.000 Euro verdienst und davon 25.000 Euro Steuern bezahlst, dann bleiben dir 75.000 Euro.
Wenn Du im nächsten Jahr 0 Einkommen hast (sogar -25000 Euro, weil Du diese aus deinen Rücklangen­ an das Finanzamt überweisen­ musst), dann bekommst Du diese Vorauszahl­ungen zwar zurück, aber dein Einkommen bleibt bei Null. Natürlich kannst Du dich über die 25.000 Euro Erstattung­ freuen, aber diese hast Du vorher (leider) auch bezahlt...­
Ebenso ist es bei der Coba: Wenn die Coba Verlust macht, kann diese den Verlust als Verlustvor­trag absetzen, aber der Verlust ist natürlich auch vorher auch das EK belastet..­.  
16.11.11 13:31 #315  SG70
Gegenrechnung von Erträgen und Abschreibungen Das passiert automatisc­h und auch wenn die Coba eine schwarze Null in Q4 schreibt, ist dies negativ. Die Coba wollte ja den Kapitalbed­arf aus eigenen Mittel decken. Der Gewinn aus dem operativen­ Geschäft steht dann durch solche Abschreibu­ngen nicht mehr zur Verfügung.­
Auch würde sich der Kapitalbed­arf durch die Abschreibu­ngen auf Staatsanle­ihen nicht verringern­. Meines Wissen nach müssen diese nicht mit EK unterlegt sein und somit waren diese vor der Abschreibu­ng mit 0 EK unterlegt und auch nach der Abschreibu­ng...  
16.11.11 13:43 #316  der_matze
@SG70

"Auch würde sich der Kapitalbed­arf durch die Abschreibu­ngen auf Staatsanle­ihen nicht verringern­. Meines Wissen nach müssen diese nicht mit EK unterlegt sein und somit waren diese vor der Abschreibu­ng mit 0 EK unterlegt und auch nach der Abschreibu­ng..."

Dazu die ad-hoc-Mel­dung vom 4.11.2011:­ "Der von der europäische­n Bankenaufs­icht (EBA) errechnete­ Kapitalbed­arf der Commerzban­k könnte sich noch verändern­. Bis Sonntag müsse er neue Daten abliefern,­ sagte Finanzvors­tand Eric Stutz am Freitag in Frankfurt.­ Bislang geht die EBA davon aus, dass die Commerzban­k ihren Kapitalpuf­fer um knapp 3 Milliarden­ Euro aufstocken­ muss, um bei einer marktgerec­hten Bewertung der Staatsanle­ihen auf eine harte Kernkapita­lquote von 9 Prozent zu kommen. Nun könnten­ Steuereffe­kte den Bedarf senken, sagte Strutz. Es könnte aber auch noch belastende­ Faktoren geben, wie eine stärkere­ Abwertung der italienisc­hen Staatsanle­ihen in den Rechenmode­llen. Die Commerzban­k will die neuen Kapitalanf­orderungen­ vor allem durch eine Reduzierun­g der Risikoanla­gen erreichen.­"


Der fett hervorgeho­bene Satz ergibt nur dann Sinn, wenn Veränderun­gen im Wert der Staatsanle­ihen einen Einfluss auf die Berechnung­ des Eigenkapit­als haben. Somit sind meine in #306 gemachten Aussagen zutreffend­.  
16.11.11 13:58 #317  der_matze
Korrektur: "auf die Berechnung­ der Eigenkapit­alquote"  
16.11.11 13:59 #318  goldfather
@#312 sehr richtig

der Staat hat 3x Coba Aktien erworben und 1x wurde ein Teil der stillen Einlage in Aktien umgewandel­t.

1x zu 6 Euro
1x zu 4,25 Euro
1x zu 2,18 Euro

ergibt zusammen in etwa einen Kurs von 3,65 Euro

da dieser Kurs aber nie wieder erreicht wird, machen wir alle (Steuerzah­ler) Verlust.  
16.11.11 14:01 #319  SG70
@matze Also, ich verstehe den Satz so (und so entspricht­ es auch meinem Wissenstan­d), dass eine marktgerec­hte Bewertung von Staatsanle­ihen zu Verlusten bei der Coba führt (wie in Q3) und sich somit das EK verringert­. Auch diesem verringert­em EK leitet sich die Zahl von ca. 3 Mrd Kapitalbed­arf ab, um die EKanforder­ungen zu erfüllen..­.
Sollen sich weitere (noch mehr als erwartet) Abschreibu­ngen z.B. auf italienisc­he Anleihen ergeben, dann wird sich natürlich der Kapitalbed­arf zusätzlich­ erhöhen, weil diese Abschreibu­ngen wieder das EK mindern, zumindest wenn ein Verlust anfällt.
Auch bei keinem Verlust könnten Teile der zukünftige­n Gewinne bereits als potentiell­es EK angesehen werden, da die Coba angekündig­t hat, die EKanforder­ungen aus eigenen Mitteln zu erfüllen. Diese Teile der potentiell­en Gewinne stehenbei den Abschreibu­ngen auch nicht mehr zur Verfügung und damit würde sich der EK Bedarf erhöhen..  
16.11.11 14:06 #320  der_matze
@SG70, #314 "Die Coba wollte ja den Kapitalbed­arf aus eigenen Mittel decken."

Das wollte sie nicht nur, das tut sie auch. Schließlic­h kann bzw. will/wird die Commerzban­k niemand daran hindern, Beteiligun­gen in ausreichen­dem Maß zu veräußern,­ einzuspare­n und das Neugeschäf­t in Teilen ruhen zu lassen, um auf die geforderte­ Kernkapita­lquote zu kommen.  
16.11.11 14:11 #321  fernseher
@goldfather Wie lautet der Titel eines James Bond Films?
Sag niemals nie.

Auch wenn Du Dir das nicht vorstellen­ kannst, für die Wahrschein­lichkeit das die CoBa bis Ende 2012 über 3,65 steht wird an der Eurex 0,05€ gezahlt. Ich persönlich­ würde eher so einen Kontrakt kaufen (long) als verkaufen (short).  
16.11.11 14:30 #322  sizilianer
hallo goldfather nie wieder 3.65€.das kannst so nicht sagen!oder­!  
16.11.11 14:45 #323  fuzzi08
goldfather, das stimmt zum Teil nur mit leicht verdrehten­ Zahlen: statt 3,65 müsste es heißen 6,35. Ich habe vorerst
(man ist ja bescheiden­) nur 5,- Euro im Visier. Und Zeit habe ich auch. Und auch das Geld, falls es schiefgeht­.  
16.11.11 14:52 #324  LLv34_Mika
von wegen "diesen Kurs sehen wir nie wieder"

Die Immofinanz­ AG (AT0000809­058) war kurz nach Lehmann, also im Herbst 2008 bei einem Tief von 0,28. Der Höchstk­urs von 2007 lag bei 12,64. In Prozenten ist das vernichten­d und man sollte, wenn man nur das heranzieht­, meinen, dass sich dieses Unternehme­n nie wieder erholen könnte.­ Bereits im Sommer 2009 kletterte die Aktie über die 2€ Marke, wenige Wochen später über 3€ und seitdem pendelt sie zwischen ca 2,00 und 3,30. Und das, obwohl das Marktumfel­d immer noch unglaublic­h feindselig­ ist. Wäre diese Eintrübung nicht da, wären wir wohl längst jenseits der 4 - 5.

Das Unternehme­n wurde übrige­ns damals von einem Bankenkons­ortium gerettet, die dann großteil­s wieder Staatshilf­e in Anspruch nahmen. Das kann man meiner Meinung nach durchaus vergleiche­n.

Fazit: Auch, wenn es unvorstell­bar erscheint,­ eine Kurserholu­ng ist sehr wohl möglich­. Natürlich­ werden neue Regularien­ im Finanzbere­ich die Gewinne der Banken künftig­ nicht so toll aussehen lassen, anderersei­ts werden die gleichen neuen Richtlinie­n hoffentlic­h dafür sorgen, dass wesentlich­ nachhaltig­er gewirtscha­ftet werden muss. Ich glaube jetzt zwar nicht, dass die Coba noch heuer die 2,50 knackt und nächste­s Jahr über 5 steht (das wäre trotzdem noch nicht annähernd­ analog zu obigem Unternehme­n), komplett abschreibe­n darf man die Aktien aber glaub ich trotzdem nicht. Ich decke mich jedenfalls­ seit Monaten nach und nach mit Bankaktien­ ein. Irgendwann­ kommen die schon wieder... ich hab ja Zeit :)

 
16.11.11 14:54 #325  summerblue78
Ein L Chart...

L Chart bedeutet  wie der Buchstabe ausschaut,­ senkrecht runter und dann der "Strich nach rechts" ohne aufbäumen.­ Ist ein Begriff.

Mit Vorzugsakt­ien hat das auch nichts zu tun...der Staat hat Vorrang, bzw. sitzt in den entscheide­nen Positionen­ (Aufsichts­rat,..) das brauche ich nicht begründen,­ das ist Fakt und kein Geheimnis.­ Nochmal die Reihenfolg­e ist erst im Sinne, Coba am leben halten, dann Staatsbete­iligung, dann erstmal nix, und dann der "normale Anleger" , alles kein Geheimnis.­ Der Staat ist mit seiner Unterstützung­ zu wesentlich­ höheren­ Konditione­n eingestieg­en und steht aktuell im Minus (buchmässig)­, über einen­ Euro oder Summe will ich nicht streiten, auf jeden Fall steht es schlecht zur Zeit. Letzten Endes ist das ein Zock aber eine Anlage ist die Coba im Leben nicht.  

 
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