Palm ist wieder da
| eröffnet am: | 09.01.09 10:31 von: | Parocorp |
| neuester Beitrag: | 16.04.10 17:34 von: | si tacuisses |
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08:54 09.01.09
LAS VEGAS (dpa-AFX) – Palm (Profil) will mit einem neuartigen Mobiltelefon ein Comeback starten und die Vorherrschaft des iPhone und des Blackberry im Smartphone-Markt brechen. Der Taschencomputer-Pionier präsentierte am Donnerstag (Ortszeit) auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas den Palm Pre, der mit dem neu entwickelten System "WebOS" läuft. Die Börse reagierte euphorisch auf die Ankündigung und trieb den Aktienkurs von Palm um rund 35 Prozent nach oben. "Diese Plattform wird die Basis für Innovationen der kommenden Dekade sein", sagte Palm-Chef Ed Colligan.
Das neue Telefon soll im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen und wird in den USA zunächst exklusiv vom Mobilfunkprovider Sprint und später in einer UMTS-Version in anderen Regionen angeboten. Ein genauer Starttermin und Kooperationspartner für den deutschen Markt wurden noch nicht genannt. Branchenkenner erwarten aber eine Zusammenarbeit mit Vodafone.
Das Team, das den Palm Pre entwickelt hat, wurde von Jon Rubinstein angeführt, der bei Apple entscheidend an der Entwicklung des Musikplayers iPod beteiligt war und bis zum Sommer 2006 die iPod- Abteilung von Apple geführt hatte. Das neue Palm-Betriebssystem wurde von Grund auf neu entwickelt und setzt im Kern Standard-Technologien wie beispielsweise CSS, XHTML und JavaScript ein, die bereits heute in der Entwicklung von Webanwendungen eine entscheidende Rolle spiele.
Im Gegensatz zum iPhone von Apple verfügt der Palm Pre über eine ausziehbare Tastatur und kann mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen lassen. Ähnlich wie eine elektrische Zahnbürste kann das Smartphone ohne eine Kabelverbindung induktiv an ein Ladegerät angekoppelt und aufgeladen werden. Das System des Palm Pre führt Informationen aus persönlichen E-Mail-Konten und Kontaktlisten mit Daten aus Sozialnetzwerken wie Facebook oder Flickr zusammen.
"Palm steht an einem Scheidepunkt in seiner Unternehmensgeschichte", sagte Lawrence Harris, Analyst bei CL King & Associates in New York. "Dies ist wirklich die beste Gelegenheit. Eine zweite Möglichkeit wird es vielleicht nicht mehr geben." Palm hatte Mitte der neunziger Jahre mit dem Pilot den ersten erfolgreichen PDA (Personal Digital Assistent) auf den Markt gebracht und später sein Angebot auf Mobiltelefone ausgeweitet.
Die sinkende Nachfrage nach dem Smartphone Treo und der Erfolg von Konkurrenzprodukten wie dem Blackberry und dem iPhone brachten Palm aber 2006 in eine Schieflage. Im Jahr 2007 stieg der Investor Elevation Partners LP ein, übernahm 25 Prozent der Firmenanteile und holte Rubinstein als Executive Chairman zu Palm. Im vergangenen Monat stockte Elevation Partners seine Anteile um weitere 100 Millionen Dollar auf und verschaffte dem Unternehmen damit genügend Barreserven, um die Markteinführung des Palm Pre abzuschließen./cd/DP/tw
Quelle: dpa-AFX
Wenn man bedenkt wie das Iphone eingeschlagen hat, müßte sich bei Palm auch positives tun.
Bei L&S ist der Kurs schon 21% angestiegen--mal sehen was die Amis machen
Gruss Highway Star
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Aus Las Vegas berichtet Matthias Kremp
Was für ein Comeback: Auf der CES hat Palm das Handybetriebssystem web OS und dem Palm pre vorgestellt. Zuschauer und Journalisten sind begeistert, vergleichen das innovative Handy mit Apples iPhone. Nur eine Frage blieb offen.
Dabei waren die Zweifel im Vorfeld groß gewesen: Schafft Palm den Umschwung? Hält das unter dem Codenamen Nova entwickelte neue Palm-Betriebsystem, was sich Fans und Firma davon erhoffen? Schließlich hatte das Unternehmen, das mit dem ersten PDA, dem Palm Pilot, groß wurde, in den letzten Jahren kontinuierlich Freunde verloren. Das Palm OS war seit Jahren nicht erneuert worden, wirkte altbacken und verbraucht, die neue Software galt als letzte Chance, das Unternehmen zu retten.
Deren Vorstellung aber ließ keine Zweifel aufkommen, das Palm sicher ist, einen Gewinner entwickelt zu haben.
Als im Saal das Licht ausgeht, der Schriftzug "Palm" auf der Leinwand erscheint, brandet enthusiastischer Applaus auf. Solche Zuneigungsgbekundungen kennt man sonst nur von Apple-Veranstaltungen. Aber die erste Person, die die Bühne betritt, kennt man bisher auch von Apple: Es ist Jon Rubinstein, der Mann, der bis 2006 für die Entwicklung der iPods und iMacs verantwortlich war.
Das Ende eines Mexiko-Urlaubs
Offenherzig schildert der Computeringenieur, wie er nach seinem Weggang von Apple nach Mexiko zog, es sich am Strand gutgehen ließ. Bis man ihn überredete, seinen Endlosurlaub an der mexikanischen Küste abzubrechen, zu Palm zu kommen und dem Unternehmen zu helfen, innovative neue Produkte zu erfinden. Und das war keine schlechte Idee, denn was Rubinstein wenig später aus in die Kameras hält, ist nicht nur Palms letzte Chance, in die Handy-Oberliga aufzusteigen.
Es ist der Palm pre, das erste Smartphone, auf dem Palms web OS läuft, ein Betriebssystem, das laut Palm-Geschäftsführer Ed Colligan die Art und Weise, wie man mit Daten in der vernetzten Welt umgeht, vollkommen verändern soll. Schließlich, so Colligan sind vernetzte Mobilgeräte "das nächste große Ding".
Surfen wie auf dem iPhone
Der Palm pre allerdings ist auf den ersten Blick eher ein recht kleines Ding, deutlich schlanker als iPhone, Blackberry und Ähnliches. In seinem Inneren arbeitet der neueste Mobilprozessor von Texas Instruments, und der hat offenbar reichlich zu tun. Denn die grafische Benutzeroberfläche des per Touchscreen gesteuerten Geräts ist noch aufwendiger als die des iPhone – und kann doch auf den ersten Blick begeistern.
Wie bei Apples Erfolgshandy wirkt hier alles sehr organisch, Aktionen werden ohne Verzögerung ausgeführt. Beim Scrollen laufen Listen und Webseiten ebenso locker über den Schirm wie beim iPhone. Sogar die Zoomfunktion arbeitet wie bei Apple, wird einfach aktiviert, indem man die Bildschirmanzeige mit zwei Fingern virtuell "aufzieht". Selbst der Browser erinnert an Apples Safari, stellt Web-Seiten ebenso dar wie es ein Rechner-Browser täte, nur kleiner.
Das web OS führt Daten zusammen
Damit sind die Ähnlichkeiten mit dem iPhone aber auch erschöpft, denn zusätzlich zur Touchscreen-Bedienung ist eine Aufschiebe-Tastatur eingebaut. Vor allem aber kann Palms web OS mehrere Programme gleichzeitig ausführen, was beim iPhone nicht geht. Damit man dabei nicht durcheinanderkommt, hat man sich eine Spielkarten-Metapher ausgedacht: Für jedes aktive Programm wird eine solche Karte auf dem Bildschirm angelegt. Zwischen diesen Karten wird wiederum per Fingerzeig gewechselt.
Ein Highlight ist, wie das System mit Daten umgeht. Als Synergy bezeichnet Palm dabei die Methode, mit der das web OS Daten aus unterschiedlichen Quellen übersichtlich zusammenfasst, dabei redundante, also doppelt vorhandene Informationen intelligent ausfiltert. So werden im Adressbuch beispielsweise Infos aus Google neben solchen aus Facebook angezeigt, im Kalender stehen Termine aus dem Google-Kalender neben solchen aus Outlook. Besonders fein: Erinnerungen und Hinweise auf neue Nachrichten erscheinen stets dezent am unteren Bildrand. So stören sie nicht mit nervigen Meldungen.
Der Speicher kann eng werden
Und auch über Details scheint man sch bei Palm Gedanken gemacht zu habe. So werden ungenutzte Zeiten im Kalender grafisch komprimiert, damit mehr Platz für echte Termine bleibt. Im Messenger lassen sich diverse Chat-Dienste vereinen und man kann beim Meinungsaustausch mit Freunden und Kollegen beliebig zwischen E-Mail, Chat und SMS springen.
Neben all diesen Software-Highlights tritt die Hardware des Palm pre etwas in den Hintergrund, obwohl sie nicht zu verachten ist. Anlass zur Kritik bietet höchstens der Speicher, der nur acht Gigabyte groß und nicht erweiterbar ist. Für Musik und Daten mag das reichen, will man aber auch Filme mitnehmen, wird das schnell eng.
Dafür aber lässt sich der Akku leicht austauschen, auf diese Weise wohl auch die Laufzeit verlängern. Bislang nur selten in einem Handy zu finden ist die Bluetooth-Funktion, die nicht nur drahtlos Daten überträgt, sondern auch Musik an kabellose Lautsprecher, Kopfhörer und Autoradios sendet. Dazu passt auch das erste Zubehörgerät, das Palm für den pre anbieten will. Unter dem Titel Touchstone soll es eine Ladestation geben, auf die man das Smartphone einfach auflegt, um den Akku laden zu lassen, ganz ohne Kabel. Auch das ein kleiner Trend der CES: Kabellose Ladegeräte, die Apparate per Induktion laden, sind dort gleich mehrere zu sehen (siehe Bilderstrecke oben).
Und wann geht's los?
Wann man solche Geräte wird kaufen können, ist aber bisher nur sehr grob vorhersehbar. Irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2009 soll der pre in den Handel kommen. Ein genaues Datum mochte Ed Colligan nicht nennen, zu viel Arbeit sei bis dahin noch zu erledigen. In den USA wird das Gerät dann vorerst nur beim Mobilnetzbetreiber Sprint zu bekommen sein. Wann Palm das neue Handy in Europa anbieten wird, lässt Colligan noch offen. Und auch über den Preis, der dafür zu zahlen sein wird, schweigt sich der Palm-Chef aus.
Offenbar wollte er erst die Reaktion auf das neue Modell abwarten. Teurer als das iPhone oder das Google-Handy G1 wird es wohl kaum werden.
Aufgrund der großen alten Nutzerbasis, die seit Jahren auf Neues wartet, hat er aber Chancen, beliebter zu werden: Ob die dann aber die vielen tausend Palm-Programme darauf werden nutzen können, die es bis heute gibt, haben Colligan und Rubinstein in ihrer Präsentation vollkommen offen gelassen. Ursprünglich war geplant, den neuen Palm kompatibel zu den alten zu machen. Angesichts der vielen neuen Funktion von web OS muss man aber bezweifeln, ob das tatsächlich möglich war.
Der Palm Pre im Überblick
3G-Mobilfunkanbindung (EVDO Rev. A oder UMTS/HSDPA)
W-Lan 802.11 b/g
Integriertes GPS
3.1-Zoll Touchscreen mit 320x480 Punkten
Aufschiebbare Tastatur
3-Megapixel Digitalkamera mit LED-Blitz
Standard Kopfhöreranschluss (3,5mm)
Bluetooth 2.1 + EDR mit A2DP
8 GB interner Speicher (davon rund 7.4 GB frei verfügbar)
Annäherungssensor, der den Tochscreen und das Display automatisch deaktiviert, wenn das Telefon ans Ohr geführt wird
Lichtsensor, der das Display bei dunkler Umgebung dimmt
Beschleunigungssensor, der Fotos und Internetseiten automatisch an die Nutzerperspektive anpasst
Ruftonschalter, für Stummschalten mit nur einem Knopfdruck
Wechselbare Batterie
Abmessungen: 59,57 mm (B) x 100,53 mm (L, geschlossen) x 16,95 mm (T)
Gewicht: rund 135 Gramm
iPhone-Rivale Palm Pre ausgezeichnet
http://satundkabel.magnus.de/messen/artikel/...htigste-preise-ab.html
(dpa) Das neue Smartphone Pre des Herstellers Palm hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die wichtigsten Preise des Branchenmagazins "Cnet" und des Messeveranstalters gewonnen. Der Palm Pre wurde am Samstag (Ortszeit) in Las Vegas sowohl als "Bestes Produkt der Show" als auch mit dem Publikumspreis ("People's Voice Award") ausgezeichnet. Gleichzeitig heimste Palm die Auszeichnung für das beste Mobiltelefon auf der CES ein.
"Palm steht vor einem Comeback", sagte der Leitende Redakteur von "Cnet", Brian Cooley, bei der Preisvergabe. "Ein Hattrick für Palm - das ist ziemlich beeindruckend." Palm hatte Mitte der 90er Jahre mit dem Pilot den ersten erfolgreichen Taschencomputer entwickelt und später seine Produktpalette auf Smartphones (Treo) ausweitet. In 2006 geriet das Unternehmen in eine Schieflage und wurde 2007 durch eine Investorengruppe gestützt, die Palm die Entwicklung eines komplett neuen Betriebssystems für Smartphones (WebOS) ermöglichte. Der auf der CES präsentierte Palm Pre ist das erste Gerät für diese Plattform und hat nach Meinung vieler Beobachter die Chance, die Branchenführer Apple, RIM und Nokia erfolgreich herauszufordern.
Meinungen dazu ?
Nassie ich seh dich schon im Urlaub,auch ich drücke dir die Daumen.
Gruss Highway Star


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