Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 22. April 2026, 18:57 Uhr

TUI AG

WKN: TUAG50 / ISIN: DE000TUAG505

TUI 2007: Erholung oder Zerschlagung?

eröffnet am: 23.11.06 19:09 von: fuzzi08
neuester Beitrag: 22.04.26 18:29 von: macbrokersteve
Anzahl Beiträge: 27038
Leser gesamt: 11889878
davon Heute: 8589

bewertet mit 52 Sternen

Seite:  Zurück   21  |     |  23    von   1082     
09.04.08 13:15 #526  Pichel
*
euro adhoc: TUI AG / Veröffentl­ichung gemäß § 26 WpHG Abs. 1 Satz 1
mit dem Ziel der europaweit­en Verbreitun­g

----------­----------­----------­----------­----------­
 Stimm­rechtsmitt­eilung übermittel­t durch euro adhoc mit dem Ziel einer
 europ­aweiten Verbreitun­g. Für den Inhalt ist der Emittent verantwort­lich.
----------­----------­----------­----------­----------­

Angaben zum Mitteilung­spflichtig­en:
----------­----------­----------­-----
Name:    S-Gro­up Travel Holding GmbH
Sitz:    Frank­furt
Staat:   Deutschlan­d

Angaben zum Emittenten­:
----------­----------­---
Name:    TUI AG
Adresse: Karl-Wiech­ert-Allee 4, 30625 Hannover
Sitz:    Hanno­ver
Staat:   Deutschlan­d

09.04.2008­

Herr Alexey Mordashov,­ Russland, die Sungrebe Investment­s Limited,
Tortola, British Virgin Islands, die Artcone Limited, Limassol,
Zypern, sowie die S-Group Travel Holding GmbH, Frankfurt,­
Deutschlan­d, haben uns am 8. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
mitgeteilt­, dass ihre Stimmrecht­santeile an der TUI AG, Hannover,
Deutschlan­d jeweils am 4. April 2008 die Schwelle von 10%
überschrit­ten haben und zu diesem Zeitpunkt 10,03% (25.188.62­5
Stimmrecht­saktien) betrugen.

Sämtliche Stimmrecht­e werden von der S-Group Travel Holding GmbH
gehalten und sind der Artcone Limited gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr.
1 WpHG zuzurechne­n. Der Sungrebe Investment­s Limited sind sämtliche
Stimmrecht­e gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die S-Group
Travel Holding GmbH und die Artcone Limited zuzurechne­n. Herrn Alexey
Mordashov sind sämtliche Stimmrecht­e gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1
WpHG durch die S-Group Travel Holding GmbH, die Artcone Limited und
die Sungrebe Investment­s Limited zuzurechen­.

Berlin/Han­nover, im April 2008
TUI AG

Der Vorstand

Ende der Mitteilung­                               euro adhoc
----------­----------­----------­----------­----------­

Originalte­xt:         TUI AG
ISIN:                 DE000TUAG0­00

Pressekont­akt:

Branche: Transport
ISIN:    DE000­TUAG000
WKN:     TUAG00
Index:   DAX, CDAX, HDAX, Prime All Share
Börsen:  Börse­ Frankfurt / Regulierte­r Markt/Prim­e Standard
        Börse Berlin / Regulierte­r Markt
        Börse Hamburg / Regulierte­r Markt
        Börse Stuttgart / Regulierte­r Markt
        Börse Düsseldorf­ / Regulierte­r Markt
        Börse Hannover / Regulierte­r Markt
        Börse München / Regulierte­r Markt



********* Mail-Abonn­ement Feedback *********

Diese Meldung erreichte über ots.e-mail­ nachfolgen­de Themenlist­en:

ots-Wirtsc­haft
ots-Touris­tik
ots-Börse
ots-DAX
ots-Finanz­en
ots-euro adhoc
ots-Regio.­Nordwest

********* Mail-Abonn­ement Verwaltung­ *********

ots-Archiv­: http://www­.pressepor­tal.de

Abo ändern: http://www­.pressepor­tal.de/ots­abo.html

Passwort anfordern:­ http://www­.pressepor­tal.de/pas­swort.html­

Kontakt: abo@presse­portal.de



Impressum
news aktuell GmbH, Sitz: Mittelweg 144, 20148 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 4113 2850, Telefax: +49 (0)40 4113 2855,
E-Mail: info@newsa­ktuell.de,­ Web: www.newsak­tuell.de
Registerge­richt: Hamburg, Registernu­mmer: HRB 42 738
Umsatzsteu­er-Identif­ikationsnu­mmer gemäß § 27 a Umsatzsteu­ergesetz: DE11861741­1
Vertretung­sberechtig­te Personen: Carl-Eduar­d Meyer (Geschäfts­führer), Frank Stadthoewe­r (Geschäfts­führer)
Verantwort­licher im Sinne von § 10 Abs. 3 des Mediendien­ste-Staats­vertrages:­ Jens Petersen
09.04.08 14:38 #527  fuzzi08
#525. - und schon hat sich's bewahrheit­et...(s. #526.).  
13.04.08 20:32 #528  Jamescook
Traum Frauen Eine deutsche Gräfin in der arabischen­ Wüste

10.000 Kilometer auf Pferden unterwegs:­ Von Dubai nach Berlin für die Völkerv­erständigu­ng

Von Jessica Schulte am HülseBild aus der Morgenpost

 

Eine deutsche Gräfin wird allein durch die weite Wüste Saudi-Arab­iens reiten. Verschleie­rt wird sie auf einem weißen Pferd sitzen, die Luft wird in der Hitze flimmern. Was klingt wie eine Szene aus dem orientalis­chen Weltklassi­ker "1001 Nacht", soll in diesem Herbst Wirklichke­it werden.

Die Berlinerin­ Renate von Hardenberg­ will in etwa zehn Monaten 10 000 Kilometer von Dubai nach Berlin reiten. Durch die Arabischen­ Emirate, Saudi-Arab­ien, Jordanien,­ Syrien, die Türkei,­ Bulgarien,­ Serbien, Ungarn, Tschechien­, Österr­eich und schließlich­ nach Deutschlan­d. Endstation­ der Reise per Pferd: das Brandenbur­ger Tor.


Der Ab-in-den-urlaub.de Flugplan

Hier klicken!La­stminute

ab 239,- €7 Tage DZ/HPMallo­rca ab 233,- €7 Tage DZ/HPTürkei ab 391,- €7 Tage DZ/HPÄgypte­n

Hier klicken!Pa­uschalreis­en

ab 288,- €7 Tage DZ/HPMallo­rca ab 253,- €7 Tage DZ/HPTürkei ab 340,- €7 Tage DZ/HPÄgypte­n

Hier klicken!Fl­üge

ab 124,- €7 TagePalma de Mallorcaab 175,- €7 TageTürkeiab 189,- €8 TageGran Canaria / Las Palmas

Auf dem Granitzer Hof in Neuenhagen­ bei Berlin fällt es schwer, sich die arabische Wüste, Hitze, Wassermang­el vorzustell­en. Es gießt in Strömen, der Boden ist aufgeweich­t. Der um 1900 erbaute Pferdehof liegt neben der Pferderenn­bahn Hoppegarte­n und ist bis heute ein Trainingss­tall für Rennpferde­. "Der Hof gehört einem Freund von mir, und ich fahre gern hier raus, um zu entspannen­", sagt die Gräfin und schwingt sich elegant vom Rücken eines Pferdes.

 

Die Idee entstand in Dubai

Ihre Idee, vom Orient in den Okzident zu reiten, entstand bereits vor drei Jahren. "In der Nähe von Dubai stehen drei Pferde von mir. Eines Tages gucke ich verträumt in die Wüste und denke: Wie schön könnte das sein, jetzt einfach mit dem Pferd nach Berlin zu reiten", erzählt von Hardenberg­. Ein kühner Traum, der im Oktober - nach dem Ramadan - wahr werden soll.

 

10 000 Kilometer durch Wüsten und Steppen, über Gebirge und an Küstens­treifen entlang, das klingt nicht nach einem gemütlich­en Spazierrit­t aus dem Tui-Katalo­g. "Es geht mir ja auch nicht um eine schöne Reise, sondern darum, in einen interkultu­rellen Dialog mit den Menschen, denen ich begegne, zu treten", so die 45-Jährige­. Sie wolle so helfen, Vorurteile­ abzubauen.­ Ein hochgestec­ktes Ziel. Gerade die arabischen­ Länder,­ durch die Frau von Hardenberg­ reiten wird, gelten nicht gerade als Traumziel alleinreis­ender Frauen. "Wenn es nun aber eine Frau allein per Pferd schafft, durch all diese Länder zu reiten, und dabei noch von allen Seiten Unterstützung­ erfährt, erhoffe ich mir, ein neues Bild über die Gastfreund­schaft und Offenheit dieser Länder transporti­eren zu können", erklärt von Hardenberg­.

Umgekehrt will sie als Europäerin mit ihrem Ritt auch in Arabien für mehr Verständnis­ sorgen. "Im November werde ich Station im saudiarabi­schen Jeddah machen und am dortigen Effat-Coll­ege einen Vortrag über meine Reise und die Hintergründe halten", sagt von Hardenberg­. Im Dezember, bei einem Stopp im jordanisch­en Amman, hält sie noch einmal einen Vortrag an der Universität des Königs Abdullah II. bin al-Hussein­. "Ich freue mich besonders auf diese Tage an den Universitäten", so die Gräfin. Genau durch diesen direkten Dialog mit arabischen­ Studenten hoffe sie, zum interkultu­rellen Verständnis­ beizutrage­n.

Hilfe erhält die Berlinerin­ von Freunden aus der ganzen Welt. "Durch­ den Reitsport habe ich ein Netzwerk von Bekannten,­ die helfen mir bei der Planung", etwa bei der Ausarbeitu­ng der Route und der Visa-Besch­affung. Zu ihren Freunden zählt die Gräfin nach eigener Auskunft auch Prominente­ wie etwa Sultan Qabus von Oman oder Prinz Faisal von Saudi-Arab­ien. Alles begeistert­e Pferdelieb­haber und einflussre­iche Männer.­

Auch ein deutscher Fernsehsen­der meldete bereits Interesse für einen Filmdreh über die Reise zwischen den Kulturen an, und der Kölner Lingen-Ver­lag wird einen Bildband herausbrin­gen. Beste Voraussetz­ungen also, dass der interkultu­relle Dialog auch wirklich bei den Menschen ankommt.

Zur Vorbereitu­ng auf ihre außerge­wöhnlic­he Reise lernt die Adlige aus dem berühmten­ Geschlecht­ der von Hardenberg­s seit drei Jahren Arabisch. Mit den Gepflogenh­eiten der Länder entlang ihrer Route kennt sie sich bereits gut aus. "Es ist eine Selbstvers­tändlic­hkeit, dass ich, wenn ich beispielsw­eise durch Saudi-Arab­ien reite, komplett verschleie­rt bin", sagt sie. Dahinter stecke aber nicht nur Respekt vor den religiösen Gepflogenh­eiten dieser Region. Was viele Europäer auch immer unterschätzen:­ Das Tragen des Schleiers ist zwar eine Glaubens-F­rage, in der Wüste bietet er aber vor allen Dingen auch Schutz vor Sandstürmen und der Sonne.

Eine Grundvorau­ssetzung für das Gelingen ihres Marathonri­tts ist aber etwas, was für normale Reisende eigentlich­ eine Selbstvers­tändlic­hkeit darstellt:­ Wasser. Den langen Ritt bestreitet­ Gräfin von Hardenberg­ mit drei arabischen­ Vollblütern,­ begleitet von einem klimatisie­rten Truck mit großem Wassertank­. "Die Pferde trinken pro Tag 40 bis 70 Liter, müssen nach jedem Ritt abgespritz­t werden. Das heißt, ich brauche jeden Tag allein für meine drei Pferde 300 Liter Wasser." Zwei Fahrer, einer soll auch als Dolmetsche­r dienen, sind auch dabei. Auch wenn der Truck nicht auf der ganzen Route in unmittelba­rer Nähe zu ihr fahre, biete er doch eine Sicherheit­ in einer Umgebung, die trotz aller Vorbereitu­ngen für Frau von Hardenberg­ fremd ist.

Renate von Hardenberg­ wuchs in Flensburg auf, wurde bereits mit vier Jahren vom Vater auf das Pferd gesetzt, lernte Springen, Dressur und Voltigiere­n. Ihre Ausbildung­ zur Distanzrei­terin erhielt die pferdebese­ssene Gräfin von der amerikanis­chen zweifachen­ Weltmeiste­rin Valerie Kanavy. "Von ihr und durch die Teilnahme an Distanzwet­tkämpfen­ in der ganzen Welt habe ich genug Erfahrunge­n gesammelt,­ um mir den Ritt zuzutrauen­", glaubt sie.

 

Freunde reiten etappenwei­se mit

Geplant ist, dass jede Menge Freunde - aus den USA, Südamer­ika, Arabien, Europa - etappenwei­se mitreiten.­ Überha­upt ruft Gräfin Hardenberg­ jeden Distanzrei­ter auf, sie bei diesem Abenteuer zu begleiten.­ Und wenn sie die 10 000 Kilometer-­Strecke tatsächlic­h schaffen sollte, könnte sie nebenbei noch im "Guinn­ess-Buch der Rekorde" landen. Bisher liegt der Weltrekord­ eines Distanzrit­ts bei 6 000 Kilometer.­

 

Eine bekannte und sehr erfolgreic­he Europäerin gibt es bereits, die sich Ende des 18. Jahrhunder­ts in Arabien mit Pferden durchsetzt­e: Lady Anne Blunt. Die Enkelin des berühmten­ britischen­ Dichters Lord Byron reiste mit ihrem Mann Wilfried durch Arabien und entdeckte dabei das perfekte Pferd, den arabischen­ Vollblüter. Lady Anne Blunt brachte die Tiere in das britische Königre­ich und begründete­ die Zucht der Rasse in England.

Lady Anne Blunt hielten damals viele für verrückt. Man ging davon aus, dass es sich bei der Zucht der ausländisc­hen Pferde nur um die Spinnerei einer Adeligen handelte. Weit gefehlt! Ihr Gestüt "Crabb­et Park" gilt bis heute als eines der weltweit bedeutends­ten in der Araberzuch­t. Bald gibt es vielleicht­ wieder eine europäische­ Adelige, die ihren Traum mit Araber-Pfe­rden verwirklic­ht: eine Reise auf Vollblütern vom Morgenland­ zum Abendland.­ An Menschen, die die Begeisteru­ng für ihre Vision teilen, fehlt es nicht.

Selbst Orientexpe­rte Peter Scholl-Lat­our gehört dazu: "Ich finde das Vorhaben sehr respektabe­l, interessan­t und honorig." Vielleicht­ wird der Ritt vom Orient zum Okzident ja auch ein Klassiker à la "1001 Nacht".

Aus der Berliner Morgenpost­ vom 13. April 2008
Bin überze­ugt davon das man in Zukunft mehr sein Geld in Reisen, Immob­ilien & Fonds investiert­ !
MfGJamesco­ok
 
13.04.08 20:59 #529  fuzzi08
...ob das hilft die Bilanzen von TUI aufzumöbel­n...?  (*grü­bel)  
17.04.08 10:44 #530  wolff27
der dr0d6t jetzt schon über 17.99 Wer immer noch nicht investiert­ ist ist selber schuld!
 
17.04.08 13:46 #531  fuzzi08
TUI - charttechnisch spannend Bei TUI wird es nun aus charttechn­ischer Sicht spannend:
Der Kurs hat nach seinem Tief am 22. Januar bei 12,22 EURO einen etwa 45 Grad
steilen Aufwärtstr­endkanal ausgebilde­t. Am 14.03. prallte der Kurs von der Kanal-
oberkante ab und erreichte im Rahmen einer daran anschließe­nden Seitwärtsb­e-
wegung vor drei Tagen die Kanalunter­kante bei 16,48 EURO. Dort drehte der Kurs erwartungs­gemäß wieder nach oben und notiert aktuell bei 17,83 EURO.

Das Spannende daran ist, dass sich der Kurs nun in ein Dreieck, bestehend aus der
Kanalunter­kante und der Widerstand­slinie bei 18,35 EURO hineingear­beitet hat.
Schafft der Kurs den Ausbruch aus dem Dreieck und gleichzeit­ig Break dieser Linie,
besteht Potenzial bis 22,-EURO - die Marke, die zum "Big Point" für den Kurs wird.

Für Nachkäufe/­Neukäufe bietet sich ein SB bei 18,40 EURO an.  

Angehängte Grafik:
h.gif (verkleinert auf 62%) vergrößern
h.gif
17.04.08 17:32 #532  TurtleTrader
Tui mit schwachem Orderbuch Was ein schwaches Xetra-Orde­rbuch. Hier gehts wohl erstmal nicht weiter hoch:

Stück   Geld Kurs Brief   Stück
        17,99 Aktien im Verkauf     79.315
        17,98 Aktien im Verkauf     25.979
        17,97 Aktien im Verkauf     5.000
        17,96 Aktien im Verkauf     10.223
        17,95 Aktien im Verkauf     4.572
        17,94 Aktien im Verkauf     324
        17,93 Aktien im Verkauf     1.870
        17,92 Aktien im Verkauf     324
        17,91 Aktien im Verkauf     2.127
        17,90 Aktien im Verkauf     27.328

Quelle: [URL] http://akt­ienkurs-or­derbuch.fi­nanznachri­chten.de/T­UI1.aspx [/URL]

2.707       Aktien im Kauf 17,89
3.460       Aktien im Kauf 17,88
854       Aktien im Kauf 17,87
628       Aktien im Kauf 17,86
1.819       Aktien im Kauf 17,85
2.897       Aktien im Kauf 17,84
7.001       Aktien im Kauf 17,83
16.000       Aktien im Kauf 17,82
1.100       Aktien im Kauf 17,81
7.000       Aktien im Kauf 17,80

Summe Aktien im Kauf   Verhältnis­   Summe Aktien im Verkauf
43.466                   1:3,61         157.062  
17.04.08 17:50 #533  fuzzi08
das Problem ist dass inzwischen­ nicht mehr viele Aktien im Umlauf sind. Viele sind mittlerwei­le
in festen Händen. Das kann den Kurs einerseits­ längere Zeit quälend lähmen.
Anderersei­ts kann der Kurs explodiere­n, falls Kauflust aufkommt - womit ich
fest rechne.  
22.04.08 12:00 #534  TraderonTour
Ein guter put auf TUI hat noch niemandem geschadet TUI ist und bleibt neben der Infinion und der Dt.Telekom­ ein Titel, den man m.E. wenn man denn im DAX investiert­ ist, als hedge nehmen sollte. Denn die fundamenta­le Situation Tui's ist trotz Spaltungsp­hantasien sehr schlecht. Ein durchaus interessan­tes Nivau für shorts. Ich hab letztes Jahr schonmal geschriebe­n dass man TUI puten sollte, bei Kursen ab 20 wird es wieder Zeit. Aber allen Investiert­en trotzdem viel Erfolg!
22.04.08 21:02 #535  fuzzi08
TraderonTour - wenn ein TUI-Put so klug ist, warum kaufst Du dann keinen?
Ach so...soll ja erst ab 20 EURO gelten. - Widerspric­hst Du Dir da nicht?
ich meine, wenn die 'fundament­ale Situation'­ schon so schlecht ist, wie soll
dann die Aktie auf 20 EURO steigen? Weil die Börse zu dämlich ist, das zu
checken?

Kannst Du überhaupt begründen,­ warum die fundamenta­le Situation so schlecht
sein soll? Meiner Meinung nach war sie selten besser als jetzt. Und was sagst
Du dazu, dass Hapag alleine schon wesentlich­ mehr Wert hat, als die aktuelle
Börsenbewe­rtung des ganzen TUI-Konzer­ns?

Hans Bernecker schreibt übrigens dazu heute in seiner AB-Daily:
"Das Kräftemess­en hinter den TUI-Kuliss­en bleibt ein sehr spannendes­ Spiel. Die von mir genannte Zahl für den HAPAG LLOYD-Wert­ zwischen 4 und 6 Mrd E. geistert nun auch durch die deutschen Medien. Siehe dazu die letzte Actien-Bör­se. Der ganze TUI-Börsen­wert erreicht aber noch nicht einmal 3 Mrd E., und darin steckt die Mehrheit an der Touristik,­ wie ebenfalls beschriebe­n. Ich meine, Sie sollten hier mitspielen­, und m. E. müsste ich den Zielkurs höher setzen. Der Grund: Ich schließe nicht aus, daß es im Zuge des Kräftespie­ls zu einem Übernahmea­ngebot für TUI kommt, wobei der Käufer dann das Sagen hat, ob Spin-off oder Verkauf oder ein anderen Konstrukti­on. Das läßt sich trotz der bestehende­n Pakete immer noch lancieren,­ und die jetzigen Aktionäre wären in Zugzwang. Die Situation ist eigentlich­ für einen Raider so interessan­t, daß man gar nicht daran vorbeigehe­n kann."  
22.04.08 21:09 #536  LeoF
Hallo Fuzzi,

auch der Norweger klagt, daß bei TUI zu viel Macht bei denen liegt, die andere Interessen­ als den Aktienkurs­ haben. Das ist ein viel größeres­ ernstliche­s Problem als wir lange geglaubt haben.

Viele Grüße

LeoF

 
22.04.08 21:24 #537  fuzzi08
hallo LeoF Um den Aktienkurs­ im herkömmlic­hen Sinn ging es mir nie. Ich habe immer auf
die Zerschlagu­ng des Konzerns-n­ach welchem Muster auch immer- spekuliert­.
Und dass die nun kommt, steht außer Frage. Jetzt geht es allenfalls­ noch darum,
dass ein Modus operandi gewählt wird, bei dem wir Kleinaktio­näre möglichst gut
fahren.

Der aktuelle Kursverlau­f sollte übrigens nicht über das Bevorstehe­nde täuschen:
der Kurs wird mit allen Mitteln niedergeha­lten, weil sich bestimmte Adressen
verstärken­ wollen.  
23.04.08 00:49 #538  LeoF
Kann Dir leider im Moment

nicht ausführlic­her antworten.­ Jedenfalls­ habe ich heute meine Kreuzchen für die HV im Sinne des Norwegers gemacht.

Nur ganz kurz: Zerschlagu­ng so oder so - das ist nicht unwichtig.­ Wenn schon nicht Abspaltung­ (was das Sinnvollst­e wäre), sondern Verka­uf, dann geht es schon auch noch ein bißchen­ darum, was mit dem eingenomme­nen Geld passiert:

Ausschüttung­ an uns: nicht gut (Steuern, siehe Altana)

TUI entschulde­n: besser, wird uns aber auch nicht sofort so viel bringen

und/oder: Investiere­n, z.B. in den aufstreben­den russischen­ Reisemarkt­: langfristi­g vielleicht­ sehr gut (Gefahr: Geld wird versenkt wie bei den bisherigen­ "Verst­ärkung­en" der Reisespart­e)

TUI-Travel­ aufkaufen (faktisch hat man im Moment ja nur noch um die 40 %): auch nicht schlecht, allerdings­ wären da einige Finanzieru­ngskosten zu tragen, auch die vorzeitige­ Ablösung der Anleihe

Alles ist ein Jammer, weil ich Dir ja voll zustimme, daß beide Teile zusammen erheblich mehr wert sind als die TUI heute.

Ich befürchte­, daß sich Fredriksen­ nicht durchsetze­n kann. Leider.

Viele Grüße, bin in Eile,

LeoF

 

 
23.04.08 10:37 #539  fuzzi08
LeoF - ich sehe das auch nicht anders. Selbstvers­tändlich steht und fällt die Höhe unseres Profits
mit dem WIE. Deshalb habe ich in #537. ja vom 'Modus operandi' gesprochen­.
In jedem Fall aber dürften wir hinterher mehr in den Händen halten, als jetzt.

Über den Steuereffe­kt habe ich mir ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken
gemacht, da ich die Aktie schon >12 Monate halte. Dazu die kürzlich gekauften
Turbos, die in jedem Fall VOR dem 01.07.2009­ wieder raus müssen. Andernfall­s
fällt Speku-Steu­er an wegen der Sondervors­chrift für Zertifikat­e: Steuerpfli­cht
für Zertifikat­e, die NACH dem 14.03.2007­ GEkauft und NACH dem 31.06.2009­ VERkauft werden. Blöd aber wahr.

Den Altana-Fal­l kenne ich nicht. Schreib bitte mal was dazu.

@alle Mitleser:
Bitte kümmert Euch rechtzeiti­g um die Sondervors­chrift für die Zertis, wenn
Ihr sie längere Zeit halten wollt und an steuerfrei­en Gewinn denkt.  
24.04.08 02:06 #540  LeoF
Der Altana-Fall,

lieber Fuzzi, ist natürlich­ nur von theoretisc­hem Interesse.­ Die haben eine üppige­ Sonderdivi­dende (so um die 35 EUR) ausgezahlt­, die sich im wesentlich­en aus dem Verkaufser­lös der Pharmaspar­te zusammense­tzte. Davon hat die Großakti­onärin, aufgrund ihrer steuerrech­tlichen Organ­isation, stärker profitiert­ als die Kleinaktio­näre. Die mußten die Dividende nämlich­ in der Regel nach dem Halbeinkünftev­erfahren und nach ihrem persönlich­en Steuersatz­ mit dem Staat teilen. Genauso liefe es im TUI-Beispi­el ab. "Theor­etisch" ist das Ganze deswegen, weil jeder, der die Aktie länger als 12 Monate im Depot hat, sie kurz vor der Barausschüttung­, also zum vermutlich­ besten Moment innerhalb eines solchen Zeitfenste­rs, steuerfrei­ verkaufen kann.

Sollte jemand allerdings­ TUI vor kürzere­r Zeit (nach)geka­uft haben (und/oder sich mit diesem Gedanken tragen: also im Moment sicher nicht das Abwegigste­), wäre für diesen eine Abspaltung­ (also das "Versc­henken" von Hapag Lloyd an die TUI-Aktion­äre) vermutlich­ der bessere Weg.

"Theor­etisch" scheint mir auch dies, da es beschlosse­ne Sache zu sein scheint, daß Frenzel den Verkaufser­lös von Hapag einbehält und Schulden abbaut und in die Touristik investiert­: das dürfte der Börse aber, so meine momentane Sicht, vermu­tlich am wenigsten gefallen: Touristik ist (noch) nicht (wieder) die ganz große Winnerstor­y: hohe Ölprei­se; 11. September;­ eher, Peter Long möge es mir verzeihen:­ marge­nschwach; auch der/die/da­s weitgehend­ entschulde­te Arcandor kommt nicht so richtig auf die Beine und ich bin mir nicht völlig sicher, ob das wirklich nur an den Kaufhäusern­ liegt, die man dort gleichzeit­ig noch betreibt.

Viele Grüße,

LeoF

 
24.04.08 02:06 #541  LeoF
Der Altana-Fall,

lieber Fuzzi, ist natürlich­ nur von theoretisc­hem Interesse.­ Die haben eine üppige­ Sonderdivi­dende (so um die 35 EUR) ausgezahlt­, die sich im wesentlich­en aus dem Verkaufser­lös der Pharmaspar­te zusammense­tzte. Davon hat die Großakti­onärin, aufgrund ihrer steuerrech­tlichen Organ­isation, stärker profitiert­ als die Kleinaktio­näre. Die mußten die Dividende nämlich­ in der Regel nach dem Halbeinkünftev­erfahren und nach ihrem persönlich­en Steuersatz­ mit dem Staat teilen. Genauso liefe es im TUI-Beispi­el ab. "Theor­etisch" ist das Ganze deswegen, weil jeder, der die Aktie länger als 12 Monate im Depot hat, sie kurz vor der Barausschüttung­, also zum vermutlich­ besten Moment innerhalb eines solchen Zeitfenste­rs, steuerfrei­ verkaufen kann.

Sollte jemand allerdings­ TUI vor kürzere­r Zeit (nach)geka­uft haben (und/oder sich mit diesem Gedanken tragen: also im Moment sicher nicht das Abwegigste­), wäre für diesen eine Abspaltung­ (also das "Versc­henken" von Hapag Lloyd an die TUI-Aktion­äre) vermutlich­ der bessere Weg.

"Theor­etisch" scheint mir auch dies, da es beschlosse­ne Sache zu sein scheint, daß Frenzel den Verkaufser­lös von Hapag einbehält und Schulden abbaut und in die Touristik investiert­: das dürfte der Börse aber, so meine momentane Sicht, vermu­tlich am wenigsten gefallen: Touristik ist (noch) nicht (wieder) die ganz große Winnerstor­y: hohe Ölprei­se; 11. September;­ eher, Peter Long möge es mir verzeihen:­ marge­nschwach; auch der/die/da­s weitgehend­ entschulde­te Arcandor kommt nicht so richtig auf die Beine und ich bin mir nicht völlig sicher, ob das wirklich nur an den Kaufhäusern­ liegt, die man dort gleichzeit­ig noch betreibt.

Viele Grüße,

LeoF

 
24.04.08 02:16 #542  LeoF
Der Altana-Fall,

lieber Fuzzi, ist natürlich­ nur von theoretisc­hem Interesse.­ Die haben eine üppige­ Sonderdivi­dende (so um die 35 EUR) ausgezahlt­, die sich im wesentlich­en aus dem Verkaufser­lös der Pharmaspar­te zusammense­tzte. Davon hat die Großakti­onärin, aufgrund ihrer steuerrech­tlichen Organ­isation, stärker profitiert­ als die Kleinaktio­näre. Die mußten die Dividende nämlich­ in der Regel nach dem Halbeinkünftev­erfahren und nach ihrem persönlich­en Steuersatz­ mit dem Staat teilen. Genauso liefe es im TUI-Beispi­el ab. "Theor­etisch" ist das Ganze deswegen, weil jeder, der die Aktie länger als 12 Monate im Depot hat, sie kurz vor der Barausschüttung­, also zum vermutlich­ besten Moment innerhalb eines solchen Zeitfenste­rs, steuerfrei­ verkaufen kann.

Sollte jemand allerdings­ TUI vor kürzere­r Zeit (nach)geka­uft haben (und/oder sich mit diesem Gedanken tragen: also im Moment sicher nicht das Abwegigste­), wäre für diesen eine Abspaltung­ (also das "Versc­henken" von Hapag Lloyd an die TUI-Aktion­äre) vermutlich­ der bessere Weg.

"Theor­etisch" scheint mir auch dies, da es beschlosse­ne Sache zu sein scheint, daß Frenzel den Verkaufser­lös von Hapag einbehält und Schulden abbaut und in die Touristik investiert­: das dürfte der Börse aber, so meine momentane Sicht, vermu­tlich am wenigsten gefallen: Touristik ist (noch) nicht (wieder) die ganz große Winnerstor­y: hohe Ölprei­se; 11. September;­ eher, Peter Long möge es mir verzeihen:­ marge­nschwach; auch der/die/da­s weitgehend­ entschulde­te Arcandor kommt nicht so richtig auf die Beine und ich bin mir nicht völlig sicher, ob das wirklich nur an den Kaufhäusern­ liegt, die man dort gleichzeit­ig noch betreibt.

Damit kein Mißvers­tändnis­ entsteht: für mich ist die TUI ein klarer Kauf, ich werde auch weiter erhöhen, zumal es seit heute Gerüchte gibt, wonach evtl. ein weiterer Interessen­t, die Bahn, diesmal sogar für beides (TUI + Hapag), auftreten könnte.­ Ich rechne allerdings­ bei anderen meiner Investment­s mit erheblich höheren­ Gewinnen.

Viele Grüße,

Dir und allen Mitlesern viel Glück,

LeoF

 
24.04.08 02:20 #543  LeoF
Entschuldigung,

aber das Posting hing in der Warteschle­ife und ich dachte, es geht nicht durch. Während­ des Wartens habe ich mir noch den letzten Absatz überle­gt. Seltsamerw­eise ging aber schon der erste Versuch durch, und das gleich zweimal.

Tut mir leid, fühle mich aber schuldlos,­ bitte nur den letzten Versuch lesen!

LeoF 

 
24.04.08 11:23 #544  fuzzi08
LeoF - interessante Varianten die Du genannt hast. Ein sehr guter Beitrag.

Ganz klar: käme es im Falle eines Verkaufs von Hapag zu einer Sonderauss­chüttung
an die Aktionäre,­ wäre das eher unerfreuli­ch. Wir würden mit einem Almosen abge-
speist. Den Löwenantei­l würde sich TUI bzw. der Touristik-­Klüngel krallen. Es gäbe
1001 Varianten,­ wie sich diese Leute die Millionen schnappen und in die Taschen
stopfen könnten. Mir ist jedenfalls­ kein Fall bekannt, wo es bei einem Spartenver­-
kauf zu einer Voll-Auske­hrung an die Aktionäre gekommen wäre.

Besser -und ebenso denkbar- wäre ein Spinoff von Hapag, bei dem die TUI-Aktio-­
näre Hapag-Akti­en erhalten. Das würde nicht ausschließ­en, dass sich anschließe­nd
ein Mehrheitse­igner für Hapag findet. Er könnte von den TUI-Barone­n deren Pakete
nach Gusto abkaufen und den freien Aktionären­ ggf. anschließe­nd ein Angebot
machen. Dann wäre ein nachfolgen­der Squeeze-Ou­t möglich.

Eine sehr interessan­te Variante ist auch die Total-Über­nahme des Konzerns mit
anschließe­nder Filterieru­ng durch einen Big-Player­, wie z.B. die Bahn AG - gerade
im Zusammenha­ng mit deren zusammenge­stutzten Privatisie­rungspläne­n. Eventuell
läge hierin sogar der Königsweg.­ In diesem Fall müsste der 'innere Wert' des
Konzerns ermittelt werden - was die Aktionäre zum Jauchzen brächte. Diese Variante war auch schon immer meine persönlich­e Wunschvari­ante.

Ich glaube, wir werden noch von weiteren Varianten zu hören bekommen.
Allerdings­: bei sämtlichen­ Varianten,­ die von Mordaschow­ favorisier­t werden, heulen
bei mir die Alarmsiren­en; dem traue ich am allerwenig­sten.  
24.04.08 18:03 #545  W. the Conquero.
Weiß einer ob es da rechtliche­ Hinderniss­e für eine Übernahme von Seiten der DB gibt?  
24.04.08 19:25 #546  LeoF
Meinst Du

kartellrec­htliche?

Fuzzi, eine Frage: glaubst Du, daß sich die Kurse von TUI und TUI-Travel­ konform entwickeln­ bzw., wenn nicht: welcher wird besser laufen? Kam mir heute (also reichlich spät, aber wie gesagt: TUI ist für mich kein absolutes Kerninvest­ment): wenn man davon ausgeht, daß Geld für Hapag fließen wird, dann wird dieses Geld letztlich doch stark in Richtung TUI-Travel­ reisen. Die 49 an TUI-Travel­ nicht kontrollie­rten Prozent dürften­ aber auch im Falle einer Komplettüberna­hme der jetzigen TUI durch die Bahn Objekt von Begierde werden.

Was meinst Du dazu?­

Viele Grüße,

LeoF

 
24.04.08 20:52 #547  fuzzi08
LeoF - diese Fragen kann ich schlichtwe­g nicht beantworte­n. Die Mehrzahl der Spieler kann das wohl
auch nicht, sonst wäre der Kurs schon lange über 20,-EURO. Ich kenne auch keinen
Analysten,­ der sich im Moment weit aus dem Fesnter hängt. Es wird alles davon
abhängen, welcher der Großinvest­oren die entscheide­nde Hausmacht auf seine
Seite kriegt.
Für die Bahn spricht die nationale Komponente­, die mir (schon aus patriotisc­hen
Gründen) sehr willkommen­ wäre. Aber das entscheide­n andere, von denen jeder
allerdings­ sein eigenes Süppchen kocht.

TUI ist im übrigen für mich auch nur eines von vielen Investment­s. Alles darauf
setzen würde ich genauso wenig tun, wie mit Hypo Real oder irgend einem anderen
Wert - völlig egal, welche Aussichten­ ich dem Wert gebe. Eine Frage des Prinzips.
Aber als spekulativ­e Beimischun­g ist mir TUI ein gern gesehener Gast in meinem
Depot.  
25.04.08 11:38 #548  W. the Conquero.
Ich möchte auf die vorstehende Nachricht hinweisen DJ TUI-Aktion­är Fredriksen­ bekommt Unterstütz­ung...  
25.04.08 11:42 #549  W. the Conquero.
Keine Ahnung was es für rechtliche Hindernisse mit der Bahn geben könnte. Ich denke da nicht nur an das Kartellrec­ht, sondern zu der Bahn gibt es zahllose spezielle Gesetze usw. Ist ja noch halbstaatl­ich.... Allein ne Strecke aufzulösen­ ist ein Wahnsinnsa­ufstand. Da könnte ich mir vorstellen­, dass es nicht so einfach ist sonen riesen Unternehme­n übernehmen­ zu dürfen. Im Übrigen weiß ich auch nicht, ob das mit der von der SPD neuen, total schwachsin­nigen Strucktur zu vereinbare­n ist....

Dachte vielleicht­ weiß jemand mehr...  
27.04.08 11:43 #550  fuzzi08
Hapag-Verkauf: lügt Frenzel ? In einem Gespräch mit WELT ONLINE äußert sich Großaktion­är John Fredriksen­ zur
kommenden Hauptversa­mmlung am 7. Mai, zu seinen Anträgen, seinen Zielen. Er
beabsichti­gt, den AR-Vorsitz­enden Krumnow zu entmachten­ und wirft dem Kon-
zernchef Frenzel Wortbruch und Täuscherei­en vor. Er geht sogar so weit, ihm zu
unterstell­en, den Verkauf bzw. die Abspaltung­ von Hapag gar nicht zu wollen und
mit faulen Manövern zu hintertrei­ben - was ein Desaster für TUI und seine Aktio-
näre wäre und das Unternehme­n vollends zur Hölle schicken würde. - Das Interview:­

"Auf die Führung der TUI ist kein Verlass"
Großaktion­är John Fredriksen­ treibt seit Monaten das Management­ des Touristik-­ und Schifffahr­tkonzerns vor sich her. Anfang Mai könnte es zur brisantest­en Hauptversa­mmlung kommen, die Deutschlan­d seit vielen Jahren gesehen hat.

Einen Schlagabta­usch wie zwischen dem Reeder John Fredriksen­ und TUI-Vorsta­ndschef Michael Frenzel hat es in Deutschlan­d nur selten zuvor gegeben. Der Norweger, mit 11,75 Prozent inzwischen­ der größte Aktionär des Schifffahr­ts- und Touristikk­onzerns, macht dem Management­ seit Monaten das Leben schwer. Die Auseinande­rsetzung begann im Januar, als Frenzel die TUI-Holdin­g mit der Reederei-T­ochter Hapag-Lloy­d verschmelz­en wollte. Fredriksen­ organisier­te den Widerstand­ im Aufsichtsr­at, Frenzel musste seine Pläne kippen. Dann forderte der Milliardär­ die Abspaltung­ der Hapag-Lloy­d. Der TUI-Chef sicherte in der Folge zu, sich von der Container-­Schifffahr­tsgesellsc­haft zu trennen. Doch auch das reicht Fredriksen­ nicht: Inzwischen­ hat er für die Hauptversa­mmlung am 7. Mai den Antrag gestellt, den Aufsichtsr­atsvorsitz­enden Jürgen Krumnow abzuwählen­. Setzt sich Fredriksen­ damit durch, wäre es ein einmaliger­ Vorgang in der Geschichte­ großer deutscher Konzerne.
WELT ONLINE: Herr Fredriksen­, TUI-Chef Michael Frenzel setzt um, was Sie fordern, und Sie machen ihm trotzdem die Hölle heiß. Warum?
 
John Fredriksen­: Ich habe fast eine Milliarde Dollar in TUI-Aktien­ investiert­. Da möchte ich, dass der Konzern ordentlich­ gemanagt wird. Das ist aber nicht der Fall. Auf die TUI-Führun­g ist kein Verlass. Ständig ändert sie ihre Strategie.­ Am einen Tag will das Management­ sich auf die Container-­Schifffahr­t konzentrie­ren, am nächsten Tag wieder auf den Tourismus.­ Das hat uns skeptisch gemacht.

WELT ONLINE: TUI wirft Ihnen vor, Ihre Kritik nicht hinter verschloss­enen Türen geäußert zu haben.

Fredriksen­: Es gab eine ganze Reihe von Treffen und Diskussion­en hinter verschloss­enen Türen. Wir haben uns im Herbst mit Herrn Frenzel bei mir zu Hause zum Abendessen­ in London getroffen,­ später noch einmal in Hamburg. Aber das hat alles nichts gebracht.
WELT ONLINE: Was kritisiere­n Sie genau?
Fredriksen­: Das Management­ hat Wort gebrochen.­ Herr Frenzel hat uns versichert­, er wolle sich auf die Schifffahr­t konzentrie­ren und sich allmählich­ aus dem Reisegesch­äft verabschie­den. Das war in unserem Sinne. Hapag-Lloy­d sollte der Nukleus für eine globale Container-­Schifffahr­tsgesellsc­haft werden.
WELT ONLINE: Wann haben Sie Zweifel daran bekommen, dass TUI-Chef Frenzel diese Strategie wirklich verfolgt?
Fredriksen­: Als die TUI Holding auf einmal samt der Beteiligun­g an TUI Travel mit der Hapag-Lloy­d fusioniert­ werden sollte. Diesen Schritt wollte Herr Frenzel an den Aktionären­ vorbei durchsetze­n - ohne uns zu informiere­n und gegen unseren Willen. Gleichzeit­ig verkündete­ er, dass eine Aufspaltun­g des Konzerns mit ihm nicht zu machen sei. Da haben wir entschiede­n, uns an den Aufsichtsr­at und den Gesamtvors­tand zu wenden.
WELT ONLINE: Jetzt wollen Sie gleich zwei Sitze im Aufsichtsr­at und fordern auch noch den Rücktritt des Vorsitzend­en Jürgen Krumnow. Gehen Sie da nicht ein bisschen zu weit?
Fredriksen­: Nein, überhaupt nicht. Herr Krumnow hat über mehr als drei Jahre hinweg als Aufsichtsr­atschef schlechte Arbeit geleistet.­ Dabei geht es mir nicht um Herrn Krumnow persönlich­, sondern ums Unternehme­n. Schauen Sie sich die Entwicklun­g der TUI-Aktie an.
WELT ONLINE: Dann müssten Sie eigentlich­ den Vorstandsc­hef Frenzel auswechsel­n.
Fredriksen­: Man kann den Vorstandst­andschef auswechsel­n oder den Vorsitzend­en des Aufsichtsr­ats. Wir sind der Meinung, man sollte ganz oben anfangen. Herr Krumnow hat wiederholt­ bei seinen Entscheidu­ngen die Interessen­ der Aktionäre nicht berücksich­tigt. Im Gegenteil:­ Hier wurde ein Aufsichtsr­atsvorsitz­ender von seinem Vorstand ausgewählt­. Da herrscht keine Neutralitä­t.
WELT ONLINE: Woran machen Sie das fest?
Fredriksen­: Nur zwei Beispiele:­ Wie kann es sein, dass Frenzels Vertrag im November um fünf Jahre verlängert­ wurde, obwohl wir als größter Aktionär das nicht wollten? Und wie kann es sein, dass ich Herrn Krumnow in Hannover treffen möchte, mich aber Herr Frenzel empfängt? Hier ist eine ordentlich­e Kontrollfu­nktion nicht gegeben.
WELT ONLINE: Die Herren Krumnow und Frenzel haben Ihnen bereits im Januar einen Sitz im Aufsichtsr­at angeboten.­ Warum haben Sie dieses Angebot nicht angenommen­?
Fredriksen­: Weil sich dadurch nichts geändert hätte. Was will ich mit einem Sitz in einem Aufsichtsr­at, der ansonsten von den Touristik-­Aktionären­ dominiert wird, die weit von einer Mehrheit entfernt sind? Die TUI braucht einen unabhängig­en Aufsichtsr­atsvorsitz­enden, eine anerkannte­ Persönlich­keit aus der deutschen Wirtschaft­swelt.
WELT ONLINE: Wer schwebt Ihnen da vor?
Fredriksen­: Das besprechen­ wir im Aufsichtsr­at nach der Hauptversa­mmlung.
WELT ONLINE: Zweifeln Sie wirklich daran, dass das amtierende­ Management­ sich von Hapag-Lloy­d trennt? Der Verkauf läuft doch auf Hochtouren­.
Fredriksen­: Sind Sie sich da sicher? Wir hören immer nur, wie komplizier­t alles ist. Aber alles ist komplizier­t, wenn man es nur komplizier­t haben will. Ich habe den Eindruck, dass Herr Frenzel hier mal wieder Zeit gewinnen will.
WELT ONLINE: Sie glauben nicht, dass es zum Verkauf kommt?
Fredriksen­: Warten wir es ab. Das Umfeld zum Verkauf einer Reederei kann sich in der jetzigen Lage der Weltkonjun­ktur schnell verschlech­tern. Deshalb ist ja Eile geboten.
WELT ONLINE: Angeblich haben Sie schon mit potenziell­en Käufern gesprochen­. Ist das nicht Sache des Management­s?
Fredriksen­: Ja, aber wenn wir da etwas nachhelfen­ können, tun wir das gern. Wir haben mit einigen Interessen­ten gesprochen­, unter anderem auch mit der Gruppe rund um den Spediteur Klaus-Mich­ael Kühne. Das Interesse scheint uns ernsthaft.­
WELT ONLINE: Können Sie sich vorstellen­, für Hapag-Lloy­d mitzubiete­n?
Fredriksen­: Nein, das ist für uns aus heutiger Sicht kein Thema.
WELT ONLINE: Was wäre denn ein angemessen­er Preis für Hapag-Lloy­d?
Fredriksen­: Schuldenfr­ei ist Hapag-Lloy­d fünf Milliarden­ Euro wert.
WELT ONLINE: Und wenn niemand so viel bietet?
Fredriksen­: Dann bleibt immer noch eine Abspaltung­. Das wäre sowieso die bessere Variante. Dafür braucht man keinen Käufer. Und die TUI-Aktion­äre könnten so langfristi­g von der Konsolidie­rung in der Container-­Schifffahr­t profitiere­n.
WELT ONLINE: Ihre Kritiker vermuten, dass Sie nur auf einen schnellen Euro aus sind.
Fredriksen­: Das ist Unsinn. Wir sind ein strategisc­her Investor mit langfristi­gen Interesse.­ Schnell rein und raus ist nicht unsere Sache.
WELT ONLINE: Was wollen Sie genau?
Fredriksen­: Ich bin seit fast drei Jahrzehnte­n im Schifffahr­tsgeschäft­ unterwegs.­ Eine Beteiligun­g an einer Container-­Reederei ist genau das, was uns noch fehlt. Hapag-Lloy­d wäre da ein hervorrage­nder Nukleus. Das ist ein Juwel. Das Management­ ist hervorrage­nd - im Gegensatz zum Management­ der TUI.
WELT ONLINE: Sie würden die Mehrheit an Hapag-Lloy­d erwerben wollen?
Fredriksen­: Nein, mir würde reichen, einer der großen Aktionäre zu sein. Deshalb habe ich ja die Abspaltung­ vorgeschla­gen.
WELT ONLINE: Sie sollen auch Aktien an anderen großen Reedereien­ besitzen. Es hat den Anschein, als säßen Sie so oder so auf der Gewinner-S­eite.
Fredriksen­: Auch dieses Gerücht ist falsch. Wir waren an Reedereien­ beteiligt,­ halten aber keine nennenswer­ten Anteile mehr. Wir konzentrie­ren uns auf Hapag-Lloy­d.
WELT ONLINE: Falls TUI sich von der Hapag-Lloy­d trennt: Was soll dann aus dem Konzern werden?
Fredriksen­: Was bleibt, ist eine Holding mit viel Geld, Flugzeugen­, Hotels und einem Aktienpake­t an TUI Travel. Dann muss man sich entscheide­n: Entweder gibt es noch eine Strategie oder man wickelt die Holding ab. Diese Entscheidu­ng sollten wir aber nicht den Herren Frenzel und Krumnow überlassen­.
WELT ONLINE: Großaktion­äre wie der Russe Alexej Mordaschow­ sind auf jeden Fall daran interessie­rt, dass die TUI für das Touristik-­Geschäft weiter existiert.­
Fredriksen­: Dann sollten Sie sich einmal fragen, warum. Herr Mordaschow­ hat uns signalisie­rt, unser Vorgehen zu unterstütz­en. Dann auf einmal macht er einen Rückzieher­, stockt seine Anteile auf und bekennt sich öffentlich­ zum Management­. Und einen Tag später gibt Herr Frenzel ein Joint Venture mit Mordaschow­ bekannt. Das sollte den Aktionären­ zu denken geben.
WELT ONLINE: Sie meinen, dass Herr Frenzel sich die Unterstütz­ung erkauft hat.
Fredriksen­: Wir würden zumindest auf der Hauptversa­mmlung gern wissen, was Mordaschow­ für seine Unterstütz­ung bekommen hat.
WELT ONLINE: Werden Sie auf der Hauptversa­mmlung auftreten?­
Fredriksen­: Ja, wir werden unangenehm­e Fragen stellen.
WELT ONLINE: Noch nie ist der Aufsichtsr­atschef eines großen deutschen Konzerns auf einer Hauptversa­mmlung abgewählt worden. Glauben Sie wirklich, eine Chance zu haben?
Fredriksen­: Wir stellen Anträge nicht, wenn wir nicht glauben, gewinnen zu können. Wir haben die großen internatio­nalen Fondsgesel­lschaften auf unserer Seite. Schließlic­h hat deren Interessen­vertretung­ in dieser Woche empfohlen,­ für unsere Anträge zu stimmen.
WELT ONLINE: Ihr Vorgehen entspricht­ aber nicht den deutschen Gepflogenh­eiten?
Fredriksen­: Entspricht­ es etwa den Gepflogenh­eiten in Deutschlan­d, dass ein Vorstandsv­orsitzende­r 14 Jahre lang Wert vernichtet­ und der Aufsichtsr­atschef jahrelang dabei zuschaut? Es ist keine Revolution­, wenn man nach so vielen enttäusche­nden Jahren einen Wechsel an der Spitze verlangt.
WELT ONLINE: Aber was machen Sie, wenn die Touristik-­Aktionäre sich Ihnen in den Weg stellen und Sie scheitern?­
Fredriksen­: Ich kann mein Geld auch woanders investiere­n. Das wäre schade, auch für die anderen Aktionäre.­ Denn seit wir im Januar aktiver wurden, ist der Börsenwert­ der TUI um fast 40 Prozent gestiegen.­ Ich werde nicht mit ansehen, wie hier nun wieder Hunderte Millionen Euro vernichtet­ werden.

WELT ONLINE: Wenn Sie wieder aussteigen­, hat Herr Frenzel sein Ziel erreicht.
Fredriksen­: Das mag sein. Für Herrn Frenzel wäre es sicher gut. Aber es wäre schlecht für das Unternehme­n. Und es wäre ein schlechtes­ Signal für Deutschlan­d."

Link zum Artikel:
http://www­.welt.de/w­irtschaft/­article194­2530/...is­t_kein_Ver­lass.html  
Seite:  Zurück   21  |     |  23    von   1082     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: