Stuttgart 21
| eröffnet am: | 26.08.10 08:50 von: | sportsstar |
| neuester Beitrag: | 06.07.16 12:48 von: | Raubmilbe |
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bewertet mit 86 Sternen |
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26.08.10 11:24
#27
Lars vom Mars
Hätte man auf die drittklassigen Studien zu Asse
gehört, wäremn jetzt keine Milliarden nötig, um das Schlimmste zu verhindern.
26.08.10 11:27
#29
Cashmasterxx
Stuttgart ist der top wirtschaftsraum,
da kann ein moderner Bahnhof doch nicht schaden!?
26.08.10 11:32
#30
kiiwii
ich meide Stuttgart, wenn es irgend geht, weil die
Verkehrssituation dort (auch um den Bahnhof herum) absolut bescheuert ist...
Daß man da auf den Gedanken kommt, die riesigen Gleisanlagen, die wie ein Keil in die Innenstadt ragen, zu überbauen und dabei zugleich die Verkehrsströme grundlegend zu ändern, vor allem zu beschleunigen, ist naheliegend und richtig.
Trotzdem bleib ich lieber im Taunus...
Daß man da auf den Gedanken kommt, die riesigen Gleisanlagen, die wie ein Keil in die Innenstadt ragen, zu überbauen und dabei zugleich die Verkehrsströme grundlegend zu ändern, vor allem zu beschleunigen, ist naheliegend und richtig.
Trotzdem bleib ich lieber im Taunus...
26.08.10 11:33
#32
Lars vom Mars
Asee zeigt, was passieren kann, wenn man
geologische Gutachten als belanglos zur Seite schiebt. Gorleben genau das Gleiche - geologisch absolut ungeeignet, trotzden wird weiter "erkundet".
Und wenn der Stuttgarter Bahnhof in einer Unterhöhlung eingebrochen und abgesoffen ist, wills wieder keiner gewusst haben.
Und wenn der Stuttgarter Bahnhof in einer Unterhöhlung eingebrochen und abgesoffen ist, wills wieder keiner gewusst haben.
26.08.10 11:42
#33
rightwing
tsssss...
im vergleich zu dem act, als vor 30 jahren in stuttgart die s-bahnverbindung gebohrt wurden (die tallage erzwingt tunnel in jede richtung) ist s21 geradezu ein witz ...
26.08.10 11:47
#34
Lars vom Mars
Ja die dummen Uniprofs
Geologie von Baden-Württemberg:
Teil 1: Landschaftsgeschichte - Landesplanung
...
Beulen und Höhlen - drei Beispiele für vergessene Erfahrungen
Unter dem Gebäude Pfaffenwaldring 55 der Universität Stuttgart kommt es zu dezimeterhohen welligen Baugrundhebungen, die sich bis in die obersten Stockwerke zerstörerisch auswirken. Bituminöse Tonsteine mit einem hohen Gehalt von fein verteiltem Pyrit verwittern unter Zutritt kalkhaltiger sauerstoffreicher Grundwässer, es kommt zur Auskristallisation von Gips. Die Saurier von Holzmaden werden in analogen Gesteinen gefunden, aus dem Albvorland sind solche Effekte seit langer Zeit bekannt.
Die Autobahn Stuttgart-Singen führt bei Oberndorf durch tiefe Einschnitte. Seit der Eröffnung im Jahre 1978 kommt es dort laufend buckelpistenartig zu Baugrundhebungen, die bisher insgesamt mehr als 4 m betragen. Anhydrit und wasserfreie Tonmineralien nehmen dort Wasser auf und quellen bei Drücken bis zu 100 MN/m2 bzw. 1000 bar mit 60% Volumenzunahme. Derartige Effekte hätten seit dem Bau von Eisenbahntunnels in Baden-Württemberg vor 140 Jahren und aus dem Wagenburgtunnel in Stuttgart bekannt sein müssen.
Unter dem Kühlturm des Kernkraftwerks Neckarwestheim II wurden an zugänglicher Stelle Absenkungsbeträge von 14 cm gemessen und bei Bohrungen metertiefe Hohlräume angetroffen. Die horizontale Erstreckung der Hohlräume ist nicht bekannt. Das Kernkraftwerk Neckarwestheim steht 6-8 m unter dem Niveau des nahe vorbeifließenden Neckars in einem ehemaligen Steinbruchgelände. Es ist auf tektonisch intensiv zerrüttetem Muschelkalk- Fels gebaut, unter dem mächtige korrodierte Gipsschichten und tektonisch aufgepreßter noch frischer Anhydrit liegen. Pro Sekunde müssen 120 bis 170 Liter Grundwasser abgepumt werden, da mit der Standort nicht zum See wird und Bauteile nicht unter Auftriebskräfte geraten. Dabei werden pro Jahr 700 bis 1000 Kubikmeter Gips direkt unter dem Standortbereich aufgelöst.
Erfahrungsgemäß greift die Subrosion bevorzugt in den tektonischen Zerrüttungszonen an, es kommt zur Ausbildung von Höhlen. Die intensivsten Zerrüttungszonen verlaufen zwischen Maschinenhaus und Notspeisegebäude einerseits und dem Reaktorgebäude andererseits. Es ist seit langem bekannt, daß besonders entlang von Neckar, Enz und Main in jüngster geologischer Vergangenheit vergleichbare Hohlräume in analogen Schichten immer wieder eingebrochen sind.
usw. usw.
http://www.geologie.uni-stuttgart.de/edu/bwgeo/bwge02.htm
Teil 1: Landschaftsgeschichte - Landesplanung
...
Beulen und Höhlen - drei Beispiele für vergessene Erfahrungen
Unter dem Gebäude Pfaffenwaldring 55 der Universität Stuttgart kommt es zu dezimeterhohen welligen Baugrundhebungen, die sich bis in die obersten Stockwerke zerstörerisch auswirken. Bituminöse Tonsteine mit einem hohen Gehalt von fein verteiltem Pyrit verwittern unter Zutritt kalkhaltiger sauerstoffreicher Grundwässer, es kommt zur Auskristallisation von Gips. Die Saurier von Holzmaden werden in analogen Gesteinen gefunden, aus dem Albvorland sind solche Effekte seit langer Zeit bekannt.
Die Autobahn Stuttgart-Singen führt bei Oberndorf durch tiefe Einschnitte. Seit der Eröffnung im Jahre 1978 kommt es dort laufend buckelpistenartig zu Baugrundhebungen, die bisher insgesamt mehr als 4 m betragen. Anhydrit und wasserfreie Tonmineralien nehmen dort Wasser auf und quellen bei Drücken bis zu 100 MN/m2 bzw. 1000 bar mit 60% Volumenzunahme. Derartige Effekte hätten seit dem Bau von Eisenbahntunnels in Baden-Württemberg vor 140 Jahren und aus dem Wagenburgtunnel in Stuttgart bekannt sein müssen.
Unter dem Kühlturm des Kernkraftwerks Neckarwestheim II wurden an zugänglicher Stelle Absenkungsbeträge von 14 cm gemessen und bei Bohrungen metertiefe Hohlräume angetroffen. Die horizontale Erstreckung der Hohlräume ist nicht bekannt. Das Kernkraftwerk Neckarwestheim steht 6-8 m unter dem Niveau des nahe vorbeifließenden Neckars in einem ehemaligen Steinbruchgelände. Es ist auf tektonisch intensiv zerrüttetem Muschelkalk- Fels gebaut, unter dem mächtige korrodierte Gipsschichten und tektonisch aufgepreßter noch frischer Anhydrit liegen. Pro Sekunde müssen 120 bis 170 Liter Grundwasser abgepumt werden, da mit der Standort nicht zum See wird und Bauteile nicht unter Auftriebskräfte geraten. Dabei werden pro Jahr 700 bis 1000 Kubikmeter Gips direkt unter dem Standortbereich aufgelöst.
Erfahrungsgemäß greift die Subrosion bevorzugt in den tektonischen Zerrüttungszonen an, es kommt zur Ausbildung von Höhlen. Die intensivsten Zerrüttungszonen verlaufen zwischen Maschinenhaus und Notspeisegebäude einerseits und dem Reaktorgebäude andererseits. Es ist seit langem bekannt, daß besonders entlang von Neckar, Enz und Main in jüngster geologischer Vergangenheit vergleichbare Hohlräume in analogen Schichten immer wieder eingebrochen sind.
usw. usw.
http://www.geologie.uni-stuttgart.de/edu/bwgeo/bwge02.htm
26.08.10 11:50
#35
kiiwii
so isses - in Stuttgart gibts viele Tunnel
die Schwierigkeit in Stuttgart und vor allem hier unter dem bahnhof besteht im Gipskeuper, der wasserempfindlich ist und besondre Vorkehrungen erfordert....
(so ähnlich wie in Staufen, wo man Geothermie anzapfen wollte und wasserundurchlässigfe Schichten durchbohrt hat, so daß jetzt alles aufquillt...)
Aber man ist ja au in Stuttgart ned weit von der Schweiz - da kann man sich bei Tunnelbauern Rat holen, falls man selber nicht weiter weiß...
(so ähnlich wie in Staufen, wo man Geothermie anzapfen wollte und wasserundurchlässigfe Schichten durchbohrt hat, so daß jetzt alles aufquillt...)
Aber man ist ja au in Stuttgart ned weit von der Schweiz - da kann man sich bei Tunnelbauern Rat holen, falls man selber nicht weiter weiß...
26.08.10 11:50
#36
rotgrün
Ich persönlich finde
Stuttgart ein ökologisches Desaster. Wieviel Abertausende von Tonnen Erdreich bewegt weden um diesen Irsinn zu bewerkstelligen. Grundwasserprobleme ohne Ende. Stuttgart liegt in einem Heilquellenschutzgebiet. Um das zu schützen sind so viele kostenintensive Vorgaben einzuhalten. Da fragt man sich, warum macht man das nicht kostengünstiger oberirdisch.
Von den veranschlagten 4,1 Milliarden werden es letztendlich bestimmt 12 Milliarden unterm Strich.....
Was solls, der Bürger zalt alles ohne zu Murren mit höheren Steuern....
Auf geht,s
Von den veranschlagten 4,1 Milliarden werden es letztendlich bestimmt 12 Milliarden unterm Strich.....
Was solls, der Bürger zalt alles ohne zu Murren mit höheren Steuern....
Auf geht,s
26.08.10 11:52
#37
ecki
Hinterher ist eh keiner schuld.
Gutachten, das es weder für ÖPNV, Regional- noch Güterverkehr irgendwas bringt gibt es zuhauf. Die Kosten explodieren, die Geologie ist zweifelhaft, so das der Konzeptersteller wegen Sicherheitsrisiken aussteigt.
In Duisburg/loveparade zeigt hinterher jeder mit dem Finger auf den anderen.
Rightwing, meinst du hinterher strecken Öttinger, Mappus, Drexler oder Schuster den Finger in die Luft und sagen: Sorry, ich wars?
In Duisburg/loveparade zeigt hinterher jeder mit dem Finger auf den anderen.
Rightwing, meinst du hinterher strecken Öttinger, Mappus, Drexler oder Schuster den Finger in die Luft und sagen: Sorry, ich wars?
26.08.10 11:54
#38
ecki
Da hast du recht, kiiwii.
Das mit den Tunneln kann man sicher in den Griff kriegen. Und weitere Fachleute mitarbeiten lassen. Kostet nur nochmal ein paar Milliarden extra, aber du lässt eh gerne Geld drucken, oder?
26.08.10 11:56
#40
rotgrün
Ein Kanaltunnel
mit einem 4,1 Milliarden teuren Bahnhof zu vrgleichen macht Sinn, zumindest im Taunus.
Hut ab....
Hut ab....
26.08.10 11:57
#42
Börsenfan
Stuttgart wird immer mehr zum Molloch
in der Innenstadt alles eng und chaotisch, keine Bauplätze mehr, fast nur noch Araber in der Innenstadt, also das ist schon komisch. .
26.08.10 11:57
#43
kiiwii
rotgrünchen, der bahnhof kostet nicht soviel--- es
sind hauptsächlich die Tunnelbauten
26.08.10 11:58
#44
kiiwii
im übrigen planen die Frankfurter auch eine Unter-
tunnelung der Stadt, um aus dem Kopfbahnhof einen Durchgangsbahnhof zu machen...
26.08.10 12:01
#45
Lars vom Mars
Der Vergleich mit der Schweiz hinkt gewaltig,
da die dortigen geologischen Formationen in keinster Weise mit der B-Ws zu vergleichen sind.
26.08.10 12:11
#46
rightwing
@ecki
... sorry, dass ich dieses "volk" beleidige .. aber ich habe sie gestern abend mal wieder live erlebt (über 1h stau). wenn wir morgen stadt oder verkehrsentwicklung "plebiszitär" umstricken, so dass wir jeden sepp um seine unwichtige und allein auf seine kleine perspektive begrenzte meinung fragen, können wir getrost das land im derzeitigen zustand einfrieren ... da dann gar nichts mehr geht.
frag mal die denkfähigen stuttgarter, die diesen protest NICHT als beliebiges ventil für ihren üblichen obrigkeitsgroll missbrauchen - die werden dir ihre meinung zu diesem "volk" mit ähnliche deutlichen worten wie ich in #24 sagen.
frag mal die denkfähigen stuttgarter, die diesen protest NICHT als beliebiges ventil für ihren üblichen obrigkeitsgroll missbrauchen - die werden dir ihre meinung zu diesem "volk" mit ähnliche deutlichen worten wie ich in #24 sagen.
26.08.10 12:17
#47
Muppetshow-Anima.
wie heißen denn
das Planungsbüro und die Baufirma? Weiß das einer?
26.08.10 12:30
#48
kiiwii
...die Schweizer (und andere) graben ihre Tunnel
übrigens gerne mit Maschinen aus Baden-Württemberg (Fa. Herrenknecht)...
...ach, und zu den vielfältigen geologischen Problemen etwa des Gotthard-Basitunnels findet sich hier a bissle was...
http://de.wikipedia.org/wiki/Gotthard-Basistunnel
...ach, und zu den vielfältigen geologischen Problemen etwa des Gotthard-Basitunnels findet sich hier a bissle was...
http://de.wikipedia.org/wiki/Gotthard-Basistunnel
26.08.10 12:36
#49
kiiwii
...und was die Kosten angeht: 12 mrd CHF(Schätzung
aus 2008)
...es gibt aber in der Schweiz auch andere Untertunnelungen, die denen von Stuttgart ähnlicher sind - etwa in St. Gallen... oder auch in Zürich... und da differiert auch die Geologie nicht so sehr von der im Schwäbischen...
...es gibt aber in der Schweiz auch andere Untertunnelungen, die denen von Stuttgart ähnlicher sind - etwa in St. Gallen... oder auch in Zürich... und da differiert auch die Geologie nicht so sehr von der im Schwäbischen...
26.08.10 12:43
#50
Maxgreeen
Man könnte den neue Stuttgarter Hauptbahnhof
neben das Gottlieb Daimler Stadion bauen


