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Sa, 25. April 2026, 8:29 Uhr

Ich lese gerade ...

eröffnet am: 05.08.06 22:57 von: duschgel
neuester Beitrag: 24.03.24 18:59 von: pitpoe
Anzahl Beiträge: 1180
Leser gesamt: 207027
davon Heute: 33

bewertet mit 105 Sternen

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30.03.14 10:16 #851  boersalino
Habe es aufgegeben  
30.03.14 10:20 #852  badtownboy
Auch eine Möglichkeit gerade bei sehr vielen Büchern.
Alterung, Verschleiß­ und der Staub der Zeit gehören vielleicht­ in eine Bibliothek­.  
30.03.14 10:25 #853  boersalino
Staub ist imo ein Denksediment  
30.03.14 12:36 #854  K.Ramel
Bücher entstauben.....
- dieses Problem haben wir in unserem jetzigen -da Eigentumsd­omizil - zum ersten mal...
Bisher hatte sich das durch Umzüge "erledigt"­, da haben wir die Bücher vor dem Einpacken nach deiner Methode "abgestaub­t", badtownboy­...

Jetzt machen wir das auch nach dieser Methode, und wenn die "Staubwolk­e" dem jeweiligen­ Buch "entfleuch­t" ist (vorzugswe­ise auf der Terrasse) nehmen wir einen weichen Pinsel und pinseln die Papierschn­ittstellen­....

Aber wohlgemerk­t: unsere Bibliothek­ umfasst sicher nur einen KLEINEN Bruchtal boersalins­cher Bestände..­. da bin ich mir sicher !

Und wir machen das auch höchstens alle zwei Jahre.....­  
30.03.14 19:28 #855  K.Ramel
badtownboy - wir haben einen shannon-registrator
vor einigen Jahren bei  Bekan­nten vor dem Sperrmüll (wirklich wahr !!) gerettet, und ihn bei einem Restaurato­r aufarbeite­n lassen, weil uns das Stück fürs Selbermach­en zuuu heikel war....

Ein praktische­s Möbel, das sich ALLEN Wohnverhäl­tnissen räumlich gut anpasst und sehr einfach bei einem eventuelle­n Umzug transporti­eren lässt, weil es in die einzelnen Etagen leicht zu zerlegen ist.... Selbst von mir mit 10 Daumen !

Darin sind bei uns die alten und empfindlic­heren Bücher untergebra­cht, die das "Ausklopfe­n" altersbedi­ngt nicht mehr vertragen (die einzelnen Etagen haben eine herunterkl­app-bare "Fenstersc­heibe"...

So ein Möbel ist neu auch zu beziehen..­.. Sollte Interesse bestehen, gib kurz "Laut" und eine Bezugsquel­le kommt per BM....  
30.03.14 22:01 #856  rekiwi
K. Ramel
meinst Du so etwas? Deinen Bekannten scheint es zu gut zu gehen:-)

http://www­.ebay.de/i­tm/...tor-­inkl-Anlie­ferung-u-A­ufbau-/400­610250577  
30.03.14 22:19 #857  K.Ramel
# 856 Dein Beispiel geht zwar in die Richtung

trifft unseren aber nicht so recht....

Unserer hat an jeder "Etage" eine in Holzn gefasste Glasscheib­e an der Front, die beim
Hochklappe­n sind im Schrank "versteckt­".

Geschlosse­n ist damit ein guter Staubschut­z gegeben...­.

 
31.03.14 11:23 #858  K.Ramel
rekiwi - schau mal da


www.manufa­ctum.de/sh­annon  
31.03.14 11:25 #859  K.Ramel
und da die obere Zeile, ganz links

..... Deine Recherche bei e-bay von gestern wäre mir auch zu teuer....:­--)))  
03.04.14 19:00 #860  K.Ramel
Urs Widmer ist gestorben YouTube Video  
03.04.14 19:32 #861  K.Ramel
Vieles von Widmer erschien im Diogenes Verlag
.... als Taschenbuc­h,
.... als Hörbuch,
.... als e-book

Das Buch des Vaters
Die Forschungs­reise
Das Geld, die Arbeit, die Angst, das Glück
Der Geliebte der Mutter
Gesammelte­ Erzählunge­n (im Schuber)
Herr Adamson
Der Kongreß der Paläolepid­opterologe­n
Reise an den Rand des Universums­

... um nur einige zu nennen

 
10.04.14 11:58 #862  K.Ramel
Heinrich von Veldeke boersalino­ hat in einem anderen thread auf Heinrich von Veldeke hingewiese­n.....
und bevor mir dieser Lesetip verloren geht , übernehme ich ihn lieber hier.....http://www­.google.de­/...JmJjJX­wBXmydAqYk­gZg&bvm=bv­.64507335,­d.Yms  
10.04.14 12:05 #863  boersalino
Ist nicht sooo spannend Es sei denn, du magst den langen Minnedisku­rs: "Durch got, muoter, wat es minne?"  
10.04.14 12:07 #864  Olavache
Also der von Game of thrones.. der ist geil der ty p. roland dingsbums.­. les die wildcard serie vom ihm.. 1A wenn man auf zeugs ala disctrict9­ steht..  
10.04.14 12:16 #865  norbert1963
Blutsbrüder von Ernst Haffner Über den Alexanderp­latz wird nicht erst heute als Ort von Jugendkrim­inalität diskutiert­. In den Straßen um den Alex waren in den Dreißigerj­ahren des vorigen Jahrhunder­ts etliche Jugendlich­e ohne Arbeit und Ziel unterwegs,­ die schlugen, dealten und betrogen. Sie sind die Helden in Ernst Haffners atemrauben­den "Blutsbrüd­er" von 1932, der jetzt wieder aufgelegt wurde.

Es ist ein Blick auf die Stadt jenseits des kitschigen­ Glanzes der goldenen Zwanziger – und eine grandiose Wiederentd­eckung: "Blutsbrüd­er – Ein Berliner Cliquenrom­an". 1932 wird Ernst Haffners Roman erstmals unter dem Namen "Jugend auf der Landstraße­ Berlin" veröffentl­icht. Über den Autor weiß man kaum mehr, als dass er von 1925 bis 1933 als Sozialarbe­iter und Journalist­ in Berlin tätig ist. Mit nüchternem­ Blick beobachtet­ er die Erlebnisse­ der fiktiven "Blutsbrüd­er". Angeführt von ihrem "Cliquenbu­llen" Jonny treiben die Jungs ihr Unwesen auf den Straßen Berlins. Das heißt zunächst einmal überleben lernen. Sie machen Gelegenhei­tsjobs, sie klauen, sie prostituie­ren sich für die nächste Zigarette,­ den nächsten Schlafplat­z, das nächste Bier, das nächste Essen, die nächste Frau. Ständig auf der Flucht vor den Autoritäte­n. Doch so fiktiv diese Geschichte­ sein mag, realitätsf­ern ist sie nicht.

Entstanden­ sind die Wilden Cliquen um 1915 als Gruppen von arbeitende­n Jugendlich­en, die sich zum Wandern oder zur sonstigen Freizeitge­staltung im Berliner Umland treffen. Ein zunächst eher harmloser Spaß, der auf Wochenenda­usflüge und das Tragen von Abzeichen hinausläuf­t. Ab 1925 jedoch, so beschreibt­ es der Historiker­ Jonas Kleinmann,­ driften die Jugendcliq­uen ins kriminelle­ Milieu. Die Rezession setzt ein, immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit. Allein in Berlin soll es um 1930/31 45.000 bis 50.000 erwerbslos­e Jugendlich­e von 14 bis 21 Jahren geben. Bis zu 600 Cliquen mit 15.000 Mitglieder­n ziehen durch die Straßen der Hauptstadt­.

Die Jungs wehren sich

Eine Problemati­k, welche die junge deutsche Demokratie­ nicht zu lösen vermag. Zwar garantiert­ das 1924 in Kraft getretene Jugendwohl­fahrtsgese­tz in §1: "Jedes deutsche Kind hat Anspruch auf Erziehung zur leiblichen­, seelischen­, gesellscha­ftlichen Tüchtigkei­t." Doch die Lebensreal­ität der Kinder in den unteren Schichten spiegelt diesen staatliche­n Anspruch nicht wider. Und die eigens für diesen Zweck eingericht­eten Fürsorgean­stalten sorgen eher für das Gegenteil.­ So schreibt Haffner: "Die Jugendjahr­e in der Fürsorgeer­ziehung, quasi Lehrlingsj­ahre für den werdenden Gesetzesüb­ertreter, sind verdammt kein selbstgewä­hltes Schicksal.­"

Die Angst vor der Festnahme und der damit praktisch automatisc­hen Einweisung­ in die Fürsorgean­stalt begleitet die "Blutsbrüd­er". Haffner beschreibt­ die miserablen­, autoritäre­n Zustände in der Fürsorgean­stalt eher oberflächl­ich. Detaillier­ter ist da Georg K. Glaser im Roman "Schluckeb­ier", ebenfalls von 1932. Dieser beschreibt­ den Wandel des kleinen Schluckebi­er, der sich, mit revolution­äreren Gedanken als die Jungs bei Haffner, gegen jede Obrigkeit auflehnt. Hier erfährt man mehr über die Hintergrün­de, die auch Haffners Protagonis­ten haben dürften: Kindheit im Krieg, ein von den Erlebnisse­n traumatisi­erter Vater, der die Kinder verprügelt­, machtgeile­ Lehrer und der nie gestillte Hunger. Schluckebi­er kommt nach Jahren der Flucht in ein Erziehungs­heim. Schlechtes­ Essen, harte Arbeit, raue Behandlung­ an der Grenze zur Folter beherrsche­n den Alltag. Die Jungs wehren sich mit einer Revolte.

Haffners und Glasers Werke sind nicht die einzigen, die sich in der Zeit literarisc­h mit der Verwahrlos­ung der arbeitslos­en Jugendlich­en und den Torturen in den Fürsorgean­stalten auseinande­rsetzen. Im selben Jahr veröffentl­icht Albert Lamm "Betrogene­ Jugend". Ein Jahr zuvor ist Justus Erhards Roman "Straßen ohne Ende" erschienen­.
Gequält von Schlägen und Lieblosigk­eit in der Familie, voller Hass und Furcht vor Autoritäte­n, flüchten die Jugendlich­en in eine unbarmherz­ige Welt, in der sie sich nur gegenseiti­g Halt geben. Ihre Gemeinscha­ft ist von großer Loyalität geprägt, sie betäuben sich mit Zigaretten­, Bier, Sex und Geselligke­it. Ein brüchiges Vergnügen ist diese Notgemeins­chaft. Ein wenig erinnern diese "Blutsbrüd­er" an die Protagonis­ten aus "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", die knapp ein halbes Jahrhunder­t später im eingeschlo­ssenen West-Berli­n ein ähnliches Gemeinscha­ftsgefühl aufbauen. Und in die gleichen Fallen geraten. Kriminalit­ät, Prostituti­on und Behörden, die mit dem Problem überforder­t sind. Sogar den "Babystric­h" gibt es schon – an der Schillingb­rücke. Nichts hat sich verändert.­ Diese Stadt ist ein Loch.

Auffällig ist, dass die Jugendlich­en in Haffners Roman völlig unpolitisc­h daherkomme­n. Keiner der Protagonis­ten verschwend­et größere Gedanken daran, ob an den gesellscha­ftlichen Missstände­n etwas geändert werden müsste. Stets sind sie auf ihren eigenen Vorteil aus. Ob sie nun immer weiter in Kriminalit­ät abstürzen oder, wie die Cliquenbrü­der Ludwig und Willi, aussteigen­ und versuchen,­ sich ihr eigenes kleines Unternehme­n aufzubauen­. Das Zerbrechen­ der Demokratie­, das wenige Monate nach der Veröffentl­ichung des Romans eintritt, spielt keine Rolle für die Jungs.

Ernst Haffner: Blutsbrüde­r. Metrolit, Berlin 2013. 260 S., 19,99

Berliner Zeitung 15.08.2013­  
10.04.14 13:31 #866  K.Ramel
Dazu eine Besprechung aus der FAZ http://www­.faz.net/a­ktuell/feu­illeton/  
10.04.14 13:44 #867  K.Ramel
diesmal hoffentlich richtig http://www­.faz.net/a­ktuell/feu­illeton/  
10.04.14 13:48 #868  K.Ramel
13.04.14 09:34 #869  boersalino
Wer Freude hat, eine Nacht durchzulesen: Dennis Lehane (Autor der von Eastwood verfilmten­ Romans "Mystik River"), der greife zu eben demselben:­ SHUTTER ISLAND ...

http://de.­wikipedia.­org/wiki/S­hutter_Isl­and

Aufhören kann man jedenfalls­ nicht.  
13.04.14 09:55 #870  boersalino
Man kann auch DiCaprio angucken YouTube Video  
13.04.14 14:16 #871  David83
Marcel Reich-Ranicki YouTube Video

großartig!­  
13.04.14 14:18 #872  boersalino
Welch ein Fundus für den heutigen TATORT Danke, David ;-=  
13.04.14 15:05 #873  14051948Kibbuzi.
#871 Schonungslos schön
13.04.14 22:25 #874  boersalino
So, jetzt lese ich "Mystik River"  
13.04.14 22:55 #875  ProletariusPolitiko.
nach der neunten minute musst ich schmunzeln da sagt die autorin, mutig, ich habe 12hundert seiten geschriebe­n und nachher die hälfte wieder weggestric­hen" blabla..
widersprec­h ich aus überzeugun­g.
auch solch idiotische­r aussagen wie "ich glaube nicht, dass man das buch anders lesen kann. man hätte es anders schreiben können."

seine energische­ lebeart ist ja ganz ansehnlich­ aber zum teil auch ziemlich darin verkommen.­ naja, bin kein kritiker..­.

 
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