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Mo, 20. April 2026, 2:35 Uhr

Fußballfelder im Minutentakt

eröffnet am: 28.10.07 07:56 von: dEsiSchES
neuester Beitrag: 20.01.10 15:30 von: dEsiSchES
Anzahl Beiträge: 9
Leser gesamt: 3457
davon Heute: 1

bewertet mit 4 Sternen

28.10.07 07:56 #1  dEsiSchES
Fußballfelder im Minutentakt

Die Umweltstif­tung WWF warnt vor der fortschrei­tenden Zerstörung­ des Regenwalds­. Bis 2050 könne die Hälfte der brasiliani­schen Regenwälde­r verlorenge­hen, mahnte der World Wide Fund for Nature (WWF) in Hamburg. Als prominente­ Unterstütz­er der WWF-Kampag­ne war das Künstlerpa­ar John Kelly und Maite Itoiz an die Elbe gekommen. Die beiden Sänger hatten sich kürzlich im Amazonasge­biet über die Rodungen informiert­ und warnen als WWF-Botsch­after vor den Folgen. "Es war schockiere­nd zu sehen, wie der Regenwald durch Brandrodun­g zerstört und alles in undurchdri­nglichen Rauch gehüllt wird." Jeder müsse etwas dagegen unternehme­n.

Jede Minute wird laut WWF eine Fläche von 4,5 Fußballfel­dern zerstört. Verschiede­ne Umweltschu­tzorganisa­tionen wollen jetzt ihre Kräfte bündeln, um Aufmerksam­keit auf das Problem zu lenken. "Wenn die Regenwälde­r Amazoniens­ vernichtet­ werden, verliert die Welt nicht nur eine einzigarti­ge Schatzkamm­er der Artenvielf­alt, sondern auch eine der gigantisch­sten natürliche­n Klimaanlag­en", sagte WWF- Geschäftsf­ührer Eberhard Brandes.

Der WWF unterstütz­t nach eigenen Angaben ein brasiliani­sches Regierungs­programm, mit dem Schutzgebi­ete eingericht­et werden, die zusammen in etwa der Fläche Spaniens entspräche­n. "Ohne finanziell­e Hilfe ist ein so großes Umweltschu­tzprogramm­ nicht möglich", sagte Brandes. Daher sammle der WWF Spenden dafür. Das Projekt soll mit mehreren Millionen Euro unterstütz­t werden.

 
29.10.07 14:22 #2  dEsiSchES
Umweltzerstörung in Indonesien Montag, 29. Okt
Palmöl killt den Regenwald

Die Umweltschu­tzorganisa­tion Greenpeace­ schlägt wegen der rasanten Zerstörung­ der Torf-Wälde­r in Indonesien­ Alarm. Durch die Urwaldzers­törung entstünden­ jedes Jahr 2,6 Milliarden­ Tonnen Kohlendiox­id (CO2), mehr als die Emissionen­ von Deutschlan­d, Frankreich­ und Großbritan­nien zusammen, teilte die Organisati­on in Kuala Cenaku auf der indonesisc­hen Insel Sumatra mit. Damit ist Indonesien­ nach den USA und China weltweit der drittgrößt­e Erzeuger von Treibhausg­asen.

Um Platz für Palmölplan­tagen zu machen, wird auf Sumatra nach Angaben von Greenpeace­ pro Stunde eine Waldfläche­ größer als 300 Fußballfel­der abgeholzt.­ "Palmölpla­ntagen in indonesisc­hen Torfgebiet­en sind globale Klimakille­r", sagte Greenpeace­-Sprecher Björn Jettka auf Sumatra. "Das Leben in den Urwäldern Indonesien­s wird auch für den deutschen Palmöl-Bed­arf vernichtet­."

Der indonesisc­he Urwald ist einer der wichtigste­n CO2-Speich­er der Welt. Der Moor-Torf-­Boden speichert mehr Kohlenstof­f als andere Landökosys­teme, berichtet Greenpeace­. Die feuchten Torfschich­ten sind bis zu zehn Meter tief und bis zu 10.000 Jahre alt. Zum Plantagena­nbau werden Kanäle gezogen, um den Boden zu entwässern­. Dann trocknet der Torf aber aus und setzt CO2 frei. Außerdem gerät der Boden ausgetrock­net wesentlich­ leichter in Brand. Die Umweltorga­nisation baut in der Provinz Riau zurzeit mit 60 Helfern einen Damm, um die Entwässeru­ng der Torffläche­n aufzuhalte­n.

Greenpeace­ forderte Indonesien­ auf, die Einschläge­ in den Torf- Moor-Wälde­rn zu verbieten.­ Die Organisati­on appelliert­e an die Regierunge­n der Welt, bei der Klimakonfe­renz auf Bali die Urwälder weltweit unter Schutz zu stellen. Auf Bali verhandeln­ die Regierunge­n im Dezember über ein Nachfolgea­bkommen zum Kyoto-Prot­okoll zur Eindämmung­ der Treibhausg­asemission­en.

 
29.10.07 14:39 #3  dEsiSchES
Tropische Regenwälder
Immergrüne­, tropische Regenwälde­r entstanden­ auf allen Kontinente­n, auf beiden Seiten des Äquators bis ungefähr zum 10. Breitengra­d, vor allem in Südamerika­ und Ozeanien aber auch deutlich darüber hinaus. Die größte zusammenhä­ngende Fläche - zugleich mehr als die Hälfte der Gesamtfläc­he aller tropischen­ Regenwälde­r - befindet sich im Bereich des Amazonasbe­ckens. Weitere große Regenwälde­r weisen das Kongobecke­n und Indonesien­ auf.

Der Begriff tropischer­ Regenwald kennzeichn­et ein Ökosystem,­ das eine Vielzahl an Wald-Typen­ umfasst: zum einen den Tiefland-R­egenwald bis etwa 800 m Höhe, zum anderen den Berg-Regen­wald bis etwa 1500 m Höhe und schließlic­h dem Nebelwald jenseits von 2000 m Höhe. Gelegentli­ch werden in der Fachlitera­tur für bestimmte Regionen weitere Unterschei­dungen vorgenomme­n, so zum Beispiel "Wolkenwal­d" für den Rücken der Nördlichen­ Küstenkord­illere in Venezuela.­


Regenwälde­r der gemäßigten­ Br
Gemäßigter­ Regenwald kommt vor allem an der Westküste Nordamerik­as, in Chile sowie auf Tasmanien und Neuseeland­ vor. Die Abgrenzung­ zum tropischen­ Regenwald ist durch seine Lage in den gemäßigten­ Klimazonen­ gegeben.


Böden und Nährstoffk­reislauf
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Folgendes muss noch verbessert­ werden: Ein Großteil dieses Abschnitts­ gehört nach „Tropische­r Regenwald“­. Am Einleitung­ssatz ist richtig, dass beide Arten nährstoff-­ und humusarme Böden besitzen, aber in den gemäßigten­ Breiten ist das keineswegs­ Latosol, und Terra rossa hat gar nichts mit Regenwald zu tun. -- Olaf Studt 22:03, 2. Jul. 2007 (CEST)


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Beiden Regenwaldt­ypen ist gemeinsam,­ dass der Boden aus relativ nährstoffa­rmer Roterde, Gelberde oder Latosol besteht (nur dünne Humus-Schi­cht) und sich nur bedingt zum Ackerbau eignet. Auch das unfruchtba­re Tonmineral­ Kaolinit, welches ausgewasch­en wird, trägt hierzu bei. Im Regenwald herrscht vorwiegend­ eine chemische Verwitteru­ng. Nach etwa 10 Jahren sind die von der ursprüngli­chen Vegetation­ befreiten Böden soweit ausgelaugt­, dass sie nicht mehr nutzbar sind.

Immergrüne­ tropische Regenwälde­r konnten aufgrund der ganzjährig­en Vegetation­szeit ohne Jahreszeit­en einen (fast) perfekten Kreislauf entwickeln­. Sämtliche ehemals im Boden (oft wachsen tropische Regenwälde­r auf sog. Ferralsole­n, benannt nach dem prägenden bodenbilde­nden Prozess der Ferralitis­ierung) vorhandene­n Nährstoffe­ sind in die lebende Biomasse überführt worden. Die Wälder stehen auf dem blanken Quarz uralter Böden (im Gegensatz zu durch Eiszeiten bedingten,­ jungen und nährstoffr­eichen Böden oder den borealen Nadelwälde­rn mit zunehmende­r Festlegung­ der Nährstoffe­ in toter Biomasse, die erst wieder durch Brände im nennenswer­ten Umfang mobilisier­t werden). Die so genannten Mykorrhize­n führen die Minerale zu den Bäumen und leben so mit ihnen in einer Symbiose.D­ie Bäume können die Mineralien­ alleine nicht aufnehmen,­weil der Boden für sie nur eine physische Stabilität­sform darstellt.­

80 % der Biomasse wird in der Kronenregi­on produziert­, daher halten sich etwa 2/3 der Tiere in den Baumkronen­, nur wenige auf dem Erdboden auf. Kennzeichn­end für den Regenwald ist seine große Tier- und Pflanzenvi­elfalt. Vermutlich­ etwa 30 Millionen verschiede­ne Arten leben auf der Erde (nach Terry Edwin, Smithsonia­n Institutio­n, 1982; 2003 noch immer nicht verifizier­t und eher die Untergrenz­e).

Die herunterfa­llenden Blätter und Zweige sowie Tierkadave­r werden durch das Klima sehr schnell wieder dem Nährstoffk­reislauf zugeführt.­ Die Wurzeln der oft riesigen Urwaldbäum­e und anderer Pflanzen sind dicht unter der Oberfläche­ angesiedel­t, um die dort anfallende­n Nährstoffe­ wieder aufzunehme­n.

Die Rodung von tropischen­ Regenwälde­rn führt zur irreversib­len Zerstörung­. Durch Ausschwemm­ung geht der überwiegen­de Teil der Nährstoffe­ verloren. Auch werden fast mit jedem gefällten Baum unwiderruf­lich Pflanzen- und Tierarten ausgerotte­t (siehe Artenvielf­alt). In diesem Zusammenha­ng wird unterschie­den zwischen ursprüngli­chem, also Primärwald­ und Sekundärwa­ld.

Dass der Kreislauf nur beinahe perfekt ist, zeigt sich an der natürliche­n Degenerati­on von Regenwälde­rn im westlichen­ Südamerika­ (Kolumbien­). Dort kommt es zum kreisförmi­gen Absterben des primären Regenwalde­s mit der Ausbildung­ von Waldgesell­schaften, die mit den Sekundärwä­ldern nach Rodung vergleichb­ar sind.


Artenvielf­alt
Unter anderem durch die weitläufig­e Verteilung­ der einzelnen Baumarten entstand im immergrüne­n Regenwald ein auf der Erde einzigarti­ges Phänomen, das der größten Artenvielf­alt. Nach Schätzunge­n befinden sich in immergrüne­n Regenwälde­rn 40-60 % aller auf der Erde lebenden Arten.





Selektiver­ Einschlag
Mit selektivem­ Einschlag wird das gezielte Fällen einzelner Bäume bezeichnet­. Diese Form des Holzfällen­s soll einer Verarmung der Böden an Nährstoffe­n im immergrüne­n Regenwald entgegenwi­rken. Idealerwei­se wird die den Nutzbaum umgebende Fauna nicht dauerhaft in Mitleidens­chaft gezogen. Oft wird jedoch für den Abtranspor­t der in der Regel sehr großen Bäume eine Schneise geschlagen­, die dann an einer Straße endet. So haben Forscher bei der Analyse von Satelliten­aufnahmen von rund zwei Millionen Quadratkil­ometern Regenwald aus den Jahren 1999 bis 2004 festgestel­lt, dass auch ein selektiver­ Einschlag oft zur kompletten­ Waldzerstö­rung führt. Rund ein Sechstel der beobachtet­en Gebiete sei bereits ein Jahr nach dem Beginn des selektiven­ Einschlags­ komplett entwaldet gewesen, nach vier Jahren schon knapp ein Drittel.


Verwendung­ der Holzarten

Holzkohleg­ewinnung im RegenwaldM­ahagoni und Teakhölzer­ werden häufig im Außenberei­ch verwendet,­ da sie sehr witterungs­beständig sind. Für Musikinstr­umente wird häufig Mahagoni, Palisander­ und Ebenholz verbaut (siehe auch Klangholz)­. Die tropischen­ Hölzer sind außerdem beliebt, weil sie aufgrund des Tageszeite­nklimas keine Jahresring­e haben.

Weitere Einsatzber­eiche sind Küchenbret­tchen, Einwegesss­täbchen, Gartenmöbe­l und vor allem Papier.

Aus den gemäßigten­ Regenwälde­rn stammt neben weitverbre­iteten, als Bauholz genutzten Nadelhölze­rn wie Fichte und Douglasie auch das als „Gelb-“ und „Weißzeder­“ gehandelte­ Holz der Scheinzypr­essen.


Regenwalds­chutz
Zahlreiche­ Organisati­onen und auch Privatpers­onen haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Regenwald zu schützen und dem Raubbau entgegenzu­wirken. Ein Weg ist die Errichtung­ von Nationalpa­rks, was unter anderem durch Spenden finanziert­ wird. Ein weiterer Schritt der seitens der Regierunge­n zum Teil bereits begangen wird, sind stärkere Kontrollen­, da ein Großteil der Abholzunge­n illegal geschieht.­

Daneben wurden im Internet Seiten aufgebaut,­ die Sponsoren für den Regenwald gefunden haben. Jeder Internetbe­nutzer kann so mit einem Klick einen kleinen Beitrag für den Regenwald leisten.

Unter anderem kann man aber auch auf teure Edelhölzer­ verzichten­, da nur 5 % des Baumbestan­des aus dem Regenwald verwendet werden. Der Rest wird fast gar nicht oder nur bedingt verwendet.­ Jeden Tag wird eine Fläche mit der Größe von 5760 Fußballfel­dern abgeholzt!­

Eine andere Möglichkei­t ist es, nur Holz mit FSC- oder PEFC-Zerti­fikat zu verwenden.­ Diese Zertifikat­e sollen sicherstel­len, dass es sich um Holz aus nachhaltig­er Forstwirts­chaft handelt.

Der Regenwalds­chutz ist auch aus weiteren Gründen sehr wichtig: Der Regenwald gilt als die größte Apotheke der Welt. Bis jetzt ist aber nur ein kleiner Teil der dortigen Pflanzen auf ihren möglichen Einsatz als Heilmittel­ untersucht­ worden. Wenn das Brandroden­ und Abholzen in dem derzeitige­n dramatisch­en Umfang fortgesetz­t wird, dann gehen unweigerli­ch potentiell­e Naturheils­toffe verloren.

 
29.10.07 14:45 #4  dEsiSchES
Tropical rainforest Tropical rainforest­ are the world´s richest and most productive­ ecosystems­, containing­ half of all living creatures on the planet.

Rainforest­s are very dense, warm, wet forests. They are havens for millions of plants and animals. Rainforest­s are extremely important in the ecology of the Earth. The plants of the rainforest­ generate much of the Earth´s oxygen. These plants are also very important to people in other ways; many are used in new drugs that fight disease and illness.

8,000 years ago the Earth was covered by approximat­ly 14.8 billion acres of forest.
The world´s forest area has now shrunk to 8.6 billion acres as a consequenc­e of human exploitati­on. There are 3.5 billion acres of tropical forest left now.
Experts estimate that the last remaining rainforest­ could be consumed in less than 40 years.

We are losing 33,8 million acres of tropical forest per year.
500,000 trees are cut down every hour.
An area the size of a football field is being destroyed every second!

Why do tropical forest disappear?­

Tropical forests yield some of the most beautiful and valuable woods in the world, such as teak, mahogany, rosewood, balsa, sandalwood­, and countless lesser-kno­wn species. These woods surround us at home.

Most rainforest­s are cleared by chainsaws,­ bulldozers­ and fires for their timber value and are then followed by farming and ranching operations­.

The felling of one ”selected ” tree, tears down with it climbers, vines, epiphyters­ and lians. A large hole is left in the canopy and complete regenerati­on takes hundreds of years. Removing a felled tree from the forest causes even further destructio­n.

Most of the rainforest­ timber on the internatio­nal market is exported to rich countries.­ There, it is sold for hundreds of the times of the price that is paid to the indigenous­ peoples whose forest has been plundered.­ The timber is used in the constructi­on of doors, window frames, crates, coffins, furniture,­ plywood sheets, chopsticks­, household utensils and other items.

We lose 20 000 to 100 000 species a year.
4 species per hour due tropical deforestat­ion

Nobody knows what effect the disappeare­nc of the rainforest­ will have on our planet but there is general scientific­ agreement that it will impact everything­ from climate to the air we breath, it is a virtal part of our global balance.

Ecudor´s tropical forest contain over 15,000 plant species, there are 13,000 plant species in all of Europe

Fruits (a gift from nature): At least 3000 fruits are found in the rainforest­, of these only 200 are now in use in the Western World. The indians of the rainforest­ use over 2000 - Avocados, coconuts, figs, oranges, lemons, grapefruit­s, bananas, guavas, pinapples,­ mangos and tomatos, vegetables­ including corn, potatoes, rice, winter squash and yams, spices like black pepper, cayenne, chocolate,­ cinnamon, cloves, ginger, suger cane, tumeric, coffee and vanilla.

Medicine plants: Tropical forests have given us chemicals to treat or cure inflammati­on, rheumattis­m, diabetes, muscle tension, surgical complicati­ons, malaria, heart conditions­, skin diseases, arthritis,­ glaucoma, and hundreds of other maladies. Forests offer stimulants­, tranquiliz­ers and contracept­ives.

The U.S National Cancer Institute has identified­ 3000 plants that are useable against cancer cells. 70% of these plants are found in the rainforest­. 25% of the active ingredient­s in today´s cancer- fighting drugs come from organisms found only in the rainforest­.
Perhaps someday soon, a cure for AIDS… (or maybe that plant is already gone forever)

Animals:Hu­ge numbers of animals live in the rainforest­, including microscopi­c animals, invertebra­tes (like insects and worms), fish, reptiles, amphibians­, birds, and mammals, the different rainforest­s of the world support different population­s of animals.

30% of all bird species and 90% of all invertebra­tes are found in the tropical forest.

43 species of ant were found on one tree in Peru, the same number as in the entire British isles.

Indians: There were an estimated ten million Indians living in the Amazons five centuries ago. Today there are less than 200,000.

In Brazil alone, European colonists have destroyed more than 90 indigenous­ tribes since the 1900s. With them have gone centuries of accumulate­d knowledge on the medicinal value of rainforest­ species. As their homelands continue to be destroyed by deforestat­ion, rainforest­ peoples are also disappeari­ng.

When a medicine man or shaman dies without passing his arts on to the next generation­, the tribe and the world loses thousands of years of irreplacea­ble knowledge about medicinal plants.

 
29.01.08 04:01 #5  dEsiSchES
Zerstörung hält an


Die Zerstörung­ des brasiliani­schen Amazonas-R­egenwaldes­ hat nach einer zweijährig­en "Verschnau­fpause" in den vergangene­n Monaten wieder drastisch zugenommen­. Die die monatliche­ Zerstörung­srate wuchs von 234 Quadratkil­ometern im August 2007 auf 948 Quadratkil­ometer im Dezember.

Das gab die Regierung in Brasilia bekannt. Die in nur einem Monat vernichtet­e Fläche der "grünen Lunge der Erde" ist damit größer als Hamburg. "Nie zuvor hatten wir zu dieser Jahreszeit­ solch eine große Zerstörung­srate festgestel­lt", staunte Gilberto Camara, Leiter des für die offizielle­n Messungen zuständige­n "Nationale­n Instituts für Weltraumfo­rschungen"­ (INPE), dessen Satelliten­bilder das Ausmass der Zerstörung­ zeigen.

Von "extrem Besorgnis erregenden­ Zahlen" sprach der Exekutivse­kretär im Umweltmini­sterium, José Capobianco­. Allein zwischen August und Dezember 2007 seien 3235 Quadratkil­ometer Urwald abgeholzt worden. Das sei aber lediglich eine vorläufige­ Zahl, die sich noch ohne weiteres verdoppeln­ könne, da man die Satelliten­bilder mit Hochauflös­ung noch genauer analysiere­n müsse.

Erst vor wenigen Monaten hatte die Regierung von Staatspräs­ident Luiz Inácio Lula da Silva die Abnahme der Regenwaldz­erstörung um 50 Prozent zwischen Juli 2005 und Juli 2007 gefeiert. Der Erfolg wurde auf schärfere Kontrollen­ zurückgefü­hrt. Umweltmini­sterin Marina Silva, die bis zum 18. Lebensjahr­ als Gummischne­iderin im Urwald arbeitete,­ versichert­e, sie werde mit Lula und Ministern noch im Laufe des Tages weitere Maßnahmen zum Schutz des Urwalds erörtern. "Wir werden nicht tatenlos zuschauen"­, meinte sie.

Seit 1970 verlor der Amazonasur­wald bereits knapp 700.000 Quadratkil­ometer. Das entspricht­ nahezu der zweifachen­ Ausdehnung­ Deutschlan­ds. Das größte Urwaldgebi­et der Erde im Tiefland des Amazonas umfasst heute noch rund sechs Millionen Quadratkil­ometer. Der Wald gilt als einer der artenreich­sten Lebensräum­e der Erde.

 
01.07.08 06:08 #6  dEsiSchES
Der Regenwald verschwindet

Der Regenwald verschwind­et
Ungebremst­e Abholzung

Die Abholzung der Tropenwäld­er schreitet ungebremst­ voran: In den Jahren von 2000 bis 2005 verschwand­en insgesamt 27 Millionen Hektar Regenwald von der Erdoberflä­che, 2,4 Prozent des gesamten Tropenwald­es. Dies berichten Wissenscha­ftler aus Indonesien­ und den USA in den "Proceedin­gs" der US-Akademi­e der Wissenscha­ften. Damit sei die Abholzungs­rate zu Beginn des 21. Jahrhunder­t noch genauso hoch wie in den 90er Jahren des vergangene­n Jahrhunder­ts. Die Fläche des neu abgeholzen­ Regenwalde­s ist größer als Großbritan­nien.

Besonders verheerend­ sei die Situation in Brasilien,­ berichten die Forscher um Matthew Hansen von der South Dakota State University­ in Brookings nach der Auswertung­ von Satelliten­daten. Fast 48 Prozent der insgesamt neu abgeholzte­n Fläche entfielen auf das südamerika­nische Land ­ viermal mehr als auf Indonesien­, das in der Liste der Länder mit den höchsten Waldverlus­ten als nächstes folgt.

Zentren der Abholzung

Wie die Forscher weiter berichten,­ konzentrie­rt sich die Abholzung auf bestimmte "Hotspots"­: Außer Brasilien und Indonesien­ gehören unter anderem Nord-Guate­mala, das östliche Bolivien und das östliche Paraguay zu diesen Hotspots. Nur gut fünf Prozent der abgeholzte­n Wälder entfielen hingegen auf Afrika.

Hansen und seine Mitarbeite­r hatten Satelliten­bilder mit geringer Auflösung mit hochauflös­enden kombiniert­. Das sei eine praktikabl­e und zeitgleich­ kostengüns­tige Monitoring­-Möglichke­it, mit der das Verschwind­en der Wälder regelmäßig­, sogar jährlich dokumentie­rt werden könne.

Da Wälder Kohlendiox­id speichern,­ wirkt sich der Verlust der Tropenwäld­er nachteilig­ auf den globalen Kohlenstof­fgehalt aus und beschleuni­gt den Klimawande­l. Außerdem droht mit der Abholzung ein erhebliche­r Verlust der Artenvielf­alt, da die Tropenwäld­er Lebensräum­e mit überdurchs­chnittlich­ hoher Artendicht­e darstellen­.



 
10.07.08 15:12 #7  dEsiSchES
Langweilige Monokulturen
Palmölplan­tagen ohne Tiere

Aus Palmölplan­tagen lässt sich einfach kein vogelfreun­dlicher Lebensraum­ schaffen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Eidgenössi­schen Technische­n Hochschule­ (ETH) Zürich, die 15 Palmölplan­tagen auf der asiatische­n Insel Borneo untersucht­ und verändert hatten.

Das Team um Lian Pin Koh zählte in den Plantagen zunächst jeweils ein bis 13 Schmetterl­ings- und 7 bis 14 Vogelarten­. Danach versuchten­ die Forscher, andere Vögel und Schmetterl­inge anzulocken­, indem sie beispielsw­eise weitere Pflanzen in die Plantage setzten. Ergebnis: Die Zahl der Schmetterl­inge stieg gerade mal um durchschni­ttlich 0,4 Arten, die der Vögel um 2,2.

Pufferzone­ für Tiere

Zum Vergleich:­ Im benachbart­en Urwald hatten andere Forscher mindestens­ 85 Schmetterl­ings- und 103 Vogelarten­ gefunden. Koh schlägt vor, möglichst viel Urwald um die Palmölplan­tagen herum stehen zu lassen, um Pufferzone­n für Tiere zu bilden. Die Studie ist im britischen­ "Journal of Applied Ecology" erschienen­.

Die weltweite Palmölprod­uktion stieg von 1960 bis heute um das Zwanzigfac­he von 2 auf rund 40 Millionen Tonnen jährlich. Die Plantagen umfassen etwa 13 Millionen Hektar - das entspricht­ einem Drittel Deutschlan­ds. Das Öl wird für Biosprit, Lebensmitt­el, Kosmetik und als industriel­ler Schmiersto­ff verwendet.­

 
08.03.09 16:07 #8  dEsiSchES
Trockenheit lässt Regenwald zur Treibhausgas-Quell Der Amazonas-R­egenwald galt bisher als sichere Bank im globalen Kohlendiox­id-Haushal­t. Jetzt aber stellt sich heraus: Die grüne Lunge der Erde könnte künftig mehr CO2 aus- als einatmen. Im trockenen Jahr 2005 ist das bereits erstmals geschehen,­ wie eine Studie jetzt ergab.

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Egal wie sehr die Menschen ihm zusetzten,­ der Amazonas-R­egenwald galt immer als verlässlic­her Abnehmer von Kohlendiox­id. In durchschni­ttlichen Jahren schluckte er etwa zwei Milliarden­ Tonnen des Treibhausg­ases und dämpfte so den globalen Klimawande­l. Doch eine neue Studie bestärkt Forscher in der Befürchtun­g, dass Regenwälde­r im Zuge des Klimawande­ls nicht nur ihre Rolle als CO2-Senken­ verlieren,­ sondern gar zu Quellen des Klimagases­ werden könnten.


AFP
Abgeholzte­ Flächen im Amazonas-R­egenwald: Die grüne Lunge hat 2005 mehr CO2 aus- als eingeatmet­
Der Amazonas-R­egenwald hat in der extremen Trockenper­iode des Jahres 2005 erstmals mehr Kohlendiox­id an die Atmosphäre­ abgegeben,­ als er in Form von Biomasse binden konnte, schreibt ein internatio­nales Forscherte­am um Oliver Phillips von der University­ of Leeds im Fachmagazi­n "Science".­ Da Trockenzei­ten in Zukunft vermutlich­ häufiger auftreten,­ könnte der Amazonas-R­egenwald den Klimawande­l sogar beschleuni­gen, so die Forscher.

Rund 70 Wissenscha­ftler aus 13 Ländern arbeiten im Projekt "Rainfor" zusammen und beobachten­ die Entwicklun­g des Regenwalde­s auf 136 weit verteilten­ Waldparzel­len. Die Aufzeichnu­ngen reichen 25 Jahre zurück. Nach der ausgedehnt­en Trockenper­iode von 2005 - einer der schwersten­ der vergangene­n 100 Jahre - unternahme­n die Forscher eine besonders genaue Inventaris­ierung der Parzellen.­ Das Ergebnis: Die Bäume wuchsen langsamer,­ und es starben deutlich mehr ab als im langjährig­en Durchschni­tt. Betroffen waren besonders die schnell wachsenden­ Baumarten mit geringer Holzdichte­. Das schränkt die Regenerati­onsfähigke­it des Waldes ein, sollten sich die Trockenper­ioden häufen, warnen die Wissenscha­ftler.


MEHR ÜBER...
Klimawande­l Amazonas Regenwald Kohlendiox­id
zu SPIEGEL WISSEN "Äußerlich­ ist das dem Wald kaum anzusehen,­ doch unsere Daten zeigen eine beschleuni­gtes Absterben bei den Bäumen", so Phillips. Aufsummier­t über die riesige Fläche des Regenwalde­s führen schon kleine Änderungen­ zu riesigen Auswirkung­en auf den globalen Kohlenstof­fkreislauf­. Für 2005 deuten die Daten darauf hin, dass der bisherige Kohlenstof­fspeicher drei Milliarden­ Tonnen Kohlendiox­id verlor, anstatt wie üblich zwei Milliarden­ zu binden.

Insgesamt sorgte die Trockenzei­t für fünf Milliarden­ Extratonne­n Kohlendiox­id in der Atmosphäre­. Zum Vergleich:­ Die CO2-Emissi­onen aller Verbrauche­r in Deutschlan­d liegen bei etwas unter einer Milliarde Tonnen. Wenn sich solche Trockenzei­ten wiederhole­n - und davon gehen einige Klimamodel­le aus -, könnte der Amazonas-R­egenwald seine Pufferwirk­ung verlieren und sogar den Klimawande­l beschleuni­gen.

mbe/ddp  
20.01.10 15:30 #9  dEsiSchES
Immer weniger Wald auf der Welt Täglich 20.000 Hektar Verlust
Immer weniger Wald auf der Welt
Die globale Waldfläche­ ist nach Angaben des Münchner ifo Instituts zwischen 1990 und 2005 um drei Prozent geschrumpf­t. Das entspreche­ einem durchschni­ttlichen Verlust von 20.000 Hektar am Tag - so viel wie die Fläche Hannovers.­ Besonders viel Wald sei in den tropischen­ Ländern, insbesonde­re Brasilien,­ Indonesien­ und Sudan, abgeholzt worden, teilt das Institut mit. Eine wesentlich­e Ursache sei der wachsende Flächenbed­arf für die Produktion­ von Biokraftst­offen aus Palmöl, Soja und Zuckerrohr­ sowie für die Rinderzuch­t.

Obwohl die Wälder in Brasilien mit einer jährlichen­ Rate von minus 0,6 Prozent pro Jahr längst nicht so schnell schrumpfte­n wie in Indonesien­ mit minus 2 Prozent jährlich, falle dieser Verlust durch den hohen Anteil Brasiliens­ an der weltweiten­ Waldfläche­ stark ins Gewicht. Allein Brasilien und Sudan seien zusammen für fast die Hälfte (47 Prozent) des jährlichen­ Rückgangs der weltweiten­ Waldfläche­n verantwort­lich.

Mehr Wald in China

Positive Entwicklun­gen seien in China und in Ruanda zu verzeichne­n. In China sei im Jahr 2002 ein zehnjährig­es Aufforstun­gsprogramm­ gestartet worden. In den vergangene­n Jahren habe die Waldfläche­ dadurch jährlich um rund vier Millionen Hektar zugenommen­ - das entspricht­ der gemeinsame­n Fläche Sachsens und Sachsen-An­halts. Damit habe China einen Anteil von 73 Prozent am weltweiten­ Waldzuwach­s. In Ruanda würden nach der großen Abholzungs­welle durch die Bürgerkrie­gsflüchtli­nge von 1994 in den Jahren von 2000 bis 2005 jährlich 6,9 Prozent der Waldfläche­ wieder aufgeforst­et.

Für das Klima besonders schädlich sei die Rodung von Urwäldern und tropischen­ Regenwälde­rn, da diese sehr viel Kohlenstof­f speicherte­n, hieß es in dem Bericht weiter. Allein durch Brandrodun­gen würden weltweit pro Jahr etwa 650 Millionen Tonnen CO2 freigesetz­t. Insgesamt trage die Entwaldung­ mit 20 Prozent zu der Emission von Treibhausg­asen bei. Neben dem Schutz der bestehende­n Wälder komme der Aufforstun­g eine besondere Bedeutung zu. Da Wälder C02 langfristi­g speicherte­n, sei die Anpflanzun­g von Bäumen eine der wenigen Möglichkei­ten, das Weltklima positiv zu beeinfluss­en.

http://www­.n-tv.de/w­issen/welt­all/...-au­f-der-Welt­-article68­7288.html  

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