Freeport McMoRan Copper&Gold
| eröffnet am: | 16.06.08 11:43 von: | Martin81 |
| neuester Beitrag: | 15.04.26 18:11 von: | MrTrillion3 |
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habe am Freitag für ca. 78,-- EUR Freeport McMoRan gekauft.
Hauptbeweggründe waren:
- Aufkommende Übernahmespekulationen bzgl. Vale
- sehr solides Unternehmen
- KGV um 10
- Quartalsdividende (wenn auch niedrig)
- blitzsauberer Chart
Ich würde mich sehr über einen regen Austausch bzw. über eure Meinungen zu Unternehemen freuen.
Hier einige Infos:
Freeport-McMoRan Copper & Gold Inc.
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN US35671D8570
Gründung 1912
Unternehmenssitz New Orleans, USA
Unternehmensleitung James R. Moffett, Chairman of the Board
Richard C. Adkerson, President and CEO
Mitarbeiter 18.000 (2005)
Umsatz 5,7905 Mrd. USD (2006)
Branche Bergbau
Produkte Kupfer und Gold Erzkonzentrate
Website www.fcx.com
Das US-Bergbauunternehmen Freeport Sulphur mit Firmensitz in New Orleans war 1967, nach dem Sturz von Sukarno durch Suharto, das erste ausländische Unternehmen, das eine Genehmigung der indonesischen Regierung erhielt. Später wurde das Freeport-McMoRan Copper & Gold Tochterunternehmen PT Freeport Indonesia mit Grasberg in West Papua Betreiber der größten Goldmine und am kostengünstigsten fördernden Kupfermine der Welt. Freeport war von Anfang an politisch und ökonomisch bedeutend für das Suharto-Regime. In den USA wirkte das Unternehmen als Lobbygruppe für die Regierung in Jakarta. Freeport wurde zum größten Steuerzahler Indonesiens, einer der größten Arbeitgeber und betreibt eines der größten sozialen Engagements - Suharto bezeichnete es als essentiell für die indonesische Wirtschaft.
Es entwickelten sich gegenseitige unterstützende Beziehungen zwischen Freeport und der Indonesischen Regierung, dem Militär und der nationalen politischen Elite. Im Gegenzug wurde Freeport politisch und militärisch durch das Regime geschützt. Die finanzielle Unterstützung brachte Freeport in Gefahr den US-Foreign Corrupt Practices Act zu verletzen. Durch die ökonomische Schlüsselrolle in Jakarta und West Papua ist die Frage der Unabhängigkeit West Papuas von Indonesien untrennbar mit der Zukunft von Freeport verbunden.
Auf Grund seines Einflusses und seiner Unternehmenspolitik ist Freeport unter Beobachtung vieler Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen. Wegen der ernsthaften und irreversiblen Umweltverschmutzung, des Brechens internationaler Gesetze und mangelnder Transparenz hält der Staatliche Norwegische Pensions Fond Freeport-Aktien für ethisch nicht vertretbar.
Menschenrechte und Umweltschutz
Das Unternehmen erlangte 2003 Aufsehen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen um die Grasberg-Mine, dem größten Goldbergwerk der Welt in West-Papua. Indem es jahrelang mehrere Millionen US-Dollar Schutzgeld an einzelne Offiziere von Militär und Polizei zahlte, die Mitverantwortung an der Vertreibung und Tötung vieler tausend Angehöriger der Papua haben, nahm sie die Verschlechterung der Lage der Urbevölkerung in der von Unruhe geprägten Provinz Papua in Kauf.
Genauso bekannt ist Freeport für seine Umweltzerstörung. In den Minenverträgen für Grasberg sind keine Umweltauflagen enthalten und vertrauend auf guten Beziehungen zur indonesischen Regierung ignoriert das Unternehmen die indonesischen Umweltschutzgesetze. 238.000 Tonnen giftiger Abraum werden täglich über die Flüsse Aghawagon und Otomona in den Ajkwa-Fluss transportiert, sowie in Seen entsorgt, direkt neben dem Lorentz-Nationalpark. Schon 1990 wurde in der Arafurasee eine deutlich erhöhte Kupferkonzentration gemessen. Laut Freeport ist das Wasser der Flüsse trinkbar und es werden alle Regelungen vom Unternehmen eingehalten. Journalisten und unabhängige Beobachter erhalten keinen Zutritt zur Mine. Durchgeführte Umweltuntersuchungen werden nicht veröffentlicht, unabhängige Messungen nicht zugelassen.
Anteile
An dem indonesischen Tochterunternehmen, PT Freeport Indonesia, dem größten privaten Steuerzahler des Landes, ist Freeport-McMoRan zu 90,64 Prozent beteiligt, den Rest hält die Regierung in Jakarta. Weiterhin gehört das indonesische Explorations-Unternehmen PT Irja Eastern Minerals und die spanische Atlantic Copper SA zu ihren Töchtern.
Die unter Suhartos Druck von Freeport auf Java gebaute Kupferschmelze PT Smelting in Gresik, fertiggestellt 1999, kostete 700 Millionen Dollar. Freeport hält einen Anteil von 25 % und ist verpflichtet 40 % des Kupfererzes liefern.
1995 vereinbarte Freeport mit dem Bergbauunternehmen Rio Tinto für eine anfängliche Zahlung von 1,7 Milliarden Dollar einen 40 % Anteil an der Grasberg-Förderung, die über 118.000 Tonnen täglich liegt (2006 etwa das halbe Fördervolumen). Einen 40 % Anteil erhält Rio-Tinto auch an allen zukünftigen Entdeckungen im Konzessionsgebiet in West Papua. Dieser Vertrag ist das weltweit größte Geschäft im Bergbau.
Die Freeport Aktie wird seit 1988 an der New Yorker Börse gehandelt (Symbol FCX), in Deutschland seit 1998 als FPMB, WKN 896476, ISIN US35671D8570 und ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.
Geschichte
Der Reichtum des Unternehmens begründet sich hauptsächlich auf die Unterzeichnung einer Lizenzvereinbarung mit dem damaligen Machthaber Suharto im Jahr 1967. Das Unternehmen erwarb das Recht auf 30 km² nach Bodenschätzen zu suchen und erhielt einen 30-jährigen Exklusivvertrag ab der offiziellen Eröffnung der Mine im Jahr 1981. Trotz Protesten der Bevölkerung und der Zerstörung einer Pipeline erweiterte die indonesische Regierung nach Entdeckung der Grasberg-Mine das Konzessionsgebiet 1991 auf 25.000 km². Der Vertrag wurde verlängert für einen Zeitraum von weiteren 50 Jahren. Wie 1967 sind weder Umweltschutzauflagen noch Entschädigungen der Ureinwohner im Vertrag enthalten. Das Unternehmen erzeugt etwa 50 % vom Bruttoinlandsprodukt in West-Papua.
Am 31. August 2002 stürmte der Angehörige der Papua-Volksgruppe Anthonius Wamang bewaffnet eine Veranstaltung von Lehrern, die für Freeport-McMoRan arbeiten, tötete zwei Amerikaner, einen Indonesier und verletzte weitere 11 Menschen. Das Ereignis gab Anteilseignern des an der amerikanischen Börse notierten Unternehmens Anlass, nähere Informationen über die Verbindungen mit dem indonesischen Militär zu fordern. Es kamen Vermutungen auf, dass Angehörige der Spezialeinheit KOPASSUS ihren Forderungen nach mehr Geld so mehr Ausdruck verleihen wollten. Andere Spekulationen besagen, dass es sich um einen angeordneten Anschlag der Unabhängigkeitsbewegung OPM gehandelt habe.
Nach April 2003 bezahlte Freeport-McMoRan „offiziell“ keine Einzelpersonen von Militär oder Polizei, um möglichen Anklagen gegen den amerikanischen „US Foreign Corrupt Practices Act“ zu entgehen.
Bedeutende Aufsichtsratsmitglieder
Henry Kissinger, US-Außenminister 1973-1977, davor ab 1969 US-Sicherheitsberater, politischer Berater des indonesischen Präsidenten Abdurrahman Wahid 2000-2001. Aufsichtsratsmitglied 1995-2001
John Hay Whitney, US Botschafter in Großbritannien und Haupt-Geldgeber von Dwight D. Eisenhower
Robert A. Lovett, US-Verteidigungsminister 1953-1995, einer der Architekten des Kalten Krieges
Admiral Arleigh Burke, 1955-1961 Generalstabschef der US Navy
Augustus "Gus" Long, viele Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender von Texaco
Benno C. Schmidt Senior, prägte den Begriff "Venture Capital"
Godfrey Stillman Rockefeller
Jean Mauze, Ehemann von Abby Rockefeller
J. Stapleton Roy, Botschafter in Indonesien 1996-1999 und Direktor von Kissinger Associates
Wettbewerber
Newmont Mining Corporation, Betreiber der Yanacocha-Goldmine, fördert 233.000 kg jährlich
Barrick Gold Corporation, förderte 2004 154.200 kg Gold. Betreiber der Pascua-Lama Mine in Südamerika
Corporacion Nacional del Cobre de Chile, Betreiber der weltgrößten Kupfermine Chuquicamata
Im November 2006 gab das Unternehmen bekannt, die konkurrierende Phelps Dodge Corporation (Kupfer und Molybdän) für 26 Milliarden Dollar erwerben zu wollen.
Zeittafel
1912 Gründung von Freeport und von Freeport (Texas). Förderung von Schwefel für die Düngeindustrie.
1936 Dozy entdeckt die reichen Kupfer- und Goldvorkommen des Ertsberges.
1960 Wilson auf den Spuren von Dozy. Der Amungme Moses Kilangin führt die Expedition von der Küste durch den Regenwald bis zum Ertsberg. Zeitweilig werden sämtliche erreichbaren männlichen Amungme als Träger engagiert. Im Flachland transportieren die Kamoro in 21 Einbäumen die tonnenschwere Ausrüstung der Expedition. In Erinnerung an die große Bedeutung der Amungme für die Erschließung der Mine trägt der Flughafen von Timika heute den Namen Moses Kilangin.
1965 Oktober. Sturz von Sukarno. Einen Monat später beginnt Freeport wieder mit der Kontaktaufnahme mit Indonesien.
1966 Wilson ist überrascht, dass Freeports Vertragsentwurf in Jakarta ohne Änderungen akzeptiert wird.
1967 Konzessionsvertrag Ertsberg über 30 Jahre und 30 km²
1969 Nach dem New Yorker Abkommen und dem Act of Free Choice genannten Wahlbetrug gehört West Papua offiziell zu Indonesien
1970-71 Bau des Hafens Amamapare und der 100 km langen Zufahrtsstraße durch Bechtel
1972 Die Minenstadt Tembagapura wird gebaut für 4000 Einwohner.
1973 Suharto eröffnet am 1. Juli die Produktion in Ertsberg. Täglich werden 7.500 Tonnen Erz gefördert. Bei der Eröffnung verkündet Suharto die Umbenennung des indonesischen Teils Neuguineas in Irian Jaya.
1977 Mit gestohlenem Dynamit sprengen Amungme, die traditionell Eigentümer des Grasberg-Minengebietes sind, eine Erzpipeline. Das Militär tötet daraufhin etwa 900 Menschen.
1981 Fusion des Ölunternehmens McMoRan mit Freeport Sulphur. Moffett (Mo in McMoRan) wird Firmenchef.
1988 die Entdeckung des Grasberg-Vorkommens wird offiziell bekanntgegeben; Notierung an der Börse
- Wegen seiner Düngerproduktion in Louisiana ist Freeport größter Wasserverschmutzer der USA
1989 Freeport-Muttergesellschaft konzentriert sich auf zwei Dinge: Kupfer und Goldbergbau sowie Schwefel im Golf von Mexiko/Louisiana, verkauft andere Branchen wie Kaolin.
1991 Erweiterter Konzessionsvertrag (CoW B) Grasberg-Mine über 25.000 km² - überschneidet sich mit dem Lorentz-Nationalpark
1994 Nach Besuch der Mine zieht die OPIC eine Sicherheit von 100 Mio Dollar zurück wegen gravierender Umweltschutzverletzungen. Henry Kissinger wird engagiert um die Firma vor Gericht zu vertreten. Die OPIC gibt nach und enthält ihren kritischen Bericht der Öffentlichkeit vor.
1995 ACFOA Report „Trouble at Freeport“ über ein Dutzend Menschenrechtsverletzungen, bestätigt von der Katholischen Kirche
- Suharto eröffnet die von Freeport gebaute Minenstadt Kuala Kencana im Dschungel Papuas.
- Henry Kissinger wird bei Freeport Aufsichtratsmitglied (bis 2001)
1997 Beginn von Entschädigungszahlungen an die Amungme und Komoro; Unterstützung des neben Grasberg liegenden Lorentz-Nationalparks
12. Juli: Suharto verleiht Moffett die indonesische Ehrenmedaille (development medal of merit)
2001 Kissinger wird Berater der Indonesischen Regierung und macht Druck auf die Indonesische Regierung, keine Umweltschutzklauseln in den Vertrag aufzunehmen.
- Mama Yosepha vom Stamm der Amungme erhält den Goldman Environmental Prize, lehnt aber zusätzlich angebotene 250.000 $ von Freeport ab.
- Gabrielle Kirk McDonald, vorher Präsidentin am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, arbeitet für Freeport
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Freeport-McMoRan“
Ben Hernandez Mar 13, 2025
https://etfdb.com/gold-silver-investing-channel/
https://www.boerse-express.com/news/articles/...025%2520%7C%252022:26
https://www.fitchratings.com/research/...price-assumptions-18-03-2025
https://www.cash.ch/news/top-news/...che-bodenschatze-und-gold-807368
aber ich denke, wir sehen hier weiterhin gute Einstiegskurse.
Wenn die Konjunktur weiter anzieht und das Werk in Indonesien nach
dem Brandschaden wieder anfährt, sind die Risiken hier sehr überschaubar...
Mit 50 % Einfuhrzoll auf Kupfer setzt Trump ein markerschütterndes Signal. Händler geraten unter Druck, Preise explodieren, Versorgungslücken drohen.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Trump treibt Kupferpreis hoch – Zölle schocken Weltmarkt
Mit 50 % Einfuhrzoll auf Kupfer setzt Trump ein markerschütterndes Signal. Händler geraten unter Druck, Preise explodieren, Versorgungslücken drohen.
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Obwohl die Sanierung der Grasberg-Mine angeblich bis Anfang 2027 dauern soll, scheint die Zuversicht in die Aktie wiederzukommen.
Immer nach dem Motto: "Buy the Dips"!
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...is-massiven-turbulenzen
All of which is to say that the USGS has valid reasons for putting copper on the critical minerals list. The industry itself began lobbying for inclusion back in 2018, so it has taken a while to get here. And if the US doesn’t take this seriously, in another 5-10 years we could find ourselves behind the same eight-ball as we are today, scrambling to overcome a dominant Chinese position that today is difficult but not inevitable.
https://investornews.com/...earths/red-sky-at-morning-copper-warning/
Kupfer verzeichnete 2025 den stärksten Preisanstieg seit der Finanzkrise – getrieben von KI-Investitionen, Minenproblemen und globalen Spannungen. Auch 2026 könnte die Rally weitergehen, denn strukturelle Angebotsrisiken und geopolitische Unsicherheiten bleiben bestehen.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Kupfer-Rally auch 2026? Wie KI, Minenkrisen und geopolitische Spannungen die nächste Preiswelle auslösen
Nachdem sich die Grupo Mexico schon Southern Copper geschnappt hat, würde es mich nicht überraschen, wenn auch Freeport McMoran auf ihrem Einkaufszettel stehen sollte. Ich bin jedenfalls in beiden Unternehmen investiert und freu mich, was noch kommen wird.
Hier die News:
Freeport-McMoRan Inc. (FCX), a mining company, on Thursday reported its net income increased in the fourth quarter compared with the previous year.
For the fourth quarter, net income attributable to stockholders increased to $406 from $274 million in the prior year.
Earnings per share were $0.28 versus $0.19 last year.
Adjusted net income attributable to stockholders increased to $688 million from $450 million in the previous year.
Adjusted earnings per share were $0.47 versus $0.31 last year.
On average, eleven analysts had expected the company to report $0.32 per share. Analysts' estimates typically exclude special items.
Operating income decreased to $811 from $1.24 billion in the previous year.
Revenue declined to $5.63 billion from $5.72 billion in the prior year.
In the pre-market trading, Freeport-McMoRan is 1.67% lesser at $59.80 on the New York Stock Exchange.
Freeport-McMoRan, einer der größten Gold- und Kupferproduzenten der Welt, hat am Donnerstagnachmittag ein beeindruckendes Gewinnwachstum vorgelegt.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Gewinnexplosion: Gold- und Kupfer-Rallye lassen die Erträge dieses Unternehmens durch die Decke gehen!
Keine Ahnung, warum gestern alle Kupfer-Produzenten so gefallen sind, wo Kupfer nur leicht im Minus war - ich hab gegoogelt, aber nichts gefunden.
Man könnte fast meinen, Freeport macht 80% seiner Geschäfte mit dem Iran - dabei wird es nicht mal 1% sein. Ich verstehe die Börse nicht, bin anscheinend zu dumm und überlege, mich langsam von der Börse zu verabschieden - bis 2030 hätt ich das vor - nur noch mein Vorsorge-Depot laufen lassen, der Rest bis dahin weg haben.
https://www.onvista.de/news/2026/...m-neuen-superzyklus-0-13-26496031
@ #392:
Läuft doch bei Freeport, von 52 auf 62 Dollar in nur einer Woche.
Der Einbruch war dem massiven Abverkauf bei Gold und Silber geschuldet...
8 April 2026
https://www.kitco.com/news/article/2026-04-08/...gold_ab_sidebar_news
Freeport-McMoRan ist für mich am 15. April 2026 eines der qualitativ stärksten Kupferunternehmen im börsennotierten Bereich, aber zugleich keine „bequeme“ Aktie. Das Unternehmen besitzt große, langlebige und geografisch breit verteilte Lagerstätten in den USA, Peru, Chile und vor allem in Indonesien. Der Konzern ist einer der größten börsennotierten Kupferproduzenten der Welt; zum Portfolio gehören unter anderem Morenci in Arizona, Cerro Verde in Peru und der Grasberg-Distrikt in Indonesien, eines der bedeutendsten Kupfer- und Goldvorkommen weltweit. Die Aktie FCX notiert aktuell bei rund 69,19 US-Dollar, die Börsenbewertung liegt damit bei knapp 56 Milliarden US-Dollar. (investors.fcx.com)
Historisch ist Freeport kein Neuling, sondern das Ergebnis eines langen industriegeschichtlichen Zusammenwachsens. Die Wurzeln reichen über Phelps Dodge, AMAX, Climax Molybdenum und Freeport Sulphur weit zurück; in der heutigen Form wurde FCX 1988 nach dem Grasberg-Fund an die Börse gebracht. Der entscheidende Sprung kam 2007 mit der Übernahme von Phelps Dodge, durch die Freeport zum damals größten börsennotierten Kupferkonzern wurde. Später verzettelte sich das Unternehmen mit dem Einstieg ins Öl- und Gasgeschäft, zog aber die Reißleine, verkaufte diese Aktivitäten wieder und konzentrierte sich erneut auf Kupfer. Genau diese Rückkehr zum Kerngeschäft war strategisch richtig. (fcx.com)
Fundamental steht Freeport derzeit ordentlich da. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Konzern 25,915 Milliarden US-Dollar Umsatz, 6,518 Milliarden US-Dollar operatives Ergebnis und 2,204 Milliarden US-Dollar Nettogewinn auf die Stammaktionäre, entsprechend 1,52 US-Dollar verwässertem Gewinn je Aktie. Der operative Cashflow lag 2025 bei 5,61 Milliarden US-Dollar, die Investitionen bei 4,494 Milliarden US-Dollar. Zum Jahresende 2025 standen 3,824 Milliarden US-Dollar Cash 9,379 Milliarden US-Dollar Gesamtschulden gegenüber; rechnerisch ergibt sich daraus ein bilanzieller Net Debt von 5,555 Milliarden US-Dollar. Freeport weist aber zusätzlich aus, dass davon 3,235 Milliarden US-Dollar auf die indonesischen Downstream-Anlagen entfallen; bereinigt um diese Projektverschuldung lag das Net Debt bei 2,320 Milliarden US-Dollar. Das ist kein schuldenfreies Bild, aber für einen Rohstoffkonzern mit dieser Asset-Basis und diesen Cashflows tragbar. (Q4 Capital)
Operativ war 2025 gemischt. Einerseits verkaufte Freeport im Gesamtjahr 3,6 Milliarden Pfund Kupfer, 1,1 Millionen Unzen Gold und 83 Millionen Pfund Molybdän. Andererseits wurde das Jahr durch den Mud-Rush-Vorfall im September 2025 bei PT Freeport Indonesia belastet. Für 2026 erwartet das Management deshalb zunächst nur etwa 3,4 Milliarden Pfund Kupfer, 0,8 Millionen Unzen Gold und 90 Millionen Pfund Molybdän. Das Entscheidende daran: Die Produktion und der Absatz sollen im Jahresverlauf stark in die zweite Jahreshälfte kippen, weil der Wiederanlauf der Grasberg Block Cave im zweiten Quartal 2026 schrittweise beginnen soll; rund 60 Prozent der Kupferverkäufe und 75 Prozent der Goldverkäufe 2026 sollen erst in der zweiten Jahreshälfte anfallen. Das macht 2026 zu einem Übergangsjahr mit hoher Ergebnishebelwirkung nach hinten. (Q4 Capital)
Genau dort liegt der Investment Case. Freeport ist kein reiner Spot-Preis-Zock, sondern ein Hebel auf langfristig knappe Kupfermärkte plus auf das Wiederhochfahren von Grasberg. Das Management beziffert selbst den Effekt eines Kupferpreisunterschieds von nur 0,10 US-Dollar je Pfund für 2026 auf rund 330 Millionen US-Dollar operativen Cashflow. Bei angenommenen Preisen von 5,00 US-Dollar je Pfund Kupfer, 4.000 US-Dollar je Unze Gold und 20 US-Dollar je Pfund Molybdän stellt Freeport für 2026 rund 8 Milliarden US-Dollar operativen Cashflow in Aussicht; bei den damals im Januar genannten jüngeren Marktpreisen von 5,75 US-Dollar Kupfer, 4.700 US-Dollar Gold und 23 US-Dollar Molybdän wären es sogar etwa 11 Milliarden US-Dollar. Das ist die eigentliche Story: Wenn Kupfer hoch bleibt, druckt Freeport sehr viel Geld. Fällt Kupfer deutlich, schrumpft diese Story schnell. (Q4 Capital)
Die Asset-Qualität ist hoch. Die vorläufigen nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven lagen Ende 2025 auf konsolidierter Basis bei 112,3 Milliarden Pfund Kupfer, 20,6 Millionen Unzen Gold und 3,5 Milliarden Pfund Molybdän. Das ist eine massive Rohstoffbasis, und sie wurde 2025 sogar größer. Hinzu kommen nach Unternehmensangaben 165 Milliarden Pfund zusätzliche Kupferressourcen jenseits der Reserven. Besonders wichtig ist dabei El Abra in Chile: Freeport beziffert dort ein mögliches Mühlenprojekt mit mehr als 700 Millionen Pfund zusätzlicher jährlicher Kupferproduktion; in den 2025er Reserven sind bereits etwa 17,5 Milliarden Pfund Kupfer aus diesem möglichen Projekt enthalten. Das ist noch kein sicheres Ergebnis, aber es zeigt, dass Freeport nicht nur von bestehenden Minen lebt, sondern reale organische Ausbaumöglichkeiten hat. (SEC)
Auch politisch hat sich Anfang 2026 ein entscheidender Punkt verbessert. Freeport hat im Februar 2026 mit der indonesischen Regierung ein Memorandum über eine „life of resource extension“ der Betriebsrechte im Grasberg-Distrikt vereinbart. Nach dem vereinbarten Rahmen soll die bestehende Struktur grundsätzlich fortgeführt werden; zugleich wird Freeport 2041 einen 12-Prozent-Anteil an staatliche Interessen übertragen und würde ab 2042 noch etwa 37 Prozent halten statt wie bis 2041 48,76 Prozent. Das ist zweischneidig: Einerseits verbessert es die Sichtbarkeit und reduziert das Risiko eines harten Lizenzbruchs. Andererseits ist es ökonomisch eben keine kostenlose Verlängerung, sondern mit künftig geringerer Beteiligung verbunden. Für die Jahre bis 2041 ist das aus meiner Sicht klar positiv; für die Zeit danach muss man die geringere Beteiligung nüchtern mitdenken. (investors.fcx.com)
Der Sektorhintergrund spielt Freeport grundsätzlich in die Karten. Die IEA erwartet in ihrem Global Critical Minerals Outlook 2025, dass die Kupfernachfrage in ihrem STEPS-Szenario bis 2040 um rund 30 Prozent wächst. Parallel rechnet die IEA weiter mit kräftig steigender Stromnachfrage, getragen unter anderem von Elektrifizierung, Netzausbau und neuen Lasten wie Rechenzentren. Zusätzlich hatte die International Copper Study Group im Oktober 2025 für 2026 einen Defizitmarkt von rund 150.000 Tonnen im globalen Raffinadekupfer prognostiziert. Das heißt nicht, dass Kupferpreise nur steigen können. Es heißt aber, dass Freeport strukturell in einem Metall sitzt, für das die langfristige Nachfragelogik besser ist als für viele andere Rohstoffe. (IEA)
Die Aktie ist trotzdem nicht billig im klassischen Sinn. Auf Basis des zuletzt gemeldeten Gewinns ergibt sich beim aktuellen Kurs ein KGV von rund 27. Das ist für einen zyklischen Bergbauwert nicht niedrig. Der Markt bezahlt also schon heute für höhere künftige Gewinne, für den Grasberg-Restart und für anhaltend starke Kupferpreise. Deshalb ist FCX für mich aktuell kein typischer Deep-Value-Kauf, sondern eher ein Qualitätszykliker mit Momentum und Hebel auf ein knappes Metall. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist gut, aber nicht mehr so asymmetrisch günstig wie in Phasen, in denen die Aktie bei gedrücktem Kupferpreis und Pessimismus gehandelt wurde. (Q4 Capital)
Beim Kapitalrückfluss ist Freeport ordentlich, aber man sollte die Dividende nicht wie bei einer defensiven Standardaktie lesen. Im März 2026 hat der Vorstand 0,15 US-Dollar je Aktie für die Ausschüttung am 1. Mai 2026 beschlossen, davon 0,075 US-Dollar Basisdividende und 0,075 US-Dollar variable Dividende. Das passt zur Logik des Unternehmens: Freeport will nicht starr hoch ausschütten, sondern flexibel entlang von Cashflow, Bilanz und Rohstoffpreisen. Für Einkommensinvestoren ist das weniger berechenbar; für Kapitaldisziplin ist es vernünftig. (investors.fcx.com)
Meine Einschätzung zur Aktie ist deshalb wie folgt: Für die nächsten zwölf Monate sehe ich Freeport eher als Halten bis moderaten Kauf, nicht als blindes Hinterherlaufen. Mein Basiskursziel liegt bei 72 bis 78 US-Dollar. Das entspricht keinem riesigen Sprung mehr, weil der Markt schon viel Positives vorweggenommen hat. In einem bullischen Szenario mit weiter starkem Kupferpreis, sauberem Grasberg-Ramp-up und Fortschritten bei organischem Wachstum halte ich 85 bis 95 US-Dollar für erreichbar. In einem bearischen Szenario mit schwächerem Kupferpreis, Verzögerungen in Indonesien oder operativen Störungen sehe ich aber auch 45 bis 50 US-Dollar als realistisch. Diese Kursziele sind meine Einschätzung, nicht vom Unternehmen ausgegebene Prognosen.
Über fünf bis fünfzehn Jahre finde ich Freeport deutlich interessanter als über zwölf Monate. Der Grund ist einfach: Wer glaubt, dass Kupfer durch Stromnetze, Elektrifizierung, Infrastruktur, Industrie und Datenzentren strukturell wichtiger und knapper wird, bekommt mit Freeport eines der wenigen großen, westlich handelbaren Vehikel mit echter Lagerstättentiefe, bestehender Produktion und organischen Ausbauoptionen. Der Konzern hat die Reserven, die Projektpipeline und die operative Basis, um an diesem Trend erheblich zu verdienen. Gleichzeitig bleibt Freeport ein Wert für Anleger, die Zyklen, Politikrisiken und operative Schocks aushalten können. Indonesien bleibt ein Schwergewicht, und genau deshalb wird FCX nie die ruhige Eleganz eines Konsumgüterwertes haben. Dafür bekommt man aber einen echten Hebel auf eines der wichtigsten Industriemetalle der kommenden Jahrzehnte. (SEC)
Mein Fazit ist klar: Freeport-McMoRan ist ein starkes Unternehmen mit Weltklasse-Assets und guter strategischer Positionierung. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau aus meiner Sicht nicht spottbillig, aber fundamental nachvollziehbar bewertet, solange man von dauerhaft robusten Kupferpreisen und einem erfolgreichen Grasberg-Wiederanlauf ausgeht. Für kurzfristige Schnäppchenjäger ist das nicht ideal. Für langfristige Anleger, die ein konzentriertes Qualitätsinvestment in den Kupfersektor suchen und mit Rohstoffzyklen leben können, bleibt Freeport für mich jedoch einer der überzeugenderen Werte im Sektor. (Q4 Capital)
Autor: ChatGPT
