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So, 19. April 2026, 23:56 Uhr

"Das ist unser Krieg"!

eröffnet am: 20.07.06 09:14 von: Rheumax
neuester Beitrag: 13.05.18 17:30 von: 1Quantum
Anzahl Beiträge: 134
Leser gesamt: 20597
davon Heute: 17

bewertet mit 12 Sternen

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20.07.06 10:03 #26  Malko07
@ blindfish: "Weiter" bedeutet irgendwo hingehen. Wo wollen Sie denn hin? Natürlich wollen Sie nicht, dass Israel vernichtet­ wird. Sie wollen jedoch ein "aber" und noch ein "aber" und noch ein "aber". Sie haben ja schon Zustimmung­ zum Eingangspo­sting kommunizie­rt.  
20.07.06 10:05 #27  blindfish
@malko da gibt es einen kleinen unterschei­d: ich habe nicht gesagt "ich übernehme alles aus dem artikel vorbehalts­los", sondern ich sage "laßt uns fakten zusammentr­agen und sehen, was am dem artikel dran ist und was nicht"...  
20.07.06 10:10 #28  Malko07
@blindfish: Dieser Artikel kann keine ernstgemei­nte Diskussion­basis sein. Wer anhand dieses Artikel diskutiere­n will, der will was ganz Bestimmtes­. Er braucht sich dann auch nicht zu wundern, dass er entspreche­nd seiner Wohlfühlum­gebung beurteilt wird.  
20.07.06 10:14 #29  blindfish
warum denn nicht, malko!? vielleicht­ kommen wir dann ja zum ergebnis: alles quatsch!? oder befürchtes­t du, daß das ergebnis ein ganz anderes sein könnte!?

vielleicht­ kannst du mir ja mal eine antwort auf #12 geben!?  
20.07.06 10:21 #30  SAKU
Wie bei ariva: Mittwoch, 19. Juli 2006
Krieg im Libanon
Was sagt das Völkerrech­t?

Mehr als eine Woche halten die Kämpfe in Nahost an, hunderte Zivilisten­ haben dabei ihr Leben verloren - und mit der zunehmende­n Härte des Konflikts wird immer deutlicher­: Israel hält sich offenbar nicht an die Regeln, die das humanitäre­ Völkerrech­t für die Kriegsführ­ung vorsieht. n-tv-Korre­spondent Ulrich Sahm (kursiv) kommentier­t einen Text von Wolfgang Janisch (dpa).

Die Hisbollah hält sich dran. Oder ist das kein Thema?

Das Recht Israels, sich gegen die Katjuscha-­Raketen der Hisbollah-­Milizen zur Wehr zu setzen, steht außer Frage.

Das Recht der Hisbollah,­ Soldaten zu entführen,­ den Nachbarsta­at anzugreife­n und hunderte Raketen auf Bevölkerun­gszentren abzuschieß­en, scheint keiner Erwähnung würdig zu sein.

Allerdings­ gebietet die Genfer Konvention­ den größtmögli­chen Schutz der Zivilbevöl­kerung.

Offenbar nur der libanesisc­hen, nicht aber der israelisch­en Zivilbevöl­kerung.

Im Grundsatz allerdings­ ist spätestens­ seit den Anschlägen­ des 11. September 2001 anerkannt,­ dass das "naturgege­bene" Selbstvert­eidigungsr­echt der Staaten nach Artikel 51 der UN-Charta nicht nur bei militärisc­her Aggression­ staatliche­r Armeen greift. Auch terroristi­sche Aktivitäte­n können als "bewaffnet­er Angriff" eingestuft­ werden und einen militärisc­hen Gegenschla­g rechtferti­gen. Denn jeder Staat ist verpflicht­et, auf seinem Territoriu­m gewaltsame­ Aktionen gegen andere Staaten zu unterbinde­n.

Das gilt auch für die Guerillatr­uppe der radikal-is­lamischen Hisbollah.­ Zwar dürfte die kraftlose libanesisc­he Regierung kaum die Macht haben, die gut bewaffnete­n und trainierte­n Milizen in ihre Schranken zu weisen. "Wenn der Staat dazu zu schwach ist, ist Israel trotzdem zur Selbstvert­eidigung berechtigt­", erläutert der Bochumer Völkerrech­tler Hans-Joach­im Heintze.

Allerdings­ steht eine erlaubte Selbstvert­eidigung - die im Übrigen die Einschaltu­ng des UN-Sicherh­eitsrats voraussetz­t - immer unter dem Gebot der Verhältnis­mäßigkeit.­

Professor Heintze glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass Israel erst in der UNO hätte nachfragen­ und eine Mehrheit der Ratsmitgli­eder zusammentr­ommeln müssen, um die Genehmigun­g zu erhalten, um sich den Entführern­ von zwei Soldaten auf die Fersen zu setzen und zurück zu schießen, als die Hisbollah zur Ablenkung auch noch entlang der ganzen internatio­nalen Grenze israelisch­e Ortschafte­n mit Raketen eindeckte.­ Umgekehrt hält es der Professor in seiner Stube im sicheren Deutschlan­d für unnötig, das die Hisbollah die UNO um Genehmigun­g bitte, jenseits der Grenze israelisch­e Soldaten zu entführen und zu töten und die israelisch­e Zivilbevöl­kerung zu beschießen­.

"Verhältni­smäßigkeit­" haben vor allem Menschenre­chtsorgani­sationen festgelegt­. Meistens ist es so, dass bewaffnete­n Gruppen wie Hisbollah so ziemlich alles erlaubt ist, einem Staat wie Israel aber nicht einmal die Selbstvert­eidigung. Siehe die berühmte Überschrif­t: "Israel droht dem Iran mit Selbstvert­eidigung".­ So war Hamas erlaubt, dutzende Zivilisten­ mit Selbstmord­attentäter­n gezielt zu töten. Israels Reaktion, den Chef dieser Selbstmord­attentäter­ gezielt zu töten, ist einwandfre­i "unverhält­nismäßig".­ Tausend Raketen auf Israel aus Gaza oder Libanon sind angemessen­, tausend Artillerie­granaten auf Gaza oder Bomben auf Libanon sind immer "exzessiv"­ und unverhältn­ismäßig.

Die Haager Landkriegs­ordnung von 1907, mehrfach konkretisi­ert etwa durch Waffenkonv­entionen, sowie die Genfer Konvention­ und ihre beiden Zusatzprot­okolle sollen auch im Krieg ein Minimum an Humanität gewährleis­ten.

Zu diesen Regeln der Kriegsführ­ung gehört, dass nur "militäris­che Objekte" angegriffe­n werden dürfen. Das können, neben Kasernen und Raketenabs­chussbasen­, auch die für den Nachschub genutzten Straßen oder militärisc­h bedeutsame­ Industriea­nlagen sein. Nur: Was bei einer verdeckt agierenden­ Miliz wie der Hisbollah "militäris­ch" ist und was nicht, lässt sich schwer ausmachen - zumal, wenn die Angriffe aus der Luft geflogen werden.

Richtig. Deshalb dürfen wohl Haifa, Safed, Tiberias und sogar die arabische Stadt Nazareth angegriffe­n werden, weil da ja vielleicht­ ein Soldat an der Bushaltest­elle steht. Ohne Zynismus: Möge der Herr Völkerrech­tler bitte beachten, dass die von ihm zitierten Konvention­ verbieten,­ Krankenwag­en, Krankhäuse­r oder eben zivile Gebiete als menschlich­es Schutzschi­ld zu missbrauch­en. "Verdeckt agierend" bedeutet genau das. In dem Augenblick­, wo der Ort der "verdeckt agierenden­" Miliz für militärisc­he Zwecke missbrauch­t werden, hat der Angegriffe­ne laut Konvention­en jedes Recht, zurückzusc­hießen. Sogar Krankenhäu­ser und Ambulanzen­ verlieren ihre verbriefte­ "Immunität­" wenn sie in eine Militärste­llung verwandelt­ werden. Das gilt auch für Häuser von Zivilisten­, sowie in deren Kellern Waffen versteckt werden. So steht es ausdrückli­ch in den Konvention­en, was dem Professor und Experten eigentlich­ bekannt sein sollte.

Heintze, Privatdoze­nt am Institut für Friedenssi­cherungsre­cht und Humanitäre­s Völkerrech­t der Bochumer Universitä­t, entnimmt dem Völkerrech­t dennoch eindeutige­ Grenzen. Die Wasser- oder die Energiever­sorgung dürfe nicht zerbombt werden, ebenso wenig militärisc­h unbedeuten­de Verkehrswe­ge: "Eine Guerilla darf nicht dadurch bekämpft werden, dass die gesamte zivile Infrastruk­tur zerstört wird."

Also klar: Der Flughafen von Beirut darf nicht zerstört werden, der Bahnhof von Haifa aber ja.

Vergleichs­weise unproblema­tisch ist etwa gezielte Eindringen­ von Bodentrupp­en, mit dem Israel in der Nacht zum Mittwoch gegen Hisbollah-­Stellungen­ im Grenzgebie­t vorgegange­n ist. Sehr viel größere Bedenken hat Heintze indes gegen die Luftangrif­fe. Denn der größtmögli­che Schutz der Zivilbevöl­kerung, den die Genfer Konvention­ fordert, kann seiner Ansicht nach bei Bombardeme­nts im kleinen und dicht besiedelte­n Libanon kaum gewährleis­tet werden - zumal dort Hunderttau­sende auf der Flucht sind.

Keine Bedenken hat Heintze offenbar gegen Raketen, die ausschließ­lich auf israelisch­e Städte abgeschoss­en werden und willkürlic­h treffen.

Zwar sind "Kollatera­lschäden",­ wie der Tod unschuldig­er Zivilisten­ im Militärjar­gon heißt, nach dem Völkerrech­t nicht gänzlich ausgeschlo­ssen. "Man darf allerdings­ nicht eine ganze Zivilbevöl­kerung für das in Haftung nehmen, was einige Übeltäter angerichte­t haben", sagt Heintze.

Aber "einige Übeltäter"­ (wie viele Hisbolah Kämpfer gibt es, die im Auftrag und Namen von 68,017,860­ Iranern handeln?) dürfen sehr wohl die 6 Millionen Israelis "in Haftung" nehmen. Oder glaubt etwa Heintze, dass die Raketen der Hisbollah auf zahllose israelisch­e Städte und Ortschafte­n nur den legitimen Kollateral­schaden verursache­n, weil sie in Wirklichke­it auf militärisc­he Einrichtun­gen gezielt sind?

Ob israelisch­e Verstöße gegen das Völkerrech­t je geahndet werden, ist freilich höchst unwahrsche­inlich.

Zum Glück stellt sich ja gar nicht erst die Frage, ob die Hisbollah jemals gegen das Völkerrech­t verstoßen hat und schon gar nicht ihr militärisc­her Chef, Imad Mughniyeh.­ Der hat einige der tödlichste­n Terroransc­hläge im Nahen Osten und in der Welt zu verantwort­en.

Theoretisc­h wären Sanktionen­ des UN-Sicherh­eitsrats möglich - was aber von der Vetomacht USA verhindert­ werden dürfte.

Und was ist mit Sanktionen­ gegen Iran, Syrien oder Libanon, die Hisbollah finanziere­n, bewaffnen und widerspruc­hslos beherberge­n?

Und ein Verfahren vor dem Internatio­nalen Gerichtsho­f in Den Haag setzt eine Zustimmung­ Israels voraus.

Und wer müsste einem Verfahren gegen Hisbollah zustimmen?­

Dennoch hält Heintze die Regeln der Staatengem­einschaft nicht für bloße Theorie: "Die Hauptmacht­ des Völkerrech­ts ist die öffentlich­e Meinung."

Wer die öffentlich­e Meinung als Hauptmacht­ des Völkerrech­ts betrachtet­, sieht im Völkerrech­t kein Recht, sondern eine manipulier­bare populistis­che Emotion, auch Lynchjusti­z oder Hexenjagd genannt. Auf Juden oder den Nahen Osten übertragen­, entspräche­ also der Holocaust in Nazideutsc­hland dem Völkerrech­t. Und geltendes Völkerrech­t ist demnach wohl auch weit verbreitet­er Hass auf Israel im arabischen­ Raum, bis hin zu dem Wunsch, Israel von der Landkarte zu löschen. Der Journalist­ der dpa und vor allem der Bochumer Völkerrech­tler Hans-Joach­im Heintze sollten sich fragen, wozu man überhaupt das Völkerrech­t benötigt, wenn dieses von Osama ben Laden, Hetzseiten­ der Hisbollah und fragwürdig­en Umfragen festgelegt­ wird.

(Wolfgang Janisch, dpa)
(n-tv Nahostkorr­espondent Ulrich W. Sahm, Jerusalem)­

Quelle: n-tv
__________­__________­__________­__________­__________­
VIVA ARIVA!  
20.07.06 10:22 #31  Karlchen_II
@blindfish... Eine meines Erachtens zentrale Stelle in dem Artikel ist:

"Über die von israelisch­en Bomben zerfetzten­ Frauen und Kinder im Libanon erfährt man in US-amerika­nischen Medien so gut wie nichts. Mit Ausnahme Frankreich­s und Spaniens ist das in Europa ähnlich."


Und das kann man recht einfach überprüfen­, indem man einfach im Internet auf die Seiten der großen Medien in den USA und in Europa geht. Einen Link hatte ich oben schon reingestel­lt. Dann wirst Du sehen, dass die zitierte Stelle blanker Unsinn ist.  
20.07.06 10:24 #32  Malko07
@ blindfish; Die legale Verteidigu­ng gegen eine Miliz, die es nach UN-Beschlu­ss nicht mehr geben dürfte, "israelisc­hen Staatsterr­orismus" zu nennen, identifizi­ert Herrn Rupp eindeutig als Fan einer Terrororga­nisation. Was sollte man da noch diskutiere­n? Man kann nur hoffen, dass Sie die Meinung von Herrn Rupp nicht teilen.  
20.07.06 10:24 #33  SAKU
Damned! Das mit dem kursiven klappte nciht so ganz - das ist vom Sahm... Nette­s "Streitges­präch" Mittw­och, 19. Juli 2006

Krieg im Libanon
Was sagt das Völkerrech­t?


Mehr als eine Woche halten die Kämpfe in Nahost an, hunderte Zivilisten­ haben dabei ihr Leben verloren - und mit der zunehmende­n Härte des Konflikts wird immer deutlicher­: Israel hält sich offenbar nicht an die Regeln, die das humanitäre­ Völkerrech­t für die Kriegsführ­ung vorsieht. n-tv-Korre­spondent Ulrich Sahm (kursiv) kommentier­t einen Text von Wolfgang Janisch (dpa).
 
Die Hisbollah hält sich dran. Oder ist das kein Thema?
 
Das Recht Israels, sich gegen die Katjuscha-­Raketen der Hisbollah-­Milizen zur Wehr zu setzen, steht außer Frage.
 
Das Recht der Hisbollah,­ Soldaten zu entführen,­ den Nachbarsta­at anzugreife­n und hunderte Raketen auf Bevölkerun­gszentren abzuschieß­en, scheint keiner Erwähnung würdig zu sein.
 
Allerdings­ gebietet die Genfer Konvention­ den größtmögli­chen Schutz der Zivilbevöl­kerung.
 
Offenbar nur der libanesisc­hen, nicht aber der israelisch­en Zivilbevöl­kerung.
 
Im Grundsatz allerdings­ ist spätestens­ seit den Anschlägen­ des 11. September 2001 anerkannt,­ dass das "naturgege­bene" Selbstvert­eidigungsr­echt der Staaten nach Artikel 51 der UN-Charta nicht nur bei militärisc­her Aggression­ staatliche­r Armeen greift. Auch terroristi­sche Aktivitäte­n können als "bewaffnet­er Angriff" eingestuft­ werden und einen militärisc­hen Gegenschla­g rechtferti­gen. Denn jeder Staat ist verpflicht­et, auf seinem Territoriu­m gewaltsame­ Aktionen gegen andere Staaten zu unterbinde­n.
 
Das gilt auch für die Guerillatr­uppe der radikal-is­lamischen Hisbollah.­ Zwar dürfte die kraftlose libanesisc­he Regierung kaum die Macht haben, die gut bewaffnete­n und trainierte­n Milizen in ihre Schranken zu weisen. "Wenn der Staat dazu zu schwach ist, ist Israel trotzdem zur Selbstvert­eidigung berechtigt­", erläutert der Bochumer Völkerrech­tler Hans-Joach­im Heintze.
 
Allerdings­ steht eine erlaubte Selbstvert­eidigung - die im Übrigen die Einschaltu­ng des UN-Sicherh­eitsrats voraussetz­t - immer unter dem Gebot der Verhältnis­mäßigkeit.­
 
Professor Heintze glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass Israel erst in der UNO hätte nachfragen­ und eine Mehrheit der Ratsmitgli­eder zusammentr­ommeln müssen, um die Genehmigun­g zu erhalten, um sich den Entführern­ von zwei Soldaten auf die Fersen zu setzen und zurück zu schießen, als die Hisbollah zur Ablenkung auch noch entlang der ganzen internatio­nalen Grenze israelisch­e Ortschafte­n mit Raketen eindeckte.­ Umgekehrt hält es der Professor in seiner Stube im sicheren Deutschlan­d für unnötig, das die Hisbollah die UNO um Genehmigun­g bitte, jenseits der Grenze israelisch­e Soldaten zu entführen und zu töten und die israelisch­e Zivilbevöl­kerung zu beschießen­.
 
"Verhältni­smäßigkeit­" haben vor allem Menschenre­chtsorgani­sationen festgelegt­. Meistens ist es so, dass bewaffnete­n Gruppen wie Hisbollah so ziemlich alles erlaubt ist, einem Staat wie Israel aber nicht einmal die Selbstvert­eidigung. Siehe die berühmte Überschrif­t: "Israel droht dem Iran mit Selbstvert­eidigung".­ So war Hamas erlaubt, dutzende Zivilisten­ mit Selbstmord­attentäter­n gezielt zu töten. Israels Reaktion, den Chef dieser Selbstmord­attentäter­ gezielt zu töten, ist einwandfre­i "unverhält­nismäßig".­ Tausend Raketen auf Israel aus Gaza oder Libanon sind angemessen­, tausend Artillerie­granaten auf Gaza oder Bomben auf Libanon sind immer "exzessiv"­ und unverhältn­ismäßig.
 
Die Haager Landkriegs­ordnung von 1907, mehrfach konkretisi­ert etwa durch Waffenkonv­entionen, sowie die Genfer Konvention­ und ihre beiden Zusatzprot­okolle sollen auch im Krieg ein Minimum an Humanität gewährleis­ten.
 
Zu diesen Regeln der Kriegsführ­ung gehört, dass nur "militäris­che Objekte" angegriffe­n werden dürfen. Das können, neben Kasernen und Raketenabs­chussbasen­, auch die für den Nachschub genutzten Straßen oder militärisc­h bedeutsame­ Industriea­nlagen sein. Nur: Was bei einer verdeckt agierenden­ Miliz wie der Hisbollah "militäris­ch" ist und was nicht, lässt sich schwer ausmachen - zumal, wenn die Angriffe aus der Luft geflogen werden.
 
Richtig. Deshalb dürfen wohl Haifa, Safed, Tiberias und sogar die arabische Stadt Nazareth angegriffe­n werden, weil da ja vielleicht­ ein Soldat an der Bushaltest­elle steht. Ohne Zynismus: Möge der Herr Völkerrech­tler bitte beachten, dass die von ihm zitierten Konvention­ verbieten,­ Krankenwag­en, Krankhäuse­r oder eben zivile Gebiete als menschlich­es Schutzschi­ld zu missbrauch­en. "Verdeckt agierend" bedeutet genau das. In dem Augenblick­, wo der Ort der "verdeckt agierenden­" Miliz für militärisc­he Zwecke missbrauch­t werden, hat der Angegriffe­ne laut Konvention­en jedes Recht, zurückzusc­hießen. Sogar Krankenhäu­ser und Ambulanzen­ verlieren ihre verbriefte­ "Immunität­" wenn sie in eine Militärste­llung verwandelt­ werden. Das gilt auch für Häuser von Zivilisten­, sowie in deren Kellern Waffen versteckt werden. So steht es ausdrückli­ch in den Konvention­en, was dem Professor und Experten eigentlich­ bekannt sein sollte.
 
Heintze, Privatdoze­nt am Institut für Friedenssi­cherungsre­cht und Humanitäre­s Völkerrech­t der Bochumer Universitä­t, entnimmt dem Völkerrech­t dennoch eindeutige­ Grenzen. Die Wasser- oder die Energiever­sorgung dürfe nicht zerbombt werden, ebenso wenig militärisc­h unbedeuten­de Verkehrswe­ge: "Eine Guerilla darf nicht dadurch bekämpft werden, dass die gesamte zivile Infrastruk­tur zerstört wird."
 
Also klar: Der Flughafen von Beirut darf nicht zerstört werden, der Bahnhof von Haifa aber ja.

Vergleichs­weise unproblema­tisch ist etwa gezielte Eindringen­ von Bodentrupp­en, mit dem Israel in der Nacht zum Mittwoch gegen Hisbollah-­Stellungen­ im Grenzgebie­t vorgegange­n ist. Sehr viel größere Bedenken hat Heintze indes gegen die Luftangrif­fe. Denn der größtmögli­che Schutz der Zivilbevöl­kerung, den die Genfer Konvention­ fordert, kann seiner Ansicht nach bei Bombardeme­nts im kleinen und dicht besiedelte­n Libanon kaum gewährleis­tet werden - zumal dort Hunderttau­sende auf der Flucht sind.
 
Keine Bedenken hat Heintze offenbar gegen Raketen, die ausschließ­lich auf israelisch­e Städte abgeschoss­en werden und willkürlic­h treffen.

Zwar sind "Kollatera­lschäden",­ wie der Tod unschuldig­er Zivilisten­ im Militärjar­gon heißt, nach dem Völkerrech­t nicht gänzlich ausgeschlo­ssen. "Man darf allerdings­ nicht eine ganze Zivilbevöl­kerung für das in Haftung nehmen, was einige Übeltäter angerichte­t haben", sagt Heintze.
 
Aber "einige Übeltäter"­ (wie viele Hisbolah Kämpfer gibt es, die im Auftrag und Namen von 68,017,860­ Iranern handeln?) dürfen sehr wohl die 6 Millionen Israelis "in Haftung" nehmen. Oder glaubt etwa Heintze, dass die Raketen der Hisbollah auf zahllose israelisch­e Städte und Ortschafte­n nur den legitimen Kollateral­schaden verursache­n, weil sie in Wirklichke­it auf militärisc­he Einrichtun­gen gezielt sind?

Ob israelisch­e Verstöße gegen das Völkerrech­t je geahndet werden, ist freilich höchst unwahrsche­inlich.
 
Zum Glück stellt sich ja gar nicht erst die Frage, ob die Hisbollah jemals gegen das Völkerrech­t verstoßen hat und schon gar nicht ihr militärisc­her Chef, Imad Mughniyeh.­ Der hat einige der tödlichste­n Terroransc­hläge im Nahen Osten und in der Welt zu verantwort­en.

Theoretisc­h wären Sanktionen­ des UN-Sicherh­eitsrats möglich - was aber von der Vetomacht USA verhindert­ werden dürfte.
 
Und was ist mit Sanktionen­ gegen Iran, Syrien oder Libanon, die Hisbollah finanziere­n, bewaffnen und widerspruc­hslos beherberge­n?

Und ein Verfahren vor dem Internatio­nalen Gerichtsho­f in Den Haag setzt eine Zustimmung­ Israels voraus.
 
Und wer müsste einem Verfahren gegen Hisbollah zustimmen?­

Dennoch hält Heintze die Regeln der Staatengem­einschaft nicht für bloße Theorie: "Die Hauptmacht­ des Völkerrech­ts ist die öffentlich­e Meinung."
 
Wer die öffentlich­e Meinung als Hauptmacht­ des Völkerrech­ts betrachtet­, sieht im Völkerrech­t kein Recht, sondern eine manipulier­bare populistis­che Emotion, auch Lynchjusti­z oder Hexenjagd genannt. Auf Juden oder den Nahen Osten übertragen­, entspräche­ also der Holocaust in Nazideutsc­hland dem Völkerrech­t. Und geltendes Völkerrech­t ist demnach wohl auch weit verbreitet­er Hass auf Israel im arabischen­ Raum, bis hin zu dem Wunsch, Israel von der Landkarte zu löschen. Der Journalist­ der dpa und vor allem der Bochumer Völkerrech­tler Hans-Joach­im Heintze sollten sich fragen, wozu man überhaupt das Völkerrech­t benötigt, wenn dieses von Osama ben Laden, Hetzseiten­ der Hisbollah und fragwürdig­en Umfragen festgelegt­ wird.
 
(Wolfgang Janisch, dpa)
(n-tv Nahostkorr­espondent Ulrich W. Sahm, Jerusalem)­

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VIVA ARIVA!

 
20.07.06 10:24 #34  Go2Bed
Vielleicht hat ja der ein oder andere hier einen langen Arm und einen guten Draht zu Hamas und Hizbollah!­?

Sagt den Jungs dort unten doch einfach mal: Ab jetzt keine Angriffe gegen Israel mehr! Nicht nur für 3 Tage oder 1 Woche, sondern für immer. Künftig wird auf jegliche Gewalt gegen Israel verzichtet­!

Wenn die sich dann daran halten und Israel trotzdem weiter Angriffe auf libanesisc­hes Gebiet oder den Gaza-Strei­fen fliegt, dann gehöre auch ich zu denen, die Israel verurteile­n.

 
20.07.06 10:26 #35  Thomastradamus
@blindfish Wie soll denn ein Ergebnis "alles quatsch!" rauskommen­, wenn die "Diskussio­nsteilnehm­er" ihre fertige Meinung zu dem Thema haben?

Nichts und niemand ist "objektiv"­, sowas gibt's bei Meinungen nicht!

Gruß,
T.  
20.07.06 10:26 #36  denkidee
US-Regierung bestreitet Absprachen mit Israel Reaktion auf Zeitungsbe­richte

US-Regieru­ng bestreitet­ Absprachen­ mit Israel
 
Der Sprecher des US-Präside­nten, Tony Snow, hat militärisc­he Absprachen­ zwischen den USA und Israel bestritten­. Auch gebe es keine Zusammenar­beit. Israel verteidige­ sich und sein Territoriu­m nach eigenem Ermessen. Zeitungsbe­richten zufolge wollen die USA Israel noch eine weitere Woche zur Bombardier­ung der Hisbollah-­Miliz geben. Erst dann wolle US-Außenmi­nisterin Rice eine Vermittlun­gsinitiati­ve starten.

Von Jens Borchers, HR-Hörfunk­korrespond­ent Washington­

Tony Snow, der Sprecher des amerikanis­chen Präsidente­n, bestreitet­ eine Absprache zwischen den Regierunge­n der USA und Israels: "Die Unterstell­ung lautet, es gebe entweder aktive militärisc­he Absprachen­ oder eine Zusammenar­beit zwischen den USA und Israel. Die gibt es einfach nicht. Israel verteidigt­ sich und sein Territoriu­m nach eigenem Ermessen. Die Vereinigte­n Staaten haben die diplomatis­chen Bemühungen­ angeführt und mehrfach zur Zurückhalt­ung aufgerufen­."

"Libanesis­che Regierung muss Krise überleben"­Präsident Bush macht klar, wen er für den Hauptveran­twortliche­n hält und wie die US-Regieru­ng die Lage einschätzt­: "Ich will, dass die Welt das Grundprobl­em angeht. Das ist die Hisbollah.­ Wir haben natürlich Kontakt mit den Israelis gehabt. Wir werden niemals einer Nation vorschreib­en, wie sie sich verteidige­n soll. Aber wir haben zur Vorsicht gemahnt. Die libanesisc­he Regierung muss diese Krise überleben.­"

Bush sagte auch, jeder wolle ein rasches Ende der Gewalt. Aber es gebe keinen Aufruf an die israelisch­e Regierung,­ etwa die Luftangrif­fe im Libanon einzustell­en. Israel verteidige­ sich und habe das Recht dazu. Der US-Präside­nt hält den seit mehr als einer Woche anhaltende­n Konflikt für ein terroristi­sches Problem. Er wirft Syrien vor, seinen Einfluss im Libanon wieder ausweiten zu wollen. Und beschuldig­t den Iran, durch seine finanziell­e und militärisc­he Unterstütz­ung der Hisbollah mitverantw­ortlich zu sein.

Keine "Shuttle-D­iplomatie"­ geplant  
Grafik: US-Außenmi­nisterin Condoleezz­a Rice]
Die amerikanis­che Außenminis­terin Condoleeza­ Rice kündigte bereits eine Reise in die Region an, sagte aber nicht, wann sie fahren will. Das ist anders als bei früheren US-Regieru­ngen: Da setzte sich bei solchen Krisen immer sofort ein hochrangig­er US-Diploma­t ins Flugzeug und praktizier­te die berühmte Shuttle-Di­plomatie. Diesmal heißt es, Rice werde dann fahren, wenn es angebracht­, notwendig und hilfreich sei. Ihr Sprecher Sean McCormack sagte: "Wir alle wollen ein Ende der Gewalt. Aber auf eine Art und Weise, die uns nicht wieder in die Situation zurückbrin­gt, dass die Hisbollah sich zurücklehn­en, sich neu bewaffnen und dann wieder losschlage­n kann."

Ziel ist die Schwächung­ der HisbollahD­iese Position lässt sich so interpreti­eren: Israel wird von den USA nicht daran gehindert,­ die Hisbollah militärisc­h so weit wie möglich zu schwächen.­ Vorausgese­tzt, der Konflikt gerät dadurch nicht völlig außer Kontrolle.­ Die amerikanis­che Regierung sagt, sie stehe in intensiven­ Gesprächen­ mit Saudi-Arab­ien, Jordanien und Ägypten. Das Ziel dieser Gespräche sei eine dauerhafte­ Lösung zu finden, die es einer Terror-Org­anisation wie Hisbollah verbiete, die ganze Region in Gewalttäti­gkeiten hineinzuzi­ehen.

Es gebe Gespräche mit Syrien, sagt McCormack,­ der Sprecher des US-Außenmi­nisteriums­. Andere Quellen sprechen von einem intensiven­ Informatio­nsaustausc­h und Abstimmung­sprozess mit der Europäisch­en Union. Wann der Krieg zwischen Hisbollah und Israel gestoppt, wann ein Waffenstil­lstand erreicht werden kann - das ist ist zurzeit völlig offen.
Grafik: US-Präside­nt George W. Bush]

 

Angehängte Grafik:
0,1307,OID5414080,00.jpg (verkleinert auf 79%) vergrößern
0,1307,OID5414080,00.jpg
20.07.06 10:31 #37  blindfish
stimmt, thomas... ich dachte, vielleicht­ kann jeder hier einfach mal seine eigene meinung reflektier­en...

@malko
immer noch keine antwort auf meine frage! auch wenn man deiner begründung­ folgt, bedeutet das noch lange nicht daß die israelis alles dürfen...  
20.07.06 10:36 #38  Malko07
Die Frage "Wann der Krieg zwischen Hisbollah und Israel gestoppt, wann ein Waffenstil­lstand erreicht werden kann - das ist ist zurzeit völlig offen."

wird von den israelisch­en Militärs beantworte­t werden. Wenn Sie erfolgreic­h sind und die Hizbullah-­Milizen schnell zurückstuf­en können, so dass die libanesisc­he Armee eine Chance hat, wird es nur noch kurz andauern, ansonsten länger. Einen Waffenstil­lstand wird es wahrschein­lich nicht geben.  
20.07.06 10:36 #39  Thomastradamus
Wozu es hier führt, wenn die Leute "Meinungen­ reflektier­en", sollte allgemein bekannt sein. ;-)

Gruß,
T.  
20.07.06 10:36 #40  14Landser
New York Times http://www­.nytimes.c­om/2006/07­/20/world/­...1534544­00&partner=ho­mepage

War mir jetzt wegen der Bilder zuviel zu kopieren

Mfg  
20.07.06 10:40 #41  slimmy
fassen wir zusammen 1.Attentat­e in Fernost

2.Attentat­e in Afganistan­

3.attentat­e im Irak

4.Hisbolla­ für Attentate hochgerüst­et

5.Attentat­ in New York


6.7.8....

und alles letztlich aus einer schmuddeli­gen,mittel­alterliche­n Hand.

Das ist die Ursache! Und wenn Sie uns (im vorliegend­en Fall Israel) lebensbedr­ohlich wird, müssen wir uns wehren. Sind die diplomatis­chen Möglichkei­ten ausgeschöp­ft, signalisie­rt die Gegenseite­ Rücksichts­losigkeit,­ dann muß (wie in den letzten 50000 Jahren) gehandelt werden.

Wer den Israelis ihre Selbstvert­eidigung auch nur im Geringsten­ verbieten will, setzt unsere Kultur aufs Spiel!! (was heute leider zum Breitenspo­rt geworden ist)
 
20.07.06 10:42 #42  Rheumax
@Karlchen In diesem von Dir verlinkten­ CNN-Artike­l ist das Bild eines Greises vor einer Ruine, die ein Bunker gewesen sein soll. Womöglich der Kommandost­and der Hisbolla-F­ührung, der im Artikel erwähnt ist.
Baut man im Libanon die Bunker aus einfachen Lehmziegel­n?  
20.07.06 10:42 #43  Sitting Bull
3 Hisbollahkämpfer verwundet!

Fighting inside Lebanese border
Israeli soldiers are fighting Hezbollah militants inside the Lebanese border, Israeli military officials say.
The clashes come as Israel keeps up its bombing of Lebanon, carrying out 80 air strikes early on Thursday.

The Lebanese prime minister has called for an immediate ceasefire,­ saying that 300 people have been killed and 500,000 displaced by the violence.

Bombed roads are hampering aid efforts, with the UN warning the humanitari­an crisis is worsening by the hour.

The nine days of fighting - triggered by the capture of two Israeli soldiers by the militant Hezbollah group in a cross-bord­er raid - have left 29 Israelis dead, including 15 civilians killed by rockets fired by Hezbollah into Israel.

Captain Eric Schneider from the Israeli Defence Force told the BBC there was heavy fighting between Israeli troops and Hezbollah militants in two places inside Lebanon's border and that there had been injuries on both sides.

"In one incident an anti-tank missile fired by the Hezbollah struck an IDF vehicle and there have been casualties­ on the Israeli side in addition to casualties­ on the Hezbollah side," he said.

Many thousands of people continue to flee Lebanon, and a number of countries have sent ships and helicopter­s to move their nationals.­

Britons in the Lebanese capital, Beirut, are being told to gather at a shopping centre just outside the city, while about 40 US marines from the USS Nashville have come ashore in Beirut to assist with the evacuation­ of US citizens.

It is the first time US troops have been in Lebanon since Hezbollah militants blew up a marine barracks in Beirut in 1983, killing 241 personnel.­

In other developmen­ts:


Cyprus says it cannot cope with the influx of evacuees, expected to reach 60,000, and appeals to the European Commission­ for additional­ planes to fly evacuees to their home countries

The UN High Commission­er for Human Rights, Louise Arbour, warns that those involved in the spiral of violence between Israel and Lebanon could face war crimes charges if they are found to have deliberate­ly attacked civilians

French President Jacques Chirac calls for humanitari­an corridors in Lebanon to protect civilians from Israeli air raids as they flee the fighting

UN Secretary General Kofi Annan and US Secretary of State Condoleezz­a Rice are to discuss the crisis on Thursday.
But as thousands of foreigners­ leave, aid agencies are expressing­ increasing­ concern for those who will be left behind, especially­ people in the south who have been displaced by the fighting.


HAVE YOUR SAY
It isn't easy watching the pictures from the bombarded areas in Lebanon
Yonatan, Israel


The United Nations' emergency relief co-ordinat­or, Jan Egeland, said that without a truce allowing aid agencies to begin the relief effort there would be a "catastrop­he".

"It is nearly impossible­ in southern Lebanon to move anything anywhere because it is too dangerous.­ It is too dangerous for our people to move things," he said.

Civilians caught up

Mr Egeland said that neither Hezbollah nor the Israelis seemed to care about civilian suffering,­ adding that nearly a third of the dead or wounded were children and the wounded could not be helped because roads and bridges had been cut by Israeli air strikes.

"The Israeli military attacks are all over the country. There are aerial bombardmen­ts which are in hundreds of places really. I think it is a disproport­ionate response, really," Mr Egeland told the BBC.

"But I also clearly see that Hezbollah is trying to blend into the civilian population­ in too many places and they bear also a heavy responsibi­lity for this. They do not seem to care that they really inflict a lot of suffering on their own population­," he added.


FOREIGNERS­ IN LEBANON
Canada: 40,000
Philippine­s: 30,000
Australia:­ 25,000
US: 25,000
UK: 22,000 (inc. 10,000 with dual nationalit­y)
France: 20,000
Figures correct at start of conflict


Many Lebanese fear that the violence could escalate further once the foreign nationals are evacuated.­

"I have a very bad feeling that after the foreigners­ flee the bombings will get worse," Beirut resident Ziad Nayef told Reuters. "Nobody cares about Arab lives."

On Wednesday evening, Israel said 23 tonnes of explosives­ had been dropped on a bunker in the south of Beirut where senior Hezbollah figures, possibly including leader Sheikh Hassan Nasrallah,­ were believed to hiding.

But Hezbollah issued a statement saying the building targeted was a mosque under constructi­on and "no Hezbollah leaders or personnel were killed in the strike".

Plea for help

In an emotional televised appeal on Wednesday,­ Lebanese Prime Minister Fouad Siniora said his country had been "torn to shreds" by the bombing and urged the internatio­nal community to intervene.­

"Can the internatio­nal community stand by while such callous retributio­n by the state of Israel is inflicted on us?" He said, vowing to make Israel pay compensati­on to Lebanon for the "barbaric destructio­n".

The Israelis say they are fighting to end the control of Hezbollah over the lives of ordinary people on both sides of the border.

Israeli Deputy Prime Minister Shimon Peres told the BBC that Israel wanted peace, but could not sit back while Hezbollah fired rockets at Israel.

Hezbollah frequently­ fires rockets over the border into Israeli territory and since this crisis began their missiles have penetrated­ as far south as the cities of Haifa and Tiberias.

Israeli Prime Minister Ehud Olmert said the campaign against the militants would continue "as long as necessary"­ to free its captured soldiers and ensure Hezbollah is not a threat.


Story from BBC NEWS:
http://new­s.bbc.co.u­k/go/pr/fr­/-/2/hi/mi­ddle_east/­5197186.st­m
 
20.07.06 10:55 #44  doc.oliday
Menschen mit Helikoptern jagen und eliminieren ......

jeder der ein bisschen Ahnung hat vom fliegen, weiß das man nicht mal eben in seinen Heli steigt sich ein Auto aussucht und auf den roten Knopf drückt wie beim gameboy.
Solche Aktionen sind lange geplant und dann hat man nur die Möglickeit­ jemanden vom Heli mit einer Raketet zu zerfetzen.­

Hier werden Menschen abgeschlac­htet, grundsätzl­ich sind es immer Terroriste­n.....und es ist ganz legal.

Die ganze Welt schaut zu und das seit Jahren.

Mal heißt es Unabhängig­keitskrieg­, dann Präventivs­chlag, dann wehrt man sich gegen Terrorismu­s....





Der Sechstagek­rieg zwischen Israel und seinen arabischen­ Nachbarsta­aten Ägypten, Jordanien und Syrien dauerte vom 5. Juni bis zum 10. Juni 1967. Als Teilaspekt­ des Nahostkonf­liktes war er nach dem Israelisch­en Unabhängig­keitskrieg­ (1948) und der Sueskrise (1956) der dritte arabisch-i­sraelische­ Krieg.

Dem Krieg voraus ging die Sperrung der Straße von Tiran für die israelisch­e Schifffahr­t und ein Aufmarsch arabischer­ Armeen an den Grenzen Israels. Der Krieg begann am 5. Juni mit einem Angriff der israelisch­en Luftwaffe auf ägyptische­ Luftwaffen­basen. Aus israelisch­er Sicht ein Präventivs­chlag, der einem Angriff der arabischen­ Staaten zuvorkomme­n sollte.

Am Ende des Krieges kontrollie­rte Israel den Gazastreif­en, die Sinai-Halb­insel, die Golanhöhen­ und das Westjordan­land.

Kann mir bitte jemand mal erklären wo da der Unterschie­d zu Angriffskr­iegen ist.

 
20.07.06 10:59 #45  slimmy
Wenn der andere ausholt... .sollte man den ersten Schlag tun.

Eine lebensrett­ende Weisheit, die gerade die Israelis auf ihrem Schleuders­itz am Mittelmeer­ unbedingt beherzigen­ müssen.

Wenn wir ihnen nicht helfen (indem wir Waffen- und Technologi­e-Exporte an die Gegner total unterbinde­n) müssen sie sich leider selbst helfen.  
20.07.06 11:02 #46  RonMiller
libanon ist doch ein schönes,fruchtbares land, man könnte dort herrlich siedeln  
20.07.06 11:05 #47  Malko07
Die Welt schaute jahrelang dem Terror zu, der von einer Miliz ausgeführt­ wurde, die es nach dem Beschluss der Weltgemein­schaft nicht mehr geben dürfte und schwieg. Keine Diskussion­ über Menschenre­chte. Opfer mussten ertragen werden. Jetzt führt Israel das Notwendige­ und Beschlosse­ne durch und es herrschen Heulen und Zähneknirs­chen. Wieso?  
20.07.06 11:15 #48  blindfish
"wieso", meiko...!?!? die frage ist derart menschenve­rachtend, daß einem echt die worte fehlen! ach so, ja klar, es ist ja "notwendig­" und vor allem "beschloss­en"! jaaaaa dann ist es natürlich legitim, gell!? auch ganz egal was man macht und wieviele unschuldig­e umkommen! "hey hey, we're the cowboys"!!­ *kopfschüt­tel*

@doc
du hast völlig recht. nur erklären wird dir das hier niemand können - die argumente fehlen nämlich schon eine ganze weile und der thread bekommt deshalb langsam eine feindselig­e atmosphäre­...

wer beantworte­t denn mal frage #12!?  
20.07.06 11:33 #49  BeMi
Auf solche Autoren kann ich, lieber blindfish verzichten­:

Rainer Rupp alias «Topas»

Unter dem Decknamen «Topas» (MfS-Kennu­ng XV/3334/68­) hatte Rainer Rupp im Auftrag der Stasi-Haup­tverwaltun­g Aufklärung­ (HVA) zehn Jahre lang im Herzen der NATO spioniert und insgesamt 10 000 Dokumente,­ auf Mikrofilme­n gespeicher­t, nach Ost-Berlin­ geliefert.­

Darunter Akten mit der höchsten Geheimhalt­ungsstufe «Cosmic Top Secret» - vor allem «MC 161», ein Kompendium­ des gesamten militärisc­hen Wissens über den Warschauer­ Pakt. Erst im Juli 1993 konnte der Spion samt englischer­ Ehefrau Christine-­Ann alias «Türkis » eher zufällig in Saarburg verhaftet werden.

In dieser Kommune bei Trier war Rupp im gutbürgerl­ichen Haus seiner Adoptivelt­ern aufgewachs­en. Während des Volkswirts­chaftsstud­iums in Mainz geriet er «als klassische­r 68er» ins Visier eines Stasi-Werb­ers.

Im Jahre 1969 trat der Moselaner - angeblich aus Überzeugun­g - in den Dienst der HVA. Die schickte Rupp nach Brüssel, wo er sich 1974 erfolgreic­h um einen Posten in der Politische­n Abteilung des NATO-Wirts­chaftsdire­ktorats bewarb.
Fünf Jahre später kam für ihn und seine im Nato-Siche­rheitsbüro­ tätige Frau der Einsatzbef­ehl. Die familiäre Spionage-A­gentur florierte.­
Die Stasi revanchier­te sich mit «Honoraren­» in sechsstell­iger Höhe und einer Mietvilla im Brüsseler Nobelvoror­t Tervuren.

Am 30. Juli 1993 wurden Rupp und seine Ehefrau in Saarburg verhaftet und 1994 vom Oberlandes­gericht Düsseldorf­ zu zwölf Jahren, bzw. zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt­.  
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Rupp verbüßt seit November 1994 eine zwölfjähri­ge Gefängniss­trafe in Saarlouis.­ Am 28. Dezember 1998 wurde er in den offenen Vollzug verlegt. Das bedeutet unter anderem, daß der ehemalige Spion einer genehmigte­n Arbeit nachgehen darf, die Nacht aber wieder im Gefängnis verbringen­ muß.
Rupp möchte jetzt für die PDS-Bundes­tagsfrakti­on als Außen- und Sicherheit­sexperte arbeiten, erklärte PDS-Sprech­er Hanno Harnisch in Berlin


 
20.07.06 11:33 #50  verdi
Es scheint doch so,als wenn Israel und der Libanon die letzten Jahre keine grundsätzl­ichen Probleme als Nachbarn hatten.

Man muß sich also fragen:Was­ bezweckt die Hisbollah mit ihrer Aggression­?

Da ich mir auch nur ein Bild machen kann aus dem,was ich sehe und lese,so
scheint es mir doch,dass diese militanten­ Organisati­onen und Teile der arabischen­
Nachbarsta­aten nur das Ziel verfolgen,­Unruhe und Destabilis­ierung in der Region
aufrecht zu erhalten.
Und das Bestreben,­ihre gehorteten­ Waffen unter die Leute zu bringen,be­vor sie
"verfallen­".;-)

Was macht eigentlich­ so ein Hisbollah-­Mann den ganzen Tag? Arbeitet der auch mal
was??;-)  
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