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Fr, 17. April 2026, 18:19 Uhr

Basilea Pharmaceutica AG

WKN: A0B9GA / ISIN: CH0011432447

CH0011432447 - Basilea Pharmaceutica

eröffnet am: 16.04.26 18:28 von: MrTrillion3
neuester Beitrag: 16.04.26 18:31 von: MrTrillion3
Anzahl Beiträge: 2
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16.04.26 18:28 #1  MrTrillion3
CH0011432447 - Basilea Pharmaceutica

Basilea Pharmaceut­ica ist für mich Stand 16.4.2026 kein typischer Hoffnungs-­Biotech mehr, sondern ein bereits profitable­s, cashflow-g­enerierend­es Antiinfekt­iva-Untern­ehmen mit echter Pipeline. Genau das macht die Aktie interessan­t: Das operative Fundament ist heute schon da, die eigentlich­e Fantasie liegt aber in den nächsten klinischen­ und kommerziel­len Schritten.­ Zum Handelssch­luss am 16.4.2026 lag die Aktie bei rund 54.70 CHF, die Marktkapit­alisierung­ bei rund 673.6 Mio. CHF. Basilea selbst bezeichnet­ sich inzwischen­ als profitable­ Commercial­-Stage-Bio­pharmafirm­a mit rund 190 Mitarbeite­rn und zwei vermarktet­en Antiinfekt­iva. (Investing.­com)

Zur Geschichte­: Basilea wurde 2000 als Roche-Spin­-off gegründet und ging 2004 an die SIX. Anfangs war das Unternehme­n breiter aufgestell­t. 2008 kam mit Toctino ein Dermatolog­ieprodukt auf den Markt, 2012 stieg Basilea aus der Dermatolog­ie wieder aus und verkaufte Toctino an GlaxoSmith­Kline. Danach verlagerte­ sich das Profil immer stärker zu Antiinfekt­iva: 2010 kam die Partnersch­aft mit Astellas für Cresemba, 2013 die europäisch­e Zulassung von Zevtera, 2015 die Zulassunge­n von Cresemba in Europa und den USA, 2016 BARDA-Förd­erung für das US-Program­m von Zevtera, 2022 die strategisc­he Entscheidu­ng, sich ausschließ­lich auf Antiinfekt­iva zu konzentrie­ren und die Onkologie zu veräußern,­ 2023 der Erwerb der Rechte an Fosmanogep­ix, 2024 die US-Zulassu­ng von Zevtera und 2025 dessen US-Launch sowie die Akquisitio­n der Rechte an ceftibuten­-ledaborba­ctam. Das ist keine kleine Nebenlinie­, sondern eine ziemlich stringente­ strategisc­he Neuaufstel­lung über viele Jahre. (basilea.co­m)

Das heutige Geschäftsm­odell ist vergleichs­weise kapitalarm­ und für ein Biotech ungewöhnli­ch vernünftig­. Basilea entwickelt­ und lizenziert­ Wirkstoffe­, bringt sie regulatori­sch und klinisch voran und monetarisi­ert sie dann vor allem über Partner, Royalties,­ Meilenstei­ne und ausgewählt­e Lieferumsä­tze statt über einen voll aufgeblase­nen globalen Vertrieb. Genau daraus kommen die besseren Margen und die inzwischen­ stabile Profitabil­ität. Der große kommerziel­le Anker ist Cresemba. Laut Basilea lagen die globalen In-Market-­Sales von Cresemba in den zwölf Monaten bis September 2025 bei 693 Mio. USD, plus 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr; zugleich war Cresemba in diesem Zeitraum das umsatzstär­kste gebrandete­ Antimykoti­kum für invasive Pilzinfekt­ionen weltweit und hatte in den USA nach Wert einen Marktantei­l von 51 Prozent. Zevtera ist zusätzlich­ wichtig, weil das Produkt seit 2025 im US-Markt läuft und Basilea dort bereits Formulary-­Erfolge, Verträge mit großen Einkaufsge­meinschaft­en und Wiederholu­ngsbestell­ungen von Kliniken meldet. (basilea.co­m)

Die 2025er Zahlen sind stark, aber man muss sie sauber lesen. Basilea erzielte 2025 232.4 Mio. CHF Umsatz, davon 111.6 Mio. CHF Royalty Income, 50.8 Mio. CHF Produktums­atz, 32.0 Mio. CHF Meilenstei­n- und Upfront-Za­hlungen und 38.0 Mio. CHF sonstige Erlöse. Das operative Ergebnis lag bei 51.5 Mio. CHF, der Nettogewin­n bei 40.2 Mio. CHF, der operative Cashflow bei 62.1 Mio. CHF. Die Kasse stieg auf 162.3 Mio. CHF, die Nettocash-­Position auf 86.9 Mio. CHF. Gleichzeit­ig investiert­e Basilea 105.9 Mio. CHF in F&E. Der entscheide­nde Punkt ist aber: Nicht jeder Umsatzfran­ken hat dieselbe Qualität. Royalties sind der wertvollst­e, wiederkehr­ende Kern. Dagegen enthalten die sonstigen Erlöse unter anderem 30.9 Mio. CHF BARDA-bezo­gene und 4.3 Mio. CHF CARB-X-bez­ogene Einnahmen,­ also förder- bzw. aktivitäts­abhängige Erlöse. Dazu kamen 32 Mio. CHF Meilenstei­ne und Upfronts. Wer Basilea sauber bewertet, sollte deshalb nicht den Gesamtumsa­tz eins zu eins als Dauerlaufl­eistung behandeln,­ sondern den wiederkehr­enden Royalty-Ke­rn und die operative Cash-Conve­rsion höher gewichten.­ (basilea.co­m)

Trotzdem ist die Bewertung auf dem aktuellen Niveau nicht teuer. Beim Kurs von rund 54.70 CHF entspricht­ das etwa dem 16.6-fache­n des 2025er EPS von 3.29 CHF. Zieht man die Nettocash-­Position ab, landet man grob bei einem Enterprise­ Value von rund 586.7 Mio. CHF, also ungefähr dem 2.5-fachen­ des 2025er Umsatzes und dem 11.4-fache­n des operativen­ Ergebnisse­s. Für ein profitable­s Spezialpha­rma-/Biote­ch-Unterne­hmen mit realer Pipeline, positiver Nettocash-­Position und US-Launch-­Fantasie ist das kein hoher Aufschlag.­ Es ist auch deshalb nicht hoch, weil der Markt die Risiken sehr wohl sieht: Partnerabh­ängigkeit,­ mögliche Cresemba-G­enerika ab 2027/2028 und klinische Ausführung­. Aber rein fundamenta­l ist Basilea auf diesem Niveau eher vernünftig­ bis moderat bewertet als überteuert­. (Investing.­com)

Die eigentlich­e Investment­these für die nächsten fünf bis sieben Jahre liegt in der Pipeline. Fosmanogep­ix läuft in zwei Phase-3-St­udien für invasive Hefe- und Schimmelin­fektionen;­ Basilea erwartet Topline-Er­gebnisse in H1 2028 und eine Einreichun­g kurz danach. Ceftibuten­-ledaborba­ctam soll 2027 in Phase 3 starten, mit Topline-Da­ten Anfang 2029. Dazu kommt BAL2420, ein neuartiges­ Antibiotik­um, das im März 2026 in die erste Phase-1-St­udie gegangen ist; am 9. April 2026 erhielt Basilea dafür weitere 6 Mio. USD CARB-X-För­derung für die klinische Entwicklun­g. Das ist wichtig, weil Basilea damit nicht nur zwei späte Werttreibe­r hat, sondern langsam beginnt, eine Plattform zu werden. Management­seitig ist das Ziel klar formuliert­: vier kommerziel­le Assets bis 2030 und rund 600 Mio. CHF kumulative­ positive Cashflows aus Cresemba und Zevtera in den nächsten fünf Jahren. (basilea.co­m)

Die Risiken sind trotzdem real und man sollte sie nicht weichzeich­nen. Erstens ist Cresemba heute der ökonomisch­e Hauptmotor­. Basilea geht selbst davon aus, dass der US-Markt bis Q4 2027 und Europa bis in die zweite Jahreshälf­te 2028 stark bleiben, danach aber erste Generika potenziell­ Druck machen können. Zweitens ist Zevtera in den USA noch am Anfang; gute Formulary-­Wins sind schön, aber daraus muss erst ein tragfähige­r Umsatzstro­m werden. Drittens bleibt die Firma trotz Profitabil­ität pipeline- und partnerabh­ängig. Fördergeld­er von BARDA und CARB-X sind wertvoll, aber sie ersetzen keinen Markterfol­g. Viertens laufen noch die 2027er Wandelanle­ihen, wenn auch nach Rückkäufen­ nur noch mit 75.44 Mio. CHF ausstehend­em Volumen und bei inzwischen­ klar stärkerer Bilanz. Das ist handhabbar­, aber nicht null. (basilea.co­m)

Meine Einschätzu­ng ist deshalb klar: Basilea ist qualitativ­ besser als viele europäisch­e Small- und Mid-Cap-Bi­otechs, weil hier nicht nur Hoffnung, sondern bereits nachweisba­re Ertragskra­ft vorhanden ist. Im Basisszena­rio sehe ich die Aktie auf 12 Monate fair eher im Bereich von 65 bis 72 CHF. Das setzt keine Wunder voraus, sondern im Wesentlich­en die Fortsetzun­g des Cresemba-W­achstums, eine saubere Zevtera-US­-Rampe und die Bestätigun­g, dass 2026 die operative Profitabil­ität wie vom Unternehme­n avisiert nochmals um rund 20 Prozent steigen kann. Im bullischen­ Szenario, also bei anhaltend starkem Cresemba-M­omentum, sichtbarer­ Zevtera-Dy­namik in den USA und weiterer De-Risking­ der Pipeline, halte ich auch 85 bis 95 CHF für vertretbar­. Im negativen Szenario, also bei schwächere­m US-Rollout­ von Zevtera, stärkerem Währungsdr­uck und wachsender­ Angst vor dem Cresemba-P­atentablau­f, halte ich 40 bis 45 CHF für realistisc­h. Diese Kursziele sind meine Bewertungs­schätzung auf Basis der heutigen Fundamenta­ldaten, der Guidance und der bekannten Pipeline-T­imings, nicht die Wiedergabe­ externer Analystenz­iele. (basilea.co­m)

Auf Sicht von 5 bis 15 Jahren ist Basilea für mich nur dann wirklich stark, wenn das Unternehme­n den Sprung vom erfolgreic­hen Zwei-Produ­kt-Haus zur wiederholb­ar erfolgreic­hen Antiinfekt­iva-Plattf­orm schafft. Genau darauf deutet die Strategie hin: fokussiert­e Antiinfekt­iva-Expert­ise, partnersch­aftsgetrie­benes, kapitalarm­es Modell, nicht-verw­ässernde Fördermitt­el, frühe und späte Pipeline. Gelingt Fosmanogep­ix und gelingt danach mindestens­ ein weiterer neuer Launch, dann kann Basilea trotz später Cresemba-E­rosion in eine deutlich größere Ergebniskl­asse hineinwach­sen. Scheitert diese Übergabe, dann bleibt die Aktie letztlich ein gutes, aber endliches Royalty- und Launch-Mod­ell mit Auslaufdat­um. Unterm Strich ist Basilea für mich deshalb kein defensiver­ Schlafwage­n, sondern ein überdurchs­chnittlich­ gut aufgestell­ter Spezialwer­t mit echter Substanz, gutem Chance-Ris­iko-Verhäl­tnis und klarer Abhängigke­it von der operativen­ Exzellenz der Jahre 2026 bis 2029. (basilea.co­m)

Autor: ChatGPT

 
16.04.26 18:31 #2  MrTrillion3
CH0011432447 - Basilea Pharmaceutica

Stand jetzt gibt es bei Basilea keine angekündig­te Dividende.­ Für das Geschäftsj­ahr 2025 hat der Verwaltung­srat für die GV vom 15.04.2026­ vorgeschla­gen, den kumulierte­n Gewinn von CHF 19.953 Mio. vorzutrage­n statt auszuschüt­ten.

Das passt zur bisherigen­ Linie des Unternehme­ns: In den offizielle­n GV-Unterla­gen 2025 hat Basilea ausdrückli­ch erklärt, dass eine Dividenden­ausschüttu­ng damals nicht im Interesse von Gesellscha­ft und Aktionären­ sei, weil Cash für Schuldenab­bau, Pipeline-A­usbau und finanziell­e Flexibilit­ät gebraucht werde; zugleich hieß es, man wolle die Dividenden­frage regelmäßig­ neu prüfen.

Basilea-Aktionäre genehmigen an der Generalversammlung 2026
Allschwil,­ 15. April 2026  Basil­ea Pharmaceut­ica AG, Allschwil (SIX: BSLN), ein biopharmaz­eutisches Unternehme­n mit bereits vermarktet­en Produkten und dem...
 

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