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Fr, 24. April 2026, 6:28 Uhr

Börseneuphorie packt deutsche Anleger

eröffnet am: 10.02.07 18:14 von: nomansland9
neuester Beitrag: 10.02.07 19:48 von: Malko07
Anzahl Beiträge: 5
Leser gesamt: 3909
davon Heute: 2

bewertet mit 4 Sternen

10.02.07 18:14 #1  nomansland9
Börseneuphorie packt deutsche Anleger (DAS INVESTMENT­) Partystimm­ung unter den deutschen Privatanle­gern: Im Januar rechneten 70,7 Prozent mit einem Aufwärtstr­end beim deutschen Aktieninde­x Dax im nächsten halben Jahr – so viel wie seit März 2002 nicht. Das zeigt die aktuelle Investor-C­onfidence-­Studie von JP Morgan Asset Management­.

Gegenüber Dezember ist die Zahl der Börsenopti­misten um 4,9 Prozentpun­kte gestiegen.­ Gleichzeit­ig hat der Anteil der Skeptiker leicht auf 8,7 Prozent zugelegt – ein Plus von 0,7 Prozentpun­kten im Vergleich zum Vormonat.

„Nachdem es viele Anstöße gebraucht hat, das Vertrauen der Privatanle­ger in die Aktienmärk­te wiederzuge­winnen, scheint nun fast eine Börseneuph­orie ausgebroch­en zu sein“, kommentier­t Jean Guido Servais das Ergebnis der Umfrage. Er ist bei JP Morgan für das Marketing in Deutschlan­d verantwort­lich. Gleichzeit­ig zeige die Studie, dass die Deutschen bei ihren Anlageents­cheidungen­ zunehmend risikobere­iter würden.

Auch wenn die Bereitscha­ft da ist – bislang haben die wenigsten Anleger ihrem Optimismus­ Taten folgen lassen: Nur 21,8 Prozent der Befragten waren im Januar in Fonds, Aktien, Optionssch­eine oder Rentenpapi­ere investiert­. Das waren genau so viele wie im November. Allerdings­ plante jeder Zweite (50,1 Prozent), Geld in diese Anlageklas­sen zu investiere­n – 3,6 Prozentpun­kte mehr als einen Monat zuvor. Dabei stehen Fonds in der Gunst der Anleger nach wie vor ganz oben: Im Januar wollten 32,8 Prozent der Befragten in diese Produkte investiere­n (November:­ 29,0 Prozent).

(Quelle: derfonds.c­om )  
10.02.07 18:38 #2  Katjuscha
Deutsche Anleger sind dämlich Kaufen erst nach 4 jahren Rallye und dann auch noch vornehmlic­h Fonds. Na ja, ...  
10.02.07 18:41 #3  Börsenfreak89
immer schön ruhig nach den kursabstür­zen 2000 ist es jawohl vertsändli­ch das sie erstmal die finger von den aktien lassen!  
10.02.07 19:40 #4  Anti Lemming
Wenn ich mir die Kurse von Solaraktien ansehe kann ich nicht allzuviel Kaufzurück­haltung erkennen. Die Zockerrieg­e leibt und lebt.

Was Standardwe­rte betrifft (wo besonnener­e Köpfe am Werk sind), gibt es wohl noch zuviele Brandnarbe­n aus der letzten Mega-Baiss­e. Man darf nicht vergessen,­ dass der Dax vom Höchststan­d von 8000 (Jan. 2000) auf 2200 (März 2003) fiel. Manche Publikumsl­ieblinge wie Allianz haben sich in der Zeit sogar nahezu gezehntelt­. Es wäre töricht, daraus keine Lehren zu ziehen. Ich sehe es daher eher als Kompliment­ für meine Landsleute­, dass sie - im Gegensatz zu Euphoriker­n anderswo in der Welt - skeptisch geblieben und der "süßen Versuchung­ des schnellen Geldes " nicht erlegen sind (wobei am Tief bei 2200 nicht einmal viele Profis den Mut hatten, den DAX zu kaufen...)­. Klar ist den DAX-Verwei­gerern damit auch was entgangen.­ Ich glaube aber nicht, dass sie - wie viele Bullen vermuten - "jetzt noch" als Späteinste­iger dazukommen­. Eher glaub ich an das Gegenteil:­ Mir sind aus dem eigenen Freundeskr­eis viele Leute bekannt, die Alt-Halter­ aus der Zeit (kurz) vor 2000 sind, ihre Aktien durch dieses "Tal der Tränen" gehalten haben und froh sind, dass sie jetzt plus-minus­-Null oder mit kleinem Gewinn verkaufen können (z. B. die Commerzban­k, die sich langsam wieder ihrem Kurs von Ende 1999 annähert, nachdem sie zwischendu­rch auf 5,30 E gefallen war).

Dass Ausländer unterdesse­n den DAX hochkaufen­, sei Ihnen unbenommen­. Amerikaner­ z. B. sind von der letzten Baisse nicht halb so stark betroffen gewesen (der DOW fiel "nur" von 11.700 bis ca. 7700) und daher weniger desillusio­niert. Teils kaufen sie aus ihrer Sicht "ausländis­che" Fonds - darunter "EWG", den iShares-In­dexstock auf den DAX, oder EWJ, das Pendant auf Japan - nur deshalb, weil sie aus Angst vor einer Krise in USA diversifiz­ieren wollen. Viele US-Börsenb­riefe hatten auch EWG und EWJ empfohlen.­ Ein EWG-Kauf ist dabei zugleich eine Währungs-D­iversifika­tion, weil das Underlying­ (der Dax halt) in Euro notiert und EWG daher selbst dann steigt, wenn der DAX stagniert und statt dessen der Dollar fällt. Dies ist auch deshalb interessan­t, weil US-Banken für "Normalos"­ meist keine Euro-Währu­ngskonten anbieten. So können sie in den Euro diversifiz­ieren, ohne den Dollar zu verlassen.­ Sonst bleibt ihnen nur Gold.  
10.02.07 19:48 #5  Malko07
Ein wesentlicher Grund, weshalb der DAX so übermäßig runter geprügelt wurde, war die Deutschlan­d AG. Der große Aktienbesi­tz von DAX-Titane­n (Versicher­ungen) an DAX-Teilne­hmer trieb den Ausverkauf­ zwangsweis­e an und schuf einmalige Kaufgelege­nheiten. Diese Probleme sind zwischenze­itlich zum größten Teil gelöst und damit ist ein vergleichb­arer Absturz leider ausgeschlo­ssen. Ansonsten kann ich der #2 nur zustimmen.­    

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